Dokumente und Texte zu Hospizarbeit / Sterbebegleitung
Hospiz (abgeleitet von den gleichnamigen kirchlichen Herbergen des Mittelalters für Pilger und Kranke): eine Pflegeeinrichtung, in der Schwerstkranke und Sterbende umfassend unter Gesichtspunkten der Palliativmedizin (insbesondere unter Anwendung der Schmerztherapie) betreut und versorgt werden. Die Hospizbewegung begann in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und hat zu einer Vielzahl von ambulanten und stationären Hospiz-Einrichtungen geführt. Die Hospize bieten Sterbebegleitung an (im Gegensatz zu Sterbehilfe/Euthanasie).
Im folgenden werden maßgebliche Stellungnahmen und Wortmeldungen von Einzelpersonen und Institutionen zum Thema Hospiz / Hospizarbeit dokumentiert. Ergänzt wird diese Sammlung mit Zahlen, Fakten und Bundestagsdrucksachen. Alle aufgeführten Dokumente, Texte, Stellungnahmen etc. spiegeln ausschließlich die Meinung und Position der jeweiligen Verfasser wieder. Eine Auflistung bedeutet keinesfalls automatisch eine Unterstützung dieser Positionen durch die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
Einführungstexte
- Blickpunkt Sterbehilfe
Einführung und grundlegende begriffliche Unterscheidungen
II. Zentrale Diskussionfelder
III. Rechtliche Regelungen
Zusammenstellung Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)
Begriffe der Sterbehilfe in Deutschland
Begriffserklärung, zusammengestellt von der Deutschen Hospiz Stiftung
- Sterbebegleitung von Menschen mit Behinderung in Einrichtungen
Eine Handreichung des Institutes Mensch, Ethik und Wissenschaft IMEW April 2006
Gesetzliche Regelungen
Zusammenstellung zu Gesetzlichen Regelungen zum Hospizbereich
Informationen von "Hospiz in Deutschland"
Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung - 2004
2 Seiten, veröffentlicht 04.05.04
Stellungnahmen, Studien, Dokumentationen
Gutachten: Stand der Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland
und im Vergleich zu ausgewählten Staaten (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Österreich,
Polen, Schweden, Schweiz, Spanien)
Auftraggeber: Enquete-Kommission des Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“
Laufzeit 01.05. bis 30.11.2004
Gutachter Birgit Jaspers und Dr. Thomas Schindler
511 Seiten (1,8 MB), März 2005
Öffentliche Anhörung zum Thema "Palliativmedizin und Hospizarbeit"
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" hat am 20.09.2004 eine öffentliche Anhörung zum Thema "Palliativmedizin und Hospizarbeit" veranstaltet. Im Mittelpunkt des Hearings standen unter anderem die Frage nach Möglichkeiten und Grenzen der Sterbebegleitung sowie Fragen nach der Aus- und Weiterbildung, nach der Forschung und der Finanzierung auf dem Gebiet der Palliativmedizin und Hospizarbeit.
Hier finden Sie die das Wortprotokoll, die Stellungnahmen, den Fragenkatalog, die Expertenliste und die Pressemitteilung zur Anhörung.
Dialogveranstaltung in Hamburg zum Thema "Menschenwürdig leben bis zuletzt
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" hat Fragen zum Umgang mit Menschen am Lebensende zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte gemacht und hierzu unter anderem die Themengruppe "Menschenwürdig leben bis zuletzt" eingerichtet.
Zu dieser Problematik stellte sich die Enquete-Kommission nun am 05.07.2004 in einer Dialogveranstaltung in Hamburg der Diskussion mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern von Verbänden und Institutionen. Im Mittelpunkt des Meinungsaustausches standen dabei Themen wie die Sterbebegleitung, die Patientenverfügungen sowie die palliativmedizinische Versorgung Sterbender und die Bedeutung von Hospizen in Deutschland.
Die Veranstaltung wurde vom NDR-Hörfunk im Rahmen der Sendreihe "Abendjournal Spezial" aufgezeichnet und in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt moderiert. Auf dem Podium wurde die Kommission durch ihre Mitglieder Michael Kauch, MdB, Prof. Dr. Eberhard Klaschik, Christa Nickels, MdB, und Dr. Michael Wunder vertreten. Die weiteren Kommissionsmitglieder beteiligten sich aus dem Publikum heraus an der Diskussion.
Hier finden Sie das Wortprotokoll und die Pressemitteilung
Ärzteschaft weiter strikt gegen aktive Sterbehilfe
"Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf ein Sterben in Würde - nicht aber das Recht, getötet zu werden", erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der überarbeiteten "Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung".
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 04.05.04 inklusive Statement Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe und Prof. Dr. Eggert Beleites
Neue Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung sind zu schwammig.
Stellungnahme zu den neuen Grundsätzen von Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung:
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 04.05.04
Vergleichender Kommentar der Neuauflage: Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung
8 Seiten, Deutsche Hospiz Stiftung Mai 2004
Palliativmedizin: Eine Alternative zur aktiven Euthanasie
Müller-Busch, Christof; Klaschik, Eberhard; Woskanjan, Susanne
Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004
Einstellung und Erfahrung von Ärzten zur vorzeitigen Lebensbeendigung
bei unerträglichem Leid – eine Befragung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
In der kontrovers geführten Debatte zur Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung der Eu-thanasie
und des medizinisch assistierten Suizids werden die Prinzipien und Möglichkeiten
der Palliativmedizin häufig als Alternative genannt. Der Arbeitskreis Ethik der Deutschen Ge-sellschaft
für Palliativmedizin führte im Jahre 2002 eine anonyme Befragung durch, in der die
Haltung der Mitglieder dieser Fachgesellschaft zu verschiedenen Entscheidungsmöglichkei-ten
in hypothetischen Szenarios „unerträglichen Leids“ ermittelt wurde.
13 Seiten, Zusatzinfo Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004
Wie wir sterben. Öffentliche Tagung des Nationalen Ethikrates
52 Seiten, Wortprotokoll der Tagung 31.03.2004 in Augsburg
Finanzierung von Kinderhospizen
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andreas Storm, Annette Widmann-Mauz,
Hartmut Schauerte und der Fraktion der CDU/CSU – Drucksache 15/2018
12 Seiten, Drucksache 15/2125, 03.12.03
Umstrukturierung statt Kahlschlag - Forderungen der Schwerstkranken und Sterbenden an die Gesundheitspolitik
Dortmund / Düsseldorf. Die Deutsche Hospiz Stiftung hat heute in Düsseldorf ein umfassendes und tragfähiges Konzept zur Verbesserung der Situation Schwerstkranker und Sterbender vorgestellt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 25.07.03
Dazu das Stragiepapier
Menschenwürdig leben bis zuletzt - Anstöße für eine neue Gesundheitspolitik
Sonderinfo der Deutschen Hospiz Stiftung
9 Seiten vom 25.07.03
„Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“: Kirchen veröffentlichen eine Textsammlung
Viele gute Gründe sprechen für Sterbebegleitung, aber gegen aktive Sterbehilfe. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichen am 14. April eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen „Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“, in der diese Gründe und Argumente zusammengefasst sind.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG EKD und DBK 14. April 2003
Dazu die Sammlung:
Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe
Eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen mit einer Einführung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
www.sterbehilfe-debatte.de
Umfangreiches Informationsportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland mit Neuigkeiten, Pressespiegel, Literaturhinweisen, Links und Adressen zum Thema
Patientenverfügung, Sterbebegleitung und Hospizarbeit contra Sterbehilfe / Euthanasie

