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Aktion Lebensrecht
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Linder kritisiert ARD-Beitrag

Berlin (ALfA). Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), Alexandra Linder, hat einen Beitrag der ARD zum Thema Abtreibung kritisiert. Das berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. In dem Bericht kritisiert die Publizistin Liane Bednarz christliche Lebensrechtler wegen angeblicher Verflechtungen mit dem „neurechten Milieu“. Christlich-konservative und rassistisch-nationalistische Ansichten würden verschmelzen. Gegenüber idea bemängelte Linder, dass „Verschwörungstheoretiker“ Lebensrechtler als „extremistisch, fanatisch und bösartig“ darstellen. Auch mangele es an Belegen für die von Bednarz behaupteten Verflechtungen. Zudem stelle der TV-Beitrag die aktuelle deutsche Rechtslage als zu positiv dar.

Der 28-minütige Beitrag des Journalisten Philipp Engel, der den Titel „Wie viel Schutz braucht ungeborenes Leben“ trägt, kann in der ARD-Mediathek bis zum 27.5.2019 abgerufen werden.


Paglia zu irischem Abtreibungsreferendum: „Da gibt es nichts zu feiern“

Rom/Dublin (ALfA). Der Präsident der „Päpstlichen Akademie für das Leben“, Erzbischof Vincenzo Paglia, hat den Ausgang des irischen Abtreibungsreferendums bedauert. Mit Blick auf die Reaktionen vieler Befürworter der Abschaffung des 8. Verfassungszusatzes sagte Paglia am Wochenende dem Internetportal „Vatican News“: „Ich glaube, da gibt es keinen Sieg zu verkünden und nichts zu feiern.“ „Alles, was in irgendeiner Weise dem Tod die Drecksarbeit leichter macht, stimmt uns nicht besonders froh!“, so Paglia weiter. Nun müsse man sehen, auf welche gesetzliche Regelung Irlands Politiker sich letztlich einigen.

Bei dem Referendum am Freitag hatte sich eine deutliche Mehrheit der Iren für die Abschaffung des in der irischen Verfassung verankerten Abtreibungsverbots ausgesprochen. Laut dem offiziellen Endergebnis stimmten 66,4 Prozent der Iren für die Streichung des 8. Verfassungszusatzes, der das Lebensrecht des ungeborenen Kindes dem der Mutter gleichstellt. Nur 33,6 Prozent votierten für eine Beibehaltung des Status quo. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei rund 64 Prozent.

Die Regierung von Ministerpräsident Leo Varadkar kündigte an, bis Ende des Jahres ein neues Abtreibungsgesetz verabschieden zu wollen, das vorgeburtliche Kindstötungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche legalisieren will.

Die Entwicklung in Irland müsse die Kirche „dazu bringen, das Leben nicht nur zu verteidigen, sondern auch zu fördern, zu begleiten“. Es gelte, Bedingungen zu schaffen, „in denen es nicht mehr zu so dramatischen Entscheidungen kommt“, so Paglia.


Deutsche Lebensrechtler beklagen irisches Referendum

Augsburg/Nordwalde (ALfA). Deutsche Lebensrechtler haben das Ergebnis des Abtreibungsreferendums in Irland kritisiert. „Es ist heute möglich, auf demokratischem Wege demokratische Grundrechte für bestimmte Menschengruppen einfach abzuschaffen“, beklagt die Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“, Alexandra Linder, gegenüber der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“. Dies sei ein gefährlicher Weg. „Was, wenn ein Volksentscheid irgendwann einmal gleich die Demokratie selbst abschafft?“, fragt Linder. Ein Staat, der die Grundrechte des Menschen zur Wahl stelle und dies dann als Sieg und Fortschritt verkaufe, wie dies der irische Ministerpräsident getan hat, habe kein Zukunft. „Abtreibung ist nicht die große Freiheit, sie ist eine Tragödie, für jeden einzelnen Menschen und für die Gesellschaft“, so Linder. Auch in Irland werde man das bald merken.

Die Pressesprecherin der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), Susanne Wenzel, nannte den Ausgang des irischen Referendums ein „fatales Signal für das Lebensrecht in Europa“ und erklärte: „Ein Staat ist nicht modern, wenn er Schwangere in meist sozial bedingten Konflikten nicht schützt, sondern die Abtreibung als ,Lösung’ anbietet.

„Eine Frau im Schwangerschaftskonflikt, und das ist in Irland nicht anders als anderswo auf der Welt, braucht nicht die vermeintlich einfache und schnelle Lösung der Abtreibung. Denn jede Abtreibung hat mindestens zwei Opfer: das Kind und die Mutter. Physische und auch psychische Nachwirkungen der Abtreibung bleiben, sie rettet meist auch keine Beziehung, sondern belastet oder zerstört sie dauerhaft. Dies wird jedoch von den Abtreibungsbefürwortern und selbsternannten Kämpfern für ein ,Recht auf Abtreibung’ nicht erwähnt und schlicht negiert“; so Wenzel weiter 

Auch für die tatsächlichen Rechte von Frauen sei das Ergebnis des Referendums kein gutes Signal. „Denn nun werden auch hier Männer – durch die Legalisierung der Abtreibung offiziell aus der Verantwortung für ihr Kind entlassen – ihrerseits Druck auf Frauen zur Abtreibung ausüben.“


§ 219a: Dutzmann macht neuen Vorschlag für Kompromiss

Berlin (ALfA). Der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesregierung, Martin Dutzmann, hat einen neuen Vorschlag in dem seit November vergangenen Jahres anhaltenden Streit um den Erhalt oder Streichung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch (StGB) gemacht. In einem Beitrag für die Juni-Ausgabe der in Freiburg editierten „Herder Korrespondenz“ vertritt Dutzmann die Ansicht, in der Logik des Schwangerschaftskonfliktgesetzes sei der Staat in der Pflicht, über Einrichtungen zu informieren, die vorgeburtliche Kindstötungen durchführten: „Warum sollten die Bundesländer nicht auch dafür Sorge tragen, dass den betroffenen Frauen eine Liste dieser Einrichtungen zur Verfügung gestellt wird?“, fragt Dutzmann. Nach Ansicht des EKD-Bevollmächtigten sollten die Listen jedoch nicht im Internet veröffentlicht werden, sondern von den Beratungsstellen denjenigen Frauen ausgehändigt werden, die eine Abtreibung in Erwägung zögen.

Anlass für die Debatte über den Paragrafen 219a StGB ist die Verurteilung der Gießener Ärztin Kristina Hänel, die vom Amtsgericht Gießen wegen unerlaubter Werbung für Abtreibung auf ihrer Internetseite zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden war. Das Werbeverbot soll verhindern, dass Abtreibungen als normale ärztliche Leistungen dargestellt und kommerzialisiert werden. Wie die Beratungspflicht ist er Teil des Kompromisses für eine gesamtdeutsche rechtliche Regelung des Abtreibungsgeschehens.


§ 291a: Humanistische Union stellt Adressen von Abtreibungsärzten ins Netz

Hamburg/Kiel (ALfA). Die Humanistische Union hat „aus Protest gegen die weitere Verschleppung einer Aufhebung des § 219a StGB“ im Internet die Namen und Adressen von Ärzten und Kliniken veröffentlicht, die in Hamburg und Schleswig-Holstein Abtreibungen durchführen. Wie es auf der Internetseite des Vereins heißt, der 1961 in München in Gegnerschaft zu der christlich-konservativen Grundstimmung der Adenauer-Ära gegründet wurde, sei die Zusammenstellung der Kontaktdaten auf Grundlage von Informationen der Beratungsstellen erfolgt. Weitere Bundesländer sollen folgen.

Der Aufstellung zufolge führen in Schleswig-Holstein derzeit 40 Praxen, darunter zahlreiche Gemeinschaftspraxen, sowie 14 Kliniken vorgeburtliche Kindstötungen durch. In Hamburg sind es den Angaben zufolge 41 Praxen und fünf Kliniken.


Hollywood-Star Irons nennt Abtreibung „Sünde“

London (ALfA). Der britische Hollywood-Schauspieler und Oscar-Preisträger Jeremy Irons hat Abtreibung in einem Interview mit der britischen Tageszeitung „The Guardian“ als „Sünde“ bezeichnet und der katholischen Kirche für deren strikte Ablehnung gedankt. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“. „Ich denke, es sollte Frauen erlaubt sein, Abtreibungen vorzunehmen, aber ich halte es für richtig, dass die katholische Kirche Abtreibung als Sünde betrachtet“. Wenn die Kirche nicht so deutlich Position beziehen würde, würde niemand aussprechen, dass Abtreibung Sünde sei, zitiert das Portal den Vater zweier Söhne.


Termine

1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln

Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

 

07.06. 2018
Darf’s auch ein bisschen vom Schwein sein? Vom Retortenbaby zum Mischwesen
In dieser, vom ALfA-Regionalverband Memmingen/Unterallgäu organisierten Informationsveranstaltung wird aufgezeigt, wie die Reproduktionsmedizin dabei ist, den Menschen sich selbst zu entfremden und sich anmaßt, die Grenzen zwischen uns und anderen Spezies mittels der Bildung von Mischwesen aufzuweichen. Was sich wie gruselige Science-Fiction anhört, ist bereits Realität.Sie wirft Fragen auch, die nur für die Medizin oder für die unmittelbar betroffenen Personen Relevanz besitzen, sondern für die ganze Gesellschaft.

 

Referent: Professor Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V.
Ort: Stadthalle Memmingen
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt frei

Mehr Informationen unter: https://www.mischwesen.net/

 

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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