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BDKJ Berlin lehnt Dialog ab

Augsburg (ALfA). Nachdem der Diözesanrat der Katholiken in Berlin beschlossen hat, den jährlich in Berlin stattfindenden „Marsch für das Leben“ weiterhin nicht zu unterstützen, wird diese Entscheidung nun auch von Vertretern des BDKJ befürwortet. Dies erklärte Yvonne Everhartz vom Büro Berlin des Bundesvorstands der BDKJ gegenüber der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA e.V.), Cornelia Kaminski, am Rande einer Veranstaltung in Berlin. Ein Gespräch mit der ebenfalls anwesenden Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder, lehnte Frau Everhartz ebenso ab. Als Begründung für die Dialogverweigerung gab die BDKJ Referentin für Jugendpolitik, Mädchen- und Frauenpolitik und Genderfragen an, dass sie bisher dort aufgetretene Redner als problematisch erachte, war jedoch nicht bereit, näher darauf einzugehen. Auch der Hinweis, dass mit dem Vorstand des Bundesverbands Lebensrecht Gespräche und Diskussionen über den Marsch möglich sein sollten und dem BVL an einer demokratischen, von gegenseitiger Toleranz geprägten Auseinandersetzung gelegen sei, änderte nichts an der mangelnden Gesprächsbereitschaft. Ein Austausch mit dem BVL sei nicht gewünscht, so Yvonne Everhartz. Das Gespräch fand statt am Rande der Preisverleihung des Bundesamtes für politische Bildung an Jugendgruppen, die sich für respektvolle politische Partizipation einsetzen.

Der „Marsch für das Leben“ wird von hochrangigen Vertretern beider Kirchen unterstützt. Im vergangenen Jahr nahmen auch fünf katholische Bischöfe daran teil. Die Lebensrechtsverbände freuen sich über die seit Jahren wachsende Beteiligung und rufen dazu auf, am 16. September nach Berlin zu kommen und öffentlich für das Leben einzutreten.


26.600 Abtreibungen im 1. Quartal

Wiesbaden (ALfA). Deutschlandweit sind dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 26.600 Abtreibungen gemeldet worden. Das hat das Statistische Bundesamt Anfang der Woche in Wiesbaden bekanntgegeben. Im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres bedeutet dies dem Amt zufolge einen Anstieg der Abtreibungen um 1,3 Prozent. 72 Prozent der Frauen, die sich im ersten Quartal 2017 für eine Abtreibung entschieden, waren den weiteren Angaben zufolge zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Drei Prozent waren jünger als 18 Jahre. 39 Prozent der Frauen haben vor der Abtreibung noch kein Kind lebend geboren.

96 Prozent der gemeldeten vorgeburtlichen Kindstötungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in vier Prozent der Fälle die Begründung für die Abtreibung. Die meisten vorgeburtlichen Kindstötungen (60 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, bei 20 Prozent kam die Abtreibungspille „Mifegyne“ zum Einsatz. Wie es weiter heißt, erfolgten die Abtreibungen überwiegend ambulant, und zwar 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 18 Prozent ambulant im Krankenhaus. Sieben Prozent der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.


Lichtblick im Streit um „Päpstliche Akademie für das Leben“

Rom (ALfA). Die Ernennung der ordentlichen Mitglieder der neuen „Päpstlichen Akademie für das Leben“ durch Papst Franziskus am vergangenen Dienstag hat vielerorts zu Irritationen sowie der Verbreitung neuer Verschwörungstheorien geführt. Die katholische Nachrichtenagentur CNA Deutsch hat dies zum Anlass genommen, einen Kommentar (http://de.catholicnewsagency.com/article/keine-entscheidung-fur-die-falsche-richtung-0111) zu veröffentlichen.

In dem von Petra Baum verfassten Meinungsbeitrag heißt es: „So wurde behauptet, Papst Franziskus habe die ,Lebensschützer’ aus der Akademie entfernt und auch die Satzung geändert, um damit das Erbe des heiligen Papst Johannes Pauls II. zu verraten. Außerdem seien zwielichtige neue Mitglieder ernannt worden. Die Wahrheit ist viel weniger spektakulär.“ Wie Baum schreibt, habe es schon vor der Wahl von Papst Franziskus Pläne gegeben, die Satzung zu ändern und die ordentlichen Mitglieder nur noch für fünf Jahre zu bestellen. Außerdem sei vorgesehen gewesen, der Akademie einen mehr akademischen Charakter zu geben.

Baums lesenswerter Kommentar schließt mit den Worten: „Dass die nicht wieder ernannten Mitglieder nun enttäuscht sind, ist verständlich, dass manche von ihnen aus ihrer eigenen Nichternennung eine Richtungsentscheidung des Papstes machen wollen und zwar eine Entscheidung für die falsche Richtung, geben die Fakten nicht her.“


Exit will Abgabe von Suizidpräparaten für Lebensmüde prüfen

Zürich (ALfA). Die Schweizer Suizidbegleitungsorganisation Exit will auch lebensmüden Menschen, den Zugang zu Suizidpräparaten ermöglichen. Das berichtet die „Neue Züricher Zeitung“ (NZZ). Demnach beschloss Exit auf seiner diesjährigen Generalversammlung am Wochenende in Zürich, eine vereinsinterne Kommission einzurichten, die Gutachten bei Ethikern und Juristen einholen und den Mitgliedern der Organisation im kommenden Jahr einen Maßnahmenkatalog präsentieren soll.

Bislang begleite Exit nur Menschen beim Suizid, die eine schwere Krankheit besäßen oder polymorbid seien, das heißt unter mehreren Altersgebrechen litten. Ob dies zutreffe, beurteile sowohl Exit als auch ein Arzt, der das Suizidpräparat verschreibe, so die Zeitung weiter. Begründet wurde die Errichtung der Kommission damit, es sei nicht länger hinzunehmen, dass ein Suizid nur mit ärztlicher Genehmigung möglich sei. Die heutigen Verhältnisse müssten im Sinne einer echten Selbstbestimmung liberalisiert werden. „Betagte und hochbetagte Menschen, die das Gesundheitssystem am Ende ihres Lebens nicht ausreizen oder 24 Stunden am Tag pflegebedürftig sein wollten“, benötigten „unbürokratische Hilfen“, gibt die NZZ den Tenor der Aussprache zu einem entsprechenden Antrag wieder.


Termine

Schon jetzt angekündigt:

 

Freitag 22.09.2017, 18 Uhr – Sonntag, 24.09.2017, 12 Uhr
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Ort: Haus Nazareth, Iburgerstr. 23, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Kosten: 70 € für Übernachtung und Verpflegung
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Anmeldung und weitere Informationen unter: monika.friederich@alfa-ev.de


Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Präsenz:

7. bis 9. Juli 2017 Kongress Freude am Glauben, Fulda

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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