Reproduktives und "therapeutisches" Klonen
Klonen: Die natürliche Entstehung oder künstliche Herstellung erbgleicher Organismen. Im folgenden wird hauptsächlich von der ethisch umstrittenen künstlichen Erzeugung eines Menschen oder seiner Organe durch die Manipulation von Eizellen die Rede sein. Reproduktives Klonen bedeutet die "Herstellung" eines vollständig entwickelten Lebenwesens, "herapeutisches Klonen" dient dazu, aus Zellen des Embryos, der zu diesem Zweck getötet werden muss, Gewebe oder Organe zur Heilbehandlung zu züchten.
Im folgenden werden maßgebliche Stellungnahmen und Wortmeldungen
von Einzelpersonen und Institutionen zum Thema reproduktives und "therapeutisches" Klonen dokumentiert. Ergänzt wird diese Sammlung mit Gesetzestexten und Bundestagsdrucksachen.
Alle aufgeführten Dokumente, Texte, Stellungnahmen etc. spiegeln ausschließlich die Meinung und Position der jeweiligen Verfasser wieder.
Eine Auflistung bedeutet keinesfalls automatisch eine Unterstützung dieser Positionen durch die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
Einführungstexte
- Zwei Ziele, eine Methode - die Auseinandersetzung um das Klonen
Jeder Mensch ist ein Original. Bisher jedenfalls. Seit der Geburt des Klon-Schafes Dolly im Jahr 1996 steht fest, dass es prinzipiell möglich ist, genetische Kopien zu schaffen. Dolly steht mittlerweile ausgestopft in einem schottischen Museum, doch die Debatte um das Klonen nimmt kein Ende.
IMEW konkret Nr. 4, Juli 2003
Der Aktuelle Begriff: Therapeutisches Klonen
Kurzinformation Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages
Gegenwärtig wird in der Öffentlichkeit der Begriff „Therapeutisches Klonen“ intensiv diskutiert. Tatsächlich handelt es sich bei „therapeutischem Klonen“ jedoch nicht um eine Therapie, sondern um einen Forschungsansatz mit der Zielsetzung, ihn in Zukunft therapeutisch zu nutzen.
2 Seiten, Der Aktuelle Begriff Nr. 04/2004 08.03.2004 aktuallisiert am 28.03.2006
- Therapeutisches Klonen: Stehe auf und wandle?
Durch therapeutisches Klonen sollen chronische Krankheiten besiegt und sogar Behinderungen rückgängig gemacht werden. Doch wer die dafür notwendigen embryonalen Stammzellen herstellen will, muss Embryonen töten. Gegner befürchten, dass sich unser Menschenbild schleichend verändert. Andere glauben, dass die ehrgeizigen Ziele nie erreicht werden können. Viele Wissenschaftler fordern daher, mehr Geld und Arbeit in alternative Forschung zu stecken.
Dossier der Aktion Mensch auf www.1000fragen.de
- Blickpunkt Forschungsklonen
Informationen des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE)
Unter Forschungsklonen (in der öffentlichen Debatte auch häufig "therapeutisches Klonen" genannt) wird die Gewinnung von Embryonen eigens zum Zwecke der Forschung verstanden. Im Gegensatz zum reproduktiven Klonen, bei dem ein vollständiger, lebensfähiger Organismus geschaffen wird, wird der erzeugte Embryo beim Forschungsklonen zerstört, um auf diese Weise embryonale Stammzellen zu gewinnen. Langfristig sollen mit Hilfe derartiger Stammzellen Therapien für bislang unheilbare Krankheiten entwickelt werden. Der folgende Blickpunkt bietet einen Überblick über die Technik des Klonierens, die zentralen ethischen Diskussionsfelder und die diversen internationalen und nationalen Regelungen in der Frage der Forschung an menschlichen Embryonen und deren Gewinnung.
I. Medizinisch-naturwissenschaftliche Aspekte
II. Rechtliche Aspekte
III. Ethische Aspekte
- Glossar zum Thema Klonen und Stammzellen
Hier auf www.cloning.ch finden Sie alle relevanten Begriffe kurz erklärt
Dokumente und Texte zur Diskussion über ein Klonverbot bei den Vereinten Nationen
Bis zum November 2004 wurde bei der UNO eine Konvention zu einem weltweiten Klonverbot verhandelt. Da keine Einigung über den Umfang des Verbots erzielt werden konnte, wurde schließlich im Februar 2005 nur eine Resolution verabschiedet. Für besondere Verärgerung sorgte das Verhalten der deutschen Diplomaten in New York, die wohl ihren Teil zum Scheitern beigetragen haben dürften.
Die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland hat für alle Interessierten die wichtigsten Dokumente und Links zum Thema inklusive einer Chronologie der Ereignisse und Hintergründe zusammengestellt.
Sie finden diese Zusammenstellung im Dreiteiligen Special zum UN-Klonverbot.
Dossier zum Klonverbot
Dossier auf www.1000fragen.de zum Klonverbot
http://www.un.org/law/cloning/
Ein Überblick über die vergangenen Verhandlungen und die bisherigen Dokumente, in English
Sonstige Dokumente und Texte
Forschungsklonen mit dem Ziel therapeutischer Anwendungen (2006)
Stellungnahme der Zentralen Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (Zentrale Ethikkommission) bei der Bundesärztekammer [1] zum Forschungsklonen mit dem Ziel therapeutischer Anwendungen
16 Seiten, Stand: 01.02.2006
Bundesrat-Empfehlungen zum Ersten Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung
des Stammzellgesetzes (Erster Stammzellbericht)
Bundesrat-Empfehlungen der Ausschüsse G - K - Wi zu Punkt ..... der 803. Sitzung des Bundesrates am 24. September 2004
4 Seiten, Bundesrat Drucksache 583/1/04 13.09.04, angenommen am 24.09.04
Anm.: Hier wird die Bundesregierung dazu aufgefordert sich bei der UNO für ein umfassendes Klonverbot einzusetzen!
- Nationaler Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme zum Klonen
Nach mehr als einjährigen intensiven Beratungen legt der Nationale Ethikrat am heutigen Montag seine Stellungnahme "Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken" vor.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 13.09.04
Klonen zu Fortpflanzungszwecken und Klonen zu biomedizinischen Forschungszwecken
70 Seiten, Stellungnahme des Nationalen Ethikrates, veröffentlicht 13.09.04
Neue Initiative für ein internationales Verbot des Klonens menschlicher Embryonen starten
Antrag der Fraktionen SPD, CDU/CSU und BÜNDNIS 90(DIE GRÜNEN
2 Seiten, Drucksache 15/463 vom 18.02.03
Anmerkung: Dieser Antrag wurde am 20.02.03 mit großer Mehrheit im Bundestag angenommen!
Reproduktives Klonen weltweit verbieten – das Machbare schnell umsetzen
Antrag der Abgeordneten Ulrike Flach, Cornelia Pieper, Christoph Hartmann (Homburg) u.a. und Fraktion der FDP
Drucksache 15/314 vom 15.01.03
Anmerkung: Dieser Antrag wurde am 20.02.03 mit großer Mehrheit im Bundestag abgelehnt!
Protokollauszug vom 20.02.03 (314 kb)
33-seitiger Protokollauszug der Sitzung vom 20.02.03 zu den Klonverbotsanträgen und die Einsetzung einer Enquete-Kommission.
Verbot des Klonens mit menschlichen Embryonen weltweit durchsetzen
Antrag der Abgeordneten Dr. Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Dr. Wolfgang Schäuble, Horst Seehofer, Hubert Hüppe u.a. und der Fraktion der CDU/CSU
Drucksache 15/301 vom 14.01.03
Anmerkung: Dieser Antrag ging in Antrag 15/463 über.
- Klonen menschlicher Embryonen weltweit verbieten
Bildung und Forschung/Anträge
Berlin: (hib/MAR) Jede Art des Klonens menschlicher Embryonen weltweit zu verbieten, fordert die CDU/CSU in einem Antrag (15/301). Nach Rechtsauffassung der Fraktion ist jedes Herstellen menschlicher Embryonen durch Zellkernübertragung in eine entkernte Eizelle (Klonen) unabhängig von der dazu genutzten Technik und vom damit verfolgten Zweck unvereinbar mit der universell gültigen Menschenwürde.
HIB Nr.012, 17.01.03
Das Klonen menschlicher Embryonen international ächten
Antrag der Abgeordneten Dr. Wolfgang Wodarg, René Röspel, Klaus Barthel (Starnberg), Hans-Werner Bertl, Willi Brase, Ulla Burchardt, Dr. Peter Eckardt, Lothar Fischer (Homburg), Monika Griefahn, Ulrich Kasparick, Siegrun Klemmer, Horst Kubatschka, Ernst Küchler, Markus Meckel, Dietmar Nietan, Dr. Edelbert Richter, Dr. Ernst Dieter Rossmann, Siegfried Scheffler, Heinz Schmitt (Berg), Dr. Angelica Schwall-Düren, Bodo Seidenthal, Jörg Tauss, Brigitte Wimmer (Karlsruhe), Dr. Peter Struck und der Fraktion der SPD
sowie der Abgeordneten Hans-Josef Fell, Andrea Fischer (Berlin), Dr. Reinhard Loske, Christian Simmert, Kerstin Müller (Köln), Rezzo Schlauch und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
2 Seiten, Drucksache 14/9682, 14. Wahlperiode 03.07.02
Verbot des Klonens menschlicher Embryonen weltweit durchsetzen
Antrag der Abgeordneten Dr. Maria Böhmer, Hubert Hüppe und der Fraktion der CDU/CSU
2 Seiten, Drucksache 14/9537, 14. Wahlperiode 25.06.02
Haltung der Bundesregierung zu einem weltweiten Verbot des "therapeutischen" und reproduktiven Klonens
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Ilja Seifert, Dr. Heinrich Fink und der Fraktion der PDS
2 Seiten, Drucksache 14/8718 vom 22.04.02
Informationsbroschüre: "Klonen. Stand der Forschung, ethische Diskussion,
rechtliche Aspekte"
Die mit den Klontechniken entstandene Möglichkeit einer gezielten Erzeugung von genetisch identischen Menschen für reproduktive und therapeutische Zwecke ist Anlass für eine weltweite, in Wissenschaft und Öffentlichkeit anhaltend kontrovers geführte ethische Debatte geworden. Die Verfahren und Anwendungsmöglichkeiten sind von ethischer Brisanz und stellen deshalb eine Herausforderung an die rechtlichen Rahmenbedingung dar.
Das DRZE hat zusammen mit der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg eine Informationsbroschüre zum Thema "Klonen, Stand der Forschung, ethische Diskussion, rechtliche Aspekte" erarbeitet.
78 Seiten im PDF-Format, Stuttgart Juni 2001
- Stellungnahme der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Frage
des reproduktiven Klonierens von Menschen
Die öffentliche Diskussion zum Thema Klonierung von Menschen verläuft gegenwärtig sehr plakativ und unstrukturiert. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist der Ansicht, dass eine Differenzierung der Argumente unverzichtbar ist. Vor diesem Hintergrund gibt die Akademie folgende Erklärung zum reproduktiven Klonieren von Menschen ab.
Pressemitteilungen BBAW/PR-13/2001 vom 10.07.01
Dazu die HIB Meldung:

