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Dänemark: Mehr Abtreibungen nach kostenlosem Screening

London (ALfA). Das kostenlose pränatale Screening, das in Dänemark schwangeren Frauen seit dem Jahr 2004 angeboten wird, führt offenbar dazu, dass immer mehr Kinder mit behandelbaren Erkrankungen abgetrieben werden. Das berichtete die in London ansässige „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC) unter Berufung auf eine in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA Cardiology veröffentlichte Studie (doi: 10:1001/jamacardio.2018.2009). Der Studie zufolge stieg die Abtreibungsrate von ungeborenen Kindern, die an einem schweren angeborenen Herzfehler litten, zwischen 1996 und 2013 von 0,6 auf 39,1 Prozent.

Für die landesweite, bevölkerungsbezogene Studie werteten die Forscher um Rebekka Lytzen von der Universität Kopenhagen Daten und Patientenakten von 14.688 lebend geborenen und abgetriebenen Kindern aus, bei denen ein schwerer angeborener Herzfehler diagnostiziert worden war. Wie die Forscher berichten, erhöhte sich die Erkennungsrate schwerer angeborener Herzfehler im Untersuchungszeitraum von 4,5 auf 71 Prozent.

Bereits bekannt ist, dass aufgrund des kostenlosen Scrennings kaum noch Kinder mit Down-Syndrom in Dänemark geboren werden. Wie SPUC schreibt, seien viele der schweren angeborene Herzfehler längst erfolgreich behandelbar. „Wir sind sehr gut darin geworden, komplexe Herzen zu operieren. Wir haben einwandfreie Ergebnisse mit einer Gesamtmortalität von etwa 1 Prozent“, zitiert der Bericht Hani Najm, einen der führenden Kinder-Herzchirurgen der Cleveland Clinic Main Campus im US-Bundesstaat Ohio.


§ 219a: Hänel will bis nach Karlsruhe gehen

Gießen (ALfA). Die Gießener Ärztin Kristina Hänel will bis vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ziehen, um eine Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a Strafgesetzbuch) zu erreichen. Das erklärte Hänel vergangenen Dienstag in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“.

Das Amtsgericht Gießen hatte Hänel wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen im vergangenen Jahr zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Gegen das Urteil hatte Hänel Berufung eingelegt. Am 6. September wird der Fall nun vor dem Landgericht Gießen verhandelt.


In Memoriam: Manfred Libner ist tot

Meschede (ALfA). „In tiefer Trauer müssen wir Abschied nehmen von unserem geliebten Geschäftsführer Manfred Libner. Gott, der Herr über Leben und Tod, hat ihn gestern nach schwerer Krankheit zu sich in die Ewigkeit gerufen.“ Das schrieb die „Stiftung Ja zum Leben“ am Montag auf ihrer Facebook-Seite.

Weiter heißt es dort: „Sein viel zu früher Tod erschüttert uns zutiefst und reißt eine tiefe Wunde in unseren Herzen. Ohne ihn wird sich unser Arbeitsalltag für immer verändern: Seine Herzlichkeit, sein Humor und sein Führungsstil, der geprägt war von Einfühlungsvermögen und Großherzigkeit, bleibt für uns unersetzbar. Unendlich dankbar sind wir seiner Ehefrau und seinen drei Kindern, die ihn in seinem Einsatz für schwangere Frauen in Not und ihre ungeborenen Kinder immer hochherzig und mit großer Opferbereitschaft unterstützt haben. Sein Wirken für das Leben werden wir in seinem Sinn und in treuem Gedenken an ihn weiterführen.“


Termine

Freitag, 21.09.2018

Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Freitag, 28.09.2018
„Keine Gewissensfreiheit für Ärzte? – Ein Chefarzt muss gehen, weil er nicht abtreiben will“
Infoabend des ALfA-Regionalverbandes Würzburg
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Landeskirchliche Gemeinschaft, Reisgrubenweg 1, 97070 Würzburg
Referenten: Thomas Börner, Facharzt für Gynäkologie, Uelzen
Rainer Beckmann, Richter am Amtsgericht Würzburg und stellv. Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht

Vorankündigung

Freitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018

Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der SchwangerenberatungFortbildung für Beraterinnen und BeraterOrt: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie KommunikationAnmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.deErläuterungen zum Seminar:Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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