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CSU-Politiker warnt vor „Abtreibungsautomatismus“

Fürth (ALfA). Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) in der CSU, Christian Schmidt, warnt vor einem „Abtreibungsautomatismus“ durch nichtinvasive pränatale Diagnostik (NIPD). Das berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Schmidt zufolge könnten solche Tests zwar eine „nicht risikolose Fruchtwasseruntersuchung unnötig machen“, aber auch dazu führen, dass etwa Kinder mit Down-Syndrom, nicht mehr geboren werden. Es dürfe nie wieder eine systematische Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung als „unwertes Leben“ geben, zitiert „idea“ den CSU-Bundestagsabgeordneten und ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister.


Argentinien: Senat verwirft Fristenregelung

Buenos Aires (ALfA). Der Senat des argentinischen Parlaments hat die Einführung einer Fristenregelung im Heimatland des Papstes abgelehnt. Mit 38 zu 31 Stimmen verwarfen die Senatoren einen entsprechenden Gesetzentwurf am frühen Donnerstagmorgen. Das berichteten zahlreiche Medien. Der Abstimmung war eine 17-stündige Debatte der kleineren der beiden Parlamentskammern vorausgegangen. Der Gesetzentwurf, der das Unterhaus im Juni knapp mit 129 gegen 125 Stimmen passiert hatte, wollte die Durchführung vorgeburtlicher Kindstötungen bis zur 14. Schwangerschaftswoche legalisieren. Abtreibungen sind in Argentinien grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet oder sie zuvor Opfer einer Vergewaltigung wurde.

Die Debatte im Senat war von Demonstrationen von Abtreibungsbefürwortern und -gegnern begleitet worden. Nach Bekanntwerden des Ergebnisses kam es zu Tumulten und gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen mehrere Personen festgenommen worden seien.

Wie das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ unter Berufung auf argentinische Medien berichtet, will Argentiniens Präsident Mauricio Macri nun in Teilen des Landes kostenlos Kontrazeptiva verteilen lassen. Die Verteilaktionen sollen in Armenvierteln erfolgen, in denen es besonders viele Teenager-Schwangerschaften gebe. Auch eine Reform der Sexualerziehung sei geplant.


Brasilien: Verfassungsgericht hört Experten vor Entscheidung zu Abtreibung an

Brasilia (ALfA). Kommende Woche wollen Brasilien Verfassungshüter entscheiden, ob die Abtreibungsgesetze des Landes liberalisiert werden. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“. Wie das Portal schreibt, hatte die Linkspartei PSOL beantragt, vorgeburtliche Kindstötung bis zur 12. Schwangerschaftswoche generell zu legalisieren. Bei einer Expertenanhörung vor dem Obersten Gericht des südamerikanischen Staates verteidigte auch ein als Experte geladener katholischer Bischof das Recht auf Leben und kritisierte zugleich das Verfahren selbst. „Das Recht auf Leben ist das grundlegendste aller Rechte, daher muss es besser als jedes andere Recht geschützt werden“, erklärte der Oberhirte der Diözese Rio Grande, Bischof Ricardo Hoerpes. Es sei ein dem Menschen eigenes Recht und kein Zugeständnis des Staates. Hoerpes fragte, wie das Gericht die Todesstrafe für ein unschuldiges, wehrloses menschliches Wesen rechtfertigen wolle. Weil ein Embryo nicht als „Körperteil“ der Frau angesehen werden könne, müsse der Fokus auf dem Recht des ungeborenen Kindes auf Leben liegen. Der Bischof verwies auch auf die Lehre der katholischen Kirche, nach der das Leben jedes Menschen ab dem Zeitpunkt der Empfängnis und bis zu seinem natürlichen Tod geachtet und geschützt werden müsse.

Hoerpes betonte zudem, es gehöre nicht zu den Aufgaben des Gerichts über eine Änderung der Abtreibungsgesetze zu entscheiden. Das sei Aufgabe der gewählten Vertreter des Volkes. Daher sollten diese im Kongress über die Abtreibungsgesetze debattieren und nicht das Gericht.

Vorgeburtliche Kindstötungen sind in Brasilien grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es nur, wenn bei dem ungeborenen Kind schwere Hirnschäden festgestellt wurden, die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährden würde sowie in jenen Fällen, in denen die Schwangere zuvor vergewaltigt wurde.


Britischer Fruchtbarkeitsexperte kritisiert IVF-Branche

Dublin/Wien (ALfA). Lord Robert Winston, einer der Pioniere der künstlichen Befruchtung, hat anlässlich des 40. Jahrestags der Geburt des weltweit ersten Retortenbabys (25.7.1978) die Branche der Reproduktionsmedizin zu einer kritischen Selbstreflektion aufgerufen. Das berichtet das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in der August-Ausgabe seines monatlich erscheinenden Newsletters. Demnach beklagte der emeritierte Professor für Fertilitätsstudien am Imperial College London im Interview mit „The Irish News“, viele Paare würden in die „In-Vitro-Fertilisation hineingezogen“, ohne zu wissen, wie „niedrig die Erfolgsraten“ seien.

Die Webseiten des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) und der Aufsichtsbehörde HFEA (Human Fertilisation and Embryology Authority) seien „ziemlich selbstgefällig“. So erfasse die HFEA die Erfolgsrate pro Embryotransfer. Das sei jedoch „irreführend“, da eine große Anzahl von Frauen einen Zyklus beginnt, ohne dass es je zum Embryotransfer komme, weil entweder ihre Eierstöcke nicht reagierten oder sich ihre Eizellen nicht befruchten ließen.

Die meisten Menschen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzögen, seien älter als 35 Jahre und hätten eine geringe Erfolgsrate als die Statistik zeige. Private Kliniken verkauften verzweifelten Paaren für viel Geld einen „Traum“, was dazu führe, dass die Menschen glaubten, schwanger zu werden, sei viel wahrscheinlicher, als es in Wirklichkeit ist. Die „Verzweiflung von Paaren“ und die „Gier“ privater Kinderwunschkliniken ergäben eine „gefährliche Mischung“, so Winston.


Termine

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Freitag, 28.09.2018
„Keine Gewissensfreiheit für Ärzte? – Ein Chefarzt muss gehen, weil er nicht abtreiben will“
Infoabend des ALfA-Regionalverbandes Würzburg
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Landeskirchliche Gemeinschaft, Reisgrubenweg 1, 97070 Würzburg
Referenten: Thomas Börner, Facharzt für Gynäkologie, Uelzen
Rainer Beckmann, Richter am Amtsgericht Würzburg und stellv. Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht

 

VorankündigungFreitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der SchwangerenberatungFortbildung für Beraterinnen und BeraterOrt: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie KommunikationAnmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.deErläuterungen zum Seminar:Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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