Pressespiegel

Pressespiegel 01.-15. Mai 2007

15. Mai 2007

Erfolg zeigt sich in Gesichtern, nicht in Gesetzen
Eine Tagung zum dreißigjährigen Jubiläum der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)
Von Stefan Rehder
Zum Feiern war den Frauen und Männern, die sich am Wochenende im Bonifatiushaus in Fulda eingefunden hatten, eigentlich nicht zu Mute.
DIE TAGESPOST 15.05.07

Sterbehilfe in Belgien seit fünf Jahren legal
Brüssel - Am Donnerstag vor fünf Jahren, am 17. Mai 2002, legalisierte das belgische Abgeordnetenhaus mit den Stimmen der Regierungsparteien die aktive Sterbehilfe.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 15.05.07

Immunmodulation in der allogenen Stammzelltransplantation
Die Knochenmark- oder Stammzelltransplantation bietet die Chance auf Heilung für viele Leukämiepatienten, ist jedoch nach wie vor mit einer hohen Komplikationsrate behaftet. Ursache dieser Komplikationen sind häufig Immunreaktionen zwischen Spender und Empfänger sowie die zur Vermeidung und Therapie der Komplikationen eingesetzten immunsuppressiven Medikamente. Mit Unterstützung der Wilhelm Sander-Stiftung untersuchen Mitarbeiter des Klinikums der Universität Regensburg, ob die dem Immunsystem eigenen Mechanismen der Immunsuppression ausgenutzt werden können zur Vermeidung solcher Transplantationskomplikationen.
PRESSEMITTEILUNG Wilhelm Sander-Stiftung 15.05.07

Keine adulten Stammzellen im Pankreas
Philadelphia (wsa). US-Forscher haben herausgefunden, dass es offenbar im Pankreas doch nicht wie vermutet adulte Stammzellen gibt.
Ärzte Zeitung, 15.05.2007

Abtreibung in Polen. Zahlen und Schätzungen
Zur Beseitigung eines Klischees
von Stephan Raabe, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen, unter Mitarbeit von Janina Härtel
Warschau, 9. Mai 2007
Bisweilen ist zu lesen, wie zuletzt in der FAZ vom 17. April (Feuilleton S. 33), in Polen gebe es ca. 200.000 Abtreibungen jährlich. Das wären bezogen auf die Bevölkerung etwa doppelt so viele wie in Deutschland. Eine Überprüfung ergibt jedoch, dass diese Zahl sehr wahrscheinlich weit überzogen und damit unseriös ist.
KONRAD-ADENAUER-STIFTUNG, Länderberichte, 15.05.07 im PDF-Format


14. Mai 2007

Therapien mit embryonalen Stammzellen sind weiter nicht in Sicht
Von Bülent Erdogan
Dürfen Wissenschaftler in Deutschland künftig auch nach 2002 hergestellte humane embryonale Stammzellen verwenden, um vielleicht eines Tages Kranke heilen zu können? Fünf Jahre nach dem Kompromiss um das Stammzellgesetz hat sich der Forschungsausschuss des Bundestags in einer Anhörung erneut mit der ethisch umstrittenen Frage befasst.
Ärzte Zeitung, 14.05.2007

Dünger für Nervenzellen
Gentherapie könnte Regeneration von Neuronen aktivieren
Von Kristin Raabe
Medizin. - Werden periphere Nerven lädiert, etwa bei einem Schnitt in einen Finger, dann wachsen die verletzten Zellen langsam nach und das Gefühl kehrt zurück. Anders dagegen im zentralen Nervensystem - hier fehlt die Fähigkeit zur Reparatur. Dennoch haben Forscher Hoffnung, bei Verletzungen neue Neuronen sprießen zu lassen.
DEUTSCHLANDFUNK 14.5.2007

Transplantation des Gesichts - Fluch oder Segen?
MÜNCHEN (cin). Die Ergebnisse der ersten Gesichtstransplantationen sind gut. Doch was passiert, wenn ein solches Gesicht abgestoßen wird? Bei der ersten Patientin aus Frankreich wurde ein Stück Haut als Sicherheitskontrolle eingebaut.
Ärzte Zeitung, 14.05.2007


13. Mai 2007

Der Schrecken nimmt mit jedem Tag zu
Der Schwiegervater von Judith Arlt lag auf Station 104i der Berliner Charité. Dort wurde er am 16. August 2006 von Krankenschwester Irene B. zu Tode gespritzt. Vor Gericht hat die 54-Jährige die Tötung mit der Unruhe des Patienten begründet. Judith Arlt begleitet den Prozess als Nebenklägerin. WELT ONLINE hat sie exklusiv ihre ersten Eindrücke geschildert.
DIE WELT 13.05.07

Der Prozess um Irene B. und die Folgen für die Charité
Geständnis Irene B. hat am ersten Prozesstag vier Patiententötungen gestanden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr zwei weitere Morde und zwei versuchte Morde vor.
DIE WELT 13.05.07

Missklang zum Auftakt
Papst billigt in Brasilien Exkommunikation von Abtreibungsbefürwortern und erntet Empörung
Von Martin Gehlen
TAGESSPIEGEL 13.5.2007

Sollte es eine Neuregelung für Organspenden geben?
Zur Berichterstattung über den Vorschlag des Nationalen Ethikrats, Organspenden neu zu regeln
TAGESSPIEGEL 13.5.2007


12. Mai 2007

Im Zug nach Nirgendwo
Von Stefan Rehder
Ethisch betrachtet ist der Zug mit der Aufschrift „embryonale Stammzellforschung“ längst entgleist. Wissenschaftlich betrachtet fährt er in die falsche Richtung. Dennoch streiten die Politiker um den vordersten Platz im Führerhaus. Durch eine Änderung des Stammzellgesetzes will Deutschland seine Chancen nun verbessern.
DIE TAGESPOST 12.05.2007

Stammzellforschung: „Kompromisse sind tödlich“
Fuldas Bischof Algermissen fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, in Fragen der Biopolitik Farbe zu bekennen – Kritik an EKD-Chef Huber
Von Markus Reder
DIE TAGESPOST 12.05.2007

Lebensschutz gerät unter Druck
Unter der Schirmherrschaft des Verfassungsgerichtes: „Dignitas“ darf für Sterbehilfe werben
Von Johannes Seibel
Der rechtliche Schutz von Ungeborenen und Schwerstkranken gerät in Europa weiter unter Druck. Das ist am Mittwoch und Donnerstag in Karlsruhe auf dem Kongress „Wert Urteile – Rechtssprechung und Werte in Europa“ deutlich geworden.
DIE TAGESPOST 12.05.2007

Unseriöse Zahlen der Abtreibungsbefürworter
Unwahrscheinlich: In Polen soll es pro Jahr rund 200 000 Schwangerschaftsabbrüche geben
Von Stephan Raabe
DIE TAGESPOST 12.05.2007

„Neuer Schwung und missionarische Impulse“
Die Reise des Papstes hat große Bedeutung für den gesamten lateinamerikanischen Kontinent –
Von Anja Kordik
Nicht nur in Fragen des Lebensschutzes drohen Konflikte zwischen Staat und Kirche
DIE TAGESPOST vom 12.05.2007


11. Mai 2007

Interview: "Der ökonomische Druck darf das Arztbild nicht prägen"
BERLIN. Der Präsident der Bundesärztekammer warnt davor, dass der ökonomische Druck so groß wird, dass dadurch das Arztbild geprägt werden könnte. Die Bundesärztekammer werde sich konsequent gegen jede Form der Entindividualisierung des Patient-Arzt-Verhältnisses einsetzen, versicherte Professor Jörg-D. Hoppe. Über die Themen des Deutschen Ärztetages und die gesundheitspolitische Ausrichtung sprach Wolfgang van den Bergh mit dem Kammer-Präsidenten
Ärzte Zeitung, 11.05.2007

Koalition legt Gewebegesetz in neuer Fassung vor
Vorrang der Organspende
BERLIN (fst). Beim umstrittenen Gewebegesetz soll es nach Ansicht von Union und SPD dabei bleiben, dass menschliches Gewebe zumeist rechtlich als Arzneimittel gewertet wird, das gehandelt werden darf.
Ärzte Zeitung, 11.05.2007

Stammzellgesetz auf der Kippe
Bei Forschern und Politikern werden die Rufe nach einer Lockerung lauter. Die Fronten verlaufen in Union und SPD quer durch die Parteien. Grüne und Lebensschützer der Union plädieren für strikte Regeln. Die FPD verlangt weitreichende Liberalisierung
TAZ 11.05.2007

"Wir stoßen jetzt an die Grenze"
Die deutschen Stammzellforscher sehen sich benachteiligt. Sie fordern, auch mit neuen embryonalen Stammzelllinien forschen zu dürfen
Die Klage der Stammzellforscher auf der Anhörung im Bundestag war fast einhellig: Wir brauchen neue Zellen, um mit unserer Forschung weiterzumachen.
TAZ 11.05.2007

Im Netzwerk der Hoffnungen
Eine Tagung über Werturteile zeigt: Moralische Rechtfertigungen lassen sich für fast jede Art von Forschung konstruieren.
Von Werner Bartens
SUEDDEUTSCHE.DE 11.05.2007

Busenwunder mit körpereigenen Zellen
Die Zeit der Silikonimplantate scheint zu Ende: Eine neuartige Therapie soll den Busen auf natürliche Weise "wachsen" lassen, wie Schönheitsmediziner berichten. Und damit nicht genug - Stammzellen machen auch andere Körperteile schöner.
DIE WELT 11.05.2007

Europa: Turbulente Debatten
Klinkhammer, Gisela
Die Verabschiedung der EU-Verordnung über Arzneimittel für neuartige Therapien löste eine neue Diskussion über Stammzellforschung aus.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 19 vom 11.05.2007

Welchen Platz haben Hausärzte im neuen Palliativkonzept?
Gesellschaft für Palliativmedizin bezweifelt Qualifikation
HANNOVER (cben). Sterbenskranke Patienten haben seit dem Inkrafttreten der Gesundheitsreform am 1. April Anspruch auf eine spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung. Wie und ob Hausärzte in dieses Versorgungskonzept eingebunden werden, ist noch völlig unklar.
Ärzte Zeitung, 11.05.2007

Randnotiz: Leben ist tödlich
Hibbeler, Birgit
Während sich Experten in Deutschland über das Für und Wider des Mammographie-Screenings streiten, gehen britische Ärzte in der Bekämpfung von Brustkrebs völlig neue Wege. Schon Embryonen sollen künftig im Rahmen einer Präimplantationsdiagnostik (PID) auf ihre Disposition für ein Mammakarzinom untersucht werden.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 19 vom 11.05.2007

Organspenden: Körperteile zum Wohl eines anderen
Siegmund-Schultze, Nicola
Die Kardinalprobleme der Organtransplantation sind ungelöst. Das wurde auf einer Tagung in Loccum deutlich.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 19 vom 11.05.2007

Leuchtender Embryo erscheint auf dem Bild der Jungfrau von Guadalupe
Nachdem die Abtreibung in Mexico-Stadt bis zur 12. Woche legalisiert worden war, bemerkten Gläubige ein Leuchten im Bild der Jungfrau von Guadalupe, das die Form eines Embryos hatte.
KATH.NET 11.05.07

Der Papst empört
Mit seinen Äußerungen zum Thema Abtreibung stieß der Papst in Brasilien auf scharfe Kritik. Unverständnis erntete Benedikt XVI. auch bei Gesundheitsminister José Temporão
ZEIT online 11.5.2007


10. Mai 2007

Stammzellgesetz: Biopolitische Friedensrunde
Von Joachim Müller-Jung
War das also schon die sanfte biopolitische Wende?
FAZ 10.05.07

Union erwägt neues Stammzellgesetz
von Andrea Rungg (Berlin)
Führende Unionspolitiker sind nach der Bundestagsanhörung zum deutschen Stammzellgesetz für dessen Änderung offen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) lehnt eine Gesetzesnovelle nicht grundsätzlich ab.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 10.05.07

Ethik des Heilens
Anhörung im Bundestag: Das deutsche Stammzellgesetz ist aus Sicht der Forscher überholungsbedürftig
Das Stammzellgesetz, das im April 2002 vom deutschen Bundestag verabschiedet wurde, gilt als klassischer politischer Kompromiss.
TAGESSPIEGEL 10.05.07

Anhörung zum Stammzellgesetz
Berlin (DT/KNA) Mehrere Ethiker und Juristen haben sich am Mittwoch in Berlin bei einer Bundestags-Anhörung gegen eine Novellierung des deutschen Stammzellgesetzes ausgesprochen.
DIE TAGESPOST 10.05.2007

Ziemlich weich gespültes „C“
Von Karl-Georg Michel
Was darf man heute von einer Partei erwarten, die sich selbst als „die Volkspartei der Mitte“ versteht und deren Politik gleichzeitig auf dem „christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott“ beruhen soll?
DIE TAGESPOST 10.05.2007

Rostocker dürfen mit embryonalen Stammzellen forschen
Robert-Koch-Institut bewilligte wissenschaftliches Projekt
An der Rostocker Klinik für Neurologie im Zentrum für Nervenheilkunde darf künftig mit embryonalen Stammzellen geforscht werden. Das Robert-Koch-Institut bewilligte ein Projekt, bei dem es um die gezielte und standardisierte Umwandlung von Stammzellen in Nervenzellen mittels kleinen Molekülen geht.
PRESSEMITTEILUNG Universität Rostock (IDW) 10.05.07

Ein Fingerhut voll Blut kann Leben retten
Leukämiekranke brauchen Knochenmarkspender
Im Deutschen Theater ging es gestern um Existenzielles: Um Leben und Sterben, um Solidarität. Nicht im Theater, sondern im wirklichen Leben.
BERLINER ZEITUNG 10.05.07

Keine Neubildung von Eizellen
Studie kann im Jahr 2004 aufgestellte Theorie nicht bestätigen
WISSENSCHAFT.DE 10.05.07

Angeklagte ohne Reue
Im Prozess gegen eine Charité-Schwester belegt ein Experte die Tötungen von Patienten durch Überdosis
Am vierten Verhandlungstag gegen die ehemalige Charité-Krankenschwester Irene B. sagten gestern zwei medizinische Gutachter und eine Kriminalbeamtin vor dem Landgericht als Zeugen aus.
TAZ 10.05.07

„Eine Frau, die genau weiß, was sie will“
Im Prozess um Morde an der Charité wurde gestern eine Kripo-Beamtin zu Aussagen von Irene B. befragt
Von Kerstin Gehrke
TAGESSPIEGEL 10.05.07

Erst der Toxikologe brachte Klarheit
Weitere Zeugen im Prozess gegen Charité-Schwester
Sabine Deckwerth
Die mutmaßlichen Morde, die der Charité-Krankenschwester Irene B. vorgeworfen werden, wären bei einer normalen Obduktion nicht aufgefallen. Das erklärten gestern Zeugen vor dem Landgericht.
BERLINER ZEITUNG 10.05.07

Niederlande: Weniger Sterbehilfe nach Sterbehilfegesetz
Rotterdam – Ein 2002 in den Niederlanden verabschiedetes Sterbehilfe-Gesetz hat nicht, wie von Kritikern befürchtet, zu einer Zunahme der aktiven und passiven Sterbehilfe geführt. Stattdessen gehen die Fälle zurück, wie eine Umfrage im New England Journal of Medicine (NEJM 2007; 356: 19587-1965) zeigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.05.2007

„Belgische Ärzte werden zu aktiver Sterbehilfe gedrängt“
Karlsruhe - Der belgische Medizinrechtler Herman Nys sieht einen wachsenden Druck auf Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen seines Landes, Sterbehilfe leisten zu müssen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.05.2007

Hartmannbund - Patientenwille ist oberstes Gebot
KÖLN (iss). Der Hartmannbund (HB) in Nordrhein hat sich gegen eine gesetzliche Regelung der Patientenverfügungen ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 10.05.2007

Medizinethik: Klinik räumt Fehler im Fall Ashley ein
Drei Jahre nach der Behandlung des behinderten Mädchens Ashley hat das Krankenhaus Fehler eingeräumt. Die Ärzte hätten gegen Gesetze verstoßen, als sie der damals Sechsjährigen die Gebärmutter entfernten, erklärte die Kinderklinik. Die Eltern des Kindes sehen das anders.
DIE WELT 10.05.07

Papst fühlt sich missverstanden
Auf dem Weg nach Lateinamerika soll Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation mexikanischer Parlamentarier befürwortet haben. Nun ließ er seine Äußerungen korrigieren.
NETZEITUNG.DE 10.05.07

Papst in Brasilien: Benedikt korrigiert Äußerung zu Kirchenausschluss von Politikern
Benedikts XVI. Dogma ist unmissverständlich. Abtreibung und Sterbehilfe sind strengstens verboten, predigte er seinen Schäfchen zum Auftakt seiner Brasilienreise. Meldungen, dass er katholische Politiker aus der Kirche werfen will, die sich dafür aussprechen, ließ er dementieren.
SPIEGEL ONLINE 10.05.07

17-Jährige Irin darf zur Abtreibung nach Grossbritannien
Fötus ist schwerstbehindert
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 10.05.07

Erste Babyklappe in Japan in Betrieb genommen
Tokio – Ungeachtet der Kritik durch die konservative Regierung ist in Japan am Donnerstag die erste Babyklappe des Landes in Betrieb genommen worden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.05.2007


09. Mai 2007

Mehrheit der Experten für Neuregelung des Stammzellgesetzes
Berlin - Eine deutliche Mehrheit der Experten hat sich bei einer Bundestags-Anhörung für eine Liberalisierung des deutschen Stammzellgesetzes ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.05.07

Im Streit um die richtige Linie
Anne Brüning, Jörg Michel
Der Forschungsausschuss des Bundestages hat heute 24 Experten zu einer öffentlichen Anhörung zum Thema Stammzellforschung geladen. Darin wird es vor allem um die Frage gehen, ob das Stammzellgesetz knapp fünf Jahre nach seinem Inkrafttreten geändert werden soll oder nicht.
BERLINER ZEITUNG 09.05.07

Stammzellgesetz auf dem Prüfstand
Wissenschaftler dringen bei Anhörung im Bundestag auf Forschungsfreiheit
Wissenschaftler haben bei einer Anhörung des Bundestages eine Liberalisierung des deutschen Stammzellgesetzes gefordert. Dagegen wandten sich mehrere Ethiker und Juristen gegen eine Novellierung.
DEUTSCHLANDFUNK 09.05.07

Embryonenschutz contra Wissenschaft
Debatte um Forschung an Stammzellen
Moderation: Klaus Remme
Der Reproduktionsbiologe Henning Beier hat sich für die Abschaffung der Stichtagsregelung im Stammzellgesetz ausgesprochen. Die derzeitige Begrenzung der Forschung auf vor 2002 im Ausland entstandene embryonale Stammzellen verhindere Erfolge deutscher Wissenschaftler, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellforschung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe indes beharrt auf dem bestehenden Embryonenschutz.
DEUTSCHLANDFUNK 09.05.07

Streit über Stammzellgesetz: Kleines Forschungsgebiet sorgt für großes Brimborium
Aus Boston berichtet Franziska Badenschier
Stammzellen aus menschlichen Embryonen für die Medizin - erfüllen die Alleskönner die Hoffnungen? Auf der weltgrößten Biotech-Messe in Boston traf Skepsis auf Euphorie. Deutsche Forscher aber stehen am Rande. Heute streitet der Bundestag über die Lockerung der umstrittenen deutschen Regelung.
SPIEGEL ONLINE 09.05.07

Forscher fordern frische Stammzellen
Zahlreiche Wissenschaftler haben das Stammzellengesetz als zu restriktiv kritisiert.
TAGESSCHAU.DE 09.05.07

Weichenstellung in der Stammzellforschung?
Experten-Anhörung im Forschungsausschuss
Christoph Wimmer-Kleikamp
Kippt das restriktive deutsche Stammzellgesetz? Auf diesen Mittwoch arbeiten Befürworter und Kritiker der Stammzellforschung seit Monaten hin.
ZDF.DE 09.05.07

Wissenschaftler fordern Änderung des Stammzellgesetzes
Expertenanhörung im Bundestag
Forschungspolitik. - Das deutsche Stammzellgesetz ist bei den betroffenen Wissenschaftlern unbeliebt. Viele halten das Gesetz inzwischen für veraltet. Deshalb hat der Bundestag heute zu einer Anhörung geladen. Wissenschaftler und Ethiker sollen die Parlamentarier auf den neuesten Stand in der Stammzellenforschung bringen. Der Wissenschaftsjournalist Michael Lange bewertet die Situation im Gespräch mit Marieke Degen.
DEUTSCHLANDFUNK 09.05.07

Bundestag: Forscher fordern Lockerung bei Stammzellforschung
Wissenschaftler haben bei einer Anhörung im Bundestag eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes gefordert. Deutschland könnte sonst den Anschluss an die internationale Spitzenforschung verlieren, warnten sie. Juristen und Ethiker lehnen eine Lockerung ab.
DIE WELT 09.05.07

Forscher fordern die Abschaffung der Stichtagsregelung im Stammzellgesetz
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Anhörung)/
Berlin: (hib/SKE) Ganz einig waren sie sich nicht, die 24 Sachverständigen, ob das Stammzellgesetz von 2001 geändert werden soll. Doch in der siebenstündigen Anhörung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwoch machten viele auf Probleme aufmerksam, die Forschern durch die Regeln des Gesetzes entstünden.
HIB 123/2007 09.05.07

Stammzellen: Neues Nachdenken
Die FDP fordert, das Gesetz zu lockern
Es soll eine Bilanz sein, doch de facto geht es bei der heutigen Anhörung im Forschungsausschuss um den Versuch einer Weichenstellung.
TAGESSPIEGEL 09.05.2007

Auf der Suche nach einem neuen Stammzell-Kompromiss
BERLIN. Mit einer Anhörung im Bundestag will sich heute der Forschungsausschuss über den Stand der Stammzellforschung informieren. Auf der Agenda einiger Abgeordneter steht dabei eine Lockerung des strengen Stammzellgesetzes.
Von Florian Staeck
Ärzte Zeitung, 09.05.2007

Anhoerung zur Stammzellforschung: Zwischen Forschungsfreiheit und ethischer Verantwortung
AG Bildung und Forschung
Zu der heutigen Anhoerung des Ausschusses fuer Bildung, Forschung und Technikfolgenabschaetzung zur Stammzellforschung in Deutschland erklaeren der forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Joerg Tauss, und der zustaendige Berichterstatter, René Roespel:
Die heutige Anhoerung ist ein Beispiel fuer das hohe Niveau der Debatte ueber die Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland.
PRESSEMITTEILUNG Joerg Tauss und René Roespel, MdBs SPD 09.05.07

Keine neuen Gründe für Änderung des Stammzellgesetzes
Anlässlich der heutigen Anhörung zur Stammzellforschung erklärt der Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe MdB, Berichterstatter für Bioethik und Gentechnik der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Gesundheit und in der 14. und 15. Wahlperiode stv. Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Selbst auf Seiten der Wissenschaftler, die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen befürworten, gibt es nur gedämpfte Hoffnung darauf, dass dies in absehbarer Zeit zu Zellersatz-Therapien führen wird.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 09.05.07

Stammzellgesetz muss novelliert werden
Klärung der Strafandrohung sowie eine Änderung der Stichtagsregelung
Anlässlich der heutigen Anhörung zur Stammzellforschung im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages erklären die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, Ilse Aigner MdB und der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss, Michael Kretschmer MdB:
Die Anhörung hat gezeigt: Wir müssen das Stammzellgesetz überarbeiten. In den kommenden Wochen muss es darum gehen, fraktionsoffen über Gruppenanträge zu diskutieren und zu sehen, welche Änderungen die Mehrheit des Deutschen Bundestages mit trägt.
PRESSEMITTEILUNG Ilse Aigner und Michael Kretschmer MdBs CDU/CSU 09.05.07

Deutschland braucht Öffnung bei der Stammzellforschung
Berlin. Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und NRW-Innovationsminister, Prof. Andreas Pinkwart, gab heute von New York aus dem RBB-InfoRadio ein Interview. Die Fragen stellte DIETMAR RINGEL. In dem Interview beantwortete PROF. PINKWART u. a. folgende Fragen:
PRESSEMITTEILUNG Prof. Andreas Pinkwart, FDP-Bundesvorsitzender und NRW-Innovationsminister 09.05.2007

Stellungnahme des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages zum Thema "Stammzellforschung" am 09. Mai 2007 in Berlin
Heute führt der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema „Stammzellforschung“ durch. Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßt grundsätzlich eine sorgfältige Klärung der ethischen Fragen, ohne die der Gesetzgeber seiner Verantwortung nicht entsprechen kann.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 09.05.07

Forscher fordern die Abschaffung der Stichtagsregelung im Stammzellgesetz
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung (Anhörung)/
Berlin: (hib/SKE) Ganz einig waren sie sich nicht, die 24 Sachverständigen, ob das Stammzellgesetz von 2001 geändert werden soll. Doch in der siebenstündigen Anhörung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwoch machten viele auf Probleme aufmerksam, die Forschern durch die Regeln des Gesetzes entstünden.
HIB 123/2007 09.05.07

"Die Angst ist unbegründet"
von Peter Ringel
Deutsche Wissenschaftler machen sich strafbar, wenn sie an Stammzellen forschen, vermutlich sogar schon, wenn sie sich an Forschungsprojekten mit diesen Zellen beteiligen. Die einzig legale Ausnahme - alte Zellen, die vor dem Stichtag 1. Januar 2002 gewonnen wurden - sind inzwischen relativ uninteressant, deswegen ringen die Wissenschaftler mittlerweile um eine Gesetzesänderung.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 09.05.07

Ruf nach Änderung des Stammzellgesetzes wird lauter
dpa BERLIN. In Politik und Forschung wird der Ruf nach einer Lockerung der Stichtagsregelung im deutschen Stammzellgesetz wieder lauter.
HANDELSBLATT 09.05.07

Stimmenwirrwarr in Sachen Stammzellforschung
Im Bundestag treffen sich Experten, um über das Für und Wider der Stammzellforschung zu informieren. Die Liberalen sind die Vorkämpfer für weniger Restriktionen, andere Parteien sind gespalten.
NETZEITUNG.DE 09.05.07

Stammzell-Gesetz steht auf der Kippe
Führende deutsche Wissenschaftler fordern eine Lockerung des Stammzellengesetzes. In einer Anhörung im Bundestag erklärten sie, warum sie die geltenden Regelungen für falsch halten.
NETZEITUNG.DE 09.05.07

Blutgefäße geheilt mit menschlichen Stammzellen
Amerikanischen Forschern ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, mit menschlichen embryonalen Stammzellen beschädigte Blutgefäße zu reparieren. Die Stammzellen entwickelten sich entweder zu Zellen für das Herz-Kreislauf-System oder in sogenannte Endothelzellen.
DIE WELT 09.05.07

RUB-Forscher erproben Krebsgen als Schutzpatron von Nervenzellen - Therapiehoffnung bei Parkinson
Hoffnungsträger bei der Entwicklung von Konzepten gegen die Parkinson-Krankheit ist ein bekanntes Krebsgen: Ras, das während der embryonalen Entwicklung das Absterben von Nervenzellen verhindert, könnte auch bei neurodegenerativen Erkrankungen hilfreich sein. Wie sich das Ras nutzen lassen könnte, erforscht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rolf Heumann (Lehrstuhl für Molekulare Neurobiochemie der Ruhr-Universität Bochum). Ihr ist es gelungen, aus genetisch veränderten Vorläuferzellen Neurone zu züchten, die Ras produzieren und vor dem Absterben geschützt sind, jedoch keine Tumore bilden.
PRESSEMITTEILUNG Ruhr-Universität Bochum 09.05.07

China plant Erlaubnis von Spenderorganen bei Lebenden
Peking - In China soll es Ärzten zukünftig deutlich leichter gemacht werden, menschliche Organe zu transplantieren.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.05.07

Britische Ärzte lehnen Abtreibungen zunehmend ab
London - Immer mehr britische Ärztinnen und Ärzte sind offenbar gegen Abtreibungen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 09.05.07

Papst bleibt im Abtreibungsstreit hart
Nach der Lockerung des Abtreibungsrechts sind Parlamentarier in Mexiko-Stadt exkommuniziert worden. Papst Benedikt XVI., der auf dem Weg nach Brasilien ist, verteidigt die Maßnahme.
NETZEITUNG.DE 09.05.07


08. Mai 2007

FDP: Liberalisierung des Stammzellgesetzes rückt in greifbare Nähe
BERLIN. Zur morgigen Anhörung des Forschungsausschusses zum Stammzellgesetz erklärt die Technologiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Ulrike FLACH:
Die vorliegenden Stellungnahmen der Experten bestätigen ganz überwiegend den Gesetzentwurf der FDP.
PRESSEMITTEILUNG Ulrike Flach, MdB, FDP 08.05.07

FDP sieht sich durch Gutachten zur Stammzell-Anhörung bestätigt
Berlin - Einen Tag vor der Bundestags-Anhörung zur Stammzellforschung hat die FDP die Gutachten der Sachverständigen bereits bilanziert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.05.07

Taupitz: Deutsche Forscher bleiben außen vor
Medizinrechtler kritisiert Hürden des Stammzellengesetzes
Moderation: Joachim Scholl
Der Jurist Jochen Taupitz fordert eine Ausweitung des Stammzellengesetzes.
DEUTSCHLANDRADIO 08.05.07

Stammzellen-Forschung: Bestrafungswut gegen Wissenschaftler klingt ab
Der Bundestag stellt sich der wissenschaftlichen Kritik am Stammzellengesetz. Forschungsministerin zeigt sich zwar offen für eine einmalige Verschiebung des Stichtags, doch der Lebensschutz steht vor der Forschungsfreiheit, sagt Anette Schavan.
DIE WELT 08.05.07

Wunschzettel für Berlin
Stammzellforscher hoffen auf Öffnung bei Zell-Importen
Von Michael Lange
Medizin. - 2002 entschied der deutsche Bundestag, dass bestimmte menschliche Stammzellen aus dem Ausland nur importiert werden dürfen, wenn sie vor dem Stichtag 1. Januar 2002 erzeugt wurden. Weil diese Stämme heute zu alt sind, fordern Wissenschaftler eine Änderung der Regelung.
DEUTSCHLANDFUNK 08.05.07

Busenwunder: Brustvergrößerung mit körpereigenen Zellen
Kosmetischer Chirurg aus Wien DDr. Heinrich weiß wie es geht
PRESSETEXT.AUSTRIA 08.05.07
Anm.: Hier geht es um Stammzellen

Australische Sterbehelfer importieren Selbstmord-Präparat
Sydney - Sterbehilfe-Aktivisten haben in Australien eine neue Debatte um Selbstmord-Präparate entfacht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.05.07

Abtreibung an Bord: Niederlande geben Zustimmung
Den Haag - Die niederländische Regierung hat ihre Entscheidung verteidigt, einem unter niederländischer Flagge fahrendem „Abtreibungs-Schiff“ zu erlauben, seine Arbeit wieder aufzunehmen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.05.07


07. Mai 2007

CDU-Politiker Hüppe vermisst klares Stammzellvotum von Merkel
Düsseldorf - Der Unions-Bioethikexperte Hubert Hüppe vermisst ein klares Wort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) in der Stammzelldebatte.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.05.07

DNA-Geschlechtsbestimmung per Internet
London – Eine in der britischen Hauptstadt ansässige Firma bietet ihren umstrittenen Test zur vorgeburtlichen Geschlechtsbestimmung jetzt auch im Internet an.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 07.05.07

Umfrage zu Klonversuchen mit Kuh-Eizellen
LONDON (ple). In Großbritannien hat eine Aktion begonnen, in der die Einstellung der Bevölkerung zur Herstellung humaner embryonaler Stammzellen durch Klonen erfragt werden soll. Zum Klonen sollen unter anderen Eizellen von Kühen verwendet werden.
Ärzte Zeitung, 07.05.2007

Australien: Klonverbot aufgehoben
Victoria ist der erste Bundesstaat Australiens, in dem Klonen zu Forschungszwecken erlaubt ist.
DIE PRESSE 07.05.2007

Charité-Morde - Schwester Irene: Erst tötete sie, dann tröstete sie
Die Pflegerin soll in der Charité sechs Patienten umgebracht haben. Sie kannte ihre Opfer gut. Es waren ausnahmslos Patienten, die dem Tod schon sehr nahe waren. Es gibt sogar die Meinung, Irene B. habe das Richtige getan. Versuch eines Psychogramms.
DIE WELT 07.05.2007

Dumm gelaufen: Nach Fehl-Diagnose ganzes Geld verprasst
"Sie haben nur noch ein Jahr zu leben". Nach dieser Nachricht gab ein Brite sein ganzes Geld aus. Die Diagnose stellte sich als falsch heraus. Nun fordert er Entschädigung vom Krankenhaus.
DiePresse.com 07.05.2007

Freiburger Erzbischof dankt Pro-Life-Aktivisten
Erzbischof Zollitsch: "Heute gerade das fundamentalste aller Menschenrechte, das Recht auf Leben vielfachen Bedrohungen ausgesetzt. Und das nicht allein auf internationaler Ebene, sondern gerade auch in den reichen, zivilisierten Nationen des Westens“
KATH.NET 07.05.07


06. Mai 2007

Potenziale und Probleme
Wo steht die Forschung an adulten Stammzellen?
Von Volkart Wildermuth
Im Jahr 2002 machte das Labor von Catherine Verfaillie Schlagzeilen. Die Forscherin hatte aus dem Knochenmark Stammzellen isoliert, die fast so leistungsstark wie embryonale Stammzellen schienen. Doch die Aussicht auf eine Alternative zu den embryonalen Stammzellen schwand schnell
DEUTSCHLANDFUNK 06.05.2007

Bundesregierung scheut ernsthafte Auseinandersetzung mit Lage intersexueller Menschen
Zur Antwort der Bundesregierung auf zwei kleine Anfragen zur rechtlichen und gesellschaftlichen Situation Intersexueller (Drs. 16/4322 und 16/4786) erklärt die lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Barbara Höll:
Intersexuelle Menschen sind Menschen, deren Körper sich nicht eindeutig in das Schema "männlich oder weiblich" einordnen lässt. Wird nach der Geburt bei einem Kind eine der zur Intersexualität zählenden Diagnosen gestellt, beginnt ein leidvoller Weg.
PRESSEMITTEILUNG Barbara Höll, MdB, DIE LINKE. 06.05.2007

Das Klonen geht weiter
Geklonte Stammzellen des Menschen nach der Affäre Hwang
Von Michael Lange
Klonen, das ist die Verpflanzung eines Zellkerns, also des Erbguts, aus reifem Körpergewebe in eine Eizelle, deren Erbgut zuvor entfernt worden ist. Dieser Weg galt viele Jahre unter dem Namen "Therapeutisches Klonen" als "Heilmethode der Zukunft". Doch heute werden die Ziele des Klonens anders definiert.
DEUTSCHLANDFUNK 06.05.2007

Irin bleibt Abtreibung verboten
N-TV.DE 06.05.07


05. Mai 2007

Schweigen und handeln lassen
Von Stefan Rehder
Angela Merkel wirbt nicht lautstark wie ihr Vorgänger Schröder für die Aufweichung des Embryonenschutzes. Sie betreibt eine stille Liberalisierung. Das macht es schwieriger, Merkel zu begegnen. Es wäre dringend nötig, dass sie Farbe bekennt.
DIE TAGESPOST 05.05.2007


04. Mai 2007

Kommerzielle DNA-Analyse - Forscher verdammen Geschlechtertest für Embryos
Von Christian Stöcker
In Großbritannien gibt es Streit um einen Test, mit dem werdende Eltern schon Wochen nach der Zeugung das Geschlecht des Fötus bestimmen können sollen. Wissenschaftler zweifeln an der Qualität der Analyse - und warnen vor ethischen Problemen.
SPIEGEL ONLINE 04.05.07

Kein Kinderspiel
In Amerika streiten kinderlose Eltern und Schwerkranke um eingefrorene Embryos. Die einen wollen sie adoptieren, die anderen sehen sie als Forschungsobjekte.
Von Susanne Schäfer
SZ Magazin 04.05.2007

Vermählung von Gen- und Stammzell-Therapie
Adulte Stammzellen sind das Ersatzteillager des Menschen und liefern zeitlebens neues Gewebe. Was aber, wenn das System defekt ist und kranke Zellen produziert werden? Eine Kombination aus Stammzell- und Gentherapie könnte diesen Teufelskreis durchbrechen.
DIE WELT 04.05.2007

Knochenzüchtung: High Tech für den neuen Zahn
Knochengewebe lässt sich in einer Umgebung züchten, die den nachwachsenden Rohstoff mit Blutgefäßen versorgt. Davon profitieren Patienten mit großen Knochendefekten. Die Heilung kleinerer Defekte in der Implantologie lässt sich hingegen mit gentechnisch hergestellten Proteinen, sogenannten BMPs (Bone morphogenic Proteins) beschleunigen. Ein erster Wirkstoff wurde unlängst in den USA zugelassen. Auch in Deutschland werden solche Substanzen erprobt, berichten Professor Hendrik Terheyden von der Klinik für MKG-Chirurgie der Universität Kiel auf dem 20. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München.
PRESSEMITTEILUNG Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (IDW) 04.05.2007

Schavan: Adulte Stammzellforschung bleibt Schwerpunkt
Bonn – Die Bundesregierung will weiterhin schwerpunktmäßig die adulte Stammzellforschung fördern. Das versicherte Bundesforschungsministerin Annette
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.05.2007

Stammzellen: Ethisches Dilemma
Der Druck der Stammzellforscher auf die Bundesregierung wird immer größer: Das Stammzellgesetz, das ihnen lediglich den Import von embryonalen Stammzelllinien zugesteht, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden, muss geändert werden, fordern die Forscher.
TAZ 04.05.07

Zuschuss für Aufbewahrung von Stammzellen
NEU-ISENBURG (chb). Schwangere, die Nabelschnurblut entnehmen und Stammzellen ihrer ungeborenen Kinder einlagern lassen möchten, erhalten von der BKK Fahr eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Euro.
Ärzte Zeitung, 04.05.2007

Nötigung
Ethikrat: Organe im optimierten Zulieferbetrieb
Ulrike Baureithel
Wer einmal das Pech gehabt haben sollte, in Österreich zu verunglücken und in einem dortigen Krankenhaus für hirntot erklärt zu werden, dem konnte es bis vor einigen Jahren noch passieren, dass ihm ohne entsprechendes Einverständnis Organe entnommen wurden.
FREITAG Nr. 18, 04.05.2007

Organspenden: Schweigen ist Silber, reden ist Gold
Blöß, Timo
Der Nationale Ethikrat will, dass alle Deutschen erklären, ob sie bereit sind, nach dem Tod ihre Organe zu spenden. Äußern sie sich nicht, soll das als Zustimmung gelten.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 18 vom 04.05.2007

Deutscher Ethikrat: Gesetzliche Grundlage
KNA; Kinkhammer, Gisela
Der Bundestag hat die Einrichtung eines neuen Deutschen Ethikrats zum 1. Juli beschlossen.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 18 vom 04.05.2007

Deutsche Biotech-Branche wächst
Zylka-Menhorn, Vera
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 18 vom 04.05.2007, Seite A-1198
Der Umsatz der deutschen Biotechnologie-Branche ist in 2006 von 827 Millionen Euro auf 945 Millionen Euro gestiegen.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 18 vom 04.05.2007

„Eine Änderung des Stammzellengesetzes macht uns international wettbewerbsfähig“
Oliver Brüstle im Interview. Der Bonner Forscher Oliver Brüstle über das deutsche Stammzellgesetz – und warum es aus Forschersicht dringend geändert werden muss.
WirtschaftsWoche 19/2007 04.05.07

"Wir sind eine Armee gegen die Abtreibung!"
Europäische Interessensgruppen bei der Weltbank versuchen, Entwicklungsländer zur Bevölkerungskontrolle zu zwingen. Der Präsident von El Salvador wehrt sich.
KATH.NET 04.05.07

Verfolgt ,Amnesty’ ein Recht auf Abtreibung?
Unter dem Begriff "sexuelle und reproduktive Rechte" verbirgt sich auch das Recht auf Abtreibung.
KATH.NET 04.05.07


03. Mai 2007

Mordprozess: Chefarzt sagt aus
Der Chefarzt der Intensivstation an der Charité stand nach eigenen Angaben regelrecht unter Schock, als er im vergangenen Oktober über den Mordverdacht gegen eine Krankenschwester unterrichtet wurde.
TAZ 03.05.07

Mindestens ein Mord wäre zu verhindern gewesen
Prozess gegen Charité-Schwester: Chefarzt wusste von nichts
Sabine Deckwerth
BERLINER ZEITUNG 03.05.2007

Charité versetzt weitere Mitarbeiter
Prozess um Klinik-Morde: Chefarzt im Zeugenstand - Er wurde über Vorfall erst Wochen später informiert
Es geht um sechsfachen Mord – doch für den Professor im Zeugenstand steht noch etwas ganz anderes auf dem Spiel.
TAGESSPIEGEL 03.05.07

Charité zieht nach Mordserie Konsequenzen
Es war lange verdächtig ruhig in der Berliner Charité. Nach den skandalösen Ergebnissen der ersten Verhandlungstage im Prozess gegen die wegen sechsfachen Patienten-Mordes angeklagte Krankenschwester Irene B. wird nun aber doch reagiert. Unabhängige Experten sollen nach Fehlern in der Klinik suchen
DIE WELT 03.05.2007

Attacke auf die Alleskönner
Mit Spannung erwarten Befürworter und Gegner der Embryonenforschung die Anhörung des Bundestags am 9. Mai
Von Matthias Gierth
Rheinischer Merkur Nr. 18, 03.05.2007

Mit Bravour über viele Hürden ans Krankenbett
Klinische Therapien / Adulte Stammzellen haben schon oft bei Leukämie geholfen. Jetzt profitieren auch Herzinfarkt-Patienten davon
Von Karin Henke-Wendt
Rheinischer Merkur Nr. 18, 03.05.2007

Sachverständige äußern sich zur Stammzellforschung
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/
Berlin: (hib/SKE) 24 Sachverständige wollen die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwoch, dem 9. Mai, in einer öffentlichen Anhörung zur Stammzellforschung befragen.
HIB 116/2007, 03.05.2007

Moleküle lassen Nerven im Rückenmark wachsen
Die Nanotechnologie revolutioniert die Medizin: US-Forscher haben spezielle Moleküle entwickelt und damit gelähmte Mäuse behandelt. Das Ergebnis weckt Hoffnungen, dass unheilbare Krankheiten künftig geheilt werden könnten.
DIE WELT 03.05.07

Mein Herz ist dein Herz
Wie bringt man die Deutschen dazu, mehr Organe zu spenden? Der Nationale Ethikrat setzt auf neue Vorschriften. Erfahrungen im Ausland zeigen: Es gibt bessere Wege.
Von Martin Spiewak
DIE ZEIT, 03.05.2007 Nr. 19

Solidarisch über den Tod hinaus
Der Ethikrat will die Bürger zur Organspende motivieren. Das verletzt weder Recht noch Würde.
Von Frank Drieschner
DIE ZEIT, 03.05.2007 Nr. 19

Keine Sozialpflicht für Leichen
Statt das Recht auf Selbstbestimmung auszuhebeln, gilt es Ängste vor dem Spenden abzubauen.
Von Robert Leicht
DIE ZEIT, 03.05.2007 Nr. 19

Mexiko: Kirche appelliert an Ärzte, Abtreibungen zu verweigern
Der Staat beginnt, gegen die Kirche wegen Gesetzesmissachtung zu prozessieren, und er will ihr verbieten, sich in die Politik einzumischen.
KATH.NET 03.05.07


02. Mai 2007

Charité-Prozess: Jetzt wird der Chef als Zeuge befragt
In dem Verfahren um sechsfachen Patientenmord soll heute der Kardiologie-Direktor aussagen
Von Kerstin Gehrke
TAGESSPIEGEL 02.05.07

Berliner Charité: Schwester wollte Patient vor Augen einer Ärztin töten
Im Mordprozess gegen die ehemalige Krankenschwester der Charité, Irene B., sind neue Anschuldigungen erhoben worden. Eine Ärztin schildert vor Gericht den konkreten Fall einer Tötungsabsicht. Gemeldet hatte sie diesen und andere Vorfälle von Gewaltanwendung gegen Patienten aber nicht.
DIE WELT 02.05.07

Charité-Schwester wollte vor Zeugen töten
Die angeklagte Schwester der Berliner Charité soll sich bei einer Ärztin erkundigt haben, ob sie die Beatmung eines Patienten abstellen könne. Auch beim Schlagen von Patienten wurde sie beobachtet.
NETZEITUNG.DE 02.05.07

Grüne: Schwerstkranke möglichst in gewohnter Umgebung pflegen
Arbeit und Soziales/Antrag
Berlin: (hib/BOB) Die Pflege Schwerstkranker mit hohem Versorgungsbedarf soll im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung abgesichert werden. Die Bundesregierung habe sich dafür bei den Verhandlungen mit Ländern und Kommunen zur geplanten Reform der Pflegeversicherung einzusetzen, fordern Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (16/5134).
HIB 115/2007 02.05.2007

Einheitliche EU-Standards für neue Therapien
EU-Verordnung beschlossen
STRASSBURG (spe). Für Gen- und zelltherapeutische Produkte sowie Verfahren zur Gewebe-Ersatztherapie sollen europaweit künftig einheitliche Sicherheitsstandards und Zulassungsbedingungen gelten.
Ärzte Zeitung, 02.05.2007

Für sie heißt Organspende weiterleben
Der Nationale Ethikrat fordert, jeden verstorbenen Menschen zum Organspender zu erklären, der nicht zu Lebzeiten aktiv widerspricht. Theodosia Tilis ist dafür. Nur eine Spende rettete ihre Tochter Amalia.
DIE WELT 02.05.07

Eingriff in den Prozess des Sterbens
betr.: "Gebrauchte Herzen und Nieren gesucht", taz vom 25.04.07
Die so genannte Widerspruchslösung, die der Ethikrat jetzt vorschlägt, erfordert eine genaue und umfassende Aufklärung darüber, was Explantation von Organen aus einem Sterbenden bedeutet: nämlich einen Eingriff in den Prozess des Sterbens.
TAZ Leserbrief 02.05.07

Erster Versuch Sehfähigkeit mit Gentherapie wiederherzustellen
Neue Gene wurden ins Auge eingesetzt
PRESSETEXT.AUSTRIA 02.05.07

Erste Gentherapie gegen Erblindung
London - Eine Gentherapie soll bei Patienten mit Leberscher kongenitaler Amaurosis (LCA) die Sehfähigkeit wieder herstellen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.05.2007

Gentherapie: Künstliche Viren sollen Erbgut in die Zellen schleusen
München – Künstliche Viren sind effektive Helfer bei der Gentherapie maligner Erkrankungen: Das berichten Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München in der Zeitschrift Molecular Therapy (advance online publication, doi 10.1038/sj.mt.6300176).
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 02.05.07