Patenschaftsaktion

ALfA Patenschaftsaktion

Lebens - Not - wendig

Not - vor unserem inneren Auge tauchen die erschütternden Bilder auf von Erdbebenopfern, von Hungernden, von Menschen, die durch Überschwemmungen, alles verloren haben, meist aus fernen Weltgegenden. Die Medien werden nicht müde, sie uns ins Wohnzimmer zu schicken und um unsere Hilfe zu bitten. Zum Glück lassen sich gerade in unserem Land viele Menschen anrühren und sind immer wieder zu Hilfe bereit.

Doch Not kann auch andere Gesichter haben. Not vor unserer Haustür ist nicht so offensichtlich; man muss schon genauer hinsehen. Dann sieht man in

- das Gesicht z.B. von Marisa (Name geändert): mit ihrem Mann hat sie in viel Eigenleistung ein Häuschen gebaut, was auch finanziell die Familie vor große Herausforderungen stellt. Dass Marisa nun das 4. Kind erwartet, machte den Ehemann wütend: "Das Kind muss weg, dann kannst du auch endlich mal was dazu verdienen". Eisiges Schweigen in der Verwandtschaft, dazu  Angst vor einer Behinderung, die in der Familie liegt. Einen Tag vor der geplanten Abtreibung schöpft Marisa jedoch durch die verbindliche Zusage einer Patenschaft Hoffnung und entscheidet sich für ihr Kind. Marisas Ängste so wie auch die Ablehnung des Mannes sind inzwischen überwunden. Das kleine Mädchen wird von allen nun voll Freude erwartet.

- das Gesicht von Kathrin: Seit Jahren schon studiert Tobias, schreckt aber im letzten Moment immer wieder vor den Abschlussprüfungen zurück. Als das erste Kind zur Welt kam, übernahm er die Betreuung, die kleine Familie kam mit Kathrins schmalem Einkommen als Arzthelferin gerade so hin. Das Studium ruhte. Als das 2 Kind sich ankündigte, fand sich eine sinnvollere Perspektive: für sich und die Kinder erhält Kathrin ALG II, eine ALfA Patenschaft sichert den Mietanteil und Lebensunterhalt für Tobias, der sich nun mit ganzer Kraft dem Abschluss seines Studiums widmet. Die Auszahlung ist an den Nachweis von Leistungen gebunden.

- das Gesicht von Carolin: als sie sich für ihr Kind entschied, konnte sie nicht weiter in der Wohnung ihres Freundes leben. Ihren Lebensunterhalt konnte sie zwar vom Arbeitslosengeld bestreiten, für Umzug und Kaution jedoch fehlten die Mittel.

- das Gesicht von Anna: seit zwei Jahren studiert sie fleißig und erfolgreich. Die nötigen bescheidenen Mittel bringen mit vereinten Kräften ihre Verwandten in Russland auf. Als sie schwanger wird, meldet sich plötzlich das Ausländeramt: wenn sie nicht den Lebensunterhalt des Kindes einschließlich Krippenbetreuung garantieren kann, wird sie ausgewiesen. Wie sparsam sie selbst lebt spielt keine Rolle, das Amt weiß besser, wie viel ein Baby kostet.

- das Gesicht von Lena: Die junge Frau genoss das Leben, träumte von der Karriere in den Medien als Selbständige, Ausgehen, Handy, schicke Klamotten, Leuten treffen. Was soll's wenn mal die Krankenversicherung nicht bezahlt wird, "mir passiert schon nichts!" Als sie unverhofft schwanger wird, haben sich Schulden von € 900,- angehäuft. Es besteht kein Krankenversicherungsschutz. "Wie soll ich da das Kind kriegen?" Mit Hilfe einer Beratungsstelle bemühte sie sich, Ordnung in ihr Leben zu bringen. Wir helfen mit einem Zuschuss und einem Darlehen.

Diese und viele andere Schicksale, von denen Sie regelmäßig in unserem Lebenszeichen lesen können, zeigen, wie Not-wendig neben persönlicher Betreuung oft auch finanzielle Hilfen sind. Frauen wie Marisa, Kathrin, Carolin, Anna oder Lena und ihren Kindern eine Perspektive zu bieten, ist Aufgabe der ALfA Patenschaftsaktion. Die nötigen Finanzmittel werden uns von Spendern zur Verfügung gestellt, sei es in regelmäßigen Beiträgen, sei es in einmaligen Zuwendungen. Ein Team von Ehrenamtlichen verwaltet sie, so dass jeder Euro bei den Betroffenen ankommt

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Ihre Unterstützung zählt!

Wenn Sie unsere Arbeit mit einer Patenschaft unterstützen möchten, können Sie hier direkt unseren Online-Patenschaftsantrag ausfüllen.

Falls Sie weitere Fragen zur Patenschaft haben, rufen Sie uns in der Geschäftsstelle an.

Wie kann ich als Betroffene eine ALfA-Patenschaft in Anspruch nehmen?

Wer die Hilfe der Patenschaftsaktion in Anspruch nehmen möchte, wendet sich an den zuständigen Regionalverband der ALfA, an die Bundesgeschäftsstelle in Augsburg, an die Landesgeschäftsstelle in NRW oder an eine Beratungsstelle von Caritas, Pro Vita, Kaleb o.ä. Die Mitarbeiter helfen dabei, einen Antrag an die Patenschaftsgruppe zu stellen und die nötigen Belege zu sammeln. Gemeinsam wird dann überlegt, wie eine sinnvolle, tragfähige und verlässliche Unterstützung aussehen könnte. Die Bereitschaft, die wirtschaftlichen Verhältnisse offen zu legen und an der Lösung der eigenen Probleme mitzuwirken, sollte dabei selbstverständlich sein.

Hilfe, die auf jeden einzelnen Fall genau zugeschnitten ist

Natürlich können wir nicht alle Wünsche erfüllen. Wir sind aber sehr froh darüber, dass wir den allermeisten Frauen und Familien, die sich an uns wenden mit einer genau auf sie zugeschnittenen Unterstützung Mut machen und sie in ihrer Entscheidung für ihr Kind stärken können. Da unsere Mittel nicht grenzenlos sind, konzentrieren wir unsere Hilfe auf Schwangere und Mütter mit Kindern bis 3 Jahren.

Allen Spendern, die dies immer wieder neu möglich machen, danken wir zusammen mit unseren "Paten"-Kindern von Herzen.