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Meuthen gegen Verbot von Abtreibungen

Würzburg (ALfA). Jörg Meuthen, einer von zwei Parteivorsitzenden der AfD, hat sich gegen ein gesetzliches Verbot vorgeburtlicher Kindstötungen gewandt. Im Interview mit der überregionalen katholischen Zeitung „Die Tagespost“ sagte Meuthen: „Ein Staat muss sich auch fragen, ob er ein Recht setzen sollte, das er nicht durchsetzen kann. Mit dem Verbot ist weniger zu erreichen als mit Hilfeangeboten, die dafür sorgen, dass Menschen die in Not sind, die Kinder austragen und zur Welt bringen, um keine Schuld auf sich zu laden.“ In dem Interview bezeichnete Meuthen Abtreibungen als „Tötung menschlichen Lebens“ und sagte: „Jede Abtreibung ist eine zuviel“.

Im Wahlprogramm der AfD heißt es zum Thema Abtreibung: „Auch ungeborene Kinder haben ein Recht auf Leben. Viel zu oft wird dieses Recht der Selbstverwirklichung oder sozialen Zukunftsängsten untergeordnet.“ Angesprochen auf eine fehlende Positionierung der AfD in ihrem Wahlprogramm zu Themen wie Embryonenschutz, Leihmutterschaft und Eizellspende sagte Meuthen, man könne in einem Wahlprogramm nicht alle Themen abhandeln. „Dazu brächte man mehr Platz. Da konzentriert man sich schon sehr stark auf die Kernfragen.“ Das heiße „jedoch nicht, dass wir in unseren Fachausschüssen nicht daran arbeiten. Wir haben das aber nicht im Wahlprogramm.“


FDP für Eizellspenden und Leihmutterschaft

Würzburg (ALfA). Die Freien Liberalen (FDP) wollen das in Deutschland geltende Verbot von Leihmutterschaft und Eizellspende lockern. Eizellspende und nicht-kommerzielle Leihmutterschaft könnten „unter bestimmten Umständen eine richtige Entscheidung sein“, erklärte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer im Interview mit der überregionalen katholischen Zeitung „Die Tagespost“. Allerdings dürften weder Eizellspende noch Leihmutterschaft zum Erwerbszweig mutieren. Auch sei eine psychologische Betreuung der Betroffenen notwendig. Beer sagte, bei Paaren, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen könnten, gebe es „viel Schmerz und Trauer“. „Dem Lebensglück von Menschen rigorose Riegel vorzuschieben“, sei nicht angebracht. Andererseits sollte niemand „beispielsweise die Not einer Frau ausnutzen können, um sie durch Zahlungen hoher Summen zur Spende von Eizellen oder zum Austragen eines Kindes zu bewegen“.


7.500 Teilnehmer beim Marsch für das Leben

Berlin (ALfA). Rund 7.500 Teilnehmer haben nach Angaben des Bundesverbands Lebensrecht (BVL) am 16. September am diesjährigen „Marsch für das Leben“ in Berlin teilgenommen. Zum Schutz des Marsches, der diesmal auch wieder über die Prachtallee „Unter den Linden“ und durch das Brandenburger Tor führte, waren 850 Polizisten im Einsatz. „Das Lebensrecht und die Würde des Menschen sind unveräußerlich“, erklärte Robert Antretter, ehemaliger Bundestagesabgeordneter der SPD und Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe, auf der Kundgebung vor dem Berliner Reichstagsgebäude. Dabei verabschiedeten die Teilnehmer des Marsches, der in diesem Jahr unter dem Motto „Die Schwächsten schützen: Ja zu jedem Kind“ stand, auch eine Resolution mit neun Forderungen an den neu gewählten Deutschen Bundestag.

Der Schweigemarsch endete mit einem ökumenischen Gottesdienst, dem der Vorsitzenden der Evangelischen Allianz in Deutschland, Präses Ekkehart Vetter vorstand. In seiner Predigt dankte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer „aus ganzem Herzen allen Polizisten und Polizistinnen“. „Sie haben uns beschützt und somit das staatsbürgerliche Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt.“ „Das lautstarke Geschrei und die Obszönität des Protestes, der uns entgegenschlägt“ sei „ein untrüglicher Beweis dafür, dass wir etwas Wichtiges zu sagen, etwas Notwendiges zu vertreten, etwas Heiliges zu schützen haben“, so Voderholzer weiter. Zugleich mahnte der Bischof, beim Schutz des Lebens auch für die Menschen einzutreten, „die sich nach einer lebenswerten Heimat sehnen“.

Mehr Informationen: www.bv-lebensrecht.de


BGH: Bundestag muss sich mit Reproduktionsmedizin befassen

Stuttgart (ALfA). Der neu gewählte Deutsche Bundestag muss sich nach Ansicht der Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH), Bettina Limperg, „schleunigst“ mit offenen Fragen der Reproduktionsmedizin befassen. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“. Demnach sagte Limperg, derzeit entscheide Vieles der für Familienfragen zuständige XII. Zivilsenat des BGH, und der mache das gut. Allerdings sei es Aufgabe des Gesetzgebers, entsprechende Fragen zu klären. Limperg sprach zum Auftakt des Bundeskongresses des Deutschen Juristinnenbundes. Die bis zum heutigen Sonntag dauernde Tagung befasste sich mit dem Thema „Reproduktive Rechte“.


Forscher mahnen zu Vorsicht bei CRISPR/Cas9

Halle (ALfA). Bei der Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina haben Wissenschaftler am Freitag in Halle über Chancen und Risiken des Genom-Editings mittels der neuartigen CRISPR/Cas9-Technologie diskutiert. Das berichtet die Katholische Nachrichtenagentur (KNA). Demnach mahnte Akademie-Präsident Jörg Hacker, sich mit Heilungsversprechen zurückzuhalten. Es brauche noch weitere sorgfältige Grundlagenforschung, klinische Studien und die Klärung vieler ethischer und rechtlicher Fragen.

Der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Ernst-Ludwig Winnacker, brachte mehrere Einwände vor, die gegen Eingriffe in die menschliche Keimbahn mit der neuen „CRISPR/Cas9“-Technologie sprächen. „Wir wissen nicht was geschieht, wenn ein einziges Gen in seinen Normalzustand zurückgeführt wird“, sagte Winnacker mit Blick auf Erbkrankheiten wie Mukoviszidose oder Sichelzellanämie. Auch sei es einfach, eine gen-editierte Pflanze zu beseitigen, wenn etwas schief gehe, „aber ein Baby?“, fragte Winnacker. Die Wissenschaft müsse stets das Ende einer Therapie oder einer neuen Methode im Auge behalten. Winnacker wandte sich auch gegen die Vorstellung, mit dem Verfahren „Wunschbabys“ zu erzeugen. Insbesondere die Deutschen trügen aufgrund ihrer Geschichte bei der Frage der Eugenik und der Bewertung von Erbanlagen als gut oder schlecht besondere Verantwortung.

„CRISPR/Cas9“ ist eine molekularbiologische Genschere, mit der sich das Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen gezielt verändern lässt. Durch die mit einer „Hochpräzisions-Schere“ verglichene Technik können einzelne Gene oder kleinste DNA-Bausteine mit Hilfe zelleigener Enzyme eingefügt, verändert oder ausgeschaltet werden.

Die zweitägige Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina beschäftigte sich in diesem Jahr mit dem Thema „Veränderbarkeit des Genoms – Herausforderungen für die Zukunft“. Im Zentrum der Vorträge und Diskussionen standen ethische, rechtliche und technische Fragen der Genomchirurgie.


Termine

Sonntag, 15. Oktober 2017
Demonstration „Zukunft statt Abtreibung“, gemeinsame Herbstkundgebung von ALfA und CDL in München-Freiham, vor der Abtreibungseinrichtung F. Stapf, Hans-Stützle-Str. 9.
Beginn: 14:30 Uhr
Ende: 16:30 Uhr

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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