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Löhr ruft zur Teilnahme am "Marsch für das Leben" am Samstag in Berlin auf

Münster (ALfA). Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr, hat zur Teilnahme am diesjährigen „Marsch für das Leben“ in Berlin aufgerufen. „Um das Schweigen der Politik zu durchbrechen, führen wir seitens unseres Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) am Samstag, den 16. September in Berlin wieder den jährlichen ,Marsch für das Leben‘ durch. Wir beginnen unseren friedlichen Protestmarsch für das Menschenrecht auf Leben um 13 Uhr vor dem Reichstag und laden herzlich dazu ein, diese wichtige Aktion zu unterstützen und von der Politik damit ein klares Signal für das ,Ja‘ zu jedem menschlichen Leben zu fordern.“

Mit Blick auf die neuesten Abtreibungszahlen des Statistischen Bundesamtes forderte Löhr den künftigen Deutschen Bundestag zu einem verstärkten Engagement für den Lebensschutz auf. „Ganz offensichtlich steht bei fast allen Parteien in diesem Wahlkampf seit langem endlich einmal die Familienpolitik ganz oben auf der Agenda“, erklärte Löhr am Freitag in Nordwalde bei Münster in einer Pressemitteilung. Das sei „sehr erfreulich und ein wichtiges und richtiges Signal“. Selbst grüne und linke Politikvertreter hätten ihr Herz für die Familienpolitik entdeckt. Dabei reiche das Spektrum der Forderungen vom nach Kinderzahl ansteigenden Kindergeld über eine höhere Kinderrente für Mütter oder Einführung eines neuen Familiensplittings bis hin zum Baukindergeld. „Umso bedrückender ist es, dass das wichtige Familienthema Abtreibung nach wie vor so gut wie keinen Stellenwert in den politischen Verlautbarungen, Stellungnahmen oder Familienprogrammen hat“, so Löhr weiter.

Löhr forderte, die neue Regierung und die neu gewählten Fraktionen dürften das Thema nicht weiter wegdrücken und ignorieren. Allein im Jahr 2016 habe das Statistische Bundesamt in Wiesbaden rund 98 700 vorgeburtliche Kindstötungen in Deutschland erfasst. Nun zeigten die aktuell veröffentlichten Zahlen, dass bereits im 1. Halbjahr 2017 über 52 200 Abtreibungen gemeldet wurden. Dies sei ein deutlicher Anstieg, wobei die Dunkelziffer nach wie vor noch weit höher liegen dürfte.

Das Statistische Bundesamt hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Zahl der vorgeburtlichen Kindstötungen in den ersten sechs Monaten des Jahres um rund zwei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres angestiegen sei. Im 1. Halbjahr 2016 waren dem Amt noch rund 51 200 Abtreibungen – rund 1000 weniger als jetzt – gemeldet worden.


Suizidprävention: Union, SPD und Grüne wollen mehr Anstrengungen

Berlin (ALfA). CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grüne haben anlässlich des heutigen Welttages der Suizidprävention (10. September) erneut vermehrte Anstrengungen der Politik für eine bessere Prävention von Selbsttötungen gefordert. Das berichtet das Online-Portal des Deutschen Ärzteblatts unter Berufung auf einen interfraktionellen Gesetzesantrag. Mit ihm wollen die drei Parteien, Tabus im Umgang mit Suizidgefährdeten  abbauen, das gesellschaftliche Bewusstsein für präventive Maßnahmen steigern und Gefährdeten mehr Hilfen bieten.

Für ein mögliches Gesetz, dass die nächste Bundesregierung vorlegen soll, stellen sie 18 Forderungen auf. Wie das Ärzteblatt berichtet, forderten die Parteien unter anderem mehr spezifische Beratungs- und Behandlungsangebote für Risikogruppen, mehr Forschung zur Suizidprävention und zu nebenwirkungsarmen Antidepressiva sowie einen Ausbau der ambulanten psychologischen Versorgung und niedrigschwelliger Angebote. Erfolgreiche Modellprojekte sollten fortgeführt und zusätzliche initiiert werden.

In Deutschland würden jedes Jahr rund 10.000 Suizid-Tote gezählt. „Das sind mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, eine Überdosis illegaler Drogen und Gewalttaten zusammen“ ums Leben kämen, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Maria Klein-Schmeink. Zwar sei die absolute Zahl der Suizide innerhalb der vergangenen 30 Jahre kontinuierlich gesunken; die Zahl der Versuche (rund 100.000) bleibe jedoch seit rund zehn Jahren relativ konstant.

Als besondere Risikogruppen gelten ältere Menschen, Jugendliche, homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen sowie Migranten. Die Gründe für (versuchte) Suizide sind laut Antrag vor allem Verzweiflung, Vereinsamung und fehlende Wertschätzung. Nur sehr selten entschieden sich Menschen aus vollkommen freien Stücken zur Selbsttötung.


Tötung auf Verlangen: Vatikan verlängert Frist für belgischen Ordenszweig

Rom/Brüssel (ALfA). Der Streit um die Aufnahme der „Tötung auf Verlangen“ für Menschen mit psychischen Leiden in belgischen Kliniken, die sich in der Trägerschaft eines der Ordensgemeinschaft der „Brüder der Nächstenliebe“ („Broeders van Liefde“) angeschlossenen Vereins befinden, schwelt weiter. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“. Das Blatt zitiert den Leiter der Kliniken, Koen Oosterlinck, mit den Worten: „Der Vatikan hat uns eine Verlängerung gegeben, bis sich der Vorstand Anfang kommender Woche trifft“. Bislang habe man jedoch noch keine Lösung gefunden.

Der Aufsichtsrat der Kliniken hatte im Mai beschlossen, künftig den Ärzten seiner 15 Einrichtungen die in Belgien legalisierte „Tötung auf Verlangen“ bei psychiatrischen Patienten sowie in solchen Fällen zu erlauben, in denen es „keine vernünftige alternative Behandlung“ mehr gebe. Der Ordensobere des in 31 Ländern wirkenden Ordens, Rene Stockman, verlangte nach Bekanntwerden der Entscheidung des Aufsichtsrates von dem belgischen Zweig der Gemeinschaft eine Rückkehr zur kirchlichen Lehre. Nach dieser ist jedes menschliche Leben – vom Beginn der Zeugung bis zu seinem natürlichen Tod – unbedingt schützenswert. Im August schaltete sich auch Papst Franziskus persönlich in den Vorgang ein und intervenierte über die Ordenskongregation. Stockman forderte daraufhin die betroffenen Ordensleute auf, sich bis Anfang September von der „Tötung auf Verlangen“ zu distanzieren. Diese Frist wurde nun offenbar verlängert.

Seit seiner Gründung in Gent im Jahr 1807 engagiert sich der Orden „Broeders van Liefde“ besonders in der Pflege von psychisch Kranken. In Belgien betreut er rund 5500 Patienten, in Flandern ist er für ein Drittel der Betten im Bereich psychischer Erkrankungen verantwortlich.


Polen: Neuer Anlauf für mehr Schutz für Ungeborene

Warschau (ALfA). Die katholischen Bischöfe in Polen stellen sich hinter eine Gesetzesinitiative für ein Verbot von Abtreibungen unheilbar kranker Embryos. Gemeinsam mit der Bischofskonferenz unterstütze er die Volksinitiative „Stoppt Abtreibung!“ eines Bürgerkomitees, teilte der Erzbischof von Warschau-Praga, Henryk Hoser, am Donnerstag mit. Er verwies darauf, dass 2015 in Polen 96 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche erfolgt seien, weil der Verdacht auf eine Krankheit des ungeborenen Kind bestanden habe. Hoser, der auch Vorsitzender der Bioethik-Expertengruppe der Bischofskonferenz ist, rief alle Pfarren seiner Diözese zur Sammlung von Unterschriften für die Volksinitiative auf. Seine Diözese umfasst die östlich der Weichsel gelegene Hauptstadtregion. Das Bürgerkomitee braucht bis Mitte November mindestens 100.000 Unterschriften, damit sich das Parlament mit dem Gesetzesvorschlag befassen muss. Das bestehende Gesetz erlaubt Abtreibungen in drei Ausnahmefällen: bei Gefährdung der Gesundheit der Frau, bei einer Vergewaltigung oder bei einer unheil- baren schweren Schädigung des Fötus. Jährlich werden in Polen etwa 1.000 legale Schwangerschaftsabbrüche registriert.

Die Regierungspartei PiS hatte vergangenen Oktober überraschend eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes im Parlament abgelehnt. Ministerpräsidentin Beata Szydlo kündigte bei der damaligen Debatte im Sejm ein Hilfsprogramm für schwangere Frauen an, die sich trotz Diagnose einer unheilbaren Krankheit des Fötus für die Geburt und Erziehung des Kindes entschieden. Gegen die von einer Bürgerinitiative und der katholischen Kirche geforderte Ausweitung des Abtreibungsverbots hatten Zehntausende Polen demonstriert.


Termine

Freitag, 15. September 2017
Bioethik und Menschenwürde, Fachtagung des BVL
Beginn 14:30 Uhr
Ende: 18:00 Uhr
Ort: Tagungshaus Aquino/Katholische Akademie, Berlin
Referenten u.a.: Robert Antretter, Prof. Dr. Paul Cullen, Prof. Dr. Thomas Heinemann, Jaime Mayor Oreja, Stefan Rehder M.A.

Samstag, 16. September 2017
Marsch für das Leben 2017
Beginn: 13:00 Uhr mit Kundgebung vor dem Reichstag in Berlin
Weitere Informationen (Sonderbusse etc.) unter www.marsch-fuer-das-leben.de

Samstag, 16. September 2017
Medien und Wirklichkeit – Wie wir im Dickicht von Fake-News und Propaganda die Orientierung behalten (Podium der Initiative Faire Medien)
Begin: 19:30 Uhr
Ende: 21:30 Uhr
Ort: Tagungshaus Aquino/Katholische Akademie, Berlin
Referenten: Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger, Dr. Alexander Kissler, Alexandra Maria Linder M.A., Thomas Schührer, Moderation: Michael Ragg

Sonntag, 15. Oktober 2017
Demonstration Zukunft statt Abtreibung, gemeinsame Herbstkundgebung von ALfA und CDL in München-Freiham, vor der Abtreibungseinrichtung F. Stapf, Hans-Stützle-Str. Beginn 14:30 Uhr
Ende: 16:00 Uhr

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