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ALfA wünscht Gesegnete Weihnacht

Augsburg (ALfA). herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem ALfA-Newsletter. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Bleiben Sie uns verbunden und empfehlen Sie uns weiter!

Ihr ALfA-Bundesvorstand

Alexandra Linder, Holm Schneider, Cornelia Kaminski, Hans-Peter Reiche, Maria Schmölzing Monika Friederich, Inga Hager, Anna Ott, Sieglinde Reiche, Benedikt Oyen, Dietmar Ströbel

P.S. Die Redaktion des ALfA-Newsletter macht Ferien. Die nächste Ausgabe des ALfA-Newsletters erscheint am 7. Januar.


Texas lässt Ungeborene bestatten

Austin (ALfA). Im US-Bundesstaat Texas müssen seit Anfang dieser Woche sämtliche tot geborene oder abgetriebene Kinder bestattet werden. Das neue Gesetz sieht vor, das jedes fehlgeborene oder bei einer vorgeburtlichen Kindstötung um Leben gekommene Kind, unabhängig von Alter und Entwicklungsstand, anschließend entweder beerdigt oder aber feuerbestattet werden muss. „Ich glaube nicht, dass sterbliche Überreste von Embryonen wie medizinischer Abfall behandelt und auf Mülldeponien landen sollten“, begründete der Gouverneur von Texas, der Republikaner Greg Abbott, die neue gesetzliche Bestimmung gegenüber der „New York Times“.


Suizidhilfe: Weitere Beschwerde

Karlsruhe (ALfA). Gegen das Anfang November letzten Jahres vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Suizidbeihilfe liegen mittlerweile ein Dutzend Verfassungsbeschwerden vor. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf die Katholische Nachrichtenagentur KNA. Wie die Zeitung weiter schreibt, reichte, nachdem bislang vor allem Sterbehilfevereine, Palliativmediziner und tödlich Erkrankte das Gesetz als zu restriktiv ablehnten, kürzlich auch das Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ eine Verfassungsbeschwerde ein, weil es den vom Bundestag beschlossenen Paragraphen 217 des Strafgesetzbuchs als zu liberal empfinde. Dies habe ein Sprecher des Gerichts am Montag dieser Woche in Karlsruhe bestätigt. Vor der Verabschiedung des umstrittenen Gesetzes war jede Form der Suizidbeihilfe in Deutschland straffrei. Das neue Gesetz stellt nun erstmals die „geschäftsmäßige“, das heißt  die organisierte Förderung der Beihilfe zur Selbsttötung, unter Strafe. Angebote der Suizidbeihilfe wie das des Vereins „Sterbehilfe Deutschland“ sind damit untersagt. Von der Strafandrohung ausgenommen bleiben dagegen laut dem Gesetz Personen, die dem Suizidwilligen nahestehen.

Das Arbeitsbündnis „Kein assistierten Suizid in Deutschland“, zu dem sich Ärzte, Juristen, Pädagogen, Philosophen, Ökonomen und Pfleger zusammengeschlossen haben, kritisiert, durch das Gesetz steige die gesellschaftliche Akzeptanz des Suizids und der Suizidbeihilfe, womit auch die Zahl der Suizidtoten ansteigen dürfte. Der Arzt sei aber Beschützer des Lebens und „dürfe nicht zur Gefahr für das Leben seiner Patienten werden“. In dem Gesetz sieht in das Bündnis zudem eine „Abkehr von dem seit 2.400 Jahren respektierten ärztlichen Ethos in der Hippokratischen Tradition, den kranken Menschen zu heilen oder, wo dies nicht möglich ist, sein Leiden zu lindern“. Ferner sei in den allermeisten Fällen der Wille Sterbewilliger gar „nicht im positiven Sinne des Wortes frei“. Betroffene müssten daher vielmehr sowohl vor einer eigenen Kurzschlusshandlung als auch vor Handlungen Dritter geschützt werden. Dabei komme dem Staat eine Schutzpflicht zu.


Bayern und die PID

München (ALfA). Die bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik (PID) hat im laufenden Jahr die meisten bei ihr eingegangen Anträge auf Durchführung einer PID auch bewilligt. Von 128 Anträgen wurden 102 positiv beschieden, das sind knapp 80 Prozent, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) Anfang der Woche in München mitteilte. Bei der PID wird ein durch künstliche Befruchtung erzeugter Embryo einem Gen-Check unterzogen, bevor er in die Gebärmutter übertragen wird. Ziel der Untersuchung ist es, nur solche Embryonen in den Uterus der Mutter zu transferieren, die genetisch unauffällig sind.

Bei ihrem Entscheidungen berücksichtige die Kommission die maßgeblichen psychischen, sozialen und ethischen Gesichtspunkte der Einzelfälle, so Huml. Nach dem Embryonenschutzgesetz darf die PID nur in Ausnahmen und unter strengen Voraussetzungen vorgenommen werden. In Bayern gibt es dafür vier Zentren: zwei in München und je eines in Planegg (Kreis München) und in Regensburg. Die Kommission besteht aus acht Mitgliedern, unter ihnen Mediziner verschiedener Fachrichtungen, einem Ethiker, einem Juristen, einem Patientenvertreter und einem Vertreter einer Behinderten-Selbsthilfeorganisation. Vorsitzende ist die Reproduktionsmedizinerin Ursula Zollner. Seit der Gründung des Gremiums im März 2015, gab es nach Ministeriumsangaben insgesamt 135 zustimmende und 28 ablehnende Entscheidungen. Die Anträge hätten sich fast ausschließlich auf Fälle bezogen, in denen das Risiko der Vererbung einer schwerwiegenden Erbkrankheit hoch gewesen sei.


Marx betont ethische Grenzen

München (ALfA). Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx hat mit Blick auf neue Möglichkeiten der Medizin die Einhaltung ethischer Grenzen angemahnt. Angesichts der „Herausforderungen in der Forschung, die uns Sorgen machen“, müsse die Kirche immer wieder unterstreichen, dass das rechtlich Erlaubte nicht automatisch auch moralisch erlaubt sei, sagte Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, bei einem Gottesdienst zum 100-jährigen Bestehen der Münchner Universitätsfrauenklinik. Kirche und Medizin sollten, so Marx weiter, bei ethischen Fragen etwa am Beginn des Lebens im Gespräch bleiben. An die Vertreter der Klinik gewandt, sagte Marx: „Dieses Haus soll Leben ermöglichen und nicht verhindern, soll Leben frei machen, möglich machen, wo immer es möglich ist“. Der Kardinal dankte den Vertretern der Klinik, dass diese immer wieder das Gespräch mit der Kirche suchten „in den schwierigen Herausforderungen, die sich Ihnen stellen“.


Termine

13.-15.01. Akademie Bioethik
Zellhaufen? Mensch? Menschenrechte?
Gilt das Menschenrecht auf Leben schon vor der Geburt?

Veranstalter: Christdemokraten für das Leben (CDL), Jugend für das Leben (JfdL) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Veranstaltungsort: Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstraße 5, 50679 Köln
Tagungsbeitrag: 70,00 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück); 40,00 Euro (ohne Übernachtung, Frühstück)
Der Teilnehmerbeitrag kann auf Antrag bei CDL oder ALfA erlassen werden.

Anmeldung und/oder weitere Infos: kontakt@jugendfuerdasleben.de

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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