Newsletter im Web
Aktion Lebensrecht
für Alle
e.V.

ALfA wählt Cornelia Kaminski zur neuen Bundesvorsitzenden

Fulda (ALfA). Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. hat eine neue Bundesvorsitzende. Auf ihrer diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung in Fulda wählten die Delegierten am vergangenen Wochenende die Oberstudienrätin Cornelia Kaminski zu ihrer neuen Bundesvorsitzenden. Kaminski, die an einem hessischen Gymnasium Englisch und Französisch unterrichtet, gehört seit 2002 dem ALfA-Bundesvorstand an, zuletzt als 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende. Die verheiratete Mutter von drei Kindern wurde mit 51 von 52 abgegebenen Stimmen in das neue Amt gewählt.

Die bisherige Bundesvorsitzende, die Übersetzerin, Lektorin und Moderatorin Alexandra Maria Linder, kandidierte bei den turnusmäßigen Vorstandwahlen nicht mehr für den Vorsitz. Linder, die inzwischen auch Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) ist, begründete ihren Verzicht mit der Expansion der deutschen Lebensrechtsbewegung. Angesichts der wachsenden Aufgaben, die BVL und ALfA zu schultern hätten, wolle sich auf ihre Aufgaben als Vorsitzende des Dachverbandes, dem auch die ALfA angehört, konzentrieren. Bei den Wahlen für den erweiterten Bundesvorstand wurde die verheiratete Mutter von drei Kindern einstimmig als Beisitzerin gewählt.

Zu stellvertretenden Bundesvorsitzenden wurden der Kinderarzt und Genforscher am Universitätsklinikum Erlangen, Professor Dr. med. Holm Schneider, und der Fondsberater Martin Siegel gewählt. Bundesschatzmeister Hans-Peter Reiche und Bundesschriftführerin Maria Schmölzing wurden in ihren Ämtern bestätigt.


Cullen warnt vor Transhumanismus

Fulda (ALfA). Der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Professor Dr. med. Paul Cullen, hat eindringlich vor dem Transhumanismus gewarnt. Auf Einladung der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) sprach Cullen am vergangenen Freitag vor knapp 200 Zuhörern im VHS-Forum im Kanzler-Palais gegenüber der Fuldaer Stadtkirche. Der Vortrag mit anschließender Diskussion stand unter dem Titel „Mensch 2.0 – Homo Perfectus? Von Retortenbabys, Mischwesen und Cyborgs“. Transhumanisten strebten danach, die „anthropologischen Grenzen des Menschen“ mit Hilfe der sogenannten GRIN-Technologien „zu überwinden“ und neue, „posthumane Wesen“ zu schaffen, erklärte Cullen. GRIN ist ein Akronym und steht für Genetik, Robotik, Informationstechnologie und Nanotechnologie. Im Transhumanismus, den Cullen als „Neoreligion“ bezeichnete, „die sich der Sprache der Wissenschaft bedient“, habe „der Mensch, wie wir ihn kennen, am Ende keinen Platz mehr“. Kurzfristige Ziele des Transhumanismus seien die Verlängerung der Lebenserwartung, die Steigerung der Intelligenz und die Überwindung der physischen und psychischen Grenzen des Menschen. Mittelfristig strebten Transhumanisten nach der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Langfristig ginge es Transhumanisten gar um Unsterblichkeit.

Im weiteren Verlauf seines Vortrags wandte sich der Labormediziner und Molekularbiologe auch aktuelle bioethischen Debatten wie der zu, ob Menschen mittels der CRISPR/Cas-Technologie in die menschliche Keimbahn eingreifen sollten. Cullen der einräumte, sich für den Mechanismus der Genscheren und ihre Effizienz („präziser, schneller, preiswerter“) durchaus zu begeistern, warnt dennoch eindringlich vor ihrem Einsatz beim Menschen. Seine Ablehnung begründete Cullen unter anderem mit der „Janusköpfigkeit der Genetik“. Zahlreiche genetische Mutationen hätten sowohl „positive wie negative Auswirkungen“. So senke etwa eine Mutation des Gens APOE2 das Risiko für Morbus Alzheimer, erhöhe jedoch das Risiko für Fettstoffwechselstörungen. Andere Mutationen senkten hingegen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gingen dafür aber mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer einher. Da genetische Veränderungen der Keimbahn an alle nachfolgenden Generationen weitervererbt würden, käme ein Herumbasteln am genetischen Code des Menschen einem „Freilandversuch in der Zeit“ gleich. „Wir wissen schlicht nicht, was wir damit anstellen“, erklärte Cullen.

Ausführlich ging Cullen auch auf die Herstellung von Mensch-Tier-Wesen ein. Diese würden vor allem mit dem Ziel erzeugt, Fortschritte bei der Xenotransplantation zu machen. Eine Reihe von Forschern hoffe, in solchen Mischwesen Organe für die Transplantation beim Menschen reifen lassen zu können. Cullen lehnt das ab. In den Mensch-Schwein-Mischembryonen, wie sie etwa der Spanier Juan Carlos Izpisúa Belmonte am Salk Institute für Biological Studies in La Jolla in US-Bundesstaat Kalifornien herstellt, erblickt der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“ eine schwere Verletzung der „Gattungswürde“ des Menschen. Die Unverfügbarkeit des Menschen, der als einziges Lebewesen in der Lage sei, Verantwortung für sich und seine natürlichen, geschichtlichen und kulturellen Lebensgrundlagen zu übernehmen, sei ein „vergessenes Menschenrecht“, so Cullen.


Bundestag berät Anfang Juni über Reform der Organspende

Berlin (ALfA). Der Deutsche Bundestag wird Anfang Juni in Erster Lesung über eine Reform der Organspende beraten. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ unter Berufung auf den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Debattiert werden nach dem derzeitigen Stand dann zwei Gesetzentwürfe, zwischen denen sich die Abgeordneten entscheiden müssen.

Der von Lauterbach gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erarbeitete „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der doppelten Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz“ will die sogenannte doppelte Widerspruchslösung in Deutschland einführen. Ihr zufolge würde künftig jeder Mensch mit Erreichen der Volljährigkeit als potentieller Organspender gelten, es sei denn, er hat dem rechtzeitig ausdrücklich widersprochen.

Eine Gruppe von Abgeordneten von Union, SPD, FDP, Grünen und Linken um Grünen-Chefin Annalena Baerbock und den CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger will das verhindern. Ihr „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Entscheidungsfreiheit bei der Organspende“ sieht die Einrichtung eines Onlineregisters vor, in dem Bürger ihre Haltung zur Organspende vermerken können. Bei der Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses sollen die Bürger künftig von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erstellte Informationsmaterialien erhalten. Bei der Abholung des Ausweises sollen sie dann gebeten werden, ihre Entscheidung in dem Online-Register zu vermerken. Dabei sollen sie auch angeben können, dass sie sich nicht festlegen wollen. Außerdem sollen die Befragten einen Zugangscode und eine individuelle PIN erhalten, um ihre Angaben umstandslos jederzeit ändern zu können. Nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ lehnt die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag ebenfalls die Einführung der Widerspruchsregelung ab. An dem interfraktionellen Gruppenantrag ist sie jedoch nicht beteiligt.


Vincent Lambert: Ärzte stellen Behandlung ein

Reims (ALfA). Die Ärzte am Universitätsklinikum Reims haben die lebenserhaltenden Maßnahmen für den Wachkomapatienten Vincent Lambert eingestellt. Das berichtet der österreichische Fernsehsender ORF unter Berufung auf französische Medienberichte. Der 42-Jährige war 2008 mit dem Motorrad schwer verunglückt und befindet sich seitdem im Wachkoma. Der querschnittsgelähmte Lambert kann selbstständig atmen, muss aber künstlich ernährt werden. Während die Frau des ehemaligen Krankenpflegers behauptet, ihr Mann habe nie gewollt, dass sein Leben künstlich verlängert werde, haben die Eltern gegen die Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen geklagt und in den zurückliegenden Jahren sämtliche Instanzen bis hinauf zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angerufen. Vergeblich. Eine Patientenverfügung Lamberts gibt es nicht.


USA: Trump twittert gegen Abtreibungsgesetz in Alabama

Montgomery/Washington (ALfA). US-Präsident Donald Trump hat sich über den Kurznachrichtendienst Twitter für ein Recht auf Abtreibung nach Vergewaltigung und in Inzest-Fällen ausgesprochen. Wörtlich twitterte Trump am Sonntag: „Wie die meisten Menschen wissen und für die, die es gerne wissen möchten, ich bin streng Pro-Life, mit den drei Ausnahmen – Vergewaltigung, Inzest und zum Schutz des Lebens der Mutter – dieselbe Position vertrat auch Ronald Reagan.“ Wenige Tage zuvor hatte der US-Bundesstaat Alabama ein Gesetz verabschiedet, das vorgeburtliche Kindstötungen auch in Fällen von Vergewaltigung und Inzest bei Strafe verbietet. Ärzte, die sich darüber hinwegsetzen, droht das Gesetz Haftstrafen von zehn bis zu 99 Jahren an.


Termine

24.-27.10.2019
„,Zurück zu den Wurzeln’ oder eher ,Auf zu neuen Ufern’“
Kaleb-Kooperationsseminar in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA e.V.)
Ort: Allianzhaus Bad Blankenburg (Thüringen)
Mehr Informationen: info@kaleb.de

15.-17.11.2019
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Beginn: Freitag 15.11.2019, 18 Uhr
Ende: Sonntag, 17.11.2019, 12 Uhr
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Flyer, Anmeldung und weitere Informationen unter:monika.friederich@alfa-ev.de

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen:www.alfa-ev.de/aktuelles/termine

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

Spenden
ALfA e.V.

Vom Newsletter abmelden