Newsletter im Web
Aktion Lebensrecht
für Alle
e.V.

Ärzte liebäugeln mit Organspende von Euthanasie-Patienten

Maastricht (ALfA). Eine Gruppe von niederländischen und belgischen Ärzten um Jan Bollen von der Universität Maastricht hat im Journal der American Medicial Association (JAMA 2017; Vol. 317, Nr. 14) am Beispiel Belgiens vorgerechnet, dass sich die Zahl der transplantierbaren Nieren mehr als verdoppeln ließe, wenn sich Patienten, die sich euthanasieren lassen, auch zur Organspende bereit erklärten. Wie die Autoren vorrechnen, seien 2015 in Belgien 2.023 Patienten von Ärzten auf Verlangen getötet worden. Von diesen seien 204 (10,1 Prozent) für die Spende von mindestens einem transplantierbaren Organ geeignet gewesen. In Belgien und in den Niederlanden ist die Entnahme von Spenderorganen nach Tötung auf Verlangen erlaubt. Als Organspender in Frage kommt in Belgien und den Niederlanden, wer nicht älter als 75 Jahre ist und weder an Krebs noch an HIV erkrankt ist. Außerdem müssen die Patienten vorab ihr Einverständnis erklären, in einem Krankenhaus zu sterben.


IMABE-Direktor spricht von „gefährlicher Mischung“

Wien (ALfA). Vor der Verknüpfung von „Tötung auf Verlangen“ und Organspende hat der Direktor des Wiener Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), Johannes Bonelli gewarnt. Dies wäre eine „gefährliche Mischung“, sagte der Internist der katholischen Nachrichtenagentur Österreichs „Kathpress“. Durch entsprechende Organspende-Aufrufe an Suizidwillige würde „zusätzlicher Druck auf eine ohnehin schon vulnerable Patientengruppe ausgeübt, die in ihren Suizidgedanken noch bestätigt wird, statt den Betroffenen Handlungsalternativen aufzuzeigen“. An Euthanasiewillige zu appellieren, sie sollten aufgrund der langen Wartelisten auch Organe spenden, sei moralisch abzulehnen.


PID: Richtet sehen viel Spielraum für Ethikkommissionen

München (ALfA). Ethikkommissionen für die Präimplantationsdiagnostik (PID) besitzen einen großen Beurteilungsspielraum bei der Entscheidung darüber, in welchen Fällen sie die PID erlauben. Das hat das Verwaltungsgericht München entschieden (Az: M 18 K 16.1738). Wie das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ berichtet, sprach der Vorsitzende Richter davon, der Spielraum der Kommission könne nicht gerichtlich überprüft werden.

 

Im vorliegenden Fall hatte die beim Bayerischen Gesundheitsministerium angesiedelte Ethikkommission die von einer Frau beantragte PID abgelehnt. Den Mitgliedern der Ethikkommission erschien die Erkrankung, die die Frau nicht auf ihr Kind vererben wollte, als nicht schwer genug. Dagegen klagte die Frau. Das Verfahren war bundesweit das erste seiner Art. Eine Berufung zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ist möglich.


US-Bundesstaat Oklahoma: Resolution nennt Abtreibung „Mord“

Oklahoma-City (ALfA). Das Repräsentantenhaus des US-amerikanischen Bundesstaates Oklahoma hat eine Resolution verabschiedet, in welcher vorgeburtliche Kindstötungen als „Mord“ bezeichnet werden. Das berichtet die Website „Lifesitenews.com. In ihrer Entschließung fordern die Abgeordneten des Repräsentantenhauses alle Staatsbediensteten von Oklahoma auf, „ihre Autorität einzusetzen, um den Mord an ungeborenen Kindern durch Abtreibung zu stoppen“. Wie Lifesitenews.com weiter schreibt, richten sich die Parlamentarier mit ihrer Resolution insbesondere an „Sheriffs, Bezirksstaatsanwälte, Richter und Justizangestellte sowie die Staatsanwaltschaft und den Gouverneur.


Linder: BVL will Zusammenarbeit mit Kirchen verbessern

Berlin (ALfA). Die neu gewählte Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), Alexandra Maria Linder, wünscht sich eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Kirchen. Im Interview mit der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ bezeichnete Linder, die auch Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) ist, es als ein „gutes Zeichen“, das „vielen Menschen sehr wichtig“ sei, dass Vertreter der Kirchen an dem vom BVL organisierten „Marsch für das Leben“ teilnähmen. In den letzten Jahrzehnten habe es zwar zischen Kirchen und der Lebensrechtsbewegung einige Konflikte und Missstimmungen „zum Beispiel bei der Debatte um den Beratungs- schein oder der Bewertung des Gesetzes zum begleiteten Selbstmord“ gegeben. Dennoch seien „die Kirchen und wir fast die einzigen, die überhaupt noch öffentlich für das Leben eintreten“. Nach Ansicht der BVL-Vorsitzenden sollte Kirchen und Lebensrechtsbewegung die künftig „öfter auch gemeinsam tun“. „Meiner Ansicht nach können und sollten wir es uns nicht leisten, nicht zusammenzuarbeiten, weil wir in der einen oder anderen Angelegenheit nicht ganz einer Meinung sind. Gräben und Konflikte sollten im Sinne der Sache überwunden werden. Unser gemeinsames Ziel ist die Bewahrung der Menschenwürde von der Zeugung bis zum Tod – gerade jetzt könnten wir die spürbare Aufbruchstimmung in der Gesellschaft gut nutzen“, so Linder weiter.

 


Termine

 

19. bis 21. Mai 2017, Fulda
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA und 40-jähriges Jubiläum. Programm und Informationen über die ALfA-Bundesgeschäftsstelle Augsburg

16. bis 18. Juni 2017, Bad Laer (bei Osnabrück)
Schulung „Patin für 9 Monate“; Fortbildung für die Begleitung von Schwangeren. Programm und Informationen: Monika Friederich, moni@vita-l.de oder 04122/960506.

 

Schon jetzt angekündigt:

Freitag 22.09.2017, 18 Uhr – Sonntag, 24.09.2017, 12 Uhr
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Ort: Haus Nazareth, Iburgerstr. 23, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Kosten: 70 € für Übernachtung und Verpflegung
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Anmeldung und weitere Informationen unter: monika.friederich@alfa-ev.de


Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Präsenz:

24. bis 28. Mai 2017
Kirchentag, Berlin/Wittenberg

7. bis 9. Juli 2017
Kongress Freude am Glauben, Fulda

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

Spenden
ALfA e.V.

Vom Newsletter abmelden