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Chile: Anwälte gegen Abtreibung

Santiago (ALfA). In Chile haben sich in einem „Offenen Brief“ mehr als 700 Rechtsanwälte gegen die von Präsidentin Michelle Bachelet betriebene Legalisierung von vorgeburtlichen Kindstötungen in bestimmten Fällen ausgesprochen. Das berichtet die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) unter Berufung auf chilenische Medien. Demnach kritisierten die Anwälte, dass es sich bei der Gesetzesinitiative um einen schwerwiegenden Angriff auf unschuldige und wehrlose Personen handele.

Chile gehört zu den Ländern, in denen Abtreibungen ausnahmslos verboten sind. Bachelet will das nun ändern. Der Gesetzentwurf ihrer Regierung sieht vor, vorgeburtliche Kindstötungen für legal zu erklären, wenn das ungeborene Kind nicht überlebensfähig, das Leben der Mutter in Gefahr oder die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist.

Lebensrechtler und die katholische Kirche hatten sich in der Vergangenheit wiederholt gegen das Vorhaben ausgesprochen. Im September des vergangenen Jahres überreichte der Erzbischof von Santiago, Ricardo Kardinal Ezzati, Innenminister Mario Fernandez eine halbe Million Unterschriften von Menschen, die gegen eine Gesetzesänderung sind.

Präsidentin Bachelet verteidigte ihr Vorhaben auch danach und erklärte: „Ich bin der Überzeugung, dass den Frauen die Möglichkeit einer Entscheidung zusteht.“


Linkspolitiker für „Tötung auf Verlangen“

Paris (ALfA). Mehrere französische Linkspolitiker haben sich vor den Präsidentschaftsvorwahlen der Sozialisten am 22. Januar für eine Legalisierung der Tötung auf Verlangen“ ausgesprochen. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ unter Berufung auf die französische Zeitung „La Croix“. Danach sagte der sozialistische Kandidat Benoit Hamon, er wolle für alle Menschen mit einer unheilbaren Krankheit für ein Recht auf medizinische Hilfe eintreten, um mit Würde zu sterben. Die gleiche Position verträten auch die Kandidaten Vincent Peillon (Sozialisten) und Sylvia Pinel (Radikale Linkspartei). Wie die Zeitung weiter schreibt, wollten die linken Präsidentschaftskandidaten auch die künstliche Befruchtung, die in Frankreich bislang nur heterosexuellen Paaren erlaubt ist, für Lesben und Homosexuellen zugänglich machen. Unterschiedliche Ansichten gäbe es bei der Legalisierung der verbotenen Leihmutterschaft. Während der Grünen-Politiker Francois de Rugy sie unter bestimmten Bedingungen erlauben will, habe sich der sozialistische Ex-Premier Manuel Valls klar dagegen ausgesprochen.


Forscher fürchten „Embryo Farming“

Berlin/London/Boston (ALfA). In der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ haben Forscher aus den USA jetzt vor der sogenannten In-Vitro-Gametonese (IVG) gewarnt. Das Verfahren, das bisher nur im Tierversuch mit Mäusen erfolgreich war, könnte es „in nicht allzu ferner Zukunft“ zum Beispiel Kinderwunsch-Kliniken erlauben, in großem Maßstab, funktionsfähige Spermien- und Eizellen aus reprogrammierten Hautzellen zu züchten. Das berichten unter anderem die „Bild“-Zeitung und die britische Zeitung „The Guardian“.

In dem dreiseitigen Aufsatz warnen die Autoren Glenn Cohen, George Q. Daley und Eli Y. Adashi von der Harvard Medical School in Bosten im US-Bundesstaat Massachusetts davor, IVG könne „das Gespenst des ,Embryo Farming’“ in bisher nicht gedachte Höhen katapultieren und Befürchtungen um die Abwertung menschlichen Lebens verschärfen“. Zwar seien angesichts der strengen Sicherheitsbestimmungen in den USA klinische Anwendungen derzeit eher unwahrscheinlich. Doch schritten Wissenschaft und Medizin so schnell voran, dass uns die rasanten Entwicklungen in der reproduktiven und regenerativen Medizin überraschen könnten. Damit dies nicht geschehe, sei jetzt der Zeitpunkt gekommen, eine ausführliche Debatte über die ethischen Herausforderungen der IVG-Technologie zu führen.

Während sich mit der herkömmlichen In-Vitro-Fertilisation (IVF) aufgrund der physischen Hürden bei Eizellspenden und der Gefahr der Hyperstimulation lediglich eine begrenzte Zahl von Embryonen herstellen ließen, ließe sich mittels der IVG-Technologie die Zahl der Embryonen, aus denen Eltern zukünftig ihr „ideales“ Kind auswählen könnten, gewaltig steigern. Diese Sorge könnte noch dadurch vergrößert werden, wenn die IVG mit der CRISPR/Cas9-Technologie kombiniert würde, die es ermögliche, das menschliche Genom zu bearbeiten.

In ihrem Aufsatz werfen die Forscher neben ethischen Fragen auch auf eine Reihe juristischer auf. So etwa den „nicht genehmigten Gebrauch von Biomaterial“. Mittels IVG könne dieser – ähnlich wie der Samenraub von Männern, die von Frauen vergewaltigt wurden – zu nichteinvernehmlichen Elternschaften führen.


Ex-Mitarbeiterin belastet MSI

London (ALfA). Die britische „Society for the Protection of Unborn Children“, SPUC (dt.: Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder) hat auf ihrem Internetportal ein Video mit dem Titel „Killing Africa“ veröffentlicht. Wie SPUC schreibt, beinhalte das von Obianuju Ekeocha präsentierte Video ein Interview mit einer früheren Angestellten einer von Marie Stopes International (MSI) betriebenen Abtreibungsklinik in Uganda. Darin behauptet diese unter anderem, illegale Spätabtreibungen würden dort von medizinischen Assistenten statt von Ärzten durchgeführt. Die sterblichen Überreste der ungeborenen Kinder würden die Toilette herunter gespült.

Das Video erklärt, auf welche Weise zahlreiche Regierungen in Europa MSI, die vorgeburtliche Kindstötungen durchführen und andere abtreibungsrelevante Dienstleistungen anbieten, finanziell fördern – darunter auch das britische Entwicklungsministerium. Laut SPUC fördere diese MSI mit 46,3 Millionen Pfund pro Jahr.


Indien: Assam will Zwei-Kinder-Gesetz

Dispur (ALfA). Der nordindische Bundesstaat Assam bereitet ein Gesetz vor, das es Regierungsangestellten künftig verbieten soll, mehr als zwei Kinder zu bekommen. Das berichtet die Internetagentur „lifesitenews.com“. Lifsitenews.com zitiert Himanta Biswa Sarma, Minister für Bildung, Gesundheit und Finanzen, mit den Worten: „Wenn eine Person einen Job bei der Regierung von Assam haben will, sollte diese Person nicht mehr als zwei Kinder haben. Wenn die Politik in Kraft tritt, sollten diejenigen, die in staatlicher Anstellung sind und bereits zwei Kinder haben, sich nicht um ein drittes Kind bemühen. Wenn ein Mitarbeiter mehr als zwei Kinder während der Dauer seiner Beschäftigung hat, wird dieser Mitarbeiter seine Arbeit verlieren.“

Das Gesetz soll während den bevorstehenden Haushaltsberatungen verabschiedet werden, die von Februar bis März dieses Jahres stattfinden. Unterstützt wird die Initiative von den Mitgliedern der Bharatiya Janata-Partei, die eine komfortable Mehrheit in dem Einkammer-Parlament Assam’s besitzt. Kritiker des Gesetzes rechnen daher fest mit einer Verabschiedung des Gesetzes und in dessen Folge mit einem massiven Anstieg vorgeburtlicher Kindstötungen in dem nordindischen Bundesstaat.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
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