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Streit um Werbeverbot für Abtreibungen

Augsburg (ALfA). Im Vorfeld des demnächst beginnenden Prozesses gegen die Gießener Ärztin Kristina Hänel ist ein Streit über das Werbeverbot für Abtreibungen in Deutschland entbrannt. Das berichtet das Internetportal „katholisch.de“. Demnach forderten Politiker von Grünen, Linken und SPD eine Änderung des Paragrafen 219a des Strafgesetzbuchs, der ein Verbot der Werbung für Abtreibungen enthält. Vertreter der CDU verteidigten die Regelung im Prinzip. „Dieser unsinnige Paragraf 219a hat lange ein Schattendasein geführt“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Cornelia Möhring, der Wochenendausgabe der „tageszeitung“ (taz). Dagegen erklärte die Unions-Fraktion, das Werbeverbot solle Geschäftsmodelle mit Abtreibungen verhindern. „Insofern halte ich es grundsätzlich für richtig“, wird der frauenpolitische Sprecher der Union, Marcus Weinberg (CDU), zitiert.

Hänel muss sich am kommenden Freitag vor dem Gießener Amtsgericht verantworten. Der Allgemeinärztin wird vorgeworfen, auf ihrer Webseite für Schwangerschaftsabbrüche zu werben. Bei ihrer Anklage beruft sich die Staatsanwaltschaft Gießen auf den Paragraph 219a. Darin wird die Werbung für einen Schwangerschaftsabbruch mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe belegt. Es ist verboten, „eigene oder fremde Dienste“ sowie „Mittel, Gegenstände oder Verfahren“ zum Schwangerschaftsabbruch öffentlich „anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen“.

Wie es auf katholisch.de weiter heißt, befürchte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker, dass eine Abschaffung des Werbeverbots Abtreibungen verharmlose. Zugleich meinte sie: „Man kann aber sicherlich darüber streiten, ob schon die sachliche Information auf der Homepage eines Arztes den Tatbestand erfüllt“. Dagegen sieht der FDP-Abgeordnete Hermann Otto Solms dem Bericht zufolge Änderungsbedarf. „Für uns Freie Demokraten gehören sowohl das Angebot als auch die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen zu einer flächendeckenden ärztlichen Grundversorgung“. Seine Partei trete für die freie Arztwahl ein; die ärztliche Freiberuflichkeit sei für sie ein hohes Gut. Die Grünen-Abgeordnete Ulle Schauws erklärte, Hänel gebühre für ihren Mut „Respekt, aber auch unsere politische und feministische Solidarität“ und kündigte an den Prozess verfolgen und dann sehen zu wollen, ob und in welcher Form gesetzgeberisches Handeln sinnvoll sei.


Erneut mehr Geburten

Wiesbaden (ALfA). Der Babyboom in Deutschland hält an. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Demnach steigen in Deutschland seit 2011 jedes Jahr die Geburten. 2016 seien in Deutschland rund 792.000 Neugeborene zur Welt gekommen, das seien rund 55.000 (7,4 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Im Trend liege dem Blatt zufolge auch die Ehe: Die Zahl der Eheschließungen steige ebenfalls seit 2013. 2016 hätten sich rund 410.000 Paare das Ja-Wort gegeben. Das seien rund 10.000 (2,6 Prozent) mehr als im Jahr davor. Zurückgegangen sei dagegen die Zahl der Sterbefälle. Demnach starben 2016 rund 911.000 Menschen, rund 14.000 (1,5 Prozent) weniger als 2015. Dennoch starben erneut mehr Menschen, als geboren wurden. Allerdings habe diese „Lücke“ gerundet „nur“ noch 118.000 Personen betragen und sei damit um ungefähr 70.000 Personen kleiner als 2015 gewesen.


Papst: Keine Therapie um jeden Preis

Rom (ALfA). Todkranke Menschen müssen laut Papst Franziskus nicht „um jeden Preis“ medizinisch behandelt werden. In einem Grußwort an die Teilnehmer einer internationalen Konferenz, die am Wochenende im Vatikan zu Fragen des Lebensende stattfand, erklärte der Papst, es sei moralisch vertretbar, auf therapeutische Mittel zu verzichten oder diese einzustellen, wenn sie in keinem Verhältnis zum erhofften Ergebnis stünden. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf die katholische Nachrichtenagentur KNA. Es gehe in solchen Fällen nicht darum, den Tod herbeizuführen, sondern zu akzeptieren, dass man ihn nicht verhindern kann. Die Einstellung oder Unterlassung solcher Therapien sei deutlich von Sterbehilfe zu unterscheiden, die „nach wie vor unerlaubt ist, da sie das Leben unterbricht und zum Tod führt“, so der Papst. Ebenso wichtig sei es jedoch, Kranke niemals allein zu lassen: „Auch wenn wir wissen, dass wir nicht bei jeder Krankheit Heilung garantieren können, können und müssen wir uns um diese Menschenleben kümmern.“


USA: Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden ihres Lebensschutz-Komitees

Washington/Rom (ALfA). Die US-amerikanische Bischofskonferenz hat den Erzbischof von Kansas City, Joseph Naumann, zum Vorsitzenden seines Lebensschutz-Komitees gewählt. Das berichtet Radio Vatikan. Demnach wird erstmals kein Kardinal dieses Amt bekleiden. Dem Bericht zufolge ging die Abstimmung knapp aus. Zur Wahl hätten am Ende der Erzbischof Naumann und Kardinal Blase Cupich aus Chicago gestanden. US-Medien hätten Naumann als Anhänger einer traditionellen Ausrichtung des Lebensschutzes bezeichnet, der einen ausgesprochenen Schwerpunkt auf die Abtreibung lege, berichtet der Sender. Demgegenüber liege Cupich mehr auf der Linie von Papst Franziskus, der den Lebensschutz weiter interpretiert und über das Leben ungeborene Kinder hinaus auch das von Obdachlosen, Migranten und Todeszelleninsassen geschützt wissen wolle.


Schweiz duldet TV-Werbung für Suizid

Zürich (ALfA). Das Schweizer Privatfernsehen strahlt bis 25. November fünf Werbeclips für Sterbehilfe aus. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblattes“. Zu den ausstrahlenden Sendern gehörten Tele Zürich, Tele Bern, Tele Basel und das Ostschweizer Fernsehen. Das habe die Sterbehilfeorganisation „Exit“ auf Anfrage des Portals kath.ch mitgeteilt. Wie das Ärzteblatt weiter schreibt, machte der assistierte Suizid unter den rund 76.000 Todesfällen in der Schweiz 2016 „nur“ rund ein Prozent aus. Um diese Quote zu erhöhen, habe Exit kurze Clips mit prominenten Schweizern produziert. Das öffentlich-rechliche Schweizer Fernsehen (SRF) habe sich geweigert, die Clips auszustrahlen und erklärt, Sterbehilfe sei nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich stark umstritten. Die Werbespots könnten einen „nicht unerheblichen Teil des Publikums“ in seinen Gefühlen verletzen. Weiter heißt es, für das Jahr 2016 führe das Statistikamt der Schweiz 965 Fälle eines „assistierten Suizids“ auf. Im Vergleich zu 2008 bedeute das fast eine Vervierfachung. Berücksichtigt worden seien dabei allerdings ausschließlich Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.


Termine

26.-28.01.2018
vitaL-Jahresseminar
Haus Nazareth, Bad Laer

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

27.-28.04.2018
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den Ärzten für das Leben
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:

MEHR-Konferenz Augsburg, 04.-07.01.2018
Willow-Creek Leitungskongress Dortmund, 08.-10.02.2018
didacta Hannover, 20.-25.02.2018
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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ALfA e.V.0821-512031

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