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Abtreibungslobby bringt Petition ein

Warschau (ALfA). Zusammen mit rund 130.000 gesammelten Unterschriften haben Abtreibungsbefürworter am Donnerstag im polnischen Parlament eine Petition für eine Liberalisierung der in Polen geltenden rechtlichen Regelungen vorgeburtlicher Kindstötungen eingereicht. Das berichtet das „Deutschlandradio Kultur“. Die Petition verlangt die Einführung einer Fristenregelung, nach welcher Abtreibungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche künftig generell als legal betrachtet werden sollen. Derzeit gilt in Polen eine Indikationsregelung. Nach dieser sind vorgeburtliche Kindstötungen in Polen gesetzlich dann erlaubt, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter ernsthaft gefährdet, die Schwangere zuvor vergewaltigt oder bei dem ungeborenen Kind eine schwere Missbildung diagnostiziert wurde. Abtreibungsgegner hatten zuvor eine Petition eingereicht, die ein ausnahmsloses Verbot jedweder vorgeburtlichen Kindstötungen vorsieht und dafür fast 500.000 Unterschriften gesammelt. In Polen muss der Sejm, das polnische Parlament, vom Volk eingereichte Gesetzesvorlangen dann beraten, wenn diese von mindestens 100.000 Bürgern unterstützt werden. Die Petition der Abtreibungsgegner wird zudem von der Regierungspartei PIS sowie von den polnischen Bischöfen unterstützt. Diese hatten auf ihrer Frühjahrsvollversammlung allerdings erklärt, dass sie die in dem Gesetzentwurf vorgesehenen Haftstrafen für Frauen, die abgetrieben haben, ablehnen.


Abtreibung nicht irgendein Thema

Washington (ALfA). Die Kolumbusritter, eine vor allem in den USA einflussreiche Organisation katholischer Laien, hat dazu aufgerufen, bei der US-Präsidentschaftswahl nicht für Politiker zu stimmen, die vorgeburtliche Kindstötungen unterstützten. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf US-amerikanische Medienberichte. Demnach erklärte der Vorsitzende der Vereinigung, Carl Anderson, Anfang der Woche auf einem internationalen Treffen der Kolumbusritter in Toronto, es sei an der Zeit, keine Ausreden mehr zu finden, die es erlaubten, „Abtreibungsbefürworter zu wählen“. Abtreibung sei nicht irgendein Thema. Es habe mehr Gewicht als jedes andere Thema bei den Präsidentschaftswahlen. „Es ist die Tötung von unschuldigem Leben im massiven Maßstab.“ „Wir werden niemals eine Kultur des Lebens schaffen, solange wir für Politiker stimmen, die eine Kultur des Todes unterstützen“, wird Anderson zitiert. Für ihn gehe es beim Thema Abtreibung um „nicht verhandelbare Werte“, so Anderson weiter.


Wende bei Roe vs. Wade versprochen

(ALfA) Mike Pence, der Kandidat der Republikaner für das Amt des US-Vizepräsidenten, hat die Bedeutung der US-Präsidentschaftswahl in diesem Jahr für den Lebensschutz hervorhoben. Das berichtet das Internetportal kath.net. Demnach habe Pence auf einer Wahlveranstaltung in Grand Rapids  im US-Bundesstaat Michigan versprochen: „Wir werden ‚Roe v. Wade’ auf dem Aschehaufen der Geschichte landen sehen, wo es auch hingehört.“ Mit der Entscheidung „Roe v. Wade“ hatte der Supreme Court, Der oberste Gerichtshof der USA, die Abtreibung in den Vereinigten Staaten legalisiert. Donald Trump und er würden dafür sorgen, dass das Urteil „Roe v. Wade“ wieder aufgehoben würde, gibt kath.net Pence wieder. Grund für Pence Zuversicht ist offenbar der Umstand, dass in den USA die Verfassungsrichter des US-Supreme Courts auf Lebenszeit gewählt werden und das Vorschlagsrecht für diese beim US-Präsidenten liegt. Derzeit muss einer der sieben Richterposten nachbesetzt werden. Der aus dem US-Bundesstaat Indiana stammende Pence gilt als Pro-Life-Politiker, der laut der Lebensschutzorganisation „National Right to Life Committee“ bei allen Abstimmungen stets für den Lebensschutz votiert hat.


CRISPR/Cas9 soll Krebs heilen

London (ALfA). Chinesische Forscher der Universität Chengdu wollen die umstrittene CRISPR/Cas9-Technologie erstmals bei geborenen Menschen zum Einsatz bringen. Die Forscher um den Onkologen Lu You wollen noch im August damit beginnen, mit den Genscheren die T-Zellen von Patienten verändern, die an Lungenkrebs erkrankt sind und bei denen Strahlen- und andere Therapien bislang keinen Erfolg brachten. Das berichtet die Fachzeitschrift Nature. Demnach planen die Forscher, T-Zellen aus dem Blut der Patienten zu isolieren und mittels der CRISPR/Cas9 genetisch zu verändern. Die genetisch modifizierten Zellen sollen anschließend wieder in den Blutkreislauf der Patienten eingebracht werden. Die Forscher erhoffen sich, dass die modifizierten Zellen danach die Tumorzellen finden, angreifen und zerstören. Die CRISPR/Cas9-Technologie wurde bisher an Tieren sowie an menschlichen Embryonen getestet. Zahlreiche Forscher hatten daraufhin ein Moratorium für den Einsatz der Technologie an geborenen Menschen gefordert.


Nächster Newsletter am 27. August

Augsburg (ALfA). Auch wenn der ALfA-Newsletter in der jetzigen Form erst seit Anfang Juli wöchentlich erscheint, geht die Redaktion jetzt in den länger geplanten Urlaub. Der nächste ALfA-Newsletter erscheint darum erst wieder am 27. August. Bis dahin wünscht die Redaktion des ALfA-Newsletters allen Beziehern schöne Ferien.

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