Newsletter im Web
Aktion Lebensrecht
für Alle
e.V.

§ 219a: Landgericht verschiebt Berufungsprozess

Gießen (ALfA). Der Berufungsprozess gegen die Gießener Ärztin Kristina Hänel wird auf den 12. Oktober verschoben. Das teilte das Landgericht Gießen Ende der Woche mit. Ursprünglich war die Verhandlung für den 6. September vorgesehen. Das Amtsgericht Gießen hatte Hänel im vergangenen November wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen (§ 219a StGB) zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Hänel hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das Landgericht Gießen begründete die Verschiebung mit „eiligen Haftsachen“, die vorrangig verhandelt werden müssten.


§ 219a: Prozess am Amtsgericht Kassel unterbrochen

Kassel (ALfA). Der am Mittwoch vor dem Amtsgericht Kassel begonnene Prozess gegen zwei Frauenärztinnen, denen die Staatsanwaltschaft vorwirft, gegen das Werbeverbot für Abtreibungen zu verstoßen, ist ergebnislos unterbrochen worden. Medienberichten zufolge stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen den mit dem Verfahren betrauten Amtsrichter. Der hatte zuvor einen Antrag der Verteidigung abgelehnt, den Wiener Gynäkologen Christian Fiala als Sachverständigen zu laden. Fiala war Jahre lang Vorsitzender der „Internationalen Vereinigung von Fachkräften und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption“ (FIAPC), die sich die Durchsetzung eines „Rechts auf Schwangerschaftsabbruch für alle Frauen“ zum Ziel gesetzt hat.

Die Staatsanwaltschaft bewertete den Befangenheitsantrag als unbegründet. Sie wirft den Gynäkologinnen Natascha Nicklaus und Nora Szasz vor, auf der Webseite ihrer Gemeinschaftspraxis gegen das Werbeverbot für Abtreibungen zu verstoßen. Nun muss ein anderer Richter über den Befangenheitsantrag entscheiden.

Nach Ansicht der Bundesvorsitzenden der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Alexandra Linder, ist die Sachlage „eindeutig“. Linder hatte zum Prozessauftakt erklärt, auf ihrer Internetseite würben Szász und Nicklaus unter der Rubrik ,Ambulante Operationen’, damit, dass sie einer nahegelegenen Tagesklinik auch Schwangerschaftsabbrüche durchführten. Damit liege ein Verstoß gegen den § 219a StGB vor.


Lebensrechtlerin darf doch in Hessens CDU-Vorstand mitarbeiten

Wiesbaden (ALfA). Die hessische Landesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Cornelia Kaminski, darf nun doch im Vorstand der Landes-CDU mitarbeiten. Das berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Wie „idea“ schreibt, hatte Kaminski im Juli zunächst eine Einladung erhalten und sollte – wie in der Vergangenheit – in den Landesvorstand kooptiert werden. Später sei ihr in einem weiteren Schreiben mitgeteilt worden, die Einladung sei „leider ein Fehler“ gewesen. Die Evangelische Nachrichtenagentur hatte darüber unter der Überschrift „Lebenrechtler in der CDU nicht mehr willkommen?“ am 27.8. August berichtet. Am 30. August erhielt Kaminski, wie „idea“ nun schreibt, einen Anruf vom Generalsekretär der hessischen CDU, Manfred Pentz (Wiesbaden). Pentz habe ihr mitgeteilt, dass sie in Zukunft gerne ihre Position zum Lebensrecht in den Vorstandssitzungen einbringen könne. Man wolle „nun gemeinsam nach vorne schauen“, zitierte Kaminski Pentz. Gründe für das Umdenken seien in dem Gespräch nicht genannt worden.

Laut „idea“ zeigte sich Kaminski „über den Anruf und dieses Angebot sehr erfreut, denn es ist ja unser Anliegen als ‚Christdemokraten für das Leben’, unsere Positionen in die Mitte der Partei zu tragen“. Eine Einladung zur nächsten Landesvorstandssitzung liege ihr bereits vor. Die CDL hat in Hessen 300 Mitglieder, bundesweit sind es mehr als 5.000. Kaminski ist auch stellvertretende Bundesvorsitzende der Organisation „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA).


Britische Regierung will Abtreibungen in Afrika und Asien stärker fördern

London (ALfA). Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat ein Programm angekündigt, mit dem ihre Regierung 200 Millionen britische Pfund (rund 223 Millionen Euro) für Familienplanung in Afrika und Asien bereitstellen will. Das berichtet die britische „Gesellschaft zum Schutz ungeborener Kinder“ (SPUC) auf ihrer Internetseite. Das Programm trage den Namen WISH (WISH = Women’s Integrated Sexual Health) und solle Frauen in ländlichen und armen Regionen Zugang zu mobilen Kliniken sowie Verhütungsmitteln verschaffen.Wie SPUC schreibt, werde vor allem der Abtreibungsriese „Marie Stopes International“ (MSI) von dem neuen Programm profitieren. Die Organisation brüste sich damit, im Jahr 2017 weltweit „mehr als 4,1 Millionen sichere Abtreibungen und Abtreibungsdienstleistungen erbracht oder unterstützt zu haben“. In den vergangenen fünf Jahren habe MSI von der britischen Regierung mehr als 163 Millionen Pfund (rund 182 Millionen Euro) erhalten.


Termine

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.30 Uhr
Mehr Infos unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Mehr Infos unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Freitag, 28.09.2018
„Keine Gewissensfreiheit für Ärzte? – Ein Chefarzt muss gehen, weil er nicht abtreiben will“
Infoabend des ALfA-Regionalverbandes Würzburg
Beginn: 20.00 Uhr
Ort: Landeskirchliche Gemeinschaft, Reisgrubenweg 1, 97070 Würzburg
Referenten: Thomas Börner, Facharzt für Gynäkologie, Uelzen
Rainer Beckmann, Richter am Amtsgericht Würzburg und stellv. Vorsitzender der Juristen-Vereinigung Lebensrecht

 

VorankündigungFreitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der SchwangerenberatungFortbildung für Beraterinnen und BeraterOrt: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie KommunikationAnmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.deErläuterungen zum Seminar:Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

Spenden
ALfA e.V.

Vom Newsletter abmelden