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Trump spricht zu „Marsch für das Leben“-Teilnehmern

Washington (ALfA). Als erster US-Präsident hat sich Donald Trump am Freitag in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des US-amerikanischen „Marsches für das Leben“ („March for Life“) gewandt. Das berichten zahlreiche Medien. Der jedes Jahr Ende Januar in Washington stattfindende Marsch gilt als die weltweit größte Protestveranstaltung gegen Abtreibung. Er erinnert an die Entscheidung des Supreme Courts aus dem Jahr 1973. Mit seinem Urteil „Roe versus Wade“ hatte der Oberste Gerichtshof der USA vorgeburtliche Kindstötungen legalisiert.

In diesem Jahr fand der Marsch bereits zum 45. Mal statt. Die Rede Trumps wurde aus dem Rosengarten des Weißen Hauses auf Videoleinwände an der National Mall in Washington übertragen. „Während meiner Amtszeit werden wir immer das allererste Recht der Unabhängigkeitserklärung verteidigen. Und das ist das Recht auf Leben“, sagte Trump unter dem Applaus von Hundertausenden, die an dem Marsch teilnahmen. In seiner neunminütigen Rede lobte Trump auch die Marsch-Teilnehmer selbst: „Ihr liebt Eure Familien, ihr liebt Eure Nachbarn und Ihr liebt jedes Kind – geboren und ungeboren – weil Ihr daran glaubt, dass jedes Leben heilig und jedes Kind ein kostbares Geschenk von Gott ist.“

Es ist das erste Mal, dass sich ein regierender US-Präsident auf diese Weise an Abtreibungsgegner wandte. Andere republikanische US-Präsidenten hatten mit den Veranstaltern bisher nur telefoniert. Im vergangenen Jahr hatte US-Vizepräsident Mike Pence persönlich an der Veranstaltung teilgenommen und zu den Marsch-Teilnehmern gesprochen.


Trump will Gewissenfreiheit im Gesundheitswesen sichern

Washington (ALfA). US-Präsident Donald Trump will Ärzte, Krankenschwestern und andere Beschäftigte des Gesundheitswesens davor schützen, gegen ihren Willen an Abtreibungen teilnehmen zu müssen. Das berichtet das Online-Portal der überregionalen katholischen Zeitung „Die Tagespost“. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu Protesten religiöser Ärzte, Krankenschwester oder Pfleger gekommen, die von ihren Arbeitgebern gegen ihre moralischen Überzeugungen zur Teilnahme an Abtreibungen oder Geschlechtsumwandlungen gezwungen worden seien.

Um das Recht auf Religionsfreiheit zu schützen, wolle die US-Regierung ein sogenanntes „Bürgerrechtsamt“ einsetzen, das unter dem Dach des Ministeriums für Gesundheit und Soziale Dienste angesiedelt werden solle.

Bürgerrechts-, Schwulen- und Lesben-Organisationen sowie Abtreibungsrechts-Verfechter lehnten den Vorstoß ab. Das „Bürgerrechtsamt“ sei ein Instrument, „um den Zugang zu Gesundheitsleistungen für Transgender und Frauen einzuschränken“, wird Patty Murray, eine Senatorin der Demokraten zitiert. Dagegen habe der Präsident des „Family Research Council“, Tony Perkins, Trumps Ankündigung begrüßt: „Amerikaner sollten nicht gezwungen sein, zwischen ihrem Glauben und ihrem Wunsch, den Patienten zu helfen, zu wählen.“

Wie das Portal schreibt, sende Trump, „dessen Sympathiewerte bei religiösen Wählern zuletzt leicht sanken“, mit der Ankündigung „ein deutliches Signal an das konservativ-christliche Lager“. Insbesondere Evangelikale stünden nach wie vor treu zu ihm. „Wir finden nicht alles gut, was er macht und sagt. Doch wir unterstützen ihn weiterhin, weil er tut, was er versprochen hat“, wird Richard Land, Präsident des Evangelischen Seminars Süd zitiert.


EKD-Ratsvorsitzende: Werbung für Abtreibungen muss verboten bleiben

München/Berlin (ALfA). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Heinrich Bedford-Strohm, hat sich gegen die Abschaffung des Paragrafen 219a ausgesprochen. Das berichtet das christliche Medienmagazin „Pro“.

„Ein Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche halte ich für richtig“, erklärte Heinrich Bedford-Strohm. Dass darüber informiert werden könne, sei legitim, nicht aber Werbung für entsprechende Eingriffe. Er halte nichts davon, nun das als Kompromisslösung nach mühsamen Diskussionen errungene Gesetz zu verändern, so Bedford-Strohm.


Suizidhilfe: „Ärzte für das Leben“ loben Di Fabio-Gutachten

Münster (ALfA). Der Verein „Ärzte für das Leben“ hat ein Anfang der Woche veröffentlichtes Gutachten des Bonner Staatsrechtslehrers und ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Di Fabio begrüßt. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. In dem Gutachten stelle Di Fabio fest, dass der Staat unheilbar kranken Patienten keine Präparate zur Selbsttötung aushändigen dürfe.

Im März vergangenen Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn in „extremen Ausnahmefällen“ unheilbar kranken Patienten Präparate zur Selbsttötung zur Verfügung stellen müsse. Das Institut habe daraufhin Di Fabio um ein Rechtsgutachten gebeten. Laut Di Fabio sei eine Mitwirkung des Staates an Selbsttötungen „verfassungsrechtlich nicht haltbar“. Die Richter hätten durch ihr Urteil die Gewaltenteilung ausgehebelt. Aus dem Recht auf Selbsttötung lasse sich keine Pflicht des Staates ableiten, bei einem Suizid zu helfen.

Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sei nun der Bundestag gefordert. Er solle mit einem neuen Gesetz Klarheit bei der Hilfe zur Selbsttötung schaffen. Wie der Vorsitzende der „Ärzte für das Leben“, Paul Cullen, auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, habe das Gericht seine Kompetenzen maßlos überschritten. Cullen appellierte an Gesundheitsminister Gröhe, dem Vorschlag Di Fabios zu folgen, bis zur gesetzlichen Klarstellung durch das Parlament einen „Nichtanwendungserlass“ anzufertigen. Nur so könne das Bundesinstitut aus der Bindung an das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts entlassen werden, betonte Cullen. Mittlerweile hätten bereits 83 Sterbewillige einen Antrag auf Herausgabe des Schlafmittels gestellt. Dem sei das Institut bislang nicht nachgekommen. Deswegen liefen drei Untätigkeitsklagen.


Feministen für Verbot von Leihmutterschaft

Den Haag/Paris (ALfA). Feministinnen des Vereins „Collectif pour le Respect de la Personne“ (CoRP) fordern ein Verbot von Leihmutterschaften und kritisieren die Haagener Konferenz für internationales Privatrecht (HCCH), die derzeit Mindeststandards für einen internationalen Rechtsrahmen erarbeitet. Das berichtet das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) in seinem monatlich erscheinenden Newsletter. Demnach forderte das CoRP bei einem Treffen mit Frankreichs Justizministerin Nicole Belloubet die Erarbeitung eines internationalen Übereinkommens gegen entwürdigende Formen des „Reproduktions-Tourismus“. Sofern die Haager Konferenz lediglich für einen „reibungslosen Ablauf von Leihmutterschaft“ sorge, legitimiere sie deren Praxis und stärke die Entwicklung eines Marktes, der mit internationalen Dokumenten zu den Menschenrechten unvereinbar sei. Frankreich solle vor der HCCH den Standpunkt der „Abschaffung der Sklaverei“ vertreten und „jede spezifische Regelung von Adoption im Rahmen der Haager Konferenz ablehnen, die die Praxis der Leihmutterschaft reguliert oder deren Folgen bestätigt“. Im internationalen Recht müsste Leihmutterschaft wie Sklaverei oder jede andere Form von Menschenhandel verboten werden.


Termine

26.-28.01.2018
vitaL-Jahresseminar
Haus Nazareth, Bad Laer

09.-11.3.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Haus Nazareth, Bad Laer

Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung aufzubauen, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht. Doch wie gelingt uns das am besten? Was brauche ich als Beraterin, um hilfreich sein zu können, in einem harmonischen Gleichgewicht zu bleiben und mich wohl zu fühlen? Und wie kann ich mit möglichen Rückschlägen gut umgehen? Unser Praxisseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, die Haltung und die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg zu vertiefen oder kennenzulernen. Sie können Ihre Selbstwahrnehmung erweitern und Ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen stärken. Dies führt zu mehr Wohlbefinden in Ihrer Rolle als Beraterin und Ihre Gespräche lassen sich noch leichter und erfolgreicher gestalten.

Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.

Kosten: 70 Euro für Übernachtung und Verpflegung
Anmeldung bei Monika Friederich, monika.friederich@alfa-ev.de
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

 

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

27.-28.04.2018
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den Ärzten für das Leben
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:

 

Willow-Creek Leitungskongress Dortmund, 08.-10.02.2018
didacta Hannover, 20.-25.02.2018
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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