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ALfA-Newsletter 01/10 vom 09.01.2010

Rubrik: Newsletter

 

Liebe Newsletter-BezieherInnen,

ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen, auch im Namen der ALfA, ein gutes neues Jahr!

Mit den besten Wünschen

C. Frodl
Redaktion ALfA-Newsletter

Themenübersicht

  1. Abtreibung und Sterbehilfe: BVL-Vorsitzender Lohmann erinnert an staatliche Pflicht zum Lebensschutz
  2. Abgeschlossen: Online-Bürgerdebatte 1000fragen.de der Aktion Mensch zur Bioethik
  3. Ärzte für das Leben e.V.: Internetauftritt in neuem Glanz
  4. Was sonst noch lief: Weitere lesenswerte Artikel zum Lebensrecht

ALfA-Terminkalender

  • 12. Januar, München: Mitgliederjahresversammlung des ALfA-RV München
  • 07. - 08. Mai, Fulda: ALfA-Bundesdelegiertenversammlung
  • 08. Mai, Würzburg: Jahrestagung der Juristen-Vereinigung Lebensrecht

Den ausführlichen Terminkalender mit Details zu diesen und weiteren Veranstaltungen finden Sie unter Termine.

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1. Abtreibung und Sterbehilfe: BVL-Vorsitzender Lohmann erinnert an staatliche Pflicht zum Lebensschutz

Berlin (ALfA). Kurz vor Weihnachten hat der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, an die staatliche Pflicht zum Lebensschutz erinnert und eine Überprüfung der bestehenden Abtreibungsregelung angemahnt. In einer Presseaussendung vom 23. Dezember begrüßte Lohman ausdrücklich die jüngste Aussage von Papst Benedikt XVI., "dass die staatlichen Gesetze überall auf der Grundlage des universalen Naturrechts stehen müssen und dass die Würde der Menschen vom Staat zu schützen ist". Auch seitens des Bundesverbandes Lebensrecht gelte die Überzeugung, "Gesetze, die Abtreibung oder Euthanasie erlauben oder die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau relativieren, sind demnach in keiner Weise angemessen!"

Lohmann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es seitens des Bundesverfassungsgerichtes seit vielen Jahren einen Kontrollauftrag an den Gesetzgeber gibt, den der Gesetzgeber bis heute nicht erfüllt habe. "Hier gibt es eine staatliche Pflicht zum Lebensschutz", so der BVL-Vorsitzende. Im kommenden Jahr sei es dringend erforderlich, einmal ehrlich zu überprüfen, ob die 1995 getroffene Gesetzesregelung zur Abtreibung tatsächlich zu weniger Tötungen noch nicht geborener Menschen geführt habe. "Dass bei sinkender Zahl der Frauen im geburtsfähigen Alter die Zahl der Kindstötungen bleibend hoch ist, ist ein Skandal, den man nicht übergehen oder verschweigen darf", erklärte Lohmann. Der Bundesregierung rät er, den 15. Jahrestag der gesetzlichen Neuregelung "endlich ehrlich zur Bestandsaufnahme" zu nutzen und damit dem Auftrag des Bundesverfassungsgerichtes gerecht zu werden.
 

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2. Abgeschlossen: Online-Bürgerdebatte 1000fragen.de der Aktion Mensch zur Bioethik

Bonn (ALfA). Von 2002 bis 2009 fand auf www.1000fragen.de die bis dahin größte Bürgerdebatte zu Themen der Bioethik im deutschsprachigen Raum statt. Zum Jahresende 2009 wurde dieses Projekt nun abgeschlossen. Die Webseite werde jedoch zu Dokumentationszwecken erhalten bleiben, erklärte die Aktion Mensch, Initiator des Projektes, am 31. Dezember auf der Webseite.

Ziel beim Start des 1000Fragen-Projektes 2002 sei es gewesen, einen breiten Meinungsbildungsprozess anzustoßen und die Auswirkungen biopolitischer Entscheidungen auf Menschen mit und ohne Behinderung aufzuzeigen. Begleitet wurde das Unterfangen von einer groß angelegten Öffentlichkeitskampagne. Bis zum Projektende kamen mehr als 11.000 Fragen und über 100.000 Kommentare von Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Dies zeige, dass auch vermeintlich schwierige Themen breit diskutiert werden, wenn ein Forum dafür geschaffen wird, so die Initiatoren.

"Bei dem größten zivilgesellschaftliche Diskursprojekt zu Themen der Bioethik ging es nicht darum, das eine Ergebnis zu finden. Eine pluralistische Debatte innerhalb einer offenen Gesellschaft lebt von ihrer Vielfalt. Eine Vielfalt, durch die sich gerade eine lebendige Zivilgesellschaft auszeichnet. Wir dokumentieren daher auf 1000fragen.de weiterhin die ungeschminkten und ungefilterten Äußerungen zu bioethischen Problemstellungen, die auf dieser Plattform gemacht wurden", versprach die Aktion Mensch. Abschließend wies sie daraufhin, dass Teilhabe, Inklusion und Zivilgesellschaft weiterhin wichtige Themen der Aktion Mensch bleiben werden. Daher bieten sie auf www.diegesellschafter.de Möglichkeiten, auf verschiedenen Wegen Antworten auf die Frage "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" zu finden.

Weitere Informationen:

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3. Ärzte für das Leben e.V.: Internetauftritt in neuem Glanz

München (ALfA). Seit kurzem erstrahlt der Internetauftritt des Lebensrechtsvereins "Ärzte für das Leben e.V." unter www.aerzte-fuer-das-leben.de nach einer grundlegenden Überarbeitung in neuem Glanz. Die Inhalte des bisherigen Angebotes blieben dabei fast komplett erhalten und wurden um einige neuere Informationen ergänzt. Geändert wurden dagegen die Navigationsstruktur und die Zuordnungen von Texten zu einzelnen Rubriken, zu Gunsten einer besseren Übersichtlichkeit für die Nutzer. Des weiteren wurden die vorhandene Texte übersichtlicher formatiert, um Datumsangaben zur zeitlichen Einordnung ergänzt und sind nun größtenteils auch im PDF-Format als Download abrufbar. Das Angebot umfasst neben einer ausführlichen Vereinsdarstellung u. a. unzählige Dokumente, Stellungnahmen zu aktuellen Themen, Vorträge von Symposien und Diskussionsveranstaltungen, Fachartikel, eine Literaturliste, Buchrezensionen sowie aktuelle Neuigkeiten zu diversen bioethischen Themen und eine Linksammlung für weiterführende Informationen.

Zielgruppe des neuen Internetauftrittes ist in erster Linie Fachpublikum wie Ärzte, Mediziner und Medizinstudenten, die sich zu fachlichen und ethischen Fragen von Lebensbeginn bis Lebensende informieren wollen. Aber auch für interessierte Laien ist einiges dabei. Das Design wurde bewusst sehr schlicht gehalten. Vorrangig wurde Wert auf ein strukturiertes und übersichtliches Textangebot gelegt. Das Themenspektrum umfasst dabei u. a. die Embryologie, Schwangerschaft, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, Abtreibung, Stammzellforschung, Hilfe bei Behinderung sowie Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra assistierten Suizid und Euthanasie aber auch die Hirntodproblematik und Organspende. Die "Ärzte für das Leben" sehen es dabei als ihre Aufgabe, die Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung weiter zu tragen und medizinische Übergriffe auf das Menschenleben abzuwehren.

Weitere Informationen:

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4. Was sonst noch lief: Weitere lesenswerte Artikel zum Lebensrecht

Auf der Webseite der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) finden Sie in der Rubrik Presse/Publikationen unter "Pressespiegel" wöchentlich aktualisiert zahlreiche Links zu interessanten Online-Artikel zu sämtlichen Themen des Lebensrechts. Dort gibt es u.a. folgende Artikel:

  • Regenerative Medizin: Ein Fachgebiet auf Hochtouren
    Richter-Kuhlmann, Eva
    Das große Potenzial von Stammzellen für die Medizin ist unbestritten. Wie breitgefächert die Forschungsansätze jedoch sind und derzeit auch noch sein müssen, zeigte sich bei der Weltkonferenz für regenerative Medizin.
    Deutsches Ärzteblatt 2010; 107(1-2) 07.01.10
     
  • Musterprozess um Musterkinder
    Ein Arzt hat sich selbst angezeigt, weil er in seiner Klinik Embryonen mit Gendefekten selektierte. Er hat gute Chancen, dass ihn der Bundesgerichtshof freispricht.
    Von Christian Rath
    TAZ 20.12.09
     
  • Ihr Kinderlein, kommet. Alle.
    Ein Vater über sein Kind mit Downsyndrom
    Als Nikita da ist, wird schnell klar: Unser Kind hat das Downsyndrom. Eine Wahrheit, die schwer zu ertragen ist. Aber es gibt kein Zurück. Gut so. Eine sonntaz-Weihnachtsgeschichte.
    Von Thmoas Gerlach
    TAZ 23.12.09
     
  • USA: Eine schöne Bescherung
    Die Linke ist frustriert über die Gesundheitsreform: Obama verrate alle Ideale, auch bei der Abtreibung.
    Von Andreas Mink, New York
    Rheinischer Merkur Nr. 52, 24.12.09
     
  • "Sie wollen einfach nicht schwanger werden"
    Interview: Birgit Lutz-Temsch
    In Österreich gibt es die "Pille danach" jetzt ohne Rezept. Warum das nicht immer gut für Frauen ist, erklärt Gynäkologe Manfred Stumpfe.
    SUEDDEUTSCHE.DE 21.12.09
     
  • Wer bekommt im Scheidungsfall die Organe? Oder: Anreiz zum Altruismus
    Von Oliver Tolmein
    Ein neues Organtransplantationsgesetz, das in Israel Anfang nächsten Jahres (also 2011) in Kraft treten soll, hat die Aufmerksamkeit der Biopolitiker auf sich gezogen
    FAZ.NET Blog Biopolitik 06.01.10
     

Weitere lesenswerte Artikel finden Sie im ALfA-Online-Pressespiegel

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