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Die Redaktion des ALfA-Newsletters wünscht allen Beziehern des ALfA-Newsletters ein frohes und gesegnetes Osterfest!


§ 219a: Verwirrung um Spahn

Berlin (ALfA). Eine aus dem Zusammenhang gelöste Äußerung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgt für Verwirrung. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“. Demnach hatte Spahn der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) Anfang der Woche gesagt, falls es „ein berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen geben sollte, für Frauen, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befinden, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen“. Wie die Zeitung weiter schreibt, hätten zahlreiche Medien daraufhin: „Spahn gesprächsbereit“, „Spahn will über Paragraf 219a reden“ oder auch „Spahn offen für Kompromiss bei Werbeverbot für Abtreibungen“ getitelt. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl habe daraufhin der „Passauer Neuen Presse“ gesagt, Bundesjustizministerin Katarina Barley werde dazu bald einen Entwurf vorlegen. „Wir werden für betroffene Frauen sicherstellen, dass Ärztinnen und Ärzte über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen objektiv informieren können, ohne sich strafbar zu machen.“ Es sei gut, „dass Spahn dies jetzt ebenso sieht und öffentlich einlenkt“.

Tatsächlich hatte Spahn der SZ jedoch zuvor auch gesagt: Der Konflikt über Abtreibungen sei vor mehr als 25 Jahren in einem Kompromiss gelöst worden, zu dem auch das „Werbeverbot“ in Paragraf 219a gehöre. „Zu diesem Kompromiss als Ganzes stehen wir, da gibt es keinen Änderungsbedarf.“ „Aber falls es ein berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen geben sollte für Frauen, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befinden, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Er wolle auch mit Ärzten und Beratungsstellen sprechen. Wie das Blatt weiter schreibt, habe der Gesundheitsminister inzwischen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter klargestellt: „Eine Änderung des Paragrafen 219a lehne ich ab, das Werbeverbot ist richtig. Ich werde mit Ärzten und Beratungsstellen darüber sprechen, ob es dessen ungeachtet bisher nicht abgedeckte Informationsbedarfe für Frauen in einer schwierigen persönlichen Lage gibt.“


Irland: Termin für Referendum steht

Dublin (ALfA). Die Iren werden am 25. Mai in einem Referendum über die Streichung eines Verfassungszusatzes abstimmen, der ungeborenen Kindern das gleiche Recht auf Leben zubilligt wie ihren Müttern. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblattes“ unter Berufung auf eine entsprechende Kurznachricht von Irlands Gesundheitsminister Simon Harris via Twitter. Zuvor hatten bereits beide Kammern des irischen Parlaments der Durchführung einer Volksabstimmung über die Aufhebung des achten Zusatzartikels zur irischen Verfassung zugestimmt.

Irland hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt. Vorgeburtliche Kindstötungen sind dort auch nach Vergewaltigung, Inzest oder einer schweren Missbildung des Fötus verboten. Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. 2014 hatte Irland die Abtreibungsgesetzgebung erstmals gelockert. Seitdem sind Abtreibungen in dem katholischen Land legal, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter bedroht oder diese suizidgefährdet ist. Laut der irischen Regierung reisen jedes Jahr tausende Frauen nach England, um dort eine vorgeburtliche Kindstötung durchführen zu lassen. Andere bestellten die Abtreibungspille „Mifegyne“ im Ausland und ließen sich diese mit der Post zustellen.

2016 hatte der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen Irland aufgefordert, sein strenges Abtreibungsgesetz weiter zu lockern. Fällt der achte Verfassungszusatz, wäre das irische Parlament in der Lage, eine mit der Verfassung konforme Fristenregelung einzuführen. An einem entsprechenden Gesetzentwurf wird bereits gearbeitet.


Polen: Abtreibungsreform biegt auf Zielgerade ein

Warschau (ALfA). Der Vorstoß für eine Verschärfung der polnischen Abtreibungsgesetzgebung ist auf die Zielgerade eingebogen. Nachdem am 19. März der Rechtausschuss des Parlaments einen entsprechenden Gesetzentwurf befürwortet hatte, soll sich am 14. April nun der Familienausschuss mit der Vorlage befassen. Zuvor hatte die polnische Bischofskonferenz eine schnellere Bearbeitung des von einer Volksinitiative „Familie und Leben“ in das Parlament eingebrachten Gesetzentwurfs angemahnt. Die Initiative hatte 820.000 Unterschriften gesammelt. Laut Verfassung muss sich der Sejm mit Gesetzesvorlagen befassen, für die Bürger mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt haben.

Der sieht vor, vorgeburtliche Kindstötungen zu verbieten, bei denen eine schwere Behinderung des Kindes als Grund für die Abtreibung angegeben wird. Das geltende Recht erlaubt vorgeburtliche Kindstötungen, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter lebensgefährlich bedroht, die Schwangere zuvor vergewaltigt wurde oder das Kind eine derart schwere Schädigungen aufweist, dass es außerhalb des Mutterleibes mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben kann. Laut Regierungsangaben wurden in Polen im Jahr 2016 1.042 der 1.089 gemeldeten Abtreibungen mit dieser Begründung vorgenommen.


Termine

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

19.04.2018
Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!
Veranstaltung anlässlich der „Woche für das Leben“
Ort: Kreiskrankenhaus Schleiz: Berthold-Schmidt-Straße 7, 07907 Schleiz

Programm:

19.30 Uhr: Begrüßung: Dr. med. S. Hummel, Frauenklinik KKH Schleiz

19.40 Uhr: Vorgeburtliche Therapie versus vorgeburtliche Selektion
Referent: Prof. Dr. med. Holm Schneider, Universitätskinderklinik Erlangen
20.40 Uhr: Evangelische Ethik
Referentin: Pastorin Antje-Sonja Neumann, Klinikseelsorgerin KKH Schleiz
20.50 Uhr: Motivation, Segen, Aussendung
Referent: Pfarrer Peter Spalteholz, Katholische Kirche, Schleiz und Bad Lobenstein

 

27.-28.04.2018
„Gewissenlos in die bioethische Zukunft?“

Ordentliche Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den „Ärzten für das Leben“
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Mehr Informationen unter: www.alfa-ev.de/aktuelles/termine/

 

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

 

Vorgemerkt:
1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln
Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

Mehr Informationen in Kürze

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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