LebensForum

Ausgaben 2011

Im Verbandsorgan LebensForum, das die ALfA viermal im Jahr herausgibt, äußern sich Experten zu rechtlichen, medizinischen oder politischen Fragen des Lebensrechts. Beiträge freier Autoren und Buchrezensionen runden das Profil ab. Das bis zu 44 Seiten starke Magazin ist sachlicher Information verpflichtet; es kann auch von Nichtmitgliedern abonniert werden. Preis pro Ausgabe 4,- Euro, Jahresabo 16,- Euro.

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Lebensforum Ausgabe 100 - 4/2011

  Titel und Inhaltsübersicht

  Komplette Ausgabe 100 - 4/2011
       36 Seiten (5,8 MB)

   

 

 

 Einzelne Artikel

 Editorial: Jubiläum ohne Feier
Von Dr. med. Claudia Kaminski

Kein Patent auf Leben
Mitte Oktober hat der Gerichtshof der Europäischen Union einen seit Jahren andauernden Rechtsstreit um ein Patent des Bonner Stammzellforschers Oliver Brüstle beendet und entschieden: Verfahren und Produkte, welche die Vernichtung menschlicher Embryonen voraussetzen, können nicht patentiert werden. Die Reaktionen auf das mit Spannung erwartete Urteil fielen überwiegend positiv aus. Nur die Stammzellforscher sind nicht zufrieden.
Von Stefan Rehder

Die Unbelehrbaren
Die embryonale Stammzellforschung ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern auch ein wissenschaftlicher Irrweg. Einer, auf dem Millionen an Forschungsgeldern sinnlos verbrannt wurden. Trotzdem will die EU-Kommission an ihrer Förderung festhalten. Bundesforschungsministerin Annette Schavan macht dabei, was sie am besten kann: Gute Miene zum bösen Spiel.
Von Sebastian Sander

Der Souverän sagt Nein
Im September lehnten im Fürstentum Liechtenstein Fürst und Volk eine Fristenregelung mit eugenischer Indikation ab. Der Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein warf dabei seine ganze Autorität in die Waagschale und trug so entscheidend zu einem Sieg für den Lebensschutz bei.
Von Stephan Baier

Rückkehr der Klonkrieger
Wer glaubt, zumindest das Klonen von Menschen hätte sich mittlerweile erledigt, hat sich geirrt. Denn jetzt haben die Klonkrieger unter den Forschern zurückgeschlagen. Mit einem Experiment, das alle vorangegangenen in den Schatten stellt. Und das keineswegs bloß, weil das Muskelspiel, das die Forscher hier aufführen, wissenschaftlich gesehen überhaupt keinen Sinn macht.
Von Sebastian Sander

Quo vadis Euthanasie?
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Ärzte in den Niederlanden im Frühjahr dieses Jahres eine 64-jährige, an Alzheimer erkrankte Patientin getötet, die zum Zeitpunkt ihrer Tötung als nicht-einwilligungsfähig galt. Grund genug, die Praxis in den Niederlanden noch einmal genauer in den Blick zu nehmen.
Von Matthias Lochner

Chimären und andere Kleinigkeiten
Ende September gab der Deutsche Ethikrat seine jüngste Stellungnahme ab. Diesmal geht es um den Umgang mit Mensch-Tier-Mischwesen. Und wie kaum anders zu erwarten, präsentiert sich das Gremium in den entscheidenden Punkten wie eh und ist: gespalten.
Von Stefan Rehder

Gefährliche Einigkeit
Die geplante Neuregelung von Organspenden tritt in die entscheidende Phase ein. Bis Ende 2011 wollen die Fraktionschefs aller im Bundestag vertretenen Parteien einen einzigen "Gruppenantrag" vorlegen lassen und unterzeichnen. Ein solches Ausmaß demonstrativer Einigkeit ist in demokratischen Staaten nicht nur außergewöhnlich, im vorliegenden Fall ist es geradezu lebensgefährlich.
Von Eckhart Meister

Offener Brief an Merkel
Noch in diesem Jahr wollen alle im Bundestag vertretenen Parteien einen gemeinsamen Gruppenantrag zur Änderung des Transplantationsgesetzes ins Parlament einbringen. Mit einem Offenen Brief hat sich die ehemalige Chirurgin Dr. med. Regina Breul daher jetzt an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. "LebensForum" dokumentiert das Schreiben mit dem Titel "Offener Brief: Kritische Fragen zu Hirntod und Organspende" ungekürzt.

Post für den Ersten Mann im Staat
Bundespräsident Christian Wulff hat das vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) unterzeichnet. Mit seiner Unterschrift beseitigte Wulff die letzte Hürde, die das am 8. Dezember 2011 in Kraft getretene Gesetz zu nehmen hatte. "LebensForum" dokumentiert hier nun den Brief, in dem die Bundesvorsitzende der ALfA Dr. med. Claudia Kaminski und ihre Stellvertreterin Alexandra Maria Linder Wulff eindringlich baten, das Gesetz nicht zu unterzeichnen.

"Ausdrucksstarkes Zeichen"
Als vollen Erfolg wertet der Bundesverband Lebensrecht (BVL) den diesjährigen "Marsch für das Leben" in Berlin. Der Grund: Es gab noch mehr Teilnehmer, die auf einer neuen Route durch die Bundeshauptstadt zogen, und - nicht zuletzt dank der guten Arbeit der Polizei - weniger Zwischenfälle.
Von Matthias Lochner

Die Gnade der frühen Geburt
Rebecca Kiessling ist Mutter von vier Kindern und eine erfolgreiche Familienanwältin. Möglich ist das, weil sie 1968, fünf Jahre vor der Liberalisierung der Abtreibung in den USA, geboren wurde. Denn eigentlich sollte Rebecca Kiessling abgetrieben werden, aus Gründen, die ungleich schwerer wiegen als die, deretwegen heute die allermeisten ungeborenen Kinder ihr Leben lassen müssen.
Von Stefan Rehder

 Bücherforum
Rezensionen zu aktuellen Büchern zur Bioethik

 Kurz vor Schluss
Expressis verbis, Tops & Flops, Aus dem Netz gefischt, Kurz und bündig, Leserforum

Eugenik mit Pannen
In einem australischen Krankenhaus trieben Ärzte jetzt versehentlich den "falschen" Embryo ab.
Von Stefan Rehder

Lebensforum Ausgabe 99 - 3/2011

  Titel und Inhaltsübersicht

  Komplette Ausgabe 99 - 3/2011
       36 Seiten (4,6 MB)

   

 

 

 Einzelne Artikel

 Editorial: Leben und Recht dienen
Von Dr. med. Claudia Kaminski

Eugenik als Staatsaufgabe?
Mit Steuergeldern in Höhe von 230.000 Euro hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wie kürzlich bekannt wurde, im vergangenen Jahr die Entwicklung eines neuartigen Gentests gefördert. Das Makabere: Mit dem Test, der Ende dieses Jahres auf den Markt kommen soll, sollen ungeborene Kinder, die Träger des Down-Syndroms sind, ausfindig gemacht werden. Früher und todsicherer als jemals zuvor.
Von Stefan Rehder

Auf Messers Schneide
Es wäre eine echte Sensation gewesen. Eine, die vermutlich ganz Europa über Tage und Wochen in einen medialen Ausnahmezustand versetzt hätte. Denn um ein Haar hätte das polnische Parlament Ende August ein ausnahmsloses Abtreibungsverbot beschlossen. Doch am Ende fehlten den Befürwortern eines generellen Abtreibungsverbots fünf Stimmen.
Von Sebastian Sander

Forscher zweifeln "Vegetativen Status" an
Immer mehr Mediziner erkennen, dass Patienten im so genannten persistierenden vegetativen Stadium keineswegs von der Außenwelt völlig abgeschlossen sind, wie allgemein vermutet wird. Nun eröffnen zwei Wissenschaftler der Harvard- und Cornell-Universität in den USA neue Perspektiven.
Von Edith Breburda

Über Vampire und Prinzessinnen
Kürzlich erschien im Stachelbart-Verlag ein Kinderbuch, das voller Wärme und Zuneigung von Menschen erzählt, die ein wenig anders sind. Ein Buch, das für Kinder und Erwachsene gleichermaßen von Gewinn ist und das "LebensForum" deshalb außerhalb des Bücherforums vorstellt.
Dr. Maria Overdick-Gulden

PID Spezial: Opfer und Gewinner
Die Würfel sind gefallen, die PID ist durch Mehrheitsbeschluss des Deutschen Bundestags auch in Deutschland zugelassen. Wieso konnte es eigentlich so weit kommen? Eine analytische Nachbetrachtung, die das Augenmerk auf einen viel zu selten beachteten Aspekt legt: Die IVF-Industrie.
Von Professor Dr. med. Christoph von Ritter

PID Spezial: Unantastbar?
Nach der Entscheidung des Deutschen Bundestags, die PID zuzulassen, empfiehlt der Augsburger Weihbischof Anton Losinger, Mitglied des Nationalen Ethikrates, eine Anrufung des Bundesverfassungsgerichts ernsthaft zu prüfen.
Von Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger

PID Spezial: "Wertentscheidung" gegen das Leben
Der Würzburger Medizinrechtler Rainer Beckmann erklärt für "LebensForum", warum die Entscheidung des Bundestags, die PID zuzulassen, einen Sprengsatz darstellt, der das bisherige Konzept des Embryonenschutzes in Deutschland zu zerstören droht.
Von Rainer Beckmann

PID Spezial: Eugenik in drei Akten
Es war ein außerordentliches Schauspiel, mit dem der Deutsche Bundestag am 7. Juli die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Zweiter und Dritter Lesung fast vier Stunden beriet und dann mit Mehrheit verabschiedete. Ein Drama, das sich wie von selbst schrieb und nahezu alles besaß, was eine echte Tragödie auszeichnet. Lediglich die Katharsis, die seelische Reinigung der Handelnden, blieb aus. Eine Reportage.
Von Stefan Rehder

PID Spezial: Und so haben sie abgestimmt
"LebensForum" hat die Namentliche Abstimmung, mit der die Abgeordneten des Deutschen Bundestages am 7. Juli die PID in Deutschland zuließen, einmal genauer unter die Lupe genommen und statistisch ausgewertet. Die interessanten Ergebnisse sprechen für sich.
Von Matthias Lochner

 Bücherforum
Rezensionen zu aktuellen Büchern zur Bioethik

 Kurz vor Schluss
Expressis verbis, Tops & Flops, Aus dem Netz gefischt, Kurz und bündig, Leserforum

Menschliche Ersatzteillager
Auf DVD ist jetzt die Verfilmung eines preisgekrönten Romans erhältlich, der Lebensrechtler interessieren dürfte.
Von José García

Lebensforum Ausgabe 98 - 2/2011

  Titel und Inhaltsübersicht

  Komplette Ausgabe 98 - 2/2011
  36 Seiten (4,8 MB)

   

 

 

 Einzelne Artikel

 Editorial: Die Würfel sind gefallen
Von Dr. med. Claudia Kaminski

Die blinden Flecken der PID-Debatte
Die Präimplantationsdiagnostik PID) ist kein bioethisches Nischenthema, das nur wenige Menschen beträfe, sondern eines, das die Grundlagen des Zusammenlebens von Menschen fundamental in Frage stellt. Denn die PID widerspricht dem jeder freiheitlichen Gesellschaft zugrundeliegenden Prinzip gegenseitiger Anerkennung des anderen als mir Gleichem.
Von Professor Dr. phil. Manfred Spieker

Die PID und ihre negativen Folgen für den Lebensschutz
Der Streit um die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik PID) ist kein bioethischer Nebenkriegsschauplatz, sondern von erheblicher Bedeutung für die generelle Wertschätzung des Lebensrechts ungeborener Menschen. Der nachfolgende Beitrag basiert auf dem 2. Teil eines fulminanten Vortrags, den der Autor auf der diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung der ALfA n Fulda gehalten hat.
Von Professor Dr. med. Axel W. Bauer

Breites Bündnis für PID-Verbot
Noch kein anderes bioethisches Streitthema ist in der Zivilgesellschaft auf eine derart breite und bunte Ablehnung getroffen wie die Präimplantationsdiagnostik (PID). Das Besondere: Die Koalition der PID-Gegner umfasst selbst Organisationen und Verbände, die sonst nicht einmal miteinander reden.
Von Matthias Lochner

Menschwerdung durch Nidation?
Der Würzburger Staatsrechtler Horst Dreier, dessen Berufung als Richter am Bundesverfassungsgericht jäh gestoppt wurde, nachdem zahlreiche Organisationen an seinen relativierenden Äußerungen zum Verbot der Folter Anstoß genommen hatten, behauptet in einem F.A.Z.-Beitrag, das Grundgesetz schütze menschliche Embryonen erst ab der Einnistung in die Gebärmutter. Für "LebensForum" weist der Würzburger Medizinrechtler Rainer Beckmann Dreiers Behauptung als "haltlos" zurück.
Von Rainer Beckmann

Nicht ohne meinen Suizidbegleiter
In der Schweiz soll alles so bleiben, wie es ist. Eine erstaunlich große Mehrheit der Bürger des Kantons Zürich vereitelte bei einem Referendum Mitte Mai gleich zwei Initiativen, die wegweisende Änderungen auf dem Feld der gewerblichen Suizidbeihilfe herbeiführen wollten.
Von Stefan Rehder

Guck' mal, wer da schreibt
Anfang Juli hat der Bundesvorstand der Senioren-Union der CDU Deutschlands ein Papier mit dem Titel "Manifest Kultur des Lebens" beschlossen. "LebensForum" dokumentiert in Auszügen das beeindruckende Manifest, das auf Anhieb die uneingeschränkte Unterstützung der Jungen Union (JU) fand und sich teilweise an die eigene Partei wendet.

Im Zweifel für das Leben
Die Vorbereitungen für eine Änderung des Transplantationsgesetzes laufen auf Hochtouren. Und der Bundestag ist sich einig: Ziel müsse sein, die Zahl der Organspender zu steigern. Neue Zweifel daran, dass der hirntote Spender vor der Entnahme lebenswichtiger Organe tatsächlich tot ist, werden bislang völlig ignoriert. Mit ihnen befasst sich der nachfolgende Beitrag, der auf einem Vortrag basiert, den der Autor auf der diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung der LfA in Fulda gehalten hat.
Von Stefan Rehder

 Bücherforum
Rezensionen zu aktuellen Büchern zur Bioethik

 Kurz vor Schluss
Expressis verbis, Tops & Flops, Aus dem Netz gefischt, Kurz und bündig, Leserforum

Gott spielen
Die Politik hat die PID erlaubt. Um Eltern vor Totgeburten und kranken Kindern zu bewahren. Die USA sind da schon weiter.
Von Stefan Rehder

Lebensforum Ausgabe 97 - 1/2011

  Titel und Inhaltsübersicht

  Komplette Ausgabe 97 - 1/2011
  36 Seiten (2,6 MB)

   

 

 

 Einzelne Artikel

 Editorial: Das wahre Wohl
Von Dr. med. Claudia Kaminski

"Bundestag muss PID verbieten"
Der CDU-Europaabgeordnete und promovierte Humangenetiker Dr. Peter Liese hat sich – weit über Deutschlands Grenzen hinaus – einen Namen als biopolitischer Experte gemacht. Für "LebensForum" erläutert er, warum ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Deutschland alternativlos ist.
Von Dr. med. Peter Liese, MdEP

"Die Last der Selektion trägt die Frau"
Befürworter der Präimplantationsdiagnostik (PID) heben gerne hervor, die PID sei "menschen-" und besonders "frauenfreundlich", weil sie Frauen die Abtreibung eines behinderten Kindes ersparen könne. Der folgende Beitrag zeigt nicht nur, dass diese Behauptung falsch ist, er fragt auch nach den Gründen für eine derartige "Instrumentalisierung der Verletzlichkeit der Frau".
Prof. Dr. med. Christoph von Ritter PhD

Fünf Gründe gegen PID
An Stellungnahmen zur Präimplantationsdiagnostik herrscht kein Mangel. Nur wenige aber bringen derart knapp und präzise die Gründe auf den Punkt, die aus rechtlicher und ethischer Sicht gegen eine gesetzliche Zulassung der PID sprechen, wie die Ende Februar von der Juristen-Vereinigung Lebensrecht veröffentlichte Expertise.
Von Sebastian Sander

"Das wahre Wohl der Frau verteidigen"
Auf der Jahresvollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben hielt Papst Benedikt XVI. Ende Februar in Rom eine bemerkenswerte Ansprache. "LebensForum" dokumentiert ungekürzt die Rede des Heiligen Vaters mit freundlicher Genehmigung der katholischen Tageszeitung "Die Tagespost", die die in italienischer Sprache gehaltene Ansprache in einer eigenen Übersetzung exklusiv für den deutschsprachigen Raum publizierte.
Papst Benedikt XVI.

Labour verliert Kampf gegen Teenagerschwangerschaften
Die kostenlose Abgabe der "Pille danach" senkt keineswegs die Schwangerschaftsraten bei Minderjährigen, sondern führt vielmehr zu einem Anstieg übertragbarer Geschlechtskrankheiten.
Von Stefan Rehder

Der Arzt, Dein Freund und Henker?
Seit Hippokrates (460 bis 370 v. Chr.) wird der Arzt als "Anwalt des Lebens" betrachtet. Das könnte sich schon bald ändern. Denn die Bundesärztekammer plant das Standesrecht so weit zu liberalisieren, dass Ärzte auch als "Anwalt des Todes" fungieren können. Als Privatmann – nicht als Arzt –, versteht sich. Oder eben auch nicht, wie unser Autor meint.
Von Eckhard Meister

Das Ende der ärztlichen Kunst
Einen Menschen zu töten oder ihm dabei hilfreich zur Hand zu gehen ist eine unmoralische Angelegenheit. Daher wundert es nicht, dass die Debatte über die von der Bundesärztekammer geplante Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids im Standesrecht bislang ausschließlich ethische Argumente reflektiert. Da es jedoch kaum noch Menschen gibt, die unter Moral noch dasselbe verstehen, droht auch am Ende dieser Debatte statt der Rückgewinnung der Moral deren endgültige Zertrümmerung. Übersehen wird dabei, dass es beim ärztlichen assistierten Suizid nicht nur um eine ethische Frage geht, sondern auch darum, ob die Medizin aufhört, eine Kunst zu sein.
Von Stefan Rehder

Mit Nazis und Taliban gleichgesetzt
In der vergangenen Ausgabe von "LebensForum" hat die Sachbuchautorin ("Geschäft Abtreibung") und Stellvertretende Bundesvorsitzende der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA) Alexandra M. Linder über einen internationalen Abtreiber-Kongress in Sevilla berichtet. Doch nicht nur in Sevilla, auch in Berlin kämpfen politische Kräfte gegen das Lebensrecht.
Von Alexandra Maria Linder

Dokumentation: So will der Bundestag die PID regeln
Bis zum umstrittenen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ging eine Mehrheit der Politiker, Juristen und Mediziner davon aus, dass die Durchführung der sogenannten Präim-plantationsdiagnostik (PID) in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz (ESchG) verboten ist. Das Urteil des 5. Strafsenats des BGH vom 6. Juli des vergangenen Jahres (5 StR 386/09) zwingt den Gesetzgeber nun jedoch, die PID neu zu regeln. Mittlerweile haben Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien drei interfraktionelle Gesetzentwürfe für eine solche gesetzliche Regelung vorgelegt. Nachfolgend werden die Gesetzentwürfe dokumentiert.

Bioethik-Splitter
Söder will Organspende zum "Normalfall" machen + Neue Hospizstiftung gegründet + Bundesregierung legt vierten Stammzellbericht vor

Können wir aus der Geschichte lernen?
In Frankreich verfehlte Anfang des Jahres ein Gesetzentwurf zur Legalisierung der Tötung auf Verlangen nur knapp die erforderliche Mehrheit. Und auch in Deutschland wird der Ruf nach aktiver Sterbehilfe immer lauter. Das wirft die Frage auf, ob wir fähig sind, aus der Geschichte zu lernen? Der nachfolgende Essay basiert auf einem Vortrag, den der Autor im September vergangenen Jahres bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation in Berlin gehalten hat.
Von Dr. Michael Wunder

 Bücherforum
Rezensionen zu aktuellen Büchern zur Bioethik

 Kurz vor Schluss
Expressis verbis, Tops & Flops, Aus dem Netz gefischt, Kurz und bündig, Leserforum

Zeichen setzen
Dagegen, dass die Solidargemeinschaft Abtreibungen finanziert, ist der Einzelne machtlos. Er kann aber Zeichen setzen.
Von Matthias Lochner