Lebensrechts-Kongress 2006

Vom 19.-21. Mai 2006 fand in Fulda der 2. Lebensrechtskongress zum Thema „Sag´ mir,  wo die Kinder sind! - 10 Jahre § 218“ sowie die ALfA-Bundesdeligiertenversammlung statt. Nachfolgend finde Sie die Pressemitteilung, zwei Artikel zum Kongress, Informationen zur dort vorgestellten "Thüringer Familienoffensive" sowie einige Bilder.

 

ALfA-Pressemitteilung 22. Mai 2005

ALfA: Schluss mit der staatlichen Finanzierung von Abtreibungen ­- 2. Fuldaer Lebensrechtskongress der ALfA

Fulda. Zum Abschluss des 2. Fuldaer Lebensrechtskongress der "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA), der unter dem Motto "Sag' mir, wo die Kinder sind! - 10 Jahre Paragraf 218" stand, forderte die Bundesvorsitzende der ALfA, Dr. med. Claudia Kaminski, von der Politik konkrete Maßnahmen, um die hohe Zahl der in Deutschland jährlich vorgenommenen Abtreibungen spürbar begrenzen zu können.

"Es ist absurd, dass ’rechtswidrige' Taten wie die vorgeburtliche Kindstötung jedes Jahr mit Steuergeldern in Höhe von mehr als 40 Millionen aus den Haushalten der Länder subventioniert werden. Das muss ein Ende haben", so Kaminski. Es sei richtig, dass der Staat auf eine Bestrafung schwangerer Frauen verzichte, die, wenn sie ihr Kind zur Abtreibung freigeben, oft unter hohem Druck aus ihrem Umfeld stünden. "Aber die Kombination ’Verzicht auf Strafe plus Übernahme der Kosten einer vorgeburtlichen Kindstötung' ist nun einmal völlig ungeeignet, ein Unrechtsbewusstsein entstehen zu lassen. Nirgendwo sonst erstattet der Staat Bürgern die Kosten, die diesen bei der Begehung eines Unrechts entstehen."

Zu den in der Diskussion befindlichen Vorschlägen zur Eindämmung von Spätabtreibung sagte Kaminski: "Es ist von enormer Bedeutung, dass schwangere Frauen umfassend über die Risiken und Aussagekraft Pränataler Diagnostik beraten werden, bevor sie sich und ihr Kind einer solchen unterziehen und nicht etwa erst danach." Forderungen nach einer Pflichtberatung bei pathologischem Befund, erteilte die ALfA-Bundesvorsitzende eine Absage: "Das führt geradewegs in eine neue Schein-Debatte, die weder der Schwangeren, noch dem Kind, noch den Beratungsstellen nutzt", so Kaminski. "Das Beratungskonzept ist gescheitert!"

Der Kongress, der von 19.- 21. Mai bereits zum zweiten Mal in Fulda veranstaltet worden war, stand in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

 

Links zu ausgewählten Presseberichten

Familien sind kein Sozialfall
Der zweite Lebensrechtskongress tagte am Wochenende in Fulda. Familien sind die Basis unserer Gesellschaft, sagte der thüringische Sozialminister Klaus Zeh.
KATH.NET 22.05.06

Ein "unmoralisches" Angebot
SPD wollte mit der Union "handeln" - Spätabtreibungsgesetz gegen Homo-Ehe.
KATH.NET 25.05.06

 

Thüringer Familienoffensive

Auf dem 2. Lebenrechtskongress in Fulda wurde von Sozialminister Dr. Klaus Zeh die "Thüringer Familienoffensive" vorgestellt. Dieses vom Thüringer-Landtag im Sommer 2005 beschlossene Maßnahmenpaket zeigt beispielhaft auf, wie eine familien- und kinderfreundliche Politik aussehen kann.

10-seitiges Infoblatt mit Kurzvorstellung (1,45 MB)

Mehr auf der Webseite des Thüringer Ministeriums

 

Bilder Fulda 19.-21.05.2006 

Alle Fotos (c) Hannes Ortmann

Freitag 19.05.06

Podiumsdiskussion: "Deutschland kinderlos – der § 218 und seine Folgen"

Christa Meves, Sachbbuchautorin, Kinder und Jugedntherapeutin
Michael Stephan Kornau, Dipl.-Finanzwirt/Master in Angewandter Ethik
Hans-Jürgen Pokall, Landesschulrat Berlin
Margarethe Ziegler-Raschdorf, Landtagsabgeordnete Hessen (CDU)

Moderation: Dr. Kai Witzel, Chefarzt Chirurgie des Helios St. Elisabeth Krankenhauses
Hünfeld


V.l.n.r.: Hans-Jürgen Pokall, Christa Meves, Kai Witzel, Margarate Ziegler-Raschdorf


V.l.n.r.: Hans-Jürgen Pokall, Christa Meves, Dr. Kai Witzel, Margarate Ziegler-Raschdorf, Michael Kornau


Hans-Jürgen Pokall, Christa Meves, Dr. Kai Witzel

 

Samstag 20.05.06

Vorträge und Diskussion:

Die Thüringische Familienoffensive
Dr. Klaus Zeh, Sozialminister des Landes Thüringen

Gesunde Kinder – Gesunde Gesellschaft
Christa Meves, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin

Motivation und Ehrenamt in Deutschland
Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, ehrenamtlicher Präsident des Malteser Hilfsdienstes


Sozialminister Dr. Klaus Zeh aus Thüringen


Christa Meves (Sachbuchautorin, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin) 


Dr. Claudia Kaminski (1. Vorsitzende ALfA) und Dr. Constantin v. Brandenstein-Zeppelin (ehrenamtlicher Präsident Malteser Hilfsdienst)

 

Sonntag 21.05.06

Vortrag und Diskussion:

Menschenrechte und das ungeborene Leben
Michael Brand, Mitglied des Bundestages


Michael Brand (MdB) und Cornelia Kaminski (2. stellv. Vorsitzende ALfA)

Zahlreiche weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie externer Link in neuem Fenster folgthier.