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Papst stemmt sich gegen Pränatalmedizin zu „selektiven Zwecken“

Rom (ALfA). Papst Franziskus hat sich erneut mit deutlichen Worten gegen vorgeburtliche Kindstötungen gewandt. Bei einer Audienz für die rund 400 Teilnehmer der Konferenz „Yes to Life“ erklärte der Heilige Vater am Samstag im Vatikan: „Abtreibung ist nie die Antwort.“ Pränataldiagnostik dürfe nicht zu „selektiven Zwecken“ angewandt werden, mahnte der Papst und forderte die Ärzte auf, „immer nach Lösungen zu suchen, die die Würde jedes menschlichen Lebens respektieren“. Die Lehre der Kirche in diesem Punkt sei klar, so Franziskus weiter: „Das menschliche Leben ist heilig und unverletzlich. Die Verwendung der pränatalen Diagnose für selektive Zwecke muss dringend abgelehnt werden, denn sie ist Ausdruck einer unmenschlichen Eugenik-Mentalität, die den Familien die Möglichkeit nimmt, ihre schwächsten Kinder aufzunehmen und zu lieben.“

Ungeborene Kinder, bei denen eine Krankheit oder Behinderung diagnostiziert werde, müssten als „kleine Patienten“ gesehen werden. Diese könnten dank der heutigen Medizin entweder therapiert werden oder sollten im Falle einer tödlichen Erkrankung in einem speziellen Hospiz gepflegt werden. Gleichzeitig müssten die betroffenen Eltern intensiv begleitet werden. Auf diese Weise bekämen sie Gelegenheit, ihr Kind anzunehmen oder sich gegebenenfalls von ihm zu verabschieden. „Die Pflege dieser Kinder hilft den Eltern, ihre Trauer zu verarbeiten und sie nicht nur als Verlust, sondern auch als Etappe einer gemeinsamen Reise zu begreifen.“

Auf der vom vatikanischen Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben gemeinsam mit einer italienischen Stiftung organisierten Konferenz wurde das Modell eines Perinatal-Hospiz vorgestellt. Wie der Leiter des Dikasteriums, Kevin Kardinal Farrell, erklärte, war es das Ziel der Tagung, angesichts der Zunahme pränataler Selektion, Betroffenen Rat und Hilfe sowie einen besseren Schutz menschlichen Lebens anzubieten.


Tausende Kroaten marschieren für das Leben

Zagreb (ALfA). Tausende Lebensrechtler haben sich am Samstag in Kroatien am „Marsch für das Leben“ beteiligt. Das berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF). Demnach gingen in der Hauptstadt Zagreb rund 5.000 Menschen auf die Straße. Die Polizei habe vorübergehend rund ein Dutzend Aktivisten festgenommen, die versucht hätten, die Demonstration zu blockieren. Auch in den Küstenorten Split und Zadar hätten sich tausende Menschen an dem Marsch beteiligt. In Kroation gelten vorgeburtliche Kindstötungen bis zur zehnten Schwangerschaftswoche als legal. Das entsprechende Gesetz stammt aus dem Jahr 1978. Einer Umfrage des Fernsehsenders RTL zufolge lehnen jedoch rund 60 Prozent der Gynäkologen die Vornahme von Abtreibungen aus „Gewissensgründen“ ab.


Mississippi: Richter stoppt Heart-Beat-Bill

Jackson (ALfA). Der US-amerikanische Bundesrichter Carlton Reeves hat das vom Parlament beschlossene neue Abtreibungsgesetz des US-Bundesstaates Mississippi mittels einstweiliger Verfügung gestoppt. Das berichten zahlreiche Medien. Demnach begründete Reeves seine Entscheidung damit, durch das Gesetz drohe eine „unmittelbare Verletzung“ von „Frauenrechten“.

Der republikanische Gouverneur von Mississippi, Phil Byrant, zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung und kündigte an, er werde den Generalstaatsanwalt bitten, die einstweilige Verfügung zu überprüfen. Byrant hatte Ende März ein von beiden Kammern des Parlaments verabschiedetes Gesetz unterzeichnet, das Abtreibungen in dem Südstaat verbietet, sobald der Herzschlag des Kindes festgestellt werden kann. Heute ist das in der Regel in der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall.


10. Schweigemarsch für das Leben im Erzgebirge

Annaberg-Buchholz (ALfA). Im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz haben am Samstag hunderte Menschen mit einem „Schweigemarsch für das Leben“ gegen vorgeburtliche Kindstötungen demonstriert. Das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Zu dem Marsch, der bereits zum zehnten Mal stattfand, habe der Verein „Lebensrecht Sachsen“ aufgerufen. Wie der MDR unter Berufung auf die Polizei meldet, hätten sich an dem Marsch rund 500 Menschen beteiligt. Zeitgleich habe das Bündnis „Pro Choice Sachsen“ zu einem feministischen Straßenfest geladen, an dem rund 400 Menschen teilgenommen hätten. Die Polizei habe rund 240 Beamte eingesetzt, um den Marsch zu schützen und Zusammenstöße beider Gruppen zu verhindern.


Termine

24.-27.10.2019
„,Zurück zu den Wurzeln’ oder eher ,Auf zu neuen Ufern’“
Kaleb-Kooperationsseminar in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA e.V.)
Ort: Allianzhaus Bad Blankenburg (Thüringen)
Mehr Informationen: info@kaleb.de

15.-17.11.2019
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Beginn: Freitag 15.11.2019, 18 Uhr
Ende: Sonntag, 17.11.2019, 12 Uhr
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Flyer, Anmeldung und weitere Informationen unter:monika.friederich@alfa-ev.de

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen:www.alfa-ev.de/aktuelles/termine

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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