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Aktion Lebensrecht
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Tag der Menschenrechte: Linder kritisiert UNHCR

Augsburg (ALfA). „Menschen vor der Geburt sollen dem Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen untergeordnet und damit faktisch entmenschlicht werden. Kinder werden durch Abtreibung beseitigt, nach produkthaften Kriterien hergestellt, bei nicht gewünschten Mehrlingsschwangerschaften mit einer Spritze im Mutterleib getötet. Sie dürfen häufig nur auf die Welt kommen, wenn sie bestimmten Kriterien entsprechen und zum passenden Zeitpunkt erscheinen.“ Mit diesen Worten kritisierte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. am heutigen „Tag der Menschenrechte“ (10.12). einen Kommentar des UNHCR zum Recht auf Leben.

Wenige Wochen vor dem 70. Jahrestag der UN-Menschenrechtserklärung hatte das UNHCR, das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, am 30. Oktober, einen Kommentar zum Recht auf Leben verabschiedet (vgl. General comment No. 36 on article 6 of the International Covenant on Civil and Political Rights, on the right to life). Darin heißt es unter anderem, es dürfe keine neuen Hürden für den sicheren und legalen Zugang für Frauen und Mädchen zu Abtreibung geben. Bestehende Hürden sollten abgebaut werden, inklusive solcher, die Ergebnis der Ausübung des Weigerungsrechts aus Gewissensgründen seien.

Gemäß diesem Kommentar sollten künftig auch Berufstätige, die Menschenwürde und Menschenrechte ernstnehmen und sich weigern, sich an Handlungen beteiligen, die diese verletzen, gezwungen werden können, ihre Gewissensfreiheit aufzugeben: „Auch bei uns werden ihrem Gewissen folgende Medizinerinnen, Mediziner und Hebammen entlassen oder beruflich diskriminiert.Die verbrieften Rechte auf Leben, Unversehrtheit und Gewissensfreiheit jedes Menschen werden dadurch untergraben“, so Linder weiter.

Werde eine Gruppe von Menschen aus dem Menschsein ausgeschlossen und der Willkür anderer überlassen würden, seien Dokumente wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht mehr das Papier wert, auf dem sie verfasst worden seien. „Menschenrechte haben nur dann einen Sinn, wenn der Begriff Mensch nicht willkürlich definiert wird. Sie müssen für jeden Menschen gelten, von der Zeugung bis zum Tod“, erklärte die ALfA-Bundesvorsitzende in Augsburg.


Streit um § 219a vor Eskalation: Bruch der Koalition nicht ausgeschlossen

Berlin (ALfA). Der Streit um das Werbeverbot für Abtreibungen könnte noch in dieser Woche eskalieren. Laut einem Bericht von „Spiegel online“ werde im „Kanzleramt und den beteiligten Ministerien“ mit heftigen Debatten bei Union und SPD gerechnet. Sogar ein Ende der Koalition scheine nicht ausgeschlossen. In den vergangenen Monaten hatten Kanzleramtsminister Helge Braun und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) zusammen mit Bundesjustizministerin Katarina Barley und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (beide SPD) versucht, einen Kompromiss auszuhandeln. Ein solcher entsprechender Vorschlag ist nun offenbar gefunden. In der ARD-Talkshow „Anne Will“ am Sonntag erklärte die darauf angesprochene neue CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, sie kenne die genaue Formulierung noch nicht. Man werde in den kommenden Tagen sehen, ob man innerhalb der Koalition zu einem gemeinsamen Vorschlag kommt. „Wir sind darüber im Gespräch. Aber die Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen worden.“

Wie „Spiegel online“ unter Berufung auf das „Umfeld von Bundeskanzlerin Angela Merkel“ schreibt, werde der Kompromiss „viele auf beiden Seiten nicht zufriedenstellen“.


§ 219a: Jusos wollen jetzt auch § 218 aus Strafgesetzbuch streichen

Berlin (ALfA). Die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, wollen vorgeburtliche Kindstötungen komplett legalisieren und außer dem Werbeverbot für Abtreibungen auch den § 218 ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch streichen. Das erklärte die Stellvertretende Vorsitzende der Jungsozialisten, Katharina Andres, im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. Dort wird Andres mit den Worten zitiert: „Abtreibungen sind derzeit leider per Gesetz illegal und nur unter bestimmten Bedingungen straffrei.“ Die derzeitige Regelunge kriminalisiere Abtreibungen und führe dazu, dass immer weniger Frauenärzte diese anböten. Laut Andres ist ein „Schwangerschaftsabbruch völlig legitim. Es ist in Ordnung zu sagen:, Ich möchte nicht schwanger sein’“.

Die Jusos wollten, dass Abtreibungen nicht mehr im Strafgesetzbuch geregelt würden. Andres schlug vor, sie stattdessen „im Schwangerschaftskonfliktgesetz“ zu regeln. Auch dürfe die Beratung vor einer Abtreibung nicht länger verpflichtend sei und müsse auch ein anderes Ziel bekommen. Andres: „Bislang hat die Beratung das Ziel, die Schwangerschaft zu erhalten – wir wollen, dass die Beratung ergebnisoffen ist.“


Hänel: Menschsein beginnt mit der Geburt

Frankfurt (ALfA). Die wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibung zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilte Ärztin Kristina Hänel will einem Embryo nicht die gleiche Würde zugestehen wie geborenen Menschen. Das erklärte Hänel in einem Streitgespräch, das die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) mit ihr und dem Vorsitzenden der Ärzte für das Leben, Professor Dr. Paul Cullen, führte. Auf die Frage Cullens, wann denn für sie das Menschsein begänne, erklärte Hänel: „Für mich ist er mit der Geburt ein Mensch. Und die Menschwerdung passiert in der Schwangerschaft.“ Dagegen erklärte Cullen: „Der Mensch ist von Anfang an ein Mensch. Und entweder haben wir alle die gleichen Rechte, oder keiner hat so richtig welche.“ Beim Thema Abtreibung werde vielfach so getan, „als gäbe es in dieser ganzen Diskussion nur einen Menschen, und zwar die Frau.“ Auf die Frage, ob es für ihn überhaupt Gründe gäbe, die eine Abtreibung legitimieren könnten, sagte Cullen: „Wenn das Leben der Frau wirklich in Gefahr ist, solche Fälle gibt es ja, dann wäre es in Ordnung. Das ist wie beim Bergsteigen, wenn einer abrutscht. Schneidet der andere sich dann los und rettet sich, oder stürzen beide ab?“


AKK: „Jeder Christdemokrat sollte sich als Lebensschützer verstehen“

Berlin (ALfA). Annegret Kramp-Karrenbauer, die auf dem CDU-Bundesparteitag am 7. Dezember in Hamburg zur neuen Parteivorsitzenden der CDU Deutschlands gekürt wurde, hat sich im Interview mit dem Christlichen Medienmagazin „Pro“ gegen eine Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen gewandt. In dem am 3.12. veröffentlichten Interview sagte Kramp-Karrenbauer auf die Frage, ob sie eine Lebensschützerin sei: „Jeder Christdemokrat und jede Christdemokratin sollte sich per se als Lebensschützer verstehen. Wobei das für mich auch die Bewahrung der Schöpfung umfasst.“ Bei der Debatte um den § 219a gehe es nicht darum, Frauen in existenziellen Notsituationen Informationen vorzuenthalten. Man könne es sicherlich gut organisieren, dass Frauen die notwendigen Informationen erhielten. „Ich fürchte aber, dass wir, wenn das Werbeverbot abgeschafft wird, einen weiteren Schritt auf dem Weg gehen, aus einem Schwangerschaftsabbruch einen ganz normalen medizinischen Eingriff zu machen. Wir dürfen nie vergessen, dass er Leben beendet. Und deshalb immer etwas anderes ist als zum Beispiel eine Blinddarmoperation.“ Sie treibe auch um, „dass wir es in einem der reichsten Länder der Welt nicht schaffen, ein Klima zu schaffen, in dem werdende Eltern, die etwa die Frühdiagnose Down-Syndrom erhalten, sich in der Lage sehen, ihr Kind auf die Welt zu bringen und großzuziehen. Da versagen wir alle, auch die CDU“, so Kramp-Karrenbauer.


Termine

19.1.2019
Mitgliederversammlung Jugend für das Leben
Fulda

25.-27.1.2019
vitaL-Jahresseminar
Bad Laer

29.-31.3.2019
Fortbildung für Berater/innen (Sandra Sinder)
Bad Laer

17.-19.5.2019
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA mit Wahlen
Fulda

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen:
www.alfa-ev.de/aktuelles/termine

ALfA-Stände:Didacta Köln, 19.-23.2.2019Kongress Christlicher Führungskräfte Karlsruhe, 28.2-2.3.2019

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