Newsletter im Web
Aktion Lebensrecht
für Alle
e.V.

Redaktion wünscht Frohe Weihnachten

Augsburg (ALfA). Die Redaktion des ALfA-Newsletters wünscht allen Bezieherinnen und Beziehern des ALfA-Newsletters frohe und besinnliche Weihnachtstage.


§ 219a: Hänel geht gegen Urteil vor

Gießen (ALfA). Die vom Amtsgericht Gießen wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen zur Zahlung einer Geldbuße von 6.000 Euro verurteilte Ärztin Kristina Hänel geht in die nächste Instanz. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Sprecherin des Gerichts meldet, habe Hänel fristgerecht Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt.

Laut der „Gießener Allgemeinen“ sei jedoch noch unklar, ob die Ärztin vor dem Landgericht Gießen in Berufung gehen oder beim Oberlandesgericht Revision beantragen werde. In einem Berufungsverfahren vor dem Landgericht würde das gesamte Verfahren neu aufgerollt. Bei einer Revision würde das Oberlandesgericht das Urteil des Amtsgerichts auf mögliche Rechtsfehler prüfen.

Wie der neue Verteidiger Hänels, der Gießener Anwalt Hans Goswin Stomps der Zeitung sagte, läge das schriftliche Urteil noch nicht vor. Sobald dieses da sei, wolle er es prüfen. Binnen vier Wochen müsse dann entweder Berufung eingelegt oder Revision beantragt werden.


Strafrechtler für Reform des § 219a

Köln (ALfA). Strafrechtsprofessoren des „Kriminalpolitischen Kreises“ haben sich für eine „moderate Reform“ des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch ausgesprochen. Das berichtet die „Legal Tribune Online“. Demnach schlagen die Strafrechtler vor, das Werbeverbot für vorgeburtliche Kindstötungen künftig auf das Anbieten und Ankündigen strafbarer Abtreibungen zu beschränken. In allen anderen Fällen solle „besonders aggressive Werbung“ nur noch als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden. „Man sollte das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche auf einen akzeptablen Kern zurückführen. Ein aggressives Anpreisen kann man untersagen, aber wenn schon der bloße Hinweis auf einen an sich nicht strafbaren Schwangerschaftsabbruch unter Strafe gestellt wird, ist das widersprüchlich“ wird die Kölner Strafrechtlerin Elisa Hoven zitiert.


Patientenverfügung: Kirche pocht auf Freiheit des Gewissens

Rom (ALfA). Mehrere hohe kirchliche Würdenträger haben scharfe Kritik an dem neuen, umstrittenen Patientenverfügungsgesetz Italiens geübt. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblattes“. Das Gesetz, das der Senat des italienischen Parlaments vergangene Woche mit 180 gegen 71 Stimmen verabschiedet hatte, erlaubt es Patienten, Ärzten und Krankenhäuser bindend vorzuschreiben, wie sie sie zu behandeln hätten. Dabei gestattet das Gesetz Patienten nicht nur, Therapiemaßnahmen abzulehnen, sondern auch eine Einstellung künstlicher Ernährung zu verfügen. Letzteres lehnt die katholische Kirche ab. Nach ihrer Ansicht ist die künstliche Ernährung keine Therapiemaßnahme, sondern gehört zu der jedem Menschen geschuldeten Pflege.

Katholische Einrichtungen seien der „Verteidigung des Lebens“ verpflichtet und könnten, sofern es dafür keine klinischen Gründe gebe, der Bitte um Einstellung künstlicher Ernährung nicht nachkommen, erklärte der Gesundheitsbeauftragte der italienischen Bischofskonferenz, Massimo Angelelli. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagte dem italienischen Fernsehsender TV2000, es sei normal, dass katholische Krankenhäuser ankündigten, einige Punkte der neuen italienischen Patientenverfügung nicht umzusetzen. Es sei ein Mangel des Gesetzes, dass es Ärzten und Mitarbeitern katholischer Einrichtungen nicht die Möglichkeit eines Widerspruchs aus Gewissensgründen ermögliche.

Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti, drohte gar mit der Schließung von Krankenhäusern in katholischer Trägerschaft. Die Gewissensentscheidung sei ein Grundrecht und müsse sowohl Einzelpersonen als auch Einrichtung gewährt werden. Andernfalls bestehe das Risiko, dass katholische Krankenhäuser geschlossen werden müssten.


"Meckpomm" fördert künstliche Befruchtungen bei Unverheirateten

Schwerin (ALfA). Mecklenburg-Vorpommern bezuschusst künstliche Befruchtungen künftig auch bei unverheirateten Paaren. Wie die Sozialministerin des Landes, Stefanie Drese, in dieser Woche mitteilte, können nunmehr auch Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, eine Förderung durch das Land beantragen. Möglich werde dies durch eine Verwaltungsvereinbarung, die das Landesministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung mit dem Bundesfamilienministerium geschlossen habe.

Bei verheirateten Paaren übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen in der Regel rund 50 Prozent der Kosten, die bei einer künstlichen Befruchtung anfallen. Von dem verbleibenden Eigenanteil übernehmen Bund und Land 50 Prozent, so dass die Paare in der Regel nur noch 25 Prozent der Gesamtkosten tragen müssen. Mit der neuen Richtlinie könnten „erstmals auch Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben“ eine Förderung beantragen, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums.


Termine

26.-28.01.2018
vitaL-Jahresseminar
Haus Nazareth, Bad Laer

09.-11.3.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Haus Nazareth, Bad Laer

Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung aufzubauen, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht. Doch wie gelingt uns das am besten? Was brauche ich als Beraterin, um hilfreich sein zu können, in einem harmonischen Gleichgewicht zu bleiben und mich wohl zu fühlen? Und wie kann ich mit möglichen Rückschlägen gut umgehen? Unser Praxisseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, die Haltung und die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg zu vertiefen oder kennenzulernen. Sie können Ihre Selbstwahrnehmung erweitern und Ihre emotionalen und sozialen Kompetenzen stärken. Dies führt zu mehr Wohlbefinden in Ihrer Rolle als Beraterin und Ihre Gespräche lassen sich noch leichter und erfolgreicher gestalten.

Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation.

Kosten: 70 Euro für Übernachtung und Verpflegung
Anmeldung bei Monika Friederich, monika.friederich@alfa-ev.de
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

27.-28.04.2018
Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den Ärzten für das Leben
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:

MEHR-Konferenz Augsburg, 04.-07.01.2018
Willow-Creek Leitungskongress Dortmund, 08.-10.02.2018
didacta Hannover, 20.-25.02.2018
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

Spenden
ALfA e.V.

Vom Newsletter abmelden