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Aktion Lebensrecht
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Würdevolle Sterbebegleitung

Münster (ALfA). Die rund 400 Kliniken und Krankenhäuser in katholischer Trägerschaft in Deutschland haben sich zu einer hochwertigen und würdevollen Begleitung Sterbender verpflichtet. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“. Danach unterzeichnete der Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverband Deutschlands (KKVD), der Osnabrücker Generalvikar Theo Paul, bei der Mitgliederversammlung in Münster eine Handlungsempfehlung zur Umsetzung der Charta zur Betreuung sterbender und schwerstkranker Menschen in Deutschland. Mit der Charta werde Sterbebegleitung als Menschenrecht eingestuft, schreibt die Zeitung. „Der KKVD unterstützt den Charta-Prozess, der für das Recht auf Sterbebegleitung unter würdevollen Bedingungen eintritt, mit seinen rund 400 katholischen Mitgliedshäusern seit Beginn der Initiative“, wird KKVD-Geschäftsführerin Bernadette Rümmelin zitiert.


Kolpingwerk legt Memorandum vor

Köln (ALfA). Die Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland hat am vergangenen Wochenende ein Memorandum „zum Schutz des menschlichen Lebens“ beschlossen. In dem 6-seitigen Papier positioniert sich der katholische Sozialverband zum Embryonenschutz, vorgeburtlichen Gentests, Abtreibung sowie Euthanasie und Sterbebegleitung. Das Memorandum kann auf der Internetseite des Verbandes unter http://www.kolping.de/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/News/PDF/Memorandum_Lebensschutz.pdf heruntergeladen werden.

Für Diskussion unter Lebensrechtlern dürfte dabei die Empfehlung des Verbandes an die Deutsche Bischofskonferenz sorgen, „in das Beratungssystem nach § 219 StGB“ zurückzukehren. In dem Papier bewertet das Kolpingwerk den „Rückzug der katholischen Kirche aus dem Beratungssystem gemäß § 219 StGB im Jahr 2001“ als „bedauerlich und im Ergebnis verheerend“. Der Initiative „Donum Vitae“ sei es „zu verdanken, dass es weiterhin Beratungsstellen gibt, deren Träger uneingeschränkt hinter den gesetzlichen Regelungen und den Ansprüchen des Bundesverfassungsgerichts für eine grundgesetzkonforme Umsetzung der Konfliktberatung stehen“. Eine Beratung im Sinne des § 219 könne nur gewährleistet sein, wenn die Beratungsstelle auch in der Lage sei, eine entsprechende Bescheinigung auszustellen.


Bischof warnt vor Gott spielen

München (ALfA). Münchens Weihbischof Wolfgang Bischof hat davor gewarnt, Gott mit Mitteln der Stammzellforschung zu spielen. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf die katholische Nachrichtenagentur KNA. Demnach hat Bischof in einem Beitrag für den Regionalteil München der Bild-Zeitung, geäußert, es sei schlimm, dass Kinder heute nicht geboren werden, weil sie eine Behinderung hätten. „Hier sind Grenzen gesetzt und die sollten wir achten.“ Auch dürfe nicht alles getan werden, was möglich sei. „Denn wir sind Menschen und nicht Gott.“ Bischof bezog sich dabei auf die jüngsten Forschungsergebnisse aus Japan. Ihm werde „flau im Magen“, wenn er darüber lese. Japanische Wissenschaftler hatten kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature“ berichtet, dass es ihnen in Tierversuchen mit Mäusen gelungen sei, aus reprogrammierten Hautzellen, funktionsfähige Eizellen herzustellen. Dazu benötigten die Forscher allerdings 3.000 der aus induzierten pluripotenten Stammzellen im Labor gezüchteten Eizellen, um aus ihnen 316 Mäuseembryonen herzustellen, aus denen nach Implantation wiederrum elf gesunde Jungtiere entstanden. Dies entspricht einer Erfolgsrate von 3,5 Prozent. Wären diese Szenarien auf den Menschen übertragbar, ließe sich aus einer menschlichen Hautzelle ein neuer Mensch erzeugen.


Ausstellung thematisiert Down-Syndrom

Bonn (ALfA). Mit dem Down-Syndrom beschäftigt sich eine Ausstellung der  Bundeskunsthalle in Bonn. „Die Ausstellung mit und über Menschen mit Down-Syndrom begibt sich – als erste ihrer Art – auf eine kulturhistorische und experimentelle Spurensuche in unsere Vergangenheit und Gegenwart. Sie erzählt zum ersten Mal die Geschichte des Down-Syndroms und berichtet gleichzeitig von einer komplexen Beziehungsgeschichte. Sie beschreibt, wie Menschen lebten, leben und leben möchten – Menschen mit und ohne Down-Syndrom“, heißt es in den Pressematerialien zu der Ausstellung. Weiter heißt es: „Aktiv von Menschen mit Down-Syndrom mit erarbeitet und vermittelt – als Experten in eigener Sache –, umfasse die Ausstellung wissenschaftliche und künstlerische Exponate aus Archäologie, Zeitgeschichte, Medizin, Genetik, Film und bildender Kunst. In ihrer inhaltlichen Tiefe und lebendigen Vielstimmigkeit wolle die Ausstellung – statt fertiger Antworten – vor allem einen Beitrag zu einer nachhaltig klügeren Debatte um gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe leisten.“ Die Ausstellung, die sieben Kapitel und über 100 Exponate umfasst, kann vom 29. Oktober bis zum 12. März 2017 besucht werden.


CDL: Löhr wieder Bundesvorsitzende

Königswinter (ALfA). Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) e.V., wurde von der Bundesversammlung des Vereins in Königswinter mit „überwältigender Mehrheit“ in ihrem Amt bestätigt. Das vermeldete die CDL am Montag auf ihrer Homepage. In Ihren Ämtern bestätigten wurden demnach auch Löhrs Stellvertreter, die Landesvorsitzende der CDL Nordrhein-Westfalen Odila Carbanje, der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe sowie Sophia Kuby.


Termine

Kassel (ALfA). Unter dem Titel „Auf dem Weg in eine Gesellschaft ohne Abtreibung und Euthanasie?“ lädt das „Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen“ (TCLG) zum Lebensrecht-Forum nach Kassel

Wann: Samstag 19.11.2016
Wo: Haus Friedenshof, Kleine Rosenstraße 4, 34117 Kassel
Kosten: 25,00 Euro incl. Mittagessen.
Anmeldung erforderlich bis 11.11.2016 per Mail, Fax, Post oder am besten online unter: www.tclrg.de/lebensrecht-forum.php

Es referieren u.a.: Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Prof. Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben (ÄfdL).

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