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Aktion Lebensrecht
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BVL ruft zur Teilnahme am Marsch für das Leben in Berlin auf

Berlin (ALfA). Am Samstag, den 16. September veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht (BVL) zum 13. Mal den „Marsch für das Leben“ in Berlin. Wie das Magazin der evangelischen Nachrichtenagentur idea, „idea Sepktrum“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, stehe die Demonstration, mit der Christen – acht Tage vor der Bundestagswahl – ein Zeichen gegen die Tötung ungeborener Kinder setzen wollten, in diesem Jahr unter dem Motto: „Die Schwächsten schützen – Selektion und Abtreibung beenden“. Der Marsch, zu dem Lebensrechtler aus ganz Deutschland erwartet werden, beginnt um 13.00 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude und endet mit einem ökumenischen Gottesdienst. Mit 7.500 Teilnehmern hätten sich an ihm im vergangenen Jahr so viele Bürger beteiligt wie nie zuvor. Die Vorsitzende des BVL, Alexandra Maria Linder, rief gegenüber idea zur Teilnahme am Marsch auf: „Wir können zeigen, wie vielen Menschen der Lebensschutz ein wichtiges Anliegen ist, und unsere klaren Forderungen an die Politik kundtun“. „Je sichtbarer wir als Lebensrechtsbewegung auftreten, desto mehr können wir Gesellschaft und Politik auch übers Jahr mit unseren Themen ansprechen“, so Linder weiter. Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl komme dem diesjährigen Marsch mit Blick auf die kommende Legislaturperiode daher besondere Bedeutung zu.


BVL-Vorsitzende Linder nimmt CDU und SPD beim Wort

Berlin (ALfA). Zwei Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September hat der Bundesverband Lebensrecht (BVL) die Wahlwerbespots von CDU und SPD, in denen die Werber je ein ungeborenes Kind in den Mittelpunkt stellten, dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sodann ihre Visionen des zukünftigen Deutschlands erläutern, aufgegriffen und CDU und SPD aufgefordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen. „In beiden Wahlwerbespots wird ein Kind im Mutterleib von den Spitzenkandidaten direkt angesprochen“, erklärte die Vorsitzende des Dachverbands Alexandra Linder in Berlin. Mit den gewählten Szenarien werde – bewusst oder unbewusst – die Botschaft vermittelt: „Auch wenn Du noch nicht geboren bist, Du bist ein Mensch, wir sprechen Dich an, Du bist Träger der Menschenwürde, wir freuen uns auf das Leben mit Dir und bereiten für Dich die Zukunft vor“, so Linder. Nur müsse die Politik dem auch Taten folgen lassen. „Wir fordern die Parteien auf, diese Aussage der Wahlwerbespots in die Realität umzusetzen.“ Missstände und Fehlentwicklungen müssten von den Parteien aktiv angesprochen und öffentlich thematisiert werden, so Linder weiter. Dazu zählten unter anderem die hohen Abtreibungszahlen und die Verschleierung des Abtreibungsgeschehens. So werde bei einer vorgeburtlichen Kindstötung eben „kein ,Zellhaufen’ abgesaugt“, sondern „ein Mensch“ getötet. Auch die selektiven Praktiken pränataler Medizin (PID, Pränatest), bei denen gezielt nach Menschen mit Behinderungen gefahndet werde, müssten thematisiert werden, forderte Linder. Wenn es etwa im Wahlwerbespot der CDU heiße, „jeder einzelne“ solle sich in Deutschland „frei und sicher“ fühlen können, schließe dies den Schutz ungeborener Menschen ein. Der BVL freue sich über die „hoffnungsvollen Wahlversprechen. Denn egal, in welchem Deutschland: Jedes Kind will leben!“, so die Vorsitzende des BVL, die auch Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. ist.


Keimbahnintervention: Dabrock kritisiert Schweigen der Politik

Berlin/Erlangen (ALfA). Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, hat die Vereinten Nationen aufgefordert, sich mit den durch CRISPR/Cas9-Technologie möglich gewordenen Eingriffen in die Keimbahn auseinanderzusetzen. In einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ kritisierte der evangelische Theologe das Schweigen der Politik angesichts der kürzlich erfolgten Experimente, bei denen Wissenschaftler der Oregon Health and Science University in Portland das Erbgut menschlicher Embryonen mittels den neuartigen Genscheren verändert hatten. „Nun kann man natürlich der Auffassung sein, dass wir solche Veränderungen zulassen sollten, vor allem wenn uns therapeutischer Nutzen recht risikolos versprochen wird. Aber selbst wenn man diese Position vertritt, darf man doch Fragen von so grundlegender Bedeutung wie die Manipulation unserer biologischer Basis nicht – wie es derzeit passiert – der Wissenschaftsgemeinschaft allein überlassen.“ „Die völkerrechtlich zwar schwache, in der Sache aber starke Formel vom ,Genom als Erbe der Menschheit’, formuliere „die Dramatik der Aufgabe“, so Dabrock weiter. „Trotz Wahlkampf, trotz dringlicher erscheinender Probleme müssen die Politiker sich des Themas endlich annehmen – global, bevor es zu spät ist“, schreibt der Vorsitzende des Gremiums, das Bundesregierung und Parlament in bioethischen Fragen berät.


Gericht verhandelt Klagen wegen Suizidbeihilfe

Hamburg (ALfA). Das Landgericht Hamburg verhandelt seit Donnerstag zwei Fälle von Beihilfe zum Suizid durch den Verein „Sterbehilfe Deutschland“. Angeklagt ist der Mediziner und Psychiater Johann Friedrich S., dem die Staatsanwaltschaft Totschlag und unterlassene Hilfeleistung vorwirft. Das berichtet die überregionale katholische Zeitung „Die Tagespost“. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehe der Suizid von zwei 81 und 85 Jahre alten Frauen, die 2012 in Anwesenheit des Arztes eine Überdosis eines verschreibungspflichtigen Medikaments eingenommen hätten und daraufhin gestorben seien. Wie die Zeitung schreibt, werfe die Staatsanwaltschaft dem Mediziner vor, die Tatherrschaft über die Selbsttötung gehabt und die Frauen in einem psychologischen Gutachten einseitig in Richtung Suizid beraten zu haben.


Totenscheine überwiegend fehlerhaft

Rostock (ALfA). Eine Studie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Rostock hat bei fast allen untersuchten Todesbescheinigungen der Region Rostock Mängel festgestellt. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“. Demnach seien von den rund 10.000 untersuchten Bescheinigungen aus dem Einzugsbereich des Rostocker Krematoriums lediglich 223 fehlerfrei gewesen. Ausgewertet wurden den Angaben zufolge alle zwischen August 2012 und Mai 2015 ausgestellten Dokumente.

„Mit dieser Größenordnung haben wir zu Beginn der Studie nicht gerechnet“, zitiert das Ärzteblatt den Rechtsmediziner Fred Zack. Insgesamt seien im Rahmen der Studie 3.116 schwere und 35.736 leichte Fehler festgestellt worden. Mehr als ein Viertel der Totenscheine habe mindestens einen schwerwiegenden Fehler aufgewiesen.

Spitzenreiter bei den fehlerhaft ausgestellten Totenscheinen seien nicht mögliche Kausalketten bei der Todesursache. Gefolgt würden diese von der fehlenden Erreichbarkeit des Arztes, der die Leichenschau durchgeführt habe, sowie dem fehlenden Vermerk sogenannter sicherer Todeszeichen.

Laut dem Rostocker Institut für Rechtsmedizin kommt dem Totenschein eine hohe Bedeutung zu, da nur Tote, deren Sterbeursache und Identität bekannt seien, ohne Ermittlungen bestattet werden könnten. In allen anderen Fällen müsse die Polizei auf den Plan treten. Der Studie zufolge wurde diese in 48 Fällen unnötigerweise informiert, in 44 Fällen sei dagegen ein natürlicher Tod fehlerhaft bescheinigt worden, was dann erst bei einer zweiten Leichenschau aufgefallen sei. „Die Praxis der ärztlichen Leichenschau in Deutschland ist bekanntermaßen schlecht und bereits vielfach von unserer Fachgesellschaft kritisiert worden“, so Zack zweiter. Hauptverantwortlich dafür sei die Form der Organisation von Leichenschauen. „Es sind keine Spezialisten am Werk. Wenn ein niedergelassener Arzt beispielsweise zweimal im Jahr zu einer Leichenschau gerufen wird, stellt sich bei ihm kaum eine Routine ein“, so Zack. Die Autoren der Studie plädieren für eine bundeseinheitliche Regelung der Leichenschauen. Auch sollten diese nur von Spezialisten durchgeführt werden. Zudem müssten mehr Sektionen erfolgen. In rund 50 Prozent der Fälle würden nach einer Sektion korrigiert.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bezeichnete die Rostocker Studie als „Weckruf für Bund und Länder“. Mit nachlässigen Leichenschauen werde es nicht gelingen, Behandlungsfehler, Körperverletzungen und Tötungen aufzudecken, erklärte deren Vorstand Eugen Brysch. Brysch appellierte an die Justiz- und Gesundheitsminister von Bund und Ländern, in allen 2.000 Krankenhäusern und 13.000 Pflegeheimen amtsärztliche Leichenschauen gesetzlich vorzuschreiben. „Wenn heute nur bei maximal drei Prozent der Verstorbenen die Totenbescheinigung durch eine amtliche Leichenschau überprüft wird, kann nicht von Patientenschutz geredet werden.“


Termine

Freitag, 15. September 2017
Bioethik und Menschenwürde, Fachtagung des BVL
Beginn 14:30 Uhr
Ende: 18:00 Uhr
Ort: Tagungshaus Aquino/Katholische Akademie, Berlin
Referenten u.a.: Robert Antretter, Prof. Dr. Paul Cullen, Prof. Dr. Thomas Heinemann, Jaime Mayor Oreja, Stefan Rehder M.A.

Samstag, 16. September 2017
Marsch für das Leben 2017
Beginn: 13:00 Uhr mit Kundgebung vor dem Reichstag in Berlin
Weitere Informationen (Sonderbusse etc.) unter www.marsch-fuer-das-leben.de

Samstag, 16. September 2017
Medien und Wirklichkeit – Wie wir im Dickicht von Fake-News und Propaganda die Orientierung behalten (Podium der Initiative Faire Medien)
Begin: 19:30 Uhr
Ende: 21:30 Uhr
Ort: Tagungshaus Aquino/Katholische Akademie, Berlin
Referenten: Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger, Dr. Alexander Kissler, Alexandra Maria Linder M.A., Thomas Schührer, Moderation: Michael Ragg

Sonntag, 15. Oktober 2017 Demonstration Zukunft statt Abtreibung, gemeinsame Herbstkundgebung von ALfA und CDL in München-Freiham, vor der Abtreibungseinrichtung F. Stapf, Hans-Stützle-Str. Beginn 14:30 Uhr Ende: 16:00 Uhr

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