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Abgeordnete wollen Debatte über Bluttest für Downsyndrom

Berlin (ALfA). Bundestagsabgeordnete von Union, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei haben sich für eine ethische Debatte über Bluttests zur Erkennung des Downsyndrom (Trisomie 21) bei ungeborenen Kindern im Deutschen Bundestag ausgesprochen. Das berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“ unter Berufung auf die „Bild am Sonntag“ (BamS). 

Wie im ALfA-Newsletter bereits mehrfach berichtet, prüft der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen derzeit, ob der Bluttest in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden kann. Damit würde der Test zur Regelleistung. Bislang müssen Schwangere den Test, der zwischen 250 und 400 Euro kostet, selbst bezahlen. Das Bundesforschungsministerium begründete die Förderung des nichtinvasiven Tests damals damit, dass er in vielen Fällen eine Fruchtwasseruntersuchung ersetzen könne, die das Risiko einer Fehlgeburt erhöhe.

Wie „idea“ weiter schreibt, forderten zehn Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Linken in einem Papier, das den Titel „Vorgeburtliche Bluttests – wie weit wollen wir gehen?“ trägt, eine offene Debatte über Risiken und Nutzen des Tests. Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke (CDU). Henke ist auch Vizevorsitzender des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags. Laut BamS unterstützten darüber hinaus auch die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, Volker Kauder (CDU), und Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, eine entsprechende Debatte in Parlament.


Planned Parenthood verklagt Idaho

Boise (ALfA). Der US-amerikanische Abtreibungsdienstleiter „Planned Parenthood“ hat den US-Bundesstaat Idaho verklagt. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“. Grund für die Klage sei ein neues Gesetz, das Abtreibungskliniken dazu verpflichte, die staatlichen Aufsichtsbehörden über medizinische Komplikationen zu informieren, die bei der Durchführung vorgeburtlicher Kindstötungen auftreten können.

Wie das Portal schreibt, betrachte Planned Parenthood den sogenannten „Abortion Complications Reporting Act“ als verfassungswidrig. Laut „Planned Parenthood“ verlange das Gesetz Auskünfte, die in die Privatsphäre der Patientinnen eingriffen und nichts mit dem Schutz ihrer Gesundheit zu tun hätten. Wie das Portal weiter schreibt, spezifiziere das Gesetz, das am 1. Juli in Kraft trat, 37 Komplikationen, die während oder nach einer Abtreibung auftreten könnten. Dazu zählten physiologische Beeinträchtigungen wie die Perforation des Gebärmutterhalses, Blutungen oder Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut sowie psychologische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Suizidgedanken.

Ziel des Gesetzes sei es, hinreichend Daten zu sammeln, um wissenschaftliche Studien zur Sicherheit von Abtreibungen zu ermöglichen. Während die Identität der Mütter, die ihre ungeborenen Kinder abtreiben lassen, nicht preisgegeben werden müsse, schreibe das Gesetz vor, dass der Name des verantwortlichen Mediziners offengelegt werden müsse. Angegeben werden müssten zudem, das Alter des ungeborenen Kindes und seiner Mutter, deren Herkunft sowie die Anzahl möglicher früherer Abtreibungen. Wie das Portal unter Berufung auf das „Guttmacher-Institute“ weiter berichtet, gelten außer in Idaho in 26 weiteren US-Bundesstaaten mittlerweile vergleichbare Auflagen für Anbieter vorgeburtlicher Kindstötungen.


Australien: Höchstgericht spricht Frau Eigentumsrechte am Sperma des toten Exfreundes zu

Brisbane (ALfA). Das Sperma eines Toten kann von dessen Exfreundin zur Zeugung eines Kindes und zur Herbeiführung einer Schwangerschaft verwendet werden. Das entschied, wie der britische Internetnachrichtendienst „lifesitenews.com“ berichtet, ein Höchstgericht in Australien.

Dem Bericht zufolge hatte der Mann drei Jahre bei der Frau gelebt, bevor er Selbstmord beging. Da das Paar offenbar plante, zu heiraten und Kinder zu bekommen, erwirkte seine Freundin mit Unterstützung der Familie des Mannes umgehend eine gerichtliche Verfügung, die es ihr gestattete, der Leiches ihres Exfreundes Sperma und reproduktives Gewebe entnehmen zu lassen.

Wie Susan Brown, Richterin am Supreme Court des australischen Bundesstaats Queensland, entschied, ging das Sperma des Toten damit in den Besitz seiner Exfreundin über. „Sobald das Sperma von Körper“ des Toten „getrennt war, war es Eigentum, das sich zu dauerhaftem Besitz eignet, da seine Entfernung, Separierung und Aufbewahrung Ergebnis einer gesetzlichen Ausübung von Arbeit und Fähigkeit war“, zitiert „lifesitenews.com“ aus der Entscheidung.


Großbritannien: Ethikrat hält Schaffung von Designerbabys unter bestimmten Bedingungen für „moralisch zulässig“

London (ALfA). Der britische „Nuffield Council on Bioethics“ hält die Erschaffung von Designerbabys durch Manipulation der DNA menschlicher Embryonen vor ihrer Übertragung in die Gebärmutter einer Frau für „moralisch zulässig“, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt seien. Das teilte der Rat unter Verweis auf seinen kürzlich erschienenen Report „Genome editing and human reproduction: social and ethical issues“ in dieser Woche auf seiner Homepage (nuffieldbioethics.org) mit. In dem Bericht entfaltet das Expertengremium die Bandbreite der ethischen Probleme, die sich aus seiner Sicht ergäben, wenn das sogenannte Genome-Editing als Fortpflanzungsoption für zukünftige Eltern verfügbar werde.

Damit sie „ethisch vertretbar“ seien, müssten die Eingriffe in das Erbgut mit dem „Wohlergehen der zukünftigen Person“ in Einklang stehen, dieses sichern können und dürften nicht zu Benachteiligungen, Diskriminierung oder einer Spaltung der Gesellschaft führen.

Bevor Veränderungen des menschlichen Erbguts erlaubt werden könnten, müsse es ausreichend Gelegenheit für das Führen einer breit angelegten gesellschaftlichen Debatte über die Verwendung der Technologie und deren mögliche Auswirkungen gegeben haben. Dabei müssten die Risiken von nachteiligen Auswirkungen für Einzelpersonen, Gruppen und der ganzen Gesellschaft angemessen bewertet und Maßnahmen zu deren Überwachung und Überprüfungen ergriffen werden. Entsprechende Eingriffe sollte nur im Rahmen klinischer Studien erfolgen, bei denen die langfristigen Auswirkungen für Einzelpersonen und Gruppen überwacht und von der zuständigen Aufsichtsbehörde streng reguliert werden.

Obwohl Großbritannien seit langem eines der liberalsten Fortpflanzungsmedizingesetze der Welt besitzt, erlaubt der „Human Reproduction Act“ bisher keine genetischen Manipulationen an Embryonen, die anschließend einer Frau übertragen werden. Genetisch manipulierte Embryonen – Forschung an Embryonen ist in Großbritannien hingegen erlaubt – müssen daher anschließend vernichtet werden.


Termine

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen unter jugend.alfa-ev.de/ueber-uns/termine/

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Vorankündigung
Freitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation
Anmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.de
Erläuterungen zum Seminar:
Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.
In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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