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Gehrke gegen Beschränkungen bei Pränatest

Berlin (ALfA). Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Axel Gehrke, hat sich gegen Bestrebungen gewandt, die vorgeburtliche Fahndung nach dem Down-Syndrom mittels umstrittener Bluttests zu beschränken. Das berichtet die Tagezeitung „Die Welt“. Dem Blatt sagte der habilitierte Kardiologe: „In Deutschland werden jährlich rund 100.000 Kinder abgetrieben, wobei es sich in aller Regel um gesunde Kinder handeln dürfte. Ich will die Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch nicht infrage stellen. Aber ich sehe einen Widerspruch, wenn dabei einerseits das Selbstbestimmungsrecht der Frau propagiert wird, aber andererseits nun bei medizinisch relevanten Fragen schon das Informationsrecht der Frauen eingeschränkt werden soll.“

Die Forderung nach einer Debatte im Deutschen Bundestag begrüßte das ehemalige Mitglied des Präsidiums des Deutschen Ärztetages dagegen: „Solche ethische Fragen gehören ins Parlament“, zitiert „Die Welt“ Gehrke.

Wie im ALfA-Newsletter bereits berichtet, legten vergangene Woche zehn Bundestagsabgeordnete von Union, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Linke ein Positionspapier vor, in dem sie vor einer Aufnahme des Pränatests in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen warnen und eine breite Debatte in Gesellschaft und Parlament fordern. In dem Papier, das den Titel „Vorgeburtliche Bluttests – Wie weit wollen wir gehen?“ trägt, heißt es unter anderem: „Dabei gilt es, die problematischen Aspekte der bereits verfügbaren Tests genau zu analysieren und über die richtigen Schlussfolgerungen zu diskutieren. So wird zum Beispiel in Aufklärungsbögen vor pränataldiagnostischen Untersuchungen mit dem Ziel, Trisomien zu erkennen, ein Leben mit Down-Syndrom in der Regel als etwas zu Vermeidendes dargestellt, sie enthalten in der Regel keine Informationen darüber, wie das Leben mit Down-Syndrom tatsächlich aussieht. So erhalten werdende Eltern kaum eine Chance, das weit verbreitete gesellschaftliche Bild von Behinderungen als etwas ,Leidvollem’ mit den realen Erfahrungen von Menschen mit Down-Syndrom und ihren Familien abzugleichen und sich einen realistischen Eindruck zu verschaffen.“


„Bento“ interviewt ALfA-Mitarbeiterin

Augsburg/Hamburg (ALfA). „Diese Frau ist gegen Abtreibungen. Und ich will wissen, warum.“ So hat das Jugendmagazin „bento“ des Internet-Portals „Spiegel online“ ein lesenswertes Interview überschrieben, das die Journalistin Julia Wadhawan mit ALfA-Mitarbeiterin Angelika Doose geführt hat. In dem von Wadhawan kritisch und zugleich fair geführten Interview fordert Doose eine größere Unterstützung von Schwangeren und eine familienfreundlichere Gesellschaft. „Bei uns melden sich viele, die ihr Kind im Grunde ihres Herzens behalten möchten, aber nicht wissen, wie sie das schaffen sollen. Sie haben kein Geld, keinen Partner oder Angst vor dem Verlust ihres Jobs. Ein Sozialstaat sollte für diese Fälle doch Lösungen parat haben und nicht sagen: Dann treib halt ab. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der ein Kind nicht als Belastung gesehen wird. In der Unternehmen familienfreundlichere Arbeitszeiten möglich machen, es weniger befristete Arbeitsverträge vor allem für Frauen gibt und Betriebskindergärten eingerichtet werden. Wir brauchen mehr Kitas und bezahlbaren Wohnraum.“

Auf die Frage, ob schwangere Frauen ihrer Ansicht nach gezwungen werden sollten, ihre Kinder auszutragen, sagte die 29-Jährige: „Ich spreche nicht von Zwang. Es geht um ehrliche Hilfe. Die Frauen befinden sich in einem Konflikt – und allein, dass es diesen Konflikt gibt, zeigt, dass es nicht einfach nur um ein Stück Gewebe geht. Ich kenne niemanden, der in einem moralischen Konflikt steckt, weil er sich am Knie operieren lässt. Und ich glaube nicht, dass es die richtige Hilfe ist zu sagen: Töte das Kind lieber, als es zur Adoption freizugeben.“

Das ganze Interview kann nachgelesen werden unter: www.bento.de/gefuehle/abtreibung-warum-eine-junge-frau-findet-abtreibung-sollte-verboten-werden-2578353/


CDL für weltweites Verbot des Genom-Editings beim Menschen

Nordwalde (ALfA). Die Christdemokraten für das Leben (CDL) fordern ein weltweites Verbot von Erbgut-Manipulationen beim Menschen. Das erklärte CDL-Pressesprecherin Susanne Wenzel in einer Stellungnahme zu einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Der EuGH hatte am Mittwoch entschieden, dass Pflanzensorten, die mittels der neuartigen CRISPR/Cas9-Technologien verändert werden, als „gentechnisch veränderte Organismen“ gekennzeichnet werden müssen.

Nach Ansicht von Experten führt dies dazu, dass aus genmanipulierten Pflanzen gewonnene Obst und Gemüse in Deutschland nahezu unverkäuflich wäre, da die Verbraucher hierzulande gentechnisch manipulierte Lebensmittel mehrheitlich ablehnten.

„Genmanipulationen“ bei Tieren und Lebensmitteln empörten Menschen „zu Recht“ und führten zu „wütenden Protesten“. „Bei Manipulationen am menschlichen Genom aber geht es um den Menschen selbst und die nächsten Generationen! Wo bleiben hier Empörung und Protest?“, fragt Wenzel. Es habe den Anschein, als stehe der Verbraucherschutz höher als der Schutz des Menschen als Individuum. Die CDL-Pressesprecherin verwies darauf, dass mit der CRISPR/Cas9-Technologie weltweit längst „eifrig“ an menschlichen Embryonen geforscht werde. „Pro Versuch werden dabei 20 bis 30 Embryonen ,verbraucht’, das heißt getötet“, erklärte Wenzel.

Die CRISPR/Cas9-Technologie gilt als das bisher mächtigste Werkzeug, um den genetischen Code von Lebewesen im Rahmen des sogenannten Genom-Editing zu verändern. „Aus Sicht der CDL ist es nicht nur wünschenswert, sondern sogar dringend geboten, dass derartige Eingriffe in die menschliche DNA generell verboten und den Forschern hier klare ethische und rechtliche Grenzen aufgezeigt werden“, so Wenzel, die daran erinnerte, dass das Embryonenschutzgesetz solche Manipulationen in Deutschland verbiete.


Weltweit mehr als 8 Millionen Kinder im Labor gezeugt

Barcelona (ALfA). In den vergangenen 40 Jahren sind weltweit mehr als acht Millionen Kinder mittels Methoden der künstlichen Befruchtung im Labor gezeugt worden. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“ unter Berufung auf eine Auswertung von Daten, die kürzlich auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie (ESHRE) in Barcelona vorgestellt wurde. Schätzungen zufolge werden derzeit weltweit jährlich rund eine halbe Million Kinder geboren, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung gezeugt wurden. Im europäischen Vergleich belegt Deutschland hier hinter Spanien und Russland und noch vor Frankreich Platz 3 und das trotz seines vergleichsweise restriktiven Embryonenschutzgesetzes. 

In der vergangenen Woche jährte sich zum 40. Mal der Geburtstag des weltweit ersten im Labor erzeugten Kindes. Am 25. Juli 1978 entband im britischen Royal Oldham Hospital die an einem Verschluss der Eilleiter leidende Lesley Brown ihre Tochter Louise. Bis zu ihrer Entbindung hatte Brown geglaubt, dass es sich bei der Behandlung, der sie sich unterzog, um bereits eine etablierte Therapie handelte. Dass dieses Verfahren zuvor noch nie funktioniert hatte, erfuhr sie erst später.


Termine

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen unter jugend.alfa-ev.de/ueber-uns/termine/

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter www.bundesverband-lebensrecht.de

Vorankündigung
Freitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation
Anmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.de
Erläuterungen zum Seminar:
Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.
In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

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