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Aktion Lebensrecht
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Spahn gegen Änderung bei § 219a StGB

Berlin (ALfA). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen eine Änderung des § 219a Strafgesetzbuch ausgesprochen. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ sagte Spahn: „Mich wundern die Maßstäbe: Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos.“ Der CDU-Politiker beklagte, in der Debatte um die von Linken und Grünen geforderte Aufhebung des Werbeverbots für vorgeburtliche Kindstötungen werde „manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht“. Bei der Neuregelung der Abtreibungsgesetzgebung sei vor vielen Jahren „ein mühsamer gesellschaftlicher Kompromiss“ gefunden worden. „Ich warne davor, diesen jetzt leichtfertig zu gefährden.“ Schwangerschaftsabbrüche seien „keine ärztliche Leistung wie jede andere – und selbst für die gelten bei der Werbung strenge Regeln“, so Spahn weiter.


§ 219a: Kramp-Karrenbauer deutet Kompromiss an

Berlin (ALfA). Nachdem die SPD Anfang der Woche ihren Gesetzentwurf zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen wieder zurückgezogen hat, hat CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer erstmals aufgezeigt, wie ein möglicher Kompromiss mit der SPD aussehen könnte. „Sollte es bei der derzeitigen Rechtslage Informationslücken geben, werden wir sicher eine Lösung finden, dass Frauen einen noch besseren Zugang zu allen nötigen Informationen bekommen“, sagte Kramp-Karrenbauer der „Bild am Sonntag“. Eine „Aufweichung des Werbeverbots“ stehe jedoch nicht zur Debatte.


§ 219a: Linder fordert mehr Sachlichkeit bei Debatte

Augsburg (ALfA). Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Alexandra Linder, hat die Entscheidung, die parlamentarische Behandlung der Gesetzentwürfe zum § 219a Strafgesetzbuch zu vertagen, begrüßt und mehr Sachlichkeit in der Debatte angemahnt. Dazu gehöre auch, diejenigen, die sich für das Leben von Mutter und Kind einsetzten, nicht mit suggestiven Begriffen wie „widerlich“, „fundamentalistisch“ oder „sogenannt“ zu diffamieren, erklärte Linder am Freitag in Augsburg.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl hatte in einem inzwischen wieder gelöschten Tweet Bundestagsabgeordnete der Union als „widerliche Lebensschützer“ bezeichnet. Ohne Högl explizit zu nennen, sagte Linder, Manches könne zwar mit emotionaler Aufregung erklärt, aber nicht gerechtfertigt werden.

Zu einer sachlichen Debatte gehöre auch die Lebensrechtsbewegung, die sich seit Jahrzehnten seriös und kompetent mit Fakten, Zahlen und langjähriger Beratungserfahrung im Schwangerschaftskonflikt mit der Thematik beschäftige.

Die ALfA-Bundesvorsitzende warb dafür, bei der anstehenden weiteren Debatte das Augenmerk auch auf weitere Aspekte zu richten: „Wir brauchen unbedingt eine vollständige Statistik mit Gründen, warum Frauen über eine Abtreibung nachdenken. Wir brauchen eine Debatte darüber, ob der Staat weiterhin über 60 Millionen Euro an Steuergeldern für Abtreibungen bezahlen soll oder ob es nicht sinnvoller wäre, dieses Geld für andere Dinge auszugeben: zum Beispiel für Hilfe für Mutter und Kind, bessere Beratung, bessere Informationen im Vorfeld, um überraschende Schwangerschaften zu vermeiden, und für die Förderung einer Gesellschaft, in der Schwangerschaften und Kinder nicht mit Katastrophen, sondern mit Zukunft und Wertschätzung assoziiert werden.“

Auch werde es Zeit, den Begriff „Verdienstabsicht“ mehr in den Vordergrund zu rücken. „Abtreibungsmediziner haben natürlich Interesse daran, Abtreibung als ,Dienstleistung’ in ihrem Portfolio aufzuführen, denn damit kann man sehr viel mehr Geld verdienen als mit anderen Leistungen. Es gibt also keinen Anlass, in diesem Zusammenhang von selbstlosen Hilfsangeboten zu sprechen. Umfassende Informationen, auch zu den Gefahren und Risiken für die Frau, gehören in die Beratungsstellen“, so Linder weiter.


Högl-Tweet löst Empörung aus

Berlin (ALfA). In der Union sind Äußerungen der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Eva Högl auf teils harsche Kritik gestoßen. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Nachdem die SPD ihren Gesetzentwurf zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen am Dienstag überraschend zurückgezogen hatte, hagelt es Kritik von Linken, Grünen und Liberalen. Dazu twitterte Högl am 15. März: „Es ist ja so schön einfach und billig, auf die SPD zu schimpfen. Wie wär‘s damit, mal die widerlichen ‚Lebensschützer*innen‘ in Union in den Blick zu nehmen und zu kritisieren.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich (Chemnitz), der auch dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz angehört, kritisierte, Högl habe eine politische Debatte auf eine „beleidigende Ebene“ gezogen. Ihre Äußerungen seien „keine Art und Weise, im politischen Streit miteinander umzugehen“. Inzwischen hat Högl den Tweet wieder gelöscht. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), sagte „idea“ auf Anfrage: „Ich finde es anerkenneswert, dass Frau Högl an dieser Stelle selbst gemerkt hat, dass Sie sich im Ton vergriffen hat. Für mich bleibt klar: Der Schutz des ungeborenen Lebens ist ein ungemein hohes Gut.“ Es gebe keine Notwendigkeit, den Paragrafen 219a zu ändern, „weil er ein Mosaikstein des gesamten gesellschaftlichen Kompromisses zum Thema Schwangerschaftsabbruch ist“.

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, sagte der „Jungen Freiheit“, „dass eine stellvertretende SPD-Fraktionschefin ihre Parlamentskollegen mit einer solchen Verachtung und Respektlosigkeit behandelt, ist ein Offenbarungseid“. „Wer Menschen als ,widerlich’ beschimpft, verwendet genau jene Hasssprache, die er angeblich bekämpfen will. Hatespeech-Gesetze ergeben wenig Sinn, wenn führende SPD-Politiker wie Frau Högl in der politischen Auseinandersetzung selbst Hass verbreiten und sich zu solchen sprachlichen Entgleisungen hinreißen lassen.“


Suizidhilfe: „Ärzte für das Leben“ wegen Freispruchs besorgt

Berlin (ALfA). Die „Ärzte für das Leben“ haben sich besorgt über das jüngste Urteil des Berliner Landgerichts zur Sterbehilfe gezeigt. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Das Gericht hatte vergangene Woche einen Arzt freigesprochen, der eine Patientin beim Suizid begleitet hatte. Laut der Vorsitzenden Richterin sei dem Arzt kein „aktives Tun“ vorzuwerfen. Auch das Unterlassen von Rettungsmaßnahmen sei keine Straftat, da der Patientenwille geachtet werden müsse.

Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen, sagte der Agentur dagegen: „Der Fall bestätigt voll und ganz unsere Befürchtungen, dass das Ende 2015 von beiden Kirchen gefeierte Gesetz zur ‚Geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung’ die ärztliche Suizidbeihilfe straffrei stellt.“ Zugleich stehe es damit im Gegensatz zur Musterberufsordnung der Bundesärztekammer, die „Tötung auf Verlangen und Suizidbeihilfe durch Ärzte kategorisch verbietet“. Da die große Mehrzahl der Patienten mit Suizidwunsch an psychischen Erkrankungen litten, „wäre die richtige Reaktion des Hausarztes nicht die Suizidbeihilfe, sondern die Überweisung an den entsprechenden Spezialisten gewesen“, so Cullen, der Facharzt für Innere Medizin und Labormedizin ist.

Wie „idea“ schreibt, hatte der Hausarzt im Ruhestand der 44-Jährigen, die an einer chronischen Darmerkrankung gelitten habe, auf ihren Wunsch hin ein starkes Schlafmittel verschrieben. Vor dessen Einnahme habe der Arzt ihr ein Anti-Brechmittel gespritzt, um das Erbrechen des Schlafmittels zu unterdrücken. Nachdem die Patientin zuhause eine tödliche Dosis des Präparats eingenommen hatte, habe sie den Arzt darüber per SMS informiert. Der habe später mehrfach nach der ins Koma gefallenen Patientin gesehen, jedoch keine lebenserhaltenden Maßnahmen eingeleitet. Nach drei Tagen sei die Patientin schließlich verstorben. Die Staatsanwaltschaft, die dem Arzt versuchte Tötung auf Verlangen vorwarf, hat Revision gegen das Urteil beantragt.


Termine

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

19.04.2018
Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!
Veranstaltung anlässlich der „Woche für das Leben“
Ort: Kreiskrankenhaus Schleiz: Berthold-Schmidt-Straße 7, 07907 Schleiz

Programm:

19.30 Uhr: Begrüßung: Dr. med. S. Hummel, Frauenklinik KKH Schleiz

19.40 Uhr: Vorgeburtliche Therapie versus vorgeburtliche Selektion
Referent: Prof. Dr. med. Holm Schneider, Universitätskinderklinik Erlangen
20.40 Uhr: Evangelische Ethik
Referentin: Pastorin Antje-Sonja Neumann, Klinikseelsorgerin KKH Schleiz
20.50 Uhr: Motivation, Segen, Aussendung
Referent: Pfarrer Peter Spalteholz, Katholische Kirche, Schleiz und Bad Lobenstein

 

27.-28.04.2018
„Gewissenlos in die bioethische Zukunft?“

Ordentliche Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den „Ärzten für das Leben“
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Mehr Informationen unter: www.alfa-ev.de/aktuelles/termine/

 

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

 

Vorgemerkt:
1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln
Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

Mehr Informationen in Kürze

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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