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USA: Demokraten überdenken liberale Position zur Abtreibung

Washington (ALfA). Die demokratische Partei in den USA will ihre liberale Haltung zu vorgeburtlichen Kindstötungen überprüfen. Das berichtet das Kölner Domradio unter Berufung auf ein Treffen des Parteivorsitzenden der Demokraten, Tom Perez, mit der zur US-Lebensrechtsbewegung gehörenden Parteigruppierung „Democrats for Life“. Bei dem Treffen soll die Parteiführung ihre Bereitschaft signalisiert haben, ihre bisherige Haltung zur Abtreibung kritisch zu hinterfragen. Demnach sind sich die Lebensschützer in den Reihen der Demokraten und das Democratic National Committee (DNC) einig, dass die Partei die vergangenen Wahlen auch wegen ihrer starren Haltung für eine liberale Abtreibungspraxis verloren hat. Vor allem im Mittleren Westen und Süden des Landes habe dies die Demokraten, die nur noch in vier Bundesstaaten die Gouverneure stellen, Stimmen gekostet.

In der katholischen Online-Publikation „Crux“ fordert das Vorstandsmitglied der „Democrats for Life“, Charles C. Camosy, zudem mehr Toleranz gegenüber Lebensrechtlern innerhalb der Partei. Camosy, Professor für Theologie und Sozialethik an der Fordham University in New York, schreibt in seinem Meinungsbeitrag, rund ein Drittel der Parteimitglieder seien „Pro-Life“-Demokraten. Tatsächlich aber werde das Meinungsbild zur Abtreibungsfrage vom linken Flügel bestimmt, der die „Küstenstaaten“ dominiere.

Die Abtreibungsposition der Demokraten habe die Partei vor allem dort Stimmen gekostet, wo „Pro-Life“-Demokraten Mandate hielten. Diese hätten sich damit angreifbar gemacht und ihre Ämter an republikanische Herausforderer verloren. Camosy empfiehlt den Demokraten insbesondere zu überdenken, ob sie weiterhin fundamentalistische Positionen im Stile der Abtreibungslobbygruppe NARAL (NARAL = National Abortion & Reproductive Rights Action League) vertreten wollten, die keinerlei Beschränkungen des Zugangs von Frauen zu Abtreibungen dulden will.


Olympiasiegerin über Abtreibungen im Spitzensport

New York (ALfA). Die frühere US-Leichtathletin Sanya Richards-Ross, mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin, hat sich dazu bekannt, zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 ein ungeborenes Kind abgetrieben zu haben. Im Interview mit der Sendung „Now“ erzählte Richards-Ross, die im vergangenen Jahr ihre sportliche Karriere beendet hatte, dem Sender „Sports Illustrated TV“ jetzt, dass dergleichen im Spitzensport häufig vorkomme. „Ich kenne keine einzige Leichtathletin, die nicht abgetrieben hat“, sagte Richards-Ross. Sportlerinnen verzichteten oft auf die Pille, weil sie fürchteten, dadurch Wasser einzulagern und so an Gewicht zuzunehmen. Außerdem sei unter Sportlerinnen der Mythos verbreitet, Spitzensportlerinnen könnten nicht schwanger werden, weil ihr Zyklus wegen des harten Trainings kürzer sei oder teilweise ganz aussetze, so die 32-jährige, die ihre damalige Entscheidung nach eigenen Worten heute bereut.


Embryonale Stammzellforschung: Regierung veröffentlicht neuen Erfahrungsbericht

Berlin (ALfA). Die Bundesregierung hat ihren „Siebten Erfahrungsbericht über die Durchführung des Stammzellgesetzes“ (Bundestagsdrucksache 18/12761) vorgelegt. Der 40-seitige Bericht befasst sich mit dem Zeitraum 2014/2015. Demnach hat die beim Robert-Koch-Institut angesiedelte Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellforschung (ZES) im Berichtszeitraum 17 neue Anträge auf den Import embryonaler Stammzellen des Menschen genehmigt. Damit steigt die Zahl der seit 2002 genehmigten Importen auf 105. In 19 weiteren Fällen hätten Forscher eine Ausweitung bereits vorhandener Genehmigungen beantragt. In 14 Fällen wurde ihnen dabei der Import zusätzlicher Zell-Linien gestattet.

Laut dem 2002 verabschiedeten Stammzellgesetz ist die Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland grundsätzlich verboten. In als Ausnahmen deklarierten Fällen können Forscher in Deutschland jedoch den Import im Ausland gewonnener embryonaler Stammzellen beantragen. Über die Bewilligung der Anträge entscheidet die ZES. Seit 2002 gibt es keinen einzigen dokumentierten Fall, in dem Forschern der Import embryonaler Stammzellen verweigert wurde.

Humane embryonale Stammzellen werden aus menschlichen Embryonen gewonnen, die ursprünglich für künstliche Befruchtungen erzeugt wurden. Bei der Entnahme der Stammzellen wird der Embryo zerstört. In Deutschland ist dies verboten.

Wie im ALfA-Newsletter bereits mehrfach berichtet, wollen Wissenschaftler um den Rechtsmediziner Jochen Taupitz das ändern. Sie fordern, dass verwaiste Embryonen, die ursprünglich zu reproduktiven Zwecken erzeugt wurden, der Forschung zur Verfügung gestellt werden.

Laut dem Stammzellgesetz müssen die mit dem Import embryonaler Stammzellen verfolgten Forschungsziele „hochrangig“ sein und sich der angestrebte Erkenntnisgewinn nicht anders als durch die Forschung mit embryonalen Stammzellen erzielen lassen. Ferner müssen die zu klärenden Fragestellungen im Tierversuch vorgeklärt worden sein.

Laut dem Bericht der Bundesregierung arbeiten in Deutschland derzeit 75 Arbeitsgruppen in 53 Forschungseinrichtungen mit humanen embryonalen Stammzellen. Weltweit sollen nach Angaben des Human Pluripotent Stem Cell Registry derzeit mehr als 3000 Zelllinien aus humanen embryonalen Stammzellen verfügbar sein.


Termine

Freitag, 15. September 2017, Berlin
BVL-Fachtagung „Lebensrecht im 21. Jahrhundert“
Beginn: 14:00 Uhr

Samstag, 16. September 2017, Berlin
Marsch für das Leben
Beginn: 13:00 Uhr, vor dem Reichstag

Schon jetzt angekündigt:

Freitag 22.09.2017, 18 Uhr – Sonntag, 24.09.2017, 12 Uhr
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Ort: Haus Nazareth, Iburgerstr. 23, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Kosten: 70 € für Übernachtung und Verpflegung
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Anmeldung und weitere Informationen unter: monika.friederich@alfa-ev.de


Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Präsenz:

7. bis 9. Juli 2017
Kongress Freude am Glauben, Fulda

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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