Pressemitteilungen
26.05.09 18:52

26. Mai 2009

Rubrik: Pressemitteilungen, Aktuelle Meldungen

 

ALfA begrüßt die Absetzung der Debatte über Patientenverfügungen – Kaminski: "Besser kein Gesetz – als ein schlechtes"

Zu der Absetzung der für Donnerstag, den 28. Mai, geplanten Debatte über ein neues Patientenverfügungsgesetz erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Dr. med. Claudia Kaminski:

Köln. Mit Erleichterung begrüßt die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., dass der Deutsche Bundestag nun doch nicht, wie angekündigt, am Donnerstag über ein Patientenverfügungsgesetz abschließend beraten und entscheiden wird. Aus Sicht der ALfA ist keiner der vorgelegten drei Gesetzentwürfe geeignet, den Lebensschutz am Ende des Lebens zuverlässig zu gewährleisten.

Da zudem alle Gruppenentwürfe in der letzten Woche noch einmal eine Überarbeitung erfahren haben, hätte sich ohnehin die Frage gestellt, wie viele der Abgeordneten diese Änderungen noch mit der gebotenen Sorgfalt zur Kenntnis hätten nehmen können. Gerade bei Entscheidungen, die Fragen von Leben und Tod betreffen, muss grundsätzlich gelten: Besser kein Gesetz – als ein schlechtes und mit heißer Nadel geflicktes!

Patientenverfügungen sind generell ein höchst zwiespältiges Instrument. Aus Sicht der ALfA sind deshalb Vorsorgevollmachten – wo immer möglich – auch der Vorzug zu geben. Es ist bedauerlich, dass dieses Instrument in der Diskussion bislang nur wenig Beachtung findet.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 10.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).
 

Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
Ottmarsgäßchen 8
D 86152 Augsburg

V.i.S.P.
Dr. med. Claudia Kaminski
Servatiusstraße 133
51109 Köln
Telefon 01 60 / 70 77 689