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Bischöfe unterstützen Marsch für das Leben in Berlin

Berlin (ALfA). Auch die Diözesanbischöfe von Passau, Stefan Oster OSB, und Limburg, Georg Bätzing, unterstützen den „Marsch für Leben“ am 22. September in Berlin. In einem Grußwort dankt Bätzing den Teilnehmern „für Ihren Einsatz und Ihr friedliches Zeichen an diesem Tag“. Gerade in Zeiten, in denen Meinungen „auf immer extremere Arten“ vorgebracht würden, sei eine friedliche Demonstration wichtig. „Ich ermutige Sie, das Thema Lebensschutz auch weiterhin beharrlich, ruhig, sachlich und friedfertig in die Öffentlichkeit zu tragen. So werden Sie als Partner im gesellschaftlichen Diskurs Anerkennung finden und Leben schützen“, schreibt Bätzing.

Der Lebensschutz sei kein „Relikt aus der Kirchengeschichte“, sondern bleibe „immer aktuell“. Daher schreibe auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ (Nr. 120): „Da alles in Beziehung steht, ist die Verteidigung der Natur auch nicht mit der Rechtfertigung der Abtreibung vereinbar. Ein erzieherischer Weg, die Schwachen anzunehmen, (...) scheint nicht machbar, wenn man nicht einen menschlichen Embryo schützt, selbst wenn seine Geburt Grund für Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten sein sollte.“

Oster dankte den „lieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ,Marsch für das Leben’ für Ihren offen-sichtlichen Einsatz für den unbedingten Schutz menschlichen Lebens, für Ihr tatkräftiges Engagement in den verschiedenen Bereichen dieses fundamentalen Anliegens und nicht zuletzt für Ihr persönliches Glaubenszeugnis, das Sie damit ablegen“. Der unbedingte Schutz menschlichen Lebens sei ein „zentrales Anliegen unseres Glaubens, das sich durchgängig in lehramtlichen Äußerungen der katholischen Kirche, in kirchlichen Dokumenten, Erklärungen und Predigten wiederfindet“. Dies verdeutliche auch Papst Franziskus, wenn er feststelle: „Gerade weil es eine Frage ist, die mit der inneren Kohärenz unserer Botschaft vom Wert der menschlichen Person zu tun hat, darf man nicht erwarten, dass die Kirche ihre Position zu dieser Frage ändert“ (Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium, Nr. 214).

Auch der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp dankt den Marschteilnehmern für ihr Zeugnis. In einem Grußwort an die Teilnehmer schreibt er: „Buchstäblich werden Sie von der Sorge um das Leben bewegt. Nur, wer selbst bewegt ist, kann andere bewegen.“

Abtreibung sei, so Schwaderlapp, „ein doppelter Gewaltakt“. Er zerstöre „das Leben eines kleinen Kindes“, das daran gehindert werde, „sich auf dieser Welt zu entwickeln, zu entfalten, zu lieben, in der Freundschaft Gottes zu leben, Erfüllung zu suchen und zu finden.“ Darüberhinaus sei Abtreibung auch ein Gewaltakt gegen die Mutter, die die „beste Verbündete ihres Kindes“ sei: „Ich behaupte: Keine Mutter will das Leben ihres Kindes zerstören. Und wenn doch, wird sie dahin getrieben von anderen, vielleicht auch von Panik, jedenfalls nicht von ihrem Herzen“, so Schwaderlapp. Wer Abtreibung erlaube, mache den Menschen zum „Herrn über Leben und Tod“ und überfordere ihn damit „hoffnungslos“. Schwaderlapp: „In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die Verantwortung der Väter erinnern, die an der Entstehung des Kindes genauso beteiligt sind wie die Mütter. Daher sind auch sie in besonderer Weise dazu gerufen, den Müttern beizustehen, ihnen zu helfen, das Kind anzunehmen und ihre eigene Verantwortung ernst zu nehmen.“ 

Zuvor hatte sich bereits der Erzbischof von Freiburg, Stephan Burger, mit einem ermutigenden Grußwort an die Marschteilnehmer gewandt (vgl. ALfA-Newsletter vom 9.9.).

Alle Grußworte können in voller Länge auf der Homepage des Bundesverbands Lebensrecht (www.bundesverband-lebensrecht.de) eingesehen werden.


Schweiz: „Marsch fürs Läbe“ unter massivem Polizeischutz

Bern (ALfA). „Abtreibung, der Schmerz danach“ lautete das Motto, unter dem am Samstag (15.9.) in Bern der diesjährige „Marsch fürs Läbe“ stattfand. Wie die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ am selben Tag meldete, konnte die Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern mit rund 1.500 Teilnehmern „dank eines massiven Polizeiaufgebots“ wie geplant durchgeführt werden.

Im Vorfeld der überkonfessionellen Veranstaltung hatten Abtreibungsbefürworter dazu aufgerufen, den „Marsch fürs Läbe“ zu stören. Wie „idea“ weiter schreibt, erzählten auf der Kundgebung zwei Frauen (eine von ihnen per Video) von ihren Leiden nach Abtreibung. Dabei berichtete eine der beiden Frauen, wie sie schließlich „durch Gottes Liebe und Annahme“ Heilung gefunden hätte.

Laut „idea“ hatte die Polizei, den Bundesplatz „mit Gittern abgeriegelt“. Zugang sei nur Teilnehmern des Marsches gewährt worden. Ein unangemeldeter Protestzug von rund 300 Gegendemonstranten sei – „um die Verhältnismäßigkeit zu wahren“ –von der Polizei jedoch „eng begleitet“ geduldet worden. Nach ersten Informationen habe es dabei keine Sachbeschädigungen gegeben. 


Petition: Abtreibungsfolgen öffentlich machen

Bern (ALfA). Bei dem Schweizer „Marsch fürs Läbe“ stellten die Organisatoren auch eine Petition vor. Darin wird der Schweizerische Bundesrat gebeten, sich „ein umfassendes, wissenschaftlich gestütztes Bild  über die gesundheitlichen Folgen von Abtreibungen zu verschaffen“. Dafür sollten bestehende Studien herangezogen und neue im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms in Auftrag gegeben werden. Ferner bitten die Unterzeichner der Petition, der Bundesrat möge bei den kantonalen Behörden darauf hinwirken, „dass im Unterricht an Schulen und Universitäten über die schmerzlichen Folgen von Abtreibungen informiert“ werde. „Beratungsstellen, gynäkologische Arztpraxen und Spitäler“ sollten wieder „als oberste Ziel verfolgen, schwangere Mütter für ein gemeinsames Leben mit dem Kind zu bewegen“. Zusätzlich sollten „die hohen Risiken einer Abtreibung klar und umfassend“ benannt werden. Zudem solle der Bundesrat „die öffentliche Diskussion des Thema Abtreibung“ proaktiv beeinflussen, damit Abtreibungsfolgen „nicht länger bagatellisiert“ und dem Leben des ungeborenen Kindes wieder „oberste Priorität“ zukommen könne. Die Petition, die auf der Internetseite der Organisatoren (www.marschfuerslaebe.ch) veröffentlicht wurde, kann noch bis zum 15. Dezember unterschrieben werden.


Spahn: „Im Zweifel für das Leben“

Berlin (ALfA). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) Stellung zu Medienberichten bezogen, denen zufolge er das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) angewiesen haben soll, Sterbewilligen keine tödliche Dosen von Betäubungsmitteln auszuhändigen.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im März des vergangenen Jahres entschieden, der Staat dürfe Patienten in extremen Einzelfällen den Zugang zu solchen Präparten nicht verwehren. Voraussetzung für eine solche Notlage sei, dass eine andere zumutbare Möglichkeit zur Verwirklichung des Sterbewunsches nicht zur Verfügung stehe.

Laut Spahn seien beim BfArM seitdem 111 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt worden. Davon habe das BfArM 57 Anträge nach individueller Prüfung inzwischen abgelehnt. Über die verbliebenen werde demnächst entschieden. Ein vom BfArM beim früheren Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio’s in Auftrag gegebenes Gutachten war Anfang des Jahres zu dem Ergebnis gekommen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sei verfassungsrechtlich nicht haltbar.

Der FAZ sagte Spahn, die Bundesregierung habe eine andere Rechtsauffassung als das Leipziger Gericht. Wie unter anderem das Gutachten di Fabio gezeigt habe, laufe das Urteil darauf hinaus, dass sich der Staat an einer geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid beteiligen solle. Das aber stehe unter Strafe. Auch wären Staatsbedienstete gezwungen, zu entscheiden, ob menschliches Leben unerträglich sei.

Spahn: „Diese Vorstellung halte ich für abwegig. Der Staat und seine Vertreter sollten in Fragen, bei denen es um Leben und Tod geht, nicht den Wert des Lebens beurteilen. Wo soll das enden?“ Er wolle abwarten, bis das Bundesverfassungsgericht die anhängigen Klagen gegen das vom Bundestag 2015 erlassene Verbot der geschäftsmäßigen Suizidhilfe entschieden habe. „Anschließend werden wir im Lichte dieser Entscheidung unsere Position überprüfen“, so Spahn.

„Wenn es um den Lebensschutz geht, bin ich gerne grundsätzlich. Im Zweifel bin ich immer für das Leben, sofern es um staatliches Handeln geht“, zitiert die FAZ Spahn.


Palliativmedizin: DGP warnt vor „verheerenden Auswirkungen“

Berlin (ALfA). Vor „verheerenden Auswirkungen“ auf die Pflege von sterbenden und sterbenskranken Menschen warnt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Das berichtete das Online-Portal der „Ärztezeitung“. Demnach begrüßte die DGP in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme zwar den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der in pflegeintensiven  Krankenhausbereichen verbildliche Personaluntergrenzen einführen will. Zugleich habe man aber „mit großem Bedauern und erheblicher Verwunderung“ zur Kenntnis genommen, dass der Bereich der Palliativmedizin im Referentenentwurf einer Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen für das Jahr 2019 noch nicht berücksichtigt worden sei.

Dieser Punkt müsse dringend noch aufgenommen werden, forderte DGP-Präsident Professor Lukas Radbruch. Zudem brauche es in der allgemeinen Palliativversorgung in Krankenhausabteilungen mit erhöhtem Anteil sterbender Menschen ebenso verbindliche Vorgaben für eine angemessene Personalausstattung.


Termine

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.30 Uhr
Mehr Infos unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Mehr Infos unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Freitag, 28.09.2018
„Keine Gewissensfreiheit für Ärzte? – Ein Chefarzt muss gehen, weil er nicht abtreiben will“
Infoabend des ALfA-Regionalverbandes Würzburg
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Landeskirchliche Gemeinschaft, Reisgrubenweg 1, 97070 Würzburg
Referenten: Thomas Börner, Facharzt für Gynäkologie, Uelzen
Rainer Beckmann, Richter am Amtsgericht Würzburg und stellv. Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht

Dienstag, 9.10.2018
Gegen die Selektion von Menschen mit Behinderung!
Öffentliche Kundgebung der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) und die Christdemokraten für das Leben (CDL)
Redner u.a.: Mechthild Löhr, CDL-Bundesvorsitzende, Hubert Hüppe, Ex-MdB und langjähriger Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Holm Schneider, Kinderarzt und Stellv. Vorsitzender der ALfA
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Vor dem Gebäude der Firma LifeCodexxx, Line-Eid-Str. 3, 78467 Konstanz

VorankündigungFreitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der SchwangerenberatungFortbildung für Beraterinnen und BeraterOrt: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie KommunikationAnmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.deErläuterungen zum Seminar:Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

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