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Belgien: Abtreibung bis zur 20 Woche?

Brüssel (ALfA). In Belgien sollen Schwangere nach den Vorstellungen von zwei belgischen Politikerinnen ungeborene Kinder künftig deutlich länger als bisher abtreiben können. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf die belgische Zeitung „De Standaard“. Demnach haben die beiden Abgeordneten Karin Jirofle und Monica De Coninck Anfang der Woche eine Resolution im belgischen Parlament eingereicht, um die Frist für eine straffreie vorgeburtliche Kindstötung von 12 auf 20 Wochen zu verlängern. Wie das Blatt weiter schreibt, reisten jedes Jahr bis zu 600 Frauen in die Niederlande, um dort eine Abtreibung durchführen zu lassen. Vorgeburtliche Kindstötungen sind in den Niederlanden bis zur 22. Woche legal. Verkürzen möchten die beiden Politikerinnen dagegen die sogenannte „Reflexionszeit“, die Frauen zwischen Beratung und Abtreibung einhalten müssen. Sie soll von sechs auf zwei Tage reduziert werden. Abtreibungszentren in Belgien stellten sich hinter das Ansinnen. Sie argumentieren, für ein Land wie Belgien sei es unwürdig, dass Frauen ins Ausland gehen müssten, wenn sie ein Kind nach der 12. Woche abtreiben lassen wollten.


Freilassung von Argentinierin verlangt

Buenos Aires (ALfA). Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Freilassung einer 27-jährigen Argentinierin gefordert, die nach einer mutmaßlichen Abtreibung zu acht Jahren Haft verurteilt wurde. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf argentinische Medienberichte. Demnach übergab Amnesty den Behörden in der Provinz Tucuman eine entsprechende Petition mit rund 120.000 Unterschriften. Der Fall, dessen Überprüfung vor kurzen auch die Vereinten Nationen gefordert hatten, sorgt in Argentinien seit Jahren für eine Debatte über die Legalisierung vorgeburtlicher Kindstötungen. Laut Amnesty war die 27-jährige Frau vor mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem sie in einem staatlichen Krankenhaus eine Fehlgeburt erlitten hatte. Später war die Frau zunächst wegen der Herbeiführung einer Abtreibung angeklagt und dann wegen Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Argentinien erlaubt vorgeburtliche Kindstötung, wenn Leben oder Gesundheit der Mutter durch die Fortsetzung der Schwangerschaft gefährdet sind oder das Kind bei einer Vergewaltigung gezeugt wurde.


NRW legt stark bei Geburten zu

Düsseldorf (ALfA). In Nordrhein-Westfalen sind 2015 so viele Kinder wie seit 13 Jahren nicht mehr zur Welt gekommen. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland vergangenes Jahr 160.468 Babys lebend geboren. Das sind 3,5 Prozent mehr als 2014. Allerdings stieg auch die Zahl der Gestorbenen und zwar um 5,9 Prozent auf 204.352. Das Durchschnittsalter der Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes lag bei 29,5 Jahren, wie es hieß. 3.086 Frauen brachten im vergangenen Jahr mehrere Kinder zur Welt; neben 3.032 Zwillings- und 53 Drillingsgeburten gab es auch eine Vierlingsgeburt.


Kein vorzeitiges Altern bei Klonschafen

Nottingham (ALfA). Geklonte Schafe altern nicht schneller als herkömmlich gezeugte Artgenossen. Das wollen Forscher um Kevin Sinclair von der University of Nottingham jetzt herausgefunden haben. Für die Studie untersuchten die Forscher 13 betagte Klonschafe. Darunter vier, die aus derselben Zelllinie geklont wurden, aus der vor mehr als 20 Jahren auch das Schaf „Dolly“ geklont worden war. Dolly wurde mit sechs Jahren eingeschläfert, nachdem bei ihm im Alter von nur fünf Jahren eine schwere Arthritis diagnostiziert worden war.

Normale Schafe haben den Forschern zufolge eine Lebenserwartung von zehn bis 12 Jahre. Für Ihre Studie untersuchte das Team um Sinclair 13 Klonschafe im Alter zwischen sieben und neun Jahren. Wie die Forscher schreiben, wiesen sämtliche Tiere hinsichtlich von Parametern wie Blutdruck, Gluckosetoleranz, Insulinsensitivität und Gelenkverschleiß durchweg altersgemäße Werte auf.

„Zusammengefasst konnten wir keine Belege für langfristige negative Folgen des Klonen durch somatischen Zellkerntransfer auf die Gesundheit älterer Klontiere finden“, schreiben die Forscher in der in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlichten Studie. Wie die Forscher dort weiter ausführen, sei das Klonen mittels somatischen Zellkerntransfers immer noch sehr ineffektiv. Doch die wenigen Tiere, die erfolgreich aus diesem unnatürlichen Zeugungsprozess hervorgingen, seien „gesund und scheinen ganz normal zu altern“. Das vorzeitige Altern des Klonschafs Dolly führen die Forscher daher auf individuelle Probleme zurück, die bei Dolly unabhängig von der Art der Zeugung bestanden hätten.


Katholiken üben Kritik an Tim Kaine

Washington (ALfA). Tim Kaine, der im Falle eines Wahlsiegs von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton Vizepräsident der USA würde, steht unter anderem wegen seiner als widersprüchlich empfundenen Haltung zur Abtreibung unter starkem Beschuss. Auf der Convention der Demokraten bezeichnete der ehemalige Jesuitenschüler den katholischen Glauben, als entscheidenden Kompass, an dem er sein Leben ausrichte und fügte wörtlich hinzu: „Mein Glaube ist zentral, für alles, was ich tue.“

Kritiker werfen Kaine, der zudem große Stücke auf Papst Franziskus halten soll und eigenen Angaben zufolge persönlich sowohl die Todesstrafe als auch Abtreibungen ablehnt, vor, als Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia die Exekution von elf zum Tode Verurteilten Gefangenen erlaubt zu haben. Außerdem trete er – anders als von der katholischen Kirche verlangt – in der Öffentlichkeit nicht für ein gesetzliches Verbot vorgeburtlicher Kindstötungen ein.

Plannend Parenthood, der größte Einzelanbieter vorgeburtlicher Kindstötungen in den USA, der Politiker danach beurteilt, inwieweit diese die Ziele der Organisation unterstützen, erteilte Kaine US-Medienberichten zufolge Bestnoten.

Zusätzliche Brisanz erhält der Streit um die Bedeutung, die der katholische Glauben für Kaines öffentliches Wirken hat, durch den Umstand, dass Clinton die Finanzierung vorgeburtlicher Kindstötungen mit US-Steuergeldern im Falle ihres Wahlsiegs ausdehnen will. Derzeit dürfen Abtreibungen in den USA mit Mitteln der öffentlichen Hand nur bei Inzest und Vergewaltigung sowie in Fällen gefördert werden, in denen eine Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährden würde. In ihrem bisherigen Wahlkampf hat Clinton sämtlichen Bundes- und Landesgesetzen sowie Richtlinien, die Frauen den Zugang zu Abtreibungen erschweren, den Kampf angesagt.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
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