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Staatsdogma Abtreibung

Paris (ALfA). Internetseiten von Lebensschutzorganisationen könnten in Frankreich bald als kriminell gelten: Die französische Nationalversammlung beriet am Donnerstag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag der sozialistischen Regierung. Das berichten Radio Vatikan und die katholische Agentur ZENIT. Demnach sieht der Gesetzentwurf vor, Internetseiten, die schwangeren Frauen Hilfe anbieten, die sich mit Gedanken an eine vorgeburtliche Kindstötung tragen, als „irreführende Informationen“ zu brandmarken. Nach Ansicht von Familienministerin Laurence Rossignol würden Frauen mit diesen Angeboten bewusst getäuscht, eingeschüchtert und psychologisch oder moralisch unter Druck gesetzt, um sie von der Entscheidung für eine Abtreibung abzubringen. Eine solche „Behinderung“ von Abtreibungen soll laut dem Entwurf künftig mit Haft von bis zu zwei Jahren und Geldstrafen bis zu 30.000 Euro geahndet werden können.

Die katholischen Bischöfe Frankreichs zeigten sich über das Gesetzesvorhaben äußerst besorgt. Der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Georges Pontier, wandte sich in einem Schreiben an Staatspräsident Francois Hollande. Die Gesetzesinitiative betreffe Vereinigungen, die Frauen zuhörten, die vor der schwierigen Wahl stehen, eine Abtreibung vornehmen zu lassen oder davon Abstand zu nehmen. „Der freiwillige Abbruch der Schwangerschaft bleibt, ob es uns gefällt oder nicht, eine schwere und ernste Handlung, die zutiefst das Gewissen herausfordert“, wird Pontier zitiert. In schwierigen Situationen gebe es viele Frauen, die nicht wüssten, ob sie die Schwangerschaft fortführen sollten und das Bedürfnis verspürten, mit jemandem zu sprechen und daher Rat suchten. Einige entschieden sich daraufhin, bei ihrem Vorhaben zu bleiben und eine Abtreibung durchführen zu lassen, andere, ihr Kind zu behalten. Diese Vielfalt von Situationen und Verhalten sei möglich, weil die Internetangebote mehr Platz für die Freiheit böten. Durch die Strafverfolgung der Seitenbetreiber werde diese Freiheit jedoch eingeschränkt. Nach Ansicht der Bischöfe Frankreichs sei dies „ein schwerwiegender Präzedenzfall“ und stelle eine Begrenzung der Meinungsfreiheit im Internet dar. Die Einschränkung sei noch gravierender, da diese Fragen der Gewissensfreiheit berührten. Dies sei eine ernsthafte Bedrohung der Grundsätze der Demokratie.


Erstmals Alkoholkranker euthanasiert

Amsterdam (ALfA). In den Niederlanden wurde einem 41-jährigen Alkoholkranken die „Tötung auf Verlangen“ gewährt. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Demnach hatte  der Vater zweier Kinder nach 21 erfolglosen Klinik- und Reha-Aufenthalten eine Ärztin wiederholt ersucht, ihn mittels Giftspritze zu töten. Die Tötung auf Verlangen, die sich bereits im Juli ereignet haben soll, wurde jetzt durch einen von dem Bruder des Toten verfassten Beitrag für das niederländische Magazin „Linda“ öffentlich.

Für die Deutsche Stiftung Patientenschutz zeigt der Fall, dass sich in den Niederlanden das Modell, Menschen in Lebenskrisen zu töten, immer weiter durchsetze. Der „Berliner Morgenpost“ sagte der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch: „Aus tragischen Einzelfällen ist längst Gewohnheit geworden.“ Inzwischen erhielten Demenzkranke, psychisch Kranke und selbst Altersmüde oder anderweitig Leidende Euthanasie. Die Zahl der Fälle sei binnen zehn Jahren um das Dreifache auf 5.000 gestiegen. „Solche Tötungsangebote schaffen ihre eigene Nachfrage. Aus diesem Grund gehen Deutschland und fast alle Länder der Welt einen anderen Weg. Tötung auf Verlangen ist hier verboten“, zitiert die Zeitung Brysch.


Trump beruft Pro-Lifer für Kabinett

Washington (ALfA). Mit der Nominierung von Tom Price für das Amt des US-Gesundheitsministers habe der gewählte US-Präsident Donald Trump einen überzeugten Lebensrechtler in sein Kabinett geholt. Das berichtet das Internetportal „kath.net“. Der Kongressabgeordnete aus Georgia habe „bereits mehrfach am bekannten ,Marsch für das Leben’ in Washington“ teilgenommen und in einer Rede beim 43. Marsch für das Leben erklärte er, es sei das Wertvollste, „die Heiligkeit des Lebens zu verteidigen“. Trump zitiert das Portal mit den Worten: „Price ist die ideale Wahl für diesen Posten. Er wird daran mitarbeiten Obamacare zu ersetzen und leistbare Gesundheitsvorsorge für alle Amerikaner zu ermöglichen.“ Lob für die Berufung von Price gebe es auch von Seiten der US-amerikanischen Lebensrechtbewegung. So halte Marjorie Dannenfelser, Präsidentin von „pro-life political“, Price für eine „exzellente Wahl“. „Er gilt als hundertprozentiger Pro-Lifer und wird mithelfen, Plannend Parenthood die finanziellen Unterstützungen zu streichen“, gibt kath.net Dannenfelser wider. Plannend Parenthood ist in den USA der größte Einzelanbieter vorgeburtlicher Kindstötungen.


Keine Krankensalbung bei Sterbehilfe

Chur (ALfA). Priester des Schweizer Bistums Chur sollen nach dem Willen von Bischof Vitus Huonder bei Verdacht auf Sterbehilfe auf die Spendung des Sterbesakraments verzichten. Das berichtet die „Katholische Nachrichtenagentur“ (KNA). Auch Palliativmedizin könne unter Umständen dem natürlichen Vorgang des Sterbens und damit Gottes Schöpferwillen widersprechen, schreibt der Bischof anlässlich des am 10. Dezember stattfindenden „Tags der Menschenrechte“ in einem Hirtenbrief. Darin heißt es: „Nicht wir bestimmen über Leben und Tod. Gott verfügt über unser Leben. Gott verfügt über unser Sterben“. In dem Hirtenbrief, der den Titel „Humanes Sterben aus der Sicht des Glaubens“ trägt, beruft sich Huonder auf den Katechismus der Katholischen Kirche und die Instruktion der vatikanischen Glaubenskongregation „Iura et bona“ aus dem Jahr 1980.

Angesichts eines „weit verbreiteten Gesinnungswandels bezüglich des humanen Sterbens“ stehe ein Priester heute nicht selten vor einer schwierigen seelsorgerlichen Situation, wenn er ans Sterbebett gerufen werde, so Huonder. Heute verstehe man unter „humanem Sterben“ „die Bestimmung der Todesstunde durch die Vorkehrungen der sogenannten Sterbehilfe-Organisationen“.

Die „Bereitschaft zur Selbsttötung des Patienten und die Beihilfe Umstehender und Verwandter“ versetze einen Priester in eine „geradezu unmögliche Lage“, wenn er zur Spendung der Sakramente gerufen werde, „denn unter diesen Umständen sind die Voraussetzungen für deren Empfang nicht gegeben“. Oft könne der Seelsorger die Situation gar nicht mehr „genügend durchschauen“, wenn er zu einem späten Zeitpunkt zu einem Sterbenden gerufen werde, zitiert KNA aus dem Hirtenbrief Huonders. Der Priester solle sich dann dem Sterbenden im fürbittenden Gebet zuwenden und ihn Gottes Barmherzigkeit empfehlen.

In Bezug auf die Palliativmedizin fordert der Bischof, eine solche medizinische Begleitung müsse besonders achtsam erfolgen und das Leben wie das Sterben respektieren. So dürfe der Tod des Sterbenden nicht unverantwortlich hinausgeschoben werden. „Letztlich darf der natürliche Vorgang des Sterbens nicht beeinträchtigt werden, da er auch Ausdruck des Schöpferwillens Gottes ist“, so Huonder. In keinem Fall dürfe Sterbebegleitung Beihilfe zum Suizid sein.


Gehsteigberatung kehrt zurück

München (ALfA). Die Gehsteigberatung vor der Praxis des Münchner Abtreibungsarztes Friedrich Stapf wird wieder aufgenommen. Das verkündeten am 25. November bei der dritten, von der „Aktion Lebensrecht für Alle“ und den „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) gemeinsam durchgeführten Kerzen-Demo vor dem Gesundheitszentrum „medicare“ in München-Freiham die Veranstalter. Mit brennenden weißen und roten Grabkerzen erinnerten die Teilnehmer – darunter mehr als 70 Jugendliche und Kinder von verschiedenen Organisationen – dabei daran, dass „Abtreibung eine doppelte Katastrophe ist: ein totes Kind und eine belastete, sicher nicht glückliche Frau“, wie es in einer Pressemitteilung der Veranstalter heißt.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
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