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Aktion Lebensrecht
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„Woche für das Leben“ eröffnet

Trier (ALfA). Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, die bundesweite Aktion „Woche für das Leben“ am Samstag (14. April) in Trier eröffnet.

Die „Woche für das Leben“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ und richtet den Fokus auf die Pränataldiagnostik und deren ethische, medizinische und sozialen Implikationen. In den Blick genommen werden soll dabei besonders die Frage nach dem Wert des Lebens mit Behinderung. In seiner Predigt betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, die Wichtigkeit der „Woche für das Leben“ und stellte klar: „Unser Ja-Wort zum Leben umfasst alle Menschen und zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens.“ Im vollbesetzten Trierer Dom sagte Marx: „Wir sind dankbar für alle Zeugnisse von Eltern, denen das Ja zum Leben ihres Kindes einiges abverlangt und die dennoch versuchen, mutig und zuversichtlich in die Zukunft zu gehen. Sie und Ihre Kinder sind unersetzbar und wichtig für unsere Gesellschaft! Die Kirche trägt Ihr Ja zum Leben mit!“ Marx hob hervor, dass auch Papst Franziskus an das Geschenk des Lebens in seinem Anfang der Woche veröffentlichten Apostolischen Schreiben „Gaudete et exsultate“ erinnert, in dem es heißt: „Die Verteidigung des ungeborenen unschuldigen Lebens zum Beispiel muss klar, fest und leidenschaftlich sein, weil hier die Würde des menschlichen Lebens, das immer heilig ist, auf dem Spiel steht und es die Liebe zu jeder Person unabhängig von ihrer Entwicklungsstufe verlangt“ (Nr. 101).

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sprach in seiner thematischen Hinführung von den Zielen, an denen sich Pränataldiagnostik orientieren müsse: „Pränataldiagnostik ist zuallererst dem Leben verpflichtet. Sie soll Frauen bei ihrer Schwangerschaft so gut wie möglich medizinisch begleiten und die medizinischen Risiken für die Frau und das werdende Leben begrenzen. Als Christen glauben wir, dass uns das Leben von Gott geschenkt ist. Deswegen hat der Schutz dieses Lebens einen so großen Stellenwert für uns“, so Bedford-Strohm. Die Gesellschaft sei „geprägt von vielfältigen Optionen, unter denen wir diejenige auszusuchen gewohnt sind, die uns am ehesten entspricht. Es muss klar sein, dass beim Umgang mit menschlichem Leben etwas anderes gilt. Die Achtung vor der unverfügbaren Würde menschlichen Lebens muss die Grundlage und Grenze sein, auf der wir unsere Entscheidungen in den damit zusammenhängenden Fragen treffen. Was das bedeutet, darüber wollen wir in der diesjährigen Woche für das Leben nachdenken“, so Bedford-Strohm weiter.


Montgomery für Streichung von § 219a

Hamburg (ALfA). Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery hat sich für die Streichung des § 219a aus dem Strafgesetzbuch ausgesprochen. Das berichten das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ und die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“. Auf der Delegiertenversammlung der Hamburger Ärztekammer, welcher Montgomery ebenfalls vorsteht, sagte der Ärztepräsident demnach: „Die sachliche Information darüber, welche Ärztin und welcher Arzt den Frauen in ihrer Notlage helfen kann, muss erlaubt sein und darf nicht mit Gefängnis oder Geldstrafe bedroht werden.“ Wie die „Tagespost“ schreibt, hatten die Delegierten der Hamburger Ärztekammer, zuvor eine Resolution verabschiedet, in der Bundestag aufgefordert wird, den § 219a ersatzlos zu streichen. Dieser untersagt das öffentliche „Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen“ vorgeburtlicher Kindstötungen.


London: Bezirksrat verbietet Lebensrechtlern Gebetswachen vor Abtreibungsklinik

London (ALfA). In London dürfen Lebensrechtler vor einer Abtreibungsklinik keine Gebetswachen mehr abhalten. Das berichtet der „Catholic Herald“. Demnach fasste der Bezirksrat des Londoner Stadtteils Ealing einstimmig einen entsprechenden Beschluss. Eine sogenannte „Public Space Protection Order“ verbietet den Lebensrechtlern, sich der Klinik weiter als 100 Metern zu nähern. Zudem verbietet der Beschluss den Lebensrechtlern, Informationsmaterialien zu verteilen oder Plakate zu zeigen, die größer als das Format DIN A3 sind. Künftig müssen sich die Lebensrechtler, die bisher vor der Klinik beteten und Frauen Informationsmaterial und Hilfe anboten, in einer eigens ausgewiesenen Zone aufhalten und zwar nie mehr als vier Personen gleichzeitig. Der Beschluss soll am 23. April in Kraft treten.


Polen: Familienausschuss stoppt Gesetzesnovelle

Warschau (ALfA). Der Ausschuss für Sozial- und Familienpolitik des polnischen Parlaments hat es abgelehnt, eine von Lebensrechtlern in das Parlament eingebrachte Gesetzesvorlage zu beraten, die eine Verschärfung der geltenden Abtreibungsgesetzgebung des Landes vorsieht. Nachdem am 19. März der Rechtausschuss des Parlaments den Gesetzentwurf befürwortet hatte, sollte sich Mitte April eigentlich der Familienausschuss mit der Vorlage befassen. Laut Verfassung muss sich der Sejm mit Gesetzesvorlagen befassen, für die Bürger mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt haben. Für die jetzige Gesetzesvorlage hatten Lebensrechtler 820.000 Unterschriften gesammelt. Die sieht vor, vorgeburtliche Kindstötungen zu verbieten, bei denen eine schwere Behinderung des Kindes als Grund für die Abtreibung angegeben wird. Das geltende Recht erlaubt vorgeburtliche Kindstötungen, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter lebensgefährlich bedroht, die Schwangere zuvor vergewaltigt wurde oder das Kind eine derart schwere Schädigungen aufweist, dass es außerhalb des Mutterleibes mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben kann. Laut Regierungsangaben wurden in Polen im Jahr 2016 1.042 der 1.089 gemeldeten Abtreibungen mit dieser Begründung vorgenommen. Ob und wie es mit der Gesetzesnovelle nun weiter geht, ist bislang unklar.


Frankreich streitet um Legalisierung der „Tötung auf Verlangen“

Paris/Wien (ALfA). In Frankreich machen Sterbehilfe-Befürworter für ein neues Gesetz mobil. Das berichtet das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in seinem monatlich erscheinenden Newsletter. Demnach hatten 155 Abgeordnete Ende Februar in einem Offenen Brief dafür plädiert, im kommenden Jahr die Tötung auf Verlangen zu legalisieren. Zur Begründung führten die Abgeordneten an, es entspräche dem Respekt vor der Autonomie des Menschen, dass er frei über seinen Körper verfügen könne. Wie IMABE weiter berichtet, kritisierte nun die Präsidentin derFranzösischen Gesellschaft für Begleitung und Palliative Care(SFAP), Anne de la Tour, die 10.000 Pflegende und 6.000 Ehrenamtliche vertritt, den Vorstoß. Eine Entkriminalisierung der Euthanasie führe dazu, dass jede Familie und Einzelperson Stellung beziehen müsse. Die Folge seien nicht mehr Rechte, sondern „mehr innere Konflikte, familiäre Spannungen und Schuldgefühle“.


Termine

19.04.2018
Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!
Veranstaltung anlässlich der „Woche für das Leben“
Ort: Kreiskrankenhaus Schleiz: Berthold-Schmidt-Straße 7, 07907 Schleiz

Programm:

19.30 Uhr: Begrüßung: Dr. med. S. Hummel, Frauenklinik KKH Schleiz

19.40 Uhr: Vorgeburtliche Therapie versus vorgeburtliche Selektion
Referent: Prof. Dr. med. Holm Schneider, Universitätskinderklinik Erlangen
20.40 Uhr: Evangelische Ethik
Referentin: Pastorin Antje-Sonja Neumann, Klinikseelsorgerin KKH Schleiz
20.50 Uhr: Motivation, Segen, Aussendung
Referent: Pfarrer Peter Spalteholz, Katholische Kirche, Schleiz und Bad Lobenstein

 

27.-28.04.2018
„Gewissenlos in die bioethische Zukunft?“

Ordentliche Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den „Ärzten für das Leben“
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Mehr Informationen unter: www.alfa-ev.de/aktuelles/termine/

 

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

 

Vorgemerkt:
1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln
Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

Mehr Informationen in Kürze

07.06. 2018
Darf’s auch ein bisschen vom Schwein sein? Vom Retortenbaby zum Mischwesen
In dieser, vom ALfA-Regionalverband Memmingen/Unterallgäu organisierten Informationsveranstaltung wird aufgezeigt, wie die Reproduktionsmedizin dabei ist, den Menschen sich selbst zu entfremden und sich anmaßt, die Grenzen zwischen uns und anderen Spezies mittels der Bildung von Mischwesen aufzuweichen. Was sich wie gruselige Science-Fiction anhört, ist bereits Realität.Sie wirft Fragen auch, die nur für die Medizin oder für die unmittelbar betroffenen Personen Relevanz besitzen, sondern für die ganze Gesellschaft.

 

Referent: Professor Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V.
Ort: Stadthalle Memmingen
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt frei

Mehr Informationen unter: https://www.mischwesen.net/

 

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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