Dokumente und Texte zu Sterbehilfe / Euthanasie
Patientenverfügung: Eine Anweisung des Patienten an den Arzt, im Falle der Einwilligungsunfähigkeit (z.B. wenn er im Koma liegt) bestimmte medizinische Maßnahmen zu unterlassen oder vorzunehmen. Liegt eine Patientenverfügung nicht vor und hat der Patient auch nicht in anderer Weise seinen Willen geäußert (fehlende Willenserklärung), muss der Arzt ggf. nach dem "mutmaßlichen Willen" des Patienten Entscheidungen (z.B. über einen Behandlungsabbruch) treffen. Sollte ein Betreuer vorhanden sein und dessen Wille mit dem Willen des Arztes nicht übereinstimmen, entscheidet ggf. das Vormundschaftsgericht.
Vorsorgevollmacht: Ermächtigung eines Dritten, in einem Notfall an der Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Patienten diverse Aufgaben zu erledigen und Entscheidungen zu treffen.Dies gilt auch für den medizinischen Bereich.
Im folgenden werden maßgebliche Stellungnahmen und Wortmeldungen von Einzelpersonen und Institutionen zum Thema Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht dokumentiert. Ergänzt wird diese Sammlung mit Zahlen, Fakten und Bundestagsdrucksachen. Alle aufgeführten Dokumente, Texte, Stellungnahmen etc. spiegeln ausschließlich die Meinung und Position der jeweiligen Verfasser wieder. Eine Auflistung bedeutet keinesfalls automatisch eine Unterstützung dieser Positionen durch die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
Einführungstexte zur Sterbehilfe
- Sterbehilfe - Tod auf Rezept
Hat der Mensch das Recht, sich selbst töten zu lassen? Dürfen ihm andere dabei helfen oder gar die Giftspritze setzen? Die einen sehen in der Sterbehilfe vor allem den Respekt vor der Selbstbestimmung des Menschen, sogar ein Menschenrecht. Sie fordern Erlösung von Leiden durch Krankheit und Behinderung. Die anderen sprechen von einer Lizenz zum Töten. Sie warnen vor dem Missbrauchsrisiko und der Anmaßung, über den Wert eines Lebens zu entscheiden. Viele Mediziner und Sterbebegleiter fordern, mehr für ein schmerzfreies und würdiges Sterben zu tun als für den vorzeitigen Tod. Die "Aktion Mensch" hat dazu ein kurzes, lesenswertes Dossier zusammengestellt, das eine Einführung in die Thematik bietet.
Dossier der Aktion Mensch zur Sterbehilfe auf www.1000fragen.de
- Blickpunkt Sterbehilfe
Einführung und grundlegende begriffliche Unterscheidungen
II. Zentrale Diskussionfelder
III. Rechtliche Regelungen
Zusammenstellung Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)
Begriffe der Sterbehilfe in Deutschland
Begriffserklärung, zusammengestellt von der Deutschen Hospiz Stiftung
"Leben in Würde bis zuletzt..."
Informationen und Materialien zu Sterbehilfe und Euthanasie
Erstellt von Dr.Maria Overdick-Gulden (Trier) und Michael Frisch (Trier) für die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA)
Letzte Aktualisierung: Februar 2007
Gesetzliche Regelungen zur Sterbehilfe
Rede von Bundesjustizministerin Zypries: Wir haben schon jetzt das verfassungsrechtlich geschützte Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patienten
Im Rahmen der 106. Hautpversammlung des Marburger Bundes erläuterte Bundesjustizministerin Zypries in ihren Statement bei der Podiumsdiskussion, warum wir kein Gesetz brauchen, das die aktive Sterbehilfe erlaubt.
Parliamentary Assembly Council of Europe - Euthanasia Report
Report, Social, Health and Family Affairs Committee
Rapporteur: Mr Dick Marty, Switzerland, LDR
Doc. 9898, 10 September 2003
Parliamentary Assembly Council of Europe - Euthanasia Opinion
Opinion, Committee on Legal Affairs and Human Rights
Rapporteur: Mr Kevin McNamara, United Kingdom, Socialist Group
Doc. 9923, 23 September 2003
Vergleiche dazu auch die frühere Debatte:
Protection of the human rights and dignity of the terminally ill and the dying
Report Social, Health and Family Affairs Committee
Rapporteur: Mrs Edeltraud Gatterer, Austria, Group of the European People's Party
Council of Europe, Parliamemntary Assembly, Doc. 8421, 21 May 1999
Anm.: Hier finden Sie den sogennanten Gatterer-Bericht zum Thema Sterbehilfe, angenommen am 25. Juni 1999, inklusive aller damit verbundenen Dokumente,
zusammengestellt als druckerfreundliche Version aus den Originalquellen.
Siehe dazu im Gegensatz auch die aktuelle EU-Debatte über den sogennanten Marty-Bericht
Europarat gibt Studie über Euthanasie heraus
Die Euthanasiegesetze in 34 Staaten und in den USA wurden analysiert.
KATH.NET 21.01.03
Dazu die Studie:
Studie des Europarates zur Euthanasiegesetzen in 34 Staaten
66 Seiten, englisch, vom 20.01.03
Rechtslage zur Sterbehilfe in Europa
Zusammenstellung Deutsche Hospiz Stiftung Juni 2002
Das Sterbehilfegesetz in den Niederlanden
Gesetz über die Kontrolle der Lebensbeendigung auf Verlangen und der Hilfe bei der
Selbsttötung in den Niederlanden
8 Seiten in Kraft getreten am 01.04.02
Fragen und Antworten zum niederländischen Gesetz über die
Kontrolle der Lebensbeendigung auf Verlangen und der Hilfe bei der Selbsttötung
Herausgegeben vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten 2001
Ministry of Health, Welfare and Sports Netherlands: Euthanasia
Ministeriumsinformationen zur Euthanasie in den Niederlanden, dort gibt es auch aktuellen Zahlen!
Das Sterbehilfegesetz in Belgien
Belgien - Gesetz zur Sterbehilfe vom 28.Mai 2002
10 Seiten, Deutsche Übersetzung
Euthanasie
Von der "positiven Züchtung" zur verbrecherischen "Erbgesundheitspolitik"
Biowissenschaftliche Forschung an Kaiser-Wilheln-Instituten
Der Gang der Max-Planck-Gesellschaft in die unrühmliche Vergangenheit wirft auch
Fragen gegenwärtiger wissenschaftlicher Entgrenzung auf
Von Ulrike Baureithel
FREITAG 44/00 vom 27.10.00
Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses
Gesetz vom 14. Juli 1933 (Reichsgesetzblatt I S. 529)
Fassung vom 4. Feb. 1936 (Reichsgesetzbl. I S. 119)
Inventar der Quellen zur Geschichte der 'Euthanasie'-Verbrechen 1939-1945
Das "Inventar der Quellen zur Geschichte der 'Euthanasie'-Verbrechen 1939-1945" gibt einen Überblick über die archivalischen Überlieferungen, die sich auf die Vorbereitung und Durchführung des vom NS-Regime organisierten Mordes an psychisch Kranken und anderen Patienten beziehen. Erfaßt wurden einschlägige Quellen in Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien.
Stellungnahmen, Studien, Dokumentationen
Aktuelle Entwicklungen in der Debatte um das "Sterbe(hilfe)recht"
Eine Zusammenstellung der Bundesvereinigung Lebenshilfe
8 Seiten, Stand: 30.09.2004
Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung - 2004
2 Seiten, veröffentlicht 04.05.04
Ärzteschaft weiter strikt gegen aktive Sterbehilfe
"Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf ein Sterben in Würde - nicht aber das Recht, getötet zu werden", erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der überarbeiteten "Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung".
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 04.05.04 inklusive Statement Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe und Prof. Dr. Eggert Beleites
Neue Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung sind zu schwammig.
Stellungnahme zu den neuen Grundsätzen von Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung:
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 04.05.04
Vergleichender Kommentar der Neuauflage: Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung
8 Seiten, Deutsche Hospiz Stiftung Mai 2004
Palliativmedizin: Eine Alternative zur aktiven Euthanasie
Müller-Busch, Christof; Klaschik, Eberhard; Woskanjan, Susanne
Eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004
Einstellung und Erfahrung von Ärzten zur vorzeitigen Lebensbeendigung
bei unerträglichem Leid – eine Befragung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
In der kontrovers geführten Debatte zur Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung der Eu-thanasie
und des medizinisch assistierten Suizids werden die Prinzipien und Möglichkeiten
der Palliativmedizin häufig als Alternative genannt. Der Arbeitskreis Ethik der Deutschen Ge-sellschaft
für Palliativmedizin führte im Jahre 2002 eine anonyme Befragung durch, in der die
Haltung der Mitglieder dieser Fachgesellschaft zu verschiedenen Entscheidungsmöglichkei-ten
in hypothetischen Szenarios „unerträglichen Leids“ ermittelt wurde.
13 Seiten, Zusatzinfo Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 16 vom 16.04.2004
Wie wir sterben. Öffentliche Tagung des Nationalen Ethikrates
52 Seiten, Wortprotokoll der Tagung 31.03.2004 in Augsburg
Ethikausschuss im Deutschen Ärztinnenbund: Legalisierung aktiver Sterbehilfe auch in Deutschland?
Nolte, Renate; Benz, Dr. Gisela; Bois, Gabriele du; Frank, Claudia; Perl, Friederike; Spatz-Zoellner, Erla; Stutte, Hilde
Eine Umfrage ermittelte die persönliche Einstellung der Ärztinnen zur aktiven Sterbehilfe.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 7 vom 13.02.2004, Seite A-402
End-of-life decision-making in six European countries: descriptive study
Autoren: Agnes van der Heide, Luc Deliens, Karin
Faisst, Tore Nilstun, Michael Norup, Eugenio Paci, Gerrit van der Wal,
Paul J van der Maas, on behalf of the EURELD consortium
6-seitige Studie aus THE LANCET August 2003
Wortprotokoll der öffentlichen Sitzung des Nationalen Ethikrates zum Thema Sterbehilfe
Ethikrat-Sitzung vom 24.07.03
Genehmigung der Tagesordnung, Referat von Prof Volker Gerhardt "Letzte Hilfe? Das moralische Problem im Umgang mit dem Todeswunsch
eines unheilbar Kranken" mit Diskussion, Beratung über zukünftige Themen
22 Seiten
Passive und indirekte Sterbehilfe. Eine praxisorientierte Analyse des Regelungsbedarfs gesetzlicher Rahmenbedingungen in Deutschland
Empfehlungen einer interdisziplinären Arbeitsgruppe in der Akademie für Ethik in der Medizin e.V. (Göttingen, 2003)
21 Seiten, Juni 2003
„Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“: Kirchen veröffentlichen eine Textsammlung
Viele gute Gründe sprechen für Sterbebegleitung, aber gegen aktive Sterbehilfe. Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichen am 14. April eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen „Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“, in der diese Gründe und Argumente zusammengefasst sind.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG EKD und DBK 14. April 2003
Dazu die Sammlung:
Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe
Eine Textsammlung kirchlicher Erklärungen mit einer Einführung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Startschuss für Lizenz zum Töten in Niederlanden - Deutsche Hospiz Stiftung warnt vor Folgen für europäische Verfassung
Den Haag / Dortmund. Vielfach unbemerkt trat am 1. April in den Niederlanden das neue
Euthanasie-Gesetz in Kraft. Zwar ist in den letzten Jahren in ganz Europa viel darüber diskutiert
worden, doch der Startschuss exakt am Ostermontag ist weniger bekannt. "Ein schwarzer Tag für
Europa", so Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 02.04.02
"Überzählig" - "unzumutbar" - "Schadensfall": wie wir die Menschenwürde zerreden
Vortrag von Maria Overdick-Gulden, Trier, gehalten anlässlich des
IGSL-Symposiums am 13.04.2002 in Bendorf
Sonstige Texte
Sterbehilfe, Euthanasie und Sterbebegleitung: Eine steigende Dunkelziffer
Klinkhammer, Gisela
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2360
Sterbehilfe in der Industriegesellschaft
Geschichte wiederholt sich nicht, heißt es. Im Falle der Euthanasie scheint das nicht zu gelten. So jedenfalls lautet das Fazit eines Bonner Symposiums, welches sich mit der "Sterbehilfe in der Industriegesellschaft" beschäftigte.
Von Stefan Rehder, M.A.
Lebensforum 70 - 2/2004
Die Behandlung mit der Todesspritze
Über die reichen Erfahrungen der Niederländer, Belgier und Schweizer mit der "Tötung auf Verlangen"
Von Matthias Lochner
Lebensforum 69 - 1/2004
Sturm auf das letzte Tabu
Mit der Verabschiedung der Euthanasie-Gesetzgebung in den Niederlanden und Belgien hat in Europa der Sturm auf das letzte Tabu begonnen. Auch in Deutschland bejaht gegenwärtig eine Mehrheit die "Tötung auf Verlangen". Statt des Leids sollen die Leidenden beseitigt werden.
Von Prof. Dr. Manfred Spieker
Lebensforum 73 - 1/2005
Dossier "Deutsches Ärzteblatt" zur Sterbehilfe
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.
www.sterbehilfe-debatte.de
Umfangreiches Informationsportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland mit Neuigkeiten, Pressespiegel, Literaturhinweisen, Links und Adressen zum Thema
Patientenverfügung, Sterbebegleitung und Hospizarbeit contra Sterbehilfe / Euthanasie

