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Bundesregierung hält am Verbot der Eizellspende fest

Berlin (ALfA). Die Bundesregierung will an dem gesetzlichen Verbot der Eizellspende festhalten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine sogenannte „Kleine Anfrage“ der FDP-Bundestagsfraktion hervor (Bundestags-Drucksache 19/12407). Darin heißt es unter anderem: „Mit dem im Embryonenschutzgesetz (ESchG) verankerten Verbot der Eizellspende hat der Gesetzgeber im Jahr 1991 eine Grundsatzentscheidung getroffen. Durch das Verbot soll im Interesse des Kindeswohls die Eindeutigkeit der Mutterschaft gewährleistet werden. Eine gespaltene Mutterschaft zwischen genetischer und biologischer Mutter würde dazu führen, dass zwei Frauen Anteil an der Entstehung des Kindes hätten. Die damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes ließen aus Sicht des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung im Sinne einer Gefährdung des Kindswohls befürchten.“

Wie im ALfA-Newsletter berichtet (vgl. Ausgabe vom 15.8. und 19.8.), macht sich die FDP für eine Legalisierung der Eizellspende und der Leihmutterschaft stark. Während CDU/CSU beides ablehnen, wollen Bündnis 90/Die Grünen bisher nur am Verbot der Leihmutterschaft festhalten. Bei der Eizellspende habe die Partei noch keine abschließende Position gefunden, sondern befände sich „mitten in der Debatte“, erklärte kürzlich die rechtspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Katja Keul.


Hessen schränkt Mahnwachen von Lebensrechtlern ein

Wiesbaden (ALfA). Mit dem Land Hessen hat zum ersten Mal ein Bundesland eine Regelung erlassen, die Demonstrationen und Mahnwachen von Lebensrechtlern vor Arztpraxen, Kliniken und Beratungsstellen stark einschränkt. In einem an die Regierungspräsidien des Landes verschickten „Handreichung zur Lösung von Konfliktfällen vor Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Arztpraxen und Kliniken“ heißt es: „Im Regelfall sind die Örtlichkeit einer Versammlung räumlich so weit von der Beratungsstelle entfernt festzulegen oder bestimmte Bereiche auszunehmen, dass kein Sicht- oder Rufkontakt mit der Beratungsstelle mehr besteht.“

Wie ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur KNA erklärte, gilt der ministerielle Erlass ab sofort. Nach Ansicht des Sprechers greife der Erlass zwar in das Versammlungsrecht ein. Ein solcher Eingriff sei aber „in der Regel zulässig, wenn nicht sogar geboten“, um das Persönlichkeitsrecht von Frauen zu schützen, die eine Beratung suchten. So heißt es in dem Erlass: „Eine auf die Erzeugung von Schuldgefühlen abzielende und in dieser Weise belehrende Einflussnahme, die in erster Linie die Bereitschaft der Frau einschränkt, sich der Konfliktberatung gegenüber zu öffnen, dient weder dem Lebensrecht des ungeborenen Kindes noch dem Selbstbestimmungsrecht der Frau.“

Wie die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“ berichtet, bezeichnete es der katholische Publizist und Lebensrechtler Mathias von Gersdorff als „empörend, dass ein Innenminister der CDU sich so deutlich gegen Lebensrechtler stellt.“ Das einzige Ziel des Erlasses sei es, die öffentliche Präsenz von Lebensrechtlern einzuschränken.

Seit einigen Jahren halten Lebensrechtler im Rhein-Main-Gebiet immer wieder Mahnwachen vor Arztpraxen und Beratungsstellen ab – vor allem in Frankfurt am Main, Wiesbaden und Gießen. Die Partei „Die Linke“ hatte deshalb einen Gesetzentwurf in den hessischen Landtag eingebracht, der eine Bannmeile von 150 Metern um Praxen und Beratungsstellen vorsah. Der Antrag fand im Landtag keine Mehrheit.


Planned Parenthood will vorerst auf US-Fördergelder verzichten

Washington (ALfA). Planned Parenthood, der größte Anbieter vorgeburtlicher Kindstötungen in den USA, will vorerst auf staatliche Fördermittel verzichten. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“. Grund für die Entscheidung sei eine neue Verwaltungsregel der US-Regierung. Ihr zufolge ist es vom Staat geförderten Familienplanungszentren nicht mehr erlaubt, Überweisungen an Ärzte vorzunehmen, die Abtreibungen durchführen.

Zugleich kündigte die neue Präsidentin von Planned Parenthood, Alexis McGill, eine Klage gegen die neue Regelung an. McGill zufolge will Planned Parenthood in mehr als 20 Bundesstaaten gleichzeitig vor Gericht ziehen.

Wie das Online-Portal berichtet, erhalte Planned Parenthood jährlich aus Washington rund 60 Millionen US-Dollar an Fördergeldern. Neben Abtreibungen bietet die Organisation Frauen auch Vorsorgemaßnahmen gegen Brust- und Gebärmutterhalskrebs an.


Blutcheck soll Sterberisiko ermitteln können

Köln (ALfA). Wissenschaftler um Joris Deelen vom Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns in Köln haben 14 Biomarker identifiziert, die ihrer Ansicht Rückschlüsse über das Sterberisiko von Menschen ermöglichen. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Communications“ berichten, ließe sich mit ihnen die Wahrscheinlichkeit berechnen, innerhalb derer Menschen binnen fünf oder zehn Jahren stürben. So korreliere etwa eine höhere Konzentration von Glukose oder Laktat mit einem erhöhten Sterberisiko, während eine höhere Konzentration von den Aminosäuren Histidin und Leucin mit einem geringeren Sterberisiko einhergingen.

„Die blutbasierte Messung soll ein erster Schritt zu einer individuelleren Behandlung älterer Menschen sein“, erklärte Studienleiterin Eline Slagboom in einer Pressemitteilung des Instituts. „Als Alternsforscher wollen wir das biologische Alter bestimmen, denn das kalendarische Alter sagt nicht viel über den allgemeinen Gesundheitszustand älterer Menschen aus: Ein 70-Jähriger ist gesund, während ein anderer bereits an drei Krankheiten leiden kann. Nun stehen uns aber eine Reihe von Biomarkern zur Verfügung, mit denen wir gefährdete ältere Menschen identifizieren und dann entsprechend behandeln könnten“, so Slagboom weiter.

Wie „Spiegel online“ berichtet, sähen andere Wissenschaftler dies jedoch kritisch. So könnten Ärzte und Krankenkassen angesichts des ermittelten Sterberisikos auch danach fragen, ob eine Operation überhaupt noch lohne. „Wie verhindern wir, dass statistische Risikoeinschätzungen einen zu hohen Stellenwert in der Therapiezielfindung einnehmen?“, zitiert das Portal die Vorsitzende des Klinischen Ethikkomitees des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Annette Rogge.


Termine

20.-21.9.2019
Impact Congress der Jugend für das Leben in Berlin
Auszüge aus dem Programm:
Freitag, 21.9.:
Special Guest: Hebamme und Pro Liferin Maria Grundberger / Get together
Samstag, 22.9.:
Morgens: Workshops / Nachmittags: Marsch für das Leben / Abends: Filmvorführung: Unplanned / Pro Life Party
Anmeldung bei: info@alfa-ev.de
Teilnahmekosten: 80 € inkl. Übernachtung, Abendessen am Freitag und Frühstück am Samstagmorgen / Mitglieder der JfdL: 65 €
Fahrtkostenzuschuss kann bei der ALfA über Geh Du Für Mich beantragt werden!
Das vollständige Programm ist hier zu finden: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2019/08/Infos-Congress-Jugend-2019.pdf
Der Kongress findet statt in Kooperation mit Pro Life Europe.

20.09.2019
Kultur des Lebens? Ideal und Wirklichkeit (Berlin)
Veranstalter: Bundesverband Lebensrecht
Mehr Informationen: www.bundesverband-lebensrecht.de

21.09.2019
Marsch für das Leben Berlin
Veranstalter: Bundesverband Lebensrecht
Mehr Informationen: www.marsch-fuer-das-leben.de

24.-27.10.2019
„,Zurück zu den Wurzeln’ oder eher ,Auf zu neuen Ufern’“
Kaleb-Kooperationsseminar in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA e.V.)
Ort: Allianzhaus Bad Blankenburg (Thüringen)
Mehr Informationen: info@kaleb.de

15.-17.11.2019
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Beginn: Freitag 15.11.2019, 18 Uhr
Ende: Sonntag, 17.11.2019, 12 Uhr
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Flyer, Anmeldung und weitere Informationen unter: monika.friederich@alfa-ev.de

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen:
www.alfa-ev.de/aktuelles/termine

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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