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USA: Justizministerium kündigt Untersuchung zu fetalem Gewebehandel an

Washington (ALfA). Das US-Justizministerium hat angekündigt, eine Untersuchung des Handels mit Gewebe abgetriebener Kinder durch Planned Parenthood und andere Abtreibungs-„Dienstleister“ einzuleiten. Die US-Regierung reagiert damit erstmals offiziell auf den vor allem gegen Planned Parenthood erhobenen Vorwurf, einen illegalen Handel mit Körperteilen abgetriebener Kinder zu betreiben. Im vergangenen Jahr hatte der Rechtsausschuss des US-Senats einen Report mit dem Titel „Forschung an menschlichem Fetalgewebe“ veröffentlicht, der – wie die New York Times berichtete – zu dem Schluss kam, dass die Exekutive „bei der öffentlichen Kontrolle über den Transferprozess von Gewebe jahrelang scheiterte“. Der Report empfahl dem Justizministerium, die Praktiken von Planned Parenthood, ihren Partnern sowie drei Unternehmen, die am Verkauf des Gewebes beteiligt seien, vollständig aufzuklären und auf potenzielle Verbrechen hin zu untersuchen.


US-Studie: Frauen wollen mit Abtreibung andere glücklich machen

Bowling Green (ALfA). Eine Mehrheit der Frauen in den USA treibt nach eigenen Angaben ab, um andere Personen zufriedenzustellen. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ unter Berufung auf eine Studie, die die Entwicklungspsychologin Priscilla Coleman von der Bowling Green University im US-Bundesstaat Ohio mit Hilfe von 987 Frauen durchgeführt an. Danach gaben 58,3 Prozent der Befragten an, mit der Abtreibung ihres ungeborenen Kindes andere Personen in ihrem Umfeld glücklich machen zu wollen. Weitere 28,4 Prozent wollten verhindern, von ihrem Partner verlassen zu werden.


Woelki: „Werbung für Abtreibung ist kriminell“

Köln (ALfA). Der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, hat zum Jahreswechsel Abtreibungen in Deutschland sowie Eingriffe in das menschliche Erbgut mittels der neuen CRISPR/Cas9-Technologie verurteilt. Das berichtet der „Westdeutsche Rundfunk“ (WDR) unter Berufung auf ein vorab verbreitetes Predigtmanuskript des Kardinals. Demnach kritisierte Woelki in seiner Predigt am Silvesterabend im Kölner Dom vor allem die Diskussion um die Abschaffung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch in den vergangenen Wochen. Der Paragraf verbietet die Werbung für Abtreibungen. Das Argument, „Ärzte zu entkriminalisieren“, klinge vielleicht fortschrittlich und menschlich, so Woelki. Eine Abschaffung des Gesetzes käme jedoch einer „Verharmlosung der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen gleich“ und bedeute einen „Dammbruch“. Viele wüssten wohl gar nicht mehr, dass Abtreibung weiterhin strafbar sei und nur in Ausnahmefällen nach einer Pflichtberatung straffrei bleibe. „Werbung für Abtreibung, liebe Schwestern und Brüder, ist Werbung für einen Straftatbestand. Und das ist kriminell.“


Katholische Studenten für Erhalt von § 219a StGB

Bonn (ALfA). Die katholischen Studentenverbände haben sich gegen eine Lockerung des Werbeverbots für Abtreibungen ausgesprochen. Das berichtet das Kölner „Domradio“ unter Berufung auf die Katholische Nachrichtenagentur KNA. „Der Schwangerschaftsabbruch ist ethisch höchst bedenklich und darf deswegen nicht in den Ruf geraten, eine alltägliche medizinische Maßnahme zu sein", heißt es in einer am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Erklärung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV). Mit Blick auf die politische Debatte sagte der AGV-Vorsitzender Johannes Winkel: „Der Schwangerschaftsabbruch beendet ungeborenes Leben, dessen Schutz die verfassungsrechtliche Aufgabe des Staates ist. Dieser Aufgabe dienen die geltenden gesetzlichen Regularien – inbegriffen der § 219a StGB." Allerdings sei „der Grat zwischen Information und Werbung“ schmal. Die 1969 gegründete Arbeitsgemeinschaft ist laut eigenen Angaben der größte Zusammenschluss katholischer Studentinnen und Studenten in Deutschland.


Ethikratsvorsitzender fordert Debatte über CRISPR/Cas9

Erlangen/Köln (ALfA). Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, hat erneut davor gewarnt, die Weiterentwicklung der Gentechnik allein der Wissenschaft zu überlassen. In der Debatte um Eingriffe ins menschliche Erbgut dürften Forscher nicht alleine Fakten setzen, erklärte der evangelische Theologe und Bioethiker im Kölner „Domradio“. Notwendig sei vielmehr eine intensive gesellschaftliche Debatte. Die jüngsten Experimente zur Veränderung des menschlichen Erbgutes und zu Eingriffen in die menschliche Keimbahn in China und den USA seien „überaus besorgniserregend“. Zwar würden die Forschungsprojekte mit therapeutischen Zwecken begründet. Man müsse aber wohl davon ausgehen, „dass es wohl nicht mehr lange hin sein wird, bis tatsächlich das erste genetisch manipulierte Baby geboren wird“.

Anders als der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki lehne er Eingriffe ins Genmaterial sowie die Forschung mit menschlichen Embryonen jedoch nicht grundsätzlich ab, sagt Dabrock. In seiner Silvesterpredigt hatte Woelki auch die CRISPR/Cas9-Technologie und eine auf die Veränderung des menschlichen Erbguts zielende Gentechnik verurteilt. Es dürfe kein „Leben nach dem Baukastenprinzip“ geben. Menschen mit Krankheiten und Behinderungen gehörten „zum und ins Leben“ und verdienten ihre Chance auf dieses eine Leben. „Und das darf nicht das Produkt eines Designers sein, sondern eine unglaublich kostbare und unberechenbare Schöpfung Gottes“, so Woelki.

Mit der CRISPR/Cas9-Techonologie können Wissenschaftler das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen gezielt verändern. Durch die mit einer „Hochpräzisions-Schere“ verglichene Technik können einzelne Gene sowie kleinste DNA-Bausteine in das Erbgut eingefügt, verändert oder ausgeschaltet werden.


Termine

26.-28.01.2018
vitaL-Jahresseminar
Haus Nazareth, Bad Laer

09.-11.3.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Haus Nazareth, Bad Laer

Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung aufzubauen, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht. Doch wie gelingt uns das am besten? Was brauche ich als Beraterin, um hilfreich sein zu können, in einem harmonischen Gleichgewicht zu bleiben und mich wohl zu fühlen? Und wie kann ich mit möglichen Rückschlägen gut umgehen? Unser Praxisseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, die Haltung und die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg zu vertiefen oder kennenzulernen. Sie können Ihre Selbstwahrnehmung erweitern und Ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen stärken. Dies führt zu mehr Wohlbefinden in Ihrer Rolle als Beraterin und Ihre Gespräche lassen sich noch leichter und erfolgreicher gestalten.

Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.

Kosten: 70 Euro für Übernachtung und Verpflegung
Anmeldung bei Monika Friederich, monika.friederich@alfa-ev.de
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

 

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

27.-28.04.2018
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den Ärzten für das Leben
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:

 

MEHR-Konferenz Augsburg, 04.-07.01.2018
Willow-Creek Leitungskongress Dortmund, 08.-10.02.2018
didacta Hannover, 20.-25.02.2018
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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