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§ 219a: BVL geht mit Internetportal online

Berlin (ALfA). Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) hat die Internetseite „www.keine-werbung-fuer-abtreibung.de“gestartet. Anlass sind Bestrebungen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken, das Werbeverbot für Abtreibungen ersatzlos zu streichen. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Gemäß § 219a StGB macht sich strafbar, wer „seines Vermögensvorteils wegen (...) Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs (...) anbietet, ankündigt oder anpreist“.

Wie die Vorsitzende des Bundesverbandes, Alexandra Maria Linder (Weuspert/Sauerland), erklärte, werde in der Debatte um den § 219a immer sichtbarer, dass dessen Gegner „die Legalisierung der Abtreibung als ‚Frauenrecht‘ und die Entmenschlichung des Kindes vor der Geburt“ anstrebten. Linder: „Ginge es denjenigen, die Werbung für Abtreibung erlauben wollen, lediglich um sachliche Informationen, hätten sie diese längst liefern können.“ Jeder habe die Möglichkeit, Internetseiten und Publikationen mit solchen Informationen zu verbreiten. Es dürfe darin nur nicht stehen, dass der Initiator der Informationen mit Abtreibungen Geld verdiene. Stattdessen forderten Abtreibungseinrichtungen, ihr „Leistungsangebot“ – als Information getarnt – bewerben zu dürfen.

Auf dem regelmäßig aktualisierten Portal können sich Interessierte fortlaufend über den Stand der Debatte informieren, Gesetzentwürfe, Redebeiträge der Parlamentarier sowie Gerichtsurteile, Stellungnahmen und andere relevante Dokumente einsehen und herunterladen.


§ 219a: CDL startet Postkartenaktion

Nordwalde (ALfA). Die Christdemokraten für das Leben (CDL) e.V. stellen Mitgliedern und Freunden auf Bestellung Postkarten zur Verfügung, mit denen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages unter dem Titel „Werbung für Abtreibung ist Werbung für Tötung“ aufgefordert werden, sich für den Erhalt des Werbeverbotes gemäß § 219a StGB einzusetzen.Mit der aktuellen Protest-Aktion engagieren sich die Christdemokraten für das Leben für die Beibehaltung des § 219a StGB.In ihrer Pressemitteilung zum Start der Protest-Aktion begründet die CDL die Aktion damit, dass der „starke bürgerliche Protest gegen eine Veränderung und Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen dringend fortgesetzt“ werden müsse. Immer deutlicher werde, das SPD, Linke und Grüne ausgerechnet die Zulassung von Werbung für Abtreibung zu ihrem zentralen politischen und ideologischen Anliegen und „Erfolg“ in der Parlamentsarbeit machen wollten. Statt mehr Werbung und mehr ärztliche Angebote zur Abtreibung benötigten Frauen mehr Hilfen und Unterstützung in Krisensituationen.

Weiter heißt in der Pressemitteilung der CDL: „Für weiterführende Informationen wird auf der Karte auch der Link zur Informationsseite des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) ,Keine Werbung für Abtreibung’ angeboten“, auf der unter www.keine-werbung-fuer-abtreibung umfassend über den §219a StGB und die derzeitig in Politik und Gesellschaft stattfindende Debatte informiert wird.

Die Postkarten können bei der Bundesgeschäftsstelle der CDL ab sofort per E-Mail info@cdl-online.de, oder über die Internetseite www.cdl-online.de bestellt werden oder stehen zum Ausdruck auf der CDL Homepage zur Verfügung.


Chinesischer Forscher gibt Geburt genmanipulierter Zwillinge bekannt

Peking (ALfA). Die Behauptung des chinesischen Wissenschaftlers He Jiankui in China seien kürzlich zwei, durch künstliche Befruchtung gezeugte Kinder geboren worden, deren Genom er mit der CRISPR/Cas 9-Technologie verändert habe, hat weltweit für Aufsehen und Entsetzen gesorgt. He zufolge handelt es sich bei den Kindern um Zwillinge. Auf einem am Sonntag über „YouTube“ verbreiteten Video erklärt er: „Zwei wunderschöne kleine chinesische Mädchen namens Lulu und Nana kamen vor einigen Wochen weinend und so gesund wie jedes andere Baby zur Welt.“ Die Sequenzierung ihrer Genome habe gezeigt, dass das Editieren funktioniere und nur das Gen verändert worden sei, auf das er und sein Team es abgesehen hätten. Ziel sei es gewesen, die Kinder gegen HIV resistent zu machen. Mit der auch als Genschere bezeichneten CRISPR/Cas9-Technologie will He in dem Erbgut der Zwillinge das Gen CCR5 deaktiviert haben. CCR5 wird für die Bildung eines Proteins verantwortlich gemacht, das es dem HI-Virus ermöglicht, in menschliche Zellen einzudringen.

Eigenen Angaben zufolge hat He das Verfahren bei insgesamt sieben Paaren, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen, getestet. Dabei hätten er und sein Team das Erbgut von insgesamt zwölf künstlich erzeugten Embryonen mittels CRISPR/Cas9 genetisch manipuliert. Anschließend seien die Embryonen auf sechs der Frauen übertragen worden. In einem Fall habe das Experiment zu einer Schwangerschaft und der Geburt von Zwillingen geführt. Letztlich sei es nur bei einem der beiden Mädchen gelungen, beide Kopien des betreffenden Gens in der gewünschten Weise zu verändern. Bei der Zwillingsschwester sei dies nur bei einer Kopie geglückt.

He’s Arbeitgeber, die Southern University of Science and Technology in Shenzhen, zeigte sich „zutiefst schockiert“ von der Behauptung des Forschers und erklärte am Montag, sie habe von den Experimenten keine Kenntnis. Auch seien diese nicht an der Universität erfolgt, dort sei He seit Februar beurlaubt. Die Universität kündigte eine Untersuchung des Falls an.

He’s Humanexperiment ist bislang weder in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert, noch durch unabhängige Genomtests überprüft worden. Ein chinesisches Studienregister belegt lediglich, dass das Experiment geplant gewesen sei. Experten halten die Behauptungen He, der mehrere Patente für Techniken zur Veränderung des Erbguts besitzen soll, jedoch für glaubhaft: „Die von mir überprüften Daten stimmen mit der Tatsache überein, das die Bearbeitung tatsächlich stattgefunden hat“, zitiert das renommierte Wissenschaftsmagazin „Nature“ Fyodor Urnov vom Altius Institute of Biomedicial Science in Seattle.

Unterdessen haben 122 chinesische Wissenschaftler den Menschenversuch in einem Offenen Brief verurteilt. Darin heißt es: „Direkte Versuche am Menschen können nur als verrückt bezeichnet werden.“ Das Experiment sei ein „schwerer Schlag für die internationale Reputation und die Entwicklung der chinesischen Wissenschaft, insbesondere auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung“ und „äußerst unfair gegenüber der großen Mehrheit gewissenhafter Wissenschaftler in China“, die sich bei ihren Forschungen und Entwicklungen strikt an ethische Grenzen hielten.


Organspende: Bundestag veranstaltet Orientierungsdebatte

Berlin (ALfA). Der Deutsche Bundestag hat am Mittwoch (28.11.) eine sogenannte „Orientierungsdebatte“ zur möglichen Neuregelung der Organspende veranstaltet. In der zweieinhalbstündigen Debatte positionierten sich insgesamt 38 Redner und umrissen unterschiedliche Lösungsmodelle, die in interfraktionelle Gruppenanträge münden könnten, die im kommenden Jahr zur Abstimmung gestellt werden sollen. Noch liegen keine solchen vor. Acht weitere Abgeordnete machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Reden am Schluss der Debatte zu Protokoll zu geben.

Auch wenn die Debatte, für die der Fraktionszwang aufgehoben wurde, keine Rückschlüsse auf etwaige Mehrheiten im Parlament erlaubt, da sich in ihr nur 46 der insgesamt 709 Abgeordneten positionierten, so zeichnete sie doch ein erstes Stimmungsbild. Demnach sprachen sich nur acht Parlamentarier für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung aus oder zeigten Sympathien für diese.

Die große Mehrheit der Redner trug schwere Bedenken gegen einen Systemwechsel vor, darunter auch verfassungsrechtliche.

Einig waren sich hingegen alle, dass die Zahl der Organspenden gesteigert werden müsse. Dass der Staat das Recht habe, dies mittels Einführung einer Widerspruchregelung zu bewerkstelligen, die jeden zum Organspender machte, der einer Organentnahme im Falle eines diagnostizierten Hirntods nicht ausdrücklich widersprochen hat, wurde jedoch überwiegend – teils vehement – verneint.


EKD befürwortet Kostenübernahme von Gentests durch Krankenkassen

Berlin (ALfA). Der Rat der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) hat sich für die Kostenübernahme nichtinavsiver Bluttests durch die Gesetzlichen Krankenkassen ausgesprochen. Das berichtet der Evangelische Presse Dienst (epd) unter Berufung auf ein Positionspapier, das das Kirchenamt der EKD Anfang November in Hannover vorstellt hat. Die umstrittenen Tests ermöglichen es Eltern, im mütterlichen Blut nach einer möglichen Trisomie des Kindes – etwa dem Downsyndrom – zu fahnden. Zugleich fordert die EKD, Eltern die von diesem Test Gebrauch machen wollten, eine umfassende ethische Beratung anzubieten. „Die Kombination von Kostenübernahme durch die GKV und dem Angebot einer umfassenden qualifizierten ethischen Beratung im Rahmen der Schwangerenvorsorge soll schwangere Frauen dazu motivieren, die entsprechenden Beratungsangebote auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen und nicht nach finanziell günstigeren Angeboten zu suchen – sei es über Angebote im Direct-to-Consumer-Vertrieb im Internet oder im Ausland“, heißt es 44-seitigem Papier, das den Titel „Nichtinvasive Pränataldiagnostik“ trägt. Wie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Vorwort des Positionspapiers schreibt, habe sich der Rat der EKD das von der EKD-Kammer für Öffentliche Verantwortung erarbeitete Papier zu eigen gemacht.


Katholische Bischöfe widersprechen EKD

Bonn (ALfA). Die Deutschen Bischöfe lehnen eine Übernahme der Kosten für die umstrittenen vorgeburtlichen Gentests durch die Gesetzlichen Krankenkassen ab. Das erklärte der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf Anfrage. Wie die Agentur meldet, würdigte Kopp das EKD-Papier „Nichtinvasive Pränataldiagnostik“ als Beitrag zu einer wichtigen öffentlichen Diskussion. Eine Kostenübernahme der nichtinvasiven Bluttests durch die Gesetzlichen Krankenkassen begegne aber „erheblichen ethischen Bedenken mit Blick auf den Schutz des ungeborenen Lebens“. Die Deutsche Bischofskonferenz setze darauf, dass die „von über 100 Abgeordneten des Deutschen Bundestags angestoßene Debatte über diese komplexen Fragen eine dringend notwendige gesellschaftliche, sozialethische und politische Klärung voranbringt.“ Dabei werde es auch wichtig sein, im ökumenischen Gespräch zu bleiben, gibt idea Kopp wieder.


Termine

19.1.2019
Mitgliederversammlung Jugend für das Leben
Fulda

25.-27.1.2019
vitaL-Jahresseminar
Bad Laer

29.-31.3.2019
Fortbildung für Berater/innen (Sandra Sinder)
Bad Laer

17.-19.5.2019
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA mit Wahlen
Fulda

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen:
<span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.alfa-ev.de/aktuelles/termine</span>

ALfA-Stände:
Didacta Köln, 19.-23.2.2019
Kongress Christlicher Führungskräfte Karlsruhe, 28.2-2.3.2019

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