Aktuelles

„Deutschland steigt ab: in die Riege der menschenverachtenden, gewinnorientierten Kinderproduzenten.“

Die Pläne eines Fortpflanzungsmedizingesetzes kommentierte Alexandra Linder M.A., Vorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V., heute in Augsburg:
Bioethische Themen sind offenbar kein Streitpunkt in den Koalitionsverhandlungen, obwohl es um drängende Entwicklungen geht. Reproduktionsmediziner wollen Geld verdienen, Paare wie Singles, die man neuerdings „Wunscheltern“ nennt, wollen Kinder herstellen lassen. Die Tatsache, dass der Schutz der Kinder vor der Geburt zugunsten egoistischer Erwachsenenwünsche und finanzorientierter Reproduktionsunternehmen abgeschafft werden soll, ist ein Armutszeugnis für ein Land, das sich seit 70 Jahren die Humanität auf die Fahnen schreibt und wegen jeder Kröte den Bau von Kohlekraftwerken verhindert. Die Aufgabe des weltweit mit federführenden Embryonenschutzes und die Zulassung aller technischen Möglichkeiten zur Kinderproduktion machen aus Deutschland eine kinderverachtende Gesellschaft. Wie wollen wir unseren Kindern zukünftig die Situation erklären, dass sie vor der Geburt als willkürlich behandelte Zellhaufen rechtlos sind, mit der Geburt aber plötzlich in jeder Hinsicht schützenswerte Menschen?

Wichtige Fragen werden nicht gestellt, über Probleme wird nicht gesprochen: Die „Baby take home“-Erfolgsrate in der künstlichen Befruchtung zum Beispiel beträgt nach wie vor lediglich um die 20 %, die Fehlbildungsrate bei diesen Kindern ist höher, was fast immer zur Abtreibung führt. Bei der Präimplantationsdiagnostik fallen zahllose Kinder der Qualitätskontrolle zum Opfer oder bleiben übrig, weil die „Wunscheltern“ nur ein Kind wollen. Ein Kind, das nur lebt, weil es vor seiner Geburt die PID nicht gab, sitzt am Mittagstisch neben einem Kind, das nur lebt, weil es jetzt die PID gibt – keiner der Protagonisten dieses Gesetzes spricht über die Kinder oder interessiert sich dafür, welche Folgen das für die Psyche der Kinder und die Verhältnisse innerhalb der Familien haben wird. Des Weiteren müsste erforscht werden, was es für einen Menschen bedeutet, wenn ihm im Stadium von 8 oder 16 Zellen ein oder zwei davon entnommen werden. Bis hin zu der Tatsache, dass bei den sogenannten „Leihmüttern“ der frauenverachtende Begriff der „Gebärmaschine“ in Reinform verwirklicht wird und sie massive gesundheitliche, teils lebensgefährliche Probleme haben, unter anderem, weil die Natur das fremde Kind als Fremdkörper betrachtet.

Auch die Inklusion wird damit lächerlich: Ein Land, das behauptet, Menschen mit Behinderungen zu schützen, zu integrieren und zu respektieren, macht sich unglaubwürdig, wenn es gleichzeitig alles erlaubt, was die Geburt solcher Kinder verhindert.

Mit einem Fortpflanzungsmedizingesetz wird Deutschland ethisch absteigen: in die Riege menschenverachtender, gewinnorientierter Kinderproduzenten.

Die ALfA fordert ein radikales Umdenken: Ein humaner Staat muss fördern, was alle Menschen schützt und ihnen dient, und er muss unterbinden, was den Menschen schadet und sie tötet.

________________________________________________________________________________________________________________

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

V.i.S.d.P.:

Alexandra Maria Linder M.A.
Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA e.V.

Telefon: 02724/288944 oder 0175/9616906
E-Mail: alexandra.linder@alfa-ev.de

Zurück zur Übersicht