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§ 219a: Familienbundspräsident Becker sieht keinen Handlungsbedarf

Berlin (ALfA). Informationen über Einrichtungen, die eine Abtreibung durchführen, sollten nach Ansicht des Familienbundes der Katholiken von einer unabhängigen Stelle kommen. Um das sicherzustellen, sei keine Änderung des entsprechenden Paragrafen 219a notwendig, sagte Familienbundspräsident Stefan Becker am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Einige Politiker und Verbände suggerierten hier einen Handlungsbedarf, „den ich nicht sehe“.

Der Paragraf 219a StGB (Strafgesetzbuch) verbietet das Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen von Abtreibungen aus einem finanziellen Vorteil heraus oder wenn dies in „grob anstößiger Weise“ geschieht. Grüne und Linke wollen dieses Werbeverbot für Abtreibungen streichen. Der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Dutzmann, hatte vorgeschlagen, dass die Länder dafür sorgen, dass den Schwangerenberatungsstellen aktualisierte Listen mit den Adressen von Ärzten vorliegen, die eine Abtreibung durchführen.

Die FDP will den Paragrafen neu regeln. Auch die SPD will den Paragrafen aufheben, sie verständigte sich mit der Union aber darauf, dass das SPD-geführte Justizministerium einen Entwurf für eine Neuregelung erarbeiten soll. Becker führte aus, die gegenwärtige Rechtslage sei das Ergebnis eines ausgewogenen Schutzkonzeptes. Der in den 90er Jahren gefundene Kompromiss über die Neuregelung in der Abtreibungsfrage bringe die Rechte der Frau und das Schutzbedürfnis des Kindes in Einklang.


Trump nominiert Brett Kavanaugh für US-Supreme Court

Washington (ALfA). US-Präsident Donald Trump hat den 53-jähirgen Katholiken Brett Kavanaugh als Kandidaten für den frei werdenden Posten als Höchstrichter am US-Supreme Court nominiert. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“. Der Richterstuhl wird Ende Juli frei, weil der auf Lebenszeit gewählte Höchstrichter Anthony Kennedy (81) seinen Rücktritt aus Altersgründen angekündigt hat. Wie die Zeitung schreibt, gelte Kavanaugh als Wunschkandidat Trumps. Zwar habe Trump bei dessen Vorstellung gesagt, „getreu Präsident Reagans Erbe frage ich nicht nach den persönlichen Meinungen des Kandidaten“ und hinzugefügt, wichtig sei, dass dieser seine Ansichten vergessen könne, um zu tun, was die Verfassung verlange. Wie die Zeitung weiter schriebt, bestehe trotz dieser Worte kaum ein Zweifel, dass es die politischen Ansichten gewesen sein dürften, die Kavanaugh seine Nominierung einbracht hätten. In seiner bisherigen Karriere, unter anderem als Richter am Berufungsgericht in Washington, habe Kavanaugh seine konservative Haltung mehrfach unter Beweis gestellt. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern, der in Washington regelmäßig die Messe im „Shrine of the Most Blessed Sacrament“ besuche, gelte als Verfechter einer wörtlichen Auslegung der Verfassung. So habe er unter anderem das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ aus dem Jahr 1973, das ein Verbot von Abtreibungen für verfassungswidrig erklärte, verhement kritisiert. Es gelte als ausgemacht, dass er darauf hinarbeiten werde, das Urteil „Roe v. Wade“ aufzuheben.

Wie die „Tagespost“ weiter schreibt, habe Kavanaugh mit drei weiteren Juristen auf einer Liste der konservativen Lobbygruppe „Federalist Society“ gestanden. Von dieser Liste habe Trump seinen Kandidaten ausgewählt. Die Haltung zum Lebensschutz gelte als maßgebliches Kriterium für die Aufnahme in diesen Kreis.

Ehe er sein Amt antreten kann, muss Kavanaugh allerdings noch vom US-Senat bestätigt werden. Der Ausgang der Abstimmung gelte als „völlig offen“, da die Republikaner im Senat nur über eine knappe Mehrheit von 51 zu 49 Sitzen verfügten und der schwerkranke republikanische Senator John McCain wohl nicht an der Abstimmung teilnehmen könne.


Amnesty International verspricht mehr Einsatz für Abtreibungen

London/New York (ALfA). Die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ will sich künftig noch stärker als bisher für die Etablierung eines Menschenrechts auf Abtreibung einsetzen. Da geht aus einer Pressemitteilung der Organisation vom 9. Juli hervor. „Wir wollen sicherstellen, dass wir gut aufgestellt sind, um für die Menschenrechte von Millionen Menschen zu kämpfen, die davon betroffen sind, wie Regierungen Abtreibungen kriminalisieren oder den Zugang zu ihnen einschränken“, erklärte Tawanda Mutasah, Senior Direktor Recht und Politik von Amnesty International.

Am Wochenende zuvor hatten sich Amnesty-Delegierte aus der ganzen Welt in Warschau zu ihrer Generalversammlung getroffen und „grünes Licht“ für die neue Strategie gegeben. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, solle der „neue Ansatz“ die derzeitige Haltung von Amnesty International ersetzen, die 2007 verabschiedet worden sei und die Entkriminalisierung von Abtreibungen und den Zugang zu Abtreibung in begrenzten Fällen gefordert habe. Regierungen benötigten einen „weitaus mitfühlenderen Ansatz, um die Rechte von Menschen zu schützen, die am meisten gefährdet sind“, so Mutasah weiter.

Die Delegierten hätten sich dafür ausgesprochen, Staaten aufzufordern, „Abtreibungen nicht nur zu entkriminalisieren, sondern den Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen in einer umfassenden Weise zu gewährleisten, die die Rechte von allen Frauen, Mädchen und Personen, die schwanger werden können, respektiert.“


Ethiker beklagt moralischen Klimawandel bei Thema Euthanasie

Antwerpen (ALfA). Der belgische Philosoph und Ethiker Willem Lemmens hat einen dramatischen Wandel des „moralisches Klimas“ in Belgien konstatiert. Das berichtet der Internetnachrichtendienst „lifesitenews.com“. Psychiater, die sich gegen die neue liberale Auslegung des belgischen Euthanasiegesetzes wendeten, würden als unmenschlich und unempathisch gegenüber denjenigen empfunden, die schweren Leiden ausgesetzt seien. Lemmens lehrt neuzeitliche Philosophie und Ethik an der Universität Antwerpen. „Das moralische Klima hat sich drastisch geändert. Euthanasie wird von einigen als ,Grundrecht’ und der Tod als ‚therapeutische Lösung’ bezeichnet. Euthanasie wird gewissermaßen sakralisiert und jede Kritik daran als unmenschlich und somit als unmoralisch abgetan“, zitiert lifesitenews.com Lemmens. Lebensrechtler sollten dagegen in würdiger Weise protestieren und den kritischen Stimmen in Belgien und den Niederlanden zuhören.


Termine

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen
Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda, 20.-22.07.2018
ALfA-Jugend-Stand

 

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen unter jugend.alfa-ev.de/ueber-uns/termine/

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

VorankündigungFreitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der SchwangerenberatungFortbildung für Beraterinnen und BeraterOrt: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie KommunikationAnmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.deErläuterungen zum Seminar:Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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