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§ 219a: Abtreibungsbefürworter erhöhen Druck auf Regierung

Berlin (ALfA). Gegner des Werbeverbots für vorgeburtliche Kindstötungen erhöhen den Druck auf die Bundesregierung. Das berichtet das Online-Portal der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Demnach wird am morgigen Montag beim Bundeskanzleramt sowie den Ministerien für Familie, Justiz und Gesundheit ein von 26 Organisationen unterzeichneter offener Brief eingehen, in welchem die Unterzeichner die Streichung des § 219a fordern. Das Schreiben, das der SZ vorläge, trage den Titel: „Für einen freien Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche – § 219a StGB aufheben!“

Laut der SZ zählen neben dem Verband Pro Familia auch die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Juristinnenbund sowie die Frauenorganisationen von SPD, Grünen und FDP sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu den Unterzeichnern. Frauen hätten „ein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung“. Dazu zähle neben dem Informationsrecht auch die frei Arztwahl. Der § 219a schränke dieses Recht jedoch ein und erschwere „Schwangeren den freien Zugang zu sachlichen Informationen über die konkreten Möglichkeiten eines Abbruchs“, zitiert die SZ aus dem Schreiben.


Montgomery für Kompromiss bei § 219a

Berlin (ALfA). Im Streit um den Wegfall oder Erhalt des Werbeverbots für Abtreibungen im Strafgesetzbuch wirbt der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, jetzt für eine Kompromisslösung. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Demnach schlug Montgomery am Donnerstag vor, eine „zentrale Liste“ mit jenen Ärzten zu erstellen, die Abtreibungen vornähmen. Frauen, die eine Abtreibung erwögen, erhielten auf diese Weise eine vollständige Informationsgrundlage; die dort notierten Ärzte wiederum hätten die Gewissheit, dass sie nicht wegen verbotener Werbung belangt werden könnten. „Darüber müssen wir nochmal nachdenken, gemeinsam mit Gesundheitsminister Spahn“, sagte Montgomery laut der FAZ. Verantwortlich für eine solche Liste könnten die dem Gesundheitsministeriumunterstellte Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder auch die Landesärztekammern sein. Der Paragraph 219a StGB verbietet es, vorgeburtliche Kindstötungen oder Mittel, die eine Abtreibung befördern, öffentlich „anzubieten, anzukündigen oder anzupreisen“. Verstöße können mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Haft Jahren bestraft werden.


Belgien: Zahl der Menschen mit Down-Syndrom sinkt

Brüssel (ALfA). Nach Ansicht von Experten sorgen nichtinvasive pränatale Gentests (NIPD) dafür, dass in Belgien immer weniger Kinder mit Trisomie 21 geboren werden. „In etwa fünf Jahren werden es wahrscheinlich unter zehn Kinder pro Jahr in Flandern sein“, sagte Hendrik Cammu, Sprecher des belgischen Studienzentrums für Perinatale Epidemiologie (SPE) in Brüssel, der Beilage „Christ und Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“. Seit Juli 2017 bezuschusst das belgische Gesundheitsministerium einen dieser Bluttests, um festzustellen, ob ungeborene Kinder Träger des Down-Syndroms sind. Anstatt mehrere hundert Euro kostet der Test seitdem nur noch 8,68 Euro. Wie die Zeitung weiter scheibt, analysiere allein das Labor der Katholischen Universität Leuven pro Woche inzwischen dreimal so viele NIPD-Bluttests wie noch vor einem Jahr.

Der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) befürchtet deshalb ein Verschwinden von Menschen mit Trisomie 21. „Ich habe die große Sorge, dass Kinder mit Down-Syndrom durch den Test keine Chance mehr haben, auf die Welt zu kommen“, sagte Liese, der selbst Arzt ist. Für viele Menschen sei eine Trisomie 21 nur ein „Defekt“. Über die Lebensfreude, die diese Kinder ausstrahlten, würde mit den Eltern vor dem Test nicht gesprochen, so Liese. Seiner Ansicht nach sollten Schwangere, bei denen ein NIPD positiv ausfällt, die Möglichkeit haben, Menschen mit Trisomie 21 zu begegnen. „Das aber wird immer schwieriger, wenn es immer weniger gibt“, zitiert „Christ und Welt“ Liese. 


Abtreibung behinderter Kinder: Gesellschaftlicher Druck nimmt zu

Trier (ALfA). Der Mannheimer Medizinethiker Axel W. Bauer hat sich gegen eine Kostenübernahme der Krankenkassen für den sogenannten Praena-Test ausgesprochen. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Der nichtinvasive Bluttest, mit dem ungeborene Kinder unter anderem auf das Down-Syndrom getestet werden können, diene nicht der Behandlung oder Heilung des Patienten, sondern verfolge lediglich das Ziel, die Geburt von Menschen mit Behinderungen zu verhindern. Dem Bericht zufolge machte Bauer auf der Fachtagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), die unter Überschrift „Kinder – Nur noch qualitätsgeprüft?“ stand, auch einen Widerspruch beim gesellschaftlichen Umgang mit Menschen mit Behinderungen aus. Auf der einen Seite werde viel Wert auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen gelegt, auf der anderen Seite finde bei ungeborenen Menschen eine „Rasterfahndung nach Behinderungen“ statt. Auf der Tagung, die zum Start der „Woche für das Leben“ in Trier stattfand, beklagte Bauer einen wachsenden „Perfektionsdruck“. Dieser führe dazu, dass die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vorgeburtlicher Untersuchungen auch genutzt würden.

Der Würzburger Medizinrechtler Rainer Beckmann warnte auf derselben Tagung vor einer Aushöhlung des Embryonenschutzgesetzes. So sei dem Gesetz zufolge etwa die Leihmutterschaft in Deutschland verboten. In einigen Fällen sei aber dennoch bereits heute viel möglich.

Die BVL-Vorsitzende Alexandra Linder sagte, es gebe derzeit zwei Tendenzen: „Die eine versucht, Kinder, die nicht der Norm entsprechen, zu verhindern oder zu beseitigen. Die andere versucht, möglichst perfekte Kinder herzustellen. Das ist Eugenik durch die Hintertür“. Der Bundesverband Lebensrecht fordere deswegen Inklusion auch schon vor der Geburt, erklärte Linder, die auch Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) ist.


Australischer Sterbehelfer stellt persönliche Gaskammer vor

Amsterdam (ALfA). Der Gründer von Exit International, der Australier Philip Nitschke, hat auf einer Bestattungsmesse in Amsterdam eine neue Maschine zur Selbsttötung vorgestellt. Das berichtet der Internet-Nachrichtendienst der britischen „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC). Demnach stellte Nitschke, auch bekannt als Dr. Death, in der Westerkerk Kirche in Amsterdam einen futurisch anmutenden Sarkophag vor, der sich mit Stickstoff fluten lässt und seinem Nutzer einen hypoxischen Tod bereitet. Wie SPUC weiter berichtet, soll der erste funktionsfähige „Sacro“, so der Name des biologisch abbaubaren Behälters, noch in diesem Jahr in den Niederlanden gebaut werden. Anschließend soll die Maschine in Schweiz verschifft werden, wo Beilhilfe zur Selbsttötung unter bestimmten Umständen legal ist.


Termine

27.-28.04.2018
„Gewissenlos in die bioethische Zukunft?“

Ordentliche Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den „Ärzten für das Leben“
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Programm
Freitag, 27. April 2018
18:30 Uhr: Begrüßung und Tagungseröffnung:
Alexandra Maria Linder M.A. (ALfA), Prof. Dr. Paul Cullen (ÄfdL)
Anschließend: Podiumsdiskussion: „Gewissensfreiheit für Angehörige medizinischer Berufe: Was ist sie noch wert?“ Mit: Dr. Thomas Börner, Gynäkologe (Lüchow-Dannenberg); Rainer Beckmann, Jurist (Würzburg); Dr. Cornelius Roth, Theologe (Fulda)
Moderation: Cornelia Kaminski

Samstag, 28. April 2018
09:00 bis 11:45 Uhr: Kurzvorträge mit anschließender Diskussion
09:00 bis 09:45 Uhr: Vorgeburtliche Therapie statt vorgeburtlicher Selektion
Referent: Prof. Dr. med. Holm Schneider (Erlangen)
09:45 bis 10:30 Uhr: Genmanipulation und Menschenoptimierung
Referent: Prof. Dr. med. Paul Cullen (Münster)
10:30 Uhr: Kaffeepause
11:00 bis 11:45 Uhr: Leihmutterschaft und Gametenspende: Der Markt der Möglichkeiten
Referent: Dr. med. Michael Kiworr (Mannheim) 
11:45 bis 12:45 Uhr: Die Demontage der demokratischen Freiheiten
Referentin: Gabriele Kuby (Rimsting)
Moderation: Prof. Dr. med. Kai Witzel
Mehr Informationen unter: www.alfa-ev.de/aktuelles/termine/

 

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

 

Vorgemerkt:
1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln
Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

Mehr Informationen in Kürze

07.06. 2018
Darf’s auch ein bisschen vom Schwein sein? Vom Retortenbaby zum Mischwesen
In dieser, vom ALfA-Regionalverband Memmingen/Unterallgäu organisierten Informationsveranstaltung wird aufgezeigt, wie die Reproduktionsmedizin dabei ist, den Menschen sich selbst zu entfremden und sich anmaßt, die Grenzen zwischen uns und anderen Spezies mittels der Bildung von Mischwesen aufzuweichen. Was sich wie gruselige Science-Fiction anhört, ist bereits Realität.Sie wirft Fragen auch, die nur für die Medizin oder für die unmittelbar betroffenen Personen Relevanz besitzen, sondern für die ganze Gesellschaft.

 

Referent: Professor Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V.
Ort: Stadthalle Memmingen
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt frei

Mehr Informationen unter: https://www.mischwesen.net/

 

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

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