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Urteil: München verzichtet auf Berufung

München (ALfA). Die Stadt München wird keine Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts München einlegen, das die Gehsteigberatung des Vereins „Helfer für Gottes kostbare Kinder Deutschland e.V.“ für „verfassungsrechtlich legitim“ und ein vom Kreisverwaltungsreferat der Stadt ausgesprochenes Verbot der Beratung durch den Verein für rechtswidrig erklärt hat. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ unter Berufung auf einen Pressesprecher der bayerischen Landeshauptstadt. Das Betretungsverbot des Gehsteigs vor der Abtreibungsklinik habe sich auf den bisherigen Standort der Praxis bezogen, die dort aber nicht mehr existiere, gibt „idea“ den Sprecher wieder. Seit dessen Umzug in einen anderen Stadtteil sei es nicht zu einem Auftreten der Gehsteigberater gekommen: „Somit besteht aktuell kein Handlungsbedarf“, zitiert die Agentur den Sprecher. Der Verein „Helfer für Gottes kostbare Kinder Deutschland e.V.“ hatte angekündigt, auch am neuen Standort der Abtreibungsklinik Gehsteigberatungen durchführen zu wollen. Aus diesem Grund hatte der Verein nach dem Umzug der Abtreibungsklinik seine Klage vor dem Verwaltungsgericht München gegen den Bescheid des Kreisverwaltungsreferats in eine Feststellungsklage umwandeln lassen.


BVL fordert Verbot pränataler Gentests

Berlin (ALfA). Der Bundesverband Lebensrecht (BVL) hat ein umfassendes Verbot von vorgeburtlichen Gentests und jeglicher Mitwirkung an Selbsttötungen etwa von schwerstkranken Menschen gefordert. Nötig sei zudem eine „neue Willkommenskultur“ für jedes ungeborene Kind, um Abtreibungen zu vermeiden. Das berichtet das Internetportal „kath.net“ unter Berufung auf die katholische Nachrichtenagentur KNA. Danach erklärte der Vorsitzende des BVL, der Bonner Publizist und TV-Moderator Martin Lohmann, mit Blick auf den für den 17. September in Berlin geplanten „Marsch für das Leben“ auch in „schwierigsten Situationen“ sei eine Absage an Abtreibung und Euthanasie „der richtige und gute Weg“. Der jährlich stattfindende „Marsch für das Leben“ (www.marsch-fuer-das-leben.de) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kein Kind ist unzumutbar“.


Warnung vor Stammzell-Tourismus

Wien (ALfA). Forscher warnen vor einem Boom von Kliniken, die dubiose Stammzelltherapien anbieten. Das berichtet das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) unter Berufung auf eine in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Cell Stem Cell veröffentlichten Studie (Volume 19, Issue 2, p.154-157, 4. August 2016). Demnach identifizierten die Forscher um den Zellbiologen Paul Knoepfler von der Universität Minnesota allein in den USA 570 Kliniken, die Stammzelltherapien anböten. Dahinter ständen „mehr als 350 Unternehmen mit klaren Marketingstrategien: Über 300 dieser Unternehmen bieten windige Stammzelltherapien bei orthopädischen Problemen an, andere Indikationen sind Schmerzen (150 Unternehmen), Sportverletzungen (90), neurologischen Erkrankungen (80) und Immunstörungen (75)“, schreibt IMABE.

Wie das Institut unter Berufung auf andere Studien schreibt, sei der „Stammzell-Tourismus“ auch in Irland, Singapur, Australien, Deutschland, Italien und Japan auf dem Vormarsch und zu einem „globalen Problem“ avanciert. Experten warnten vor einer zunehmenden Zahl von Kliniken, die teure stammzellbasierte Therapien anböten, „die im besten Fall unwirksam sind oder keinen nachgewiesenen Nutzen haben“.


Arzt beklagt Geschäft mit Kinderwunsch

Wien (ALfA). „Reproduktionsmedizin ist mittlerweile ein großes Geschäft geworden – da kann man nichts beschönigen. Das Meiste, was hier passiert, passiert aus Geschäftsinteressen. Und wenn dann in den Kinderwunschkliniken der fachärztliche Berater zugleich auch der Verkäufer ist, dann scheint mir das nicht seriös“, zitiert „Der Sonntag“, die Zeitung der Erzdiözese Wien, Dr. Klaus Vavrik, Kinderarzt und Präsident der österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Das Gespräch mit Vavrik ist Teil einer 9-teiligen Serie der Zeitung zur Bioethik.

Vavrik, der in dem Gespräch klarstellt, dass er nicht generell gegen Reproduktionsmedizin sei, kritisiert, dass die Kliniken oft nur die „Erfolgsgeschichten“ zeigten. „Der Rest bleibt lieber unerwähnt.“ „Wenn das Kind dann Probleme hat, krank ist oder sogar eine Behinderung welcher Art auch immer hat, sitzen die verzweifelten Eltern bei mir und sagen: ,Das hat uns vorher keiner gesagt’“.

Über Risiken der künstlichen Befruchtung – angefangen bei Mehrlingsschwangerschaft und Frühgeburten – bis hin zum höheren Risiko für eine Behinderung, einer Tumorerkrankung oder häufigeren Aufenthalten im Krankenhaus werde in diesen Gesprächen häufig nicht gesprochen.


Mutter Teresa über Abtreibung

Rom/Augsburg (ALfA). Am Sonntag wird Papst Franziskus die selige Mutter Teresa (1907-1997) heilig sprechen. Grund genug für ALfA daran zu erinnern, dass der „Engel der Armen“ auch eine leidenschaftliche Lebensrechtlerin war. Hier einige Zitate:

 

„Ich glaube, dass die Abtreibung heute der größte Zerstörer des Friedens ist, weil es ein direkter Krieg ist, ein ganz direktes Töten, ein direktes Ermorden durch die Mutter des Kindes selbst. Viele Menschen kümmern sich um Kinder in Indien oder in Afrika, wo sie in großen Zahlen sterben – vielleicht aus Unterernährung oder Hunger –, aber Millionen von Kindern sterben durch den Willen ihrer Mütter, und das ist der größte Zerstörer des Friedens. Denn wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, was kann mich dann noch hindern, dich zu töten, oder dich hindern, mich zu töten?“

Auszug aus der Rede bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises 1979 in Oslo

 

„Werke der Liebe beginnen zu Hause und Werke der Liebe sind Werke des Friedens. Wir wollen alle Frieden, und doch erschrecken uns die Nuklearwaffen, erschrecken wir vor dieser neuen Krankheit.  Aber wir fürchten uns nicht davor, ein unschuldiges Kind zu töten, dieses kleine ungeborene Kind, das aus demselben Grund erschaffen wurde: um Gott zu lieben und Sie und mich zu lieben. Das ist ein solcher Widerspruch, und ich fühle heute, dass Abtreibung zum größten Zerstörer des Friedens geworden ist. Wir fürchten uns vor Nuklearwaffen, weil sie uns berühren, aber wir fürchten uns nicht, die Mutter fürchtet sich nicht, diesen schrecklichen Mord zu begehen. Auch wenn Gott selbst davon spricht. Er sagt: ,Selbst wenn eine Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse dich nicht. Ich habe dich in meine Hand geschrieben, du bist kostbar für mich. Ich liebe dich.’ Dies sind Gottes eigene Worte für Sie, für mich und für das kleine, ungeborene Kind. Darum lasst uns, wenn wir wirklich Frieden wollen, wenn wir heute mit aufrichtigem Herzen wirklich Frieden wollen, diesen starken Entschluss fassen: Erlauben wir nicht, dass sich ein einziges Kind in unseren Ländern, in unseren Städten ungewollt fühlen muss, sich ungeliebt fühlen muss, als Abfall der Gesellschaft fühlen muss. Und helfen wir einander, uns darin zu bestärken, dass in unseren Ländern dieses schreckliche Gesetz, das Unschuldige tötet, das Leben zerstört, das die Gegenwart Gottes zerstört, zurückgenommen wird, in unserer Nation, von unseren Menschen und unseren Familien.“

Auszug aus der Rede vor den Vereinten Nationen 1985 in New York

 

„Jedes Land, das Abtreibung akzeptiert, lehrt sein Volk nicht zu lieben, sondern zur Gewalt zu greifen, um zu bekommen, was man wünscht. Das ist der Grund, warum Abtreibung der größte Zerstörer der Liebe und des Friedens ist.“

Auszug aus der Rede beim National Prayer Breakfast, 1994 in Washington


Wichtige Termine

Samstag, 17. September, 19.30 Uhr

Domspatz-Soirée mit der Bundesvorsitzenden der ALfA, Alexandra Maria Linder, und Pfarrer Dr. Gottfried Martens aus Berlin. Ort: Bernhard-Lichtenberg-Haus an der St. Hedwigs-Kathedrale. Nähere Informationen unter: www.raggs-domspatz.de

 

Freitag, 23. September, 14.30-16.30 Uhr

Demonstration „Zukunft statt Abtreibung. Echte Hilfe für Mütter und Kinder“ vor der Stapf-Einrichtung in München-Freiham, "Medicare Gesundheitszentrum", Hans-Stützle-Str. 20.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
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