Zellhaufen? Mensch? Menschenrecht?

Zellhaufen? Mensch? Menschenrecht?

Von Anna E. Ott

In Köln fand am Wochenende die achte Akademie Bioethik der Jugend für das Leben in Kooperation mit der CDL und der Konrad Adenauer Stiftung statt. In diesem Jahr war die Frage nach dem Recht auf Leben vor der Geburt das Thema.

Ausgehend von moralischen Intuitionen der Teilnehmer konnten die Seminarleiter zu Beginn den Unterschied zu überzeugenden ethischen Argumenten aufzeigen, die für eine zielführende Diskussion notwendig sind. Dr. Hanns-Gregor Nissing, Referent für Glaubensbildung des Malteserordens, führte danach in Dimensionen und Quellen der Menschenwürde ein. Nach Vortrag und Diskussion stand fest: Da Menschenrechte in der Menschenwürde gründen und die Menschenwürde im Menschsein, müssen jedem Menschen Menschenrechte zukommen, auch vor der Geburt.

Am Nachmittag beleuchtete Herr Dr. med. Michael Kiworr die vorgeburtliche Entwicklung des Menschen. Er zeigte, wie beeindruckend sich Kinder schon im Mutterleib entwickeln. Hubert Hüppe, Abgeordneter der CDU/CSU im Deutschen Bundestag, berichtete schließlich von Ansätzen in der Politik, die den Schutz des menschlichen Lebens zum Ziel haben. Durch die vielfältigen Beispiele wurde deutlich, wie viele Themen der Bioethik auch Themen der Politik sind.

Am Sonntagmorgen gab Sandra Sinder aufbauend auf ihre Erfahrungen in der Schwangerschaftskonfliktberatung Einblicke, wie es Frauen im Schwangerschaftskonflikt geht, unter welchem Druck sie stehen und wie man ihnen den nötigen Raum eröffnen kann. Nach dem Wochenende betonten alle, wie wichtig eine Auseinandersetzung mit konkreten bioethischen Fragen ist. Auch die beiden Leiter der Akademie waren sich einig, dass die Teilnehmer als Multiplikatoren für den Lebensschutz wirken werden.

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