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Pressemeldung "Sonderangebot Abtreibung?"

„Unbeschwert abtreiben – Sonderangebot, nur 399,- Euro, nur bis Freitag!“ Für Handlungen, die Menschen schaden, darf keine Werbung gemacht werden

Zum Gesetzesentwurf der Partei Die Linke, den Paragraphen 219 a StGB abzuschaffen, sagte Alexandra Maria Linder, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V., in Augsburg:

Werbesprüche sind in unserer Gesellschaft auf lange Sicht nicht nur bekannt, sondern teilweise prägend. Der Tenor ist in der Regel: Das ist toll, das muss ich unbedingt machen, das ist völlig in Ordnung, die anderen machen es auch.
Bei einer Abtreibung wird ein wehrloser Mensch getötet und eine Frau wird verletzt. Statt ihr zu helfen, statt alles dafür zu tun, um beide Menschen zu retten, kapitulieren Staat und Gesellschaft schon seit vielen Jahren.

Abtreibung ist niemals in Ordnung, niemals toll und kann niemandem empfohlen werden.
Würden, falls laut Gesetzentwurf nur noch „anstößige Werbung“ verboten bliebe, Werbeanzeigen wie „Unbeschwert abtreiben – Sonderangebot, nur 399,- Euro, nur bis Freitag!“ als anstößig gesehen werden oder als faires Angebot für finanzschwache Frauen, die sich eine Abtreibung sonst nicht leisten können?

Wer wie die in Gießen verurteilte Kristina Hänel in einer Broschüre mit dem Werbe-Titel „Schwangerschaftsabbruch; operativ (...), medikamentös; Kristina Hänel“ erläutert, welche Arten der Abtreibungen er anbietet, wie man zur Praxis kommt und dass man „Kostenübernahmebescheinigung oder Bargeld“ mitbringen muss, hat eine klare Gewinnabsicht. Bei Frau Hänel kommt hinzu, dass sie keine Gynäkologin ist, also fast schon gezwungen, Werbung zu machen, damit Frauen erfahren, dass sie diese „Leistung“ anbietet.

Auch wenn es tatsächlich um Informationen geht, ist die Broschüre ein Beispiel dafür, dass solche Angaben nicht vollständig, nicht korrekt und damit zum Schaden der Frauen irreführend sein können. Hänel bezeichnet das Kind durchweg als „Schwangerschaftsgewebe“ und „Fruchtblase“, verschweigt mögliche psychische Folgen der Abtreibung und beschreibt die vorgeburtliche Kindstötung als legal.

Das Argument, das Gesetz sei eine nahtlose Fortführung aus dem Dritten Reich und allein deshalb abzuschaffen, ist absurd. Denn dies impliziert, dass der deutsche Rechtsstaat mit Nazis gleichzusetzen sei. Der deutsche Rechtsstaat basiert eben ganz im Gegenteil zum Dritten Reich auf dem Grundsatz der Menschenwürde, die zum Schutz jedes Menschen verpflichtet. Dieser Ansatz kann nur dazu führen, dass Werbung für Handlungen, die Menschen schaden, verboten sein muss.

Die ALfA fordert den Erhalt des § 219 a StGB, umfassende und korrekte Aufklärung von Frauen ohne verschleierndes Vokabular und eine deutliche Ausweitung des Engagements, dem Selbstbestimmungsrecht der Frau wie dem Lebensrecht des Kindes im Sinne der Menschenwürde wirklich gerecht zu werden.

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Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

V.i.S.d.P.:

Alexandra Maria Linder M.A.
Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA e.V.

E-Mail: alexandra.linder@alfa-ev.de
Telefon: 02724/288944 oder 0175/9616906

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