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Planned Parenthood schuldig

Washington (ALfA). Eine Untersuchungskommission des US-amerikanischen Repräsentantenhauses hält den amerikanischen Ableger des weltweit größten Einzelanbieters von vorgeburtlichen Kindestötungen, International Plannend Parenthood Federation (IPPF), für schuldig, im Zusammenhang mit der Gewinnung und dem Handel von Körperteilen abgetriebener Kinder gegen Bundesgesetze sowie gegen die einzelner US-Bundesstaaten verstoßen zu haben. Nach einer mehr als ein Jahr dauernden Untersuchung legte das Gremium in dieser Woche in Washington seinen 427 Seiten umfassenden Abschlussbericht vor.

Angestoßen worden war die Untersuchung durch zahlreiche, mit versteckter Kamera aufgenommenen und im Internet veröffentlichten Videos des von dem Journalisten David Daleiden geleiteten „Center for Medicial Progress“ (CMP).

Der Bericht der Kommission unter dem Vorsitz der Republikanerin Marsha Blackburn, die den US-Bundesstaat Tennessee im Repräsentantenhaus vertritt, dokumentiert unter anderem eidesstattliche Erklärungen hochrangiger Mitarbeiter von Planned Parenthood, die mehrere der von Lebensrechtlern gegen Planned Parenthood erhobenen Vorwürfe bestätigen. Danach wurden gängige Abtreibungsverfahren modifiziert, um möglichst wenig versehrte Kinderleichen zu erhalten, ungültige Einwilligungen von Frauen verwendet und Preise für die Überlassung der Leichen und/oder ihrer Teile erzielt, die mit den tatsächlichen Kosten nicht in Einklang zu bringen sind. In Kapitel IV des Berichts richtet die Kommission sodann 15 Empfehlungen an die Strafverfolgungsbehörden sowie an Ministerien und andere Behörden, die für die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen zuständig sind, die den Handel mit Organen und Körperteilen regeln.

In den USA können Frauen laut Gesetz Gewebe ihrer abgetriebenen Kinder wissenschaftlichen Einrichtungen unentgeltlich zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen. Einrichtungen, welche die „Spende“ der Leichenteile organisieren, dürfen sich die Kosten für deren Sammlung und den Transport erstatten lassen. Dagegen ist ein gewinnbringender Handel mit den Köperteilen abgetriebener Kinder ausdrücklich verboten. Auch ist es Abtreibungseinrichtungen in den USA gesetzlich untersagt, vorgeburtliche Kindstötungen zeitlich oder methodisch so zu steuern, dass dabei die Interessen der Empfänger nach möglichst intakten Leichen gewahrt werden.

CMP-Chef David Daleiden forderte nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts in einer eigenen Pressemitteilung: „Die Strafverfolgungsbehörden müssen nun auf allen Ebenen das kriminelle Abtreibungsgeschäft im vollem Umfang des Gesetzes zur Anklage bringen.“ Der amerikanische Steuerzahler „sollte nicht länger gezwungen werden, die Barbarei der Abtreibungsindustrie zu subventionieren“.


Woelki: Abtreibung ist nicht liberal

Köln (ALfA). Der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, hat sich in seiner Predigt am 28. Dezember, an dem die katholische Kirche traditionell das „Fest der Unschuldigen Kinder“ begeht und der Opfer des von König Herodes beauftragten Kindermordes in Betlehem gedenkt, ein weiteres Mal klar gegen die Durchführung vorgeburtlicher Kindstötungen positioniert. „Das Leben eines Menschen ist vom ersten Moment seiner Existenz an bis zum letzten Augenblick ein heiliges Gut. Daher hat niemand das Recht, über menschliches Leben zu verfügen, auch nicht in den ersten zwölf Wochen“, so Woelki. In seiner Predigt im Kölner Dom sagte Woelki weiter: „Als Christen wehren wir uns dagegen, dass in unserem Land diese hunderttausendfache Abtreibung als die Normalität einer liberalen, humanen und aufgeklärten Gesellschaft ausgegeben wird.“ Eine solche Liberalität propagiere die Freiheit auf Kosten der Schwächsten. Auch am Ende des Lebens stünden Menschen oftmals in einer Situation, in der ihnen Lebensqualität, Lebensrecht und Würde abgesprochen werde. Leben aber – ganz egal wie anfänglich, wie alt, wie gebrechlich und wie versehrt – sei einmalig und kostbar. Das Leben sei von Gott geschenkt, und die Menschen hätten es zu hüten. Daher sei das Lebensrecht „das Grundrecht eines jeden Menschen.“ „Wo sich Menschen zu Herren über Leben und Tod aufwerfen, haben sie den Weg der Menschlichkeit bereits verlassen“, so der Kardinal weiter.


USA testen Genscheren bei Menschen

Würzburg (ALfA). In den USA wollen Forscher um den Immunologen Carl June von der Universität Pennsylvania demnächst 18, als „austherapiert“ geltende Krebspatienten mittels der neuartigen, noch in den Kinderschuhen steckenden CRISPR-Cas9-Technologie einer Gentherapie zu unterziehen. Das berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ in ihrer aktuellen Ausgabe (7.1). Wie das Blatt schreibt, planten die Forscher, den Patienten sogenannte T-Zellen des Immunsystems zu entnehmen. Mittels der neuartigen CRISPR-Cas9-Technologie sollen diese im Labor zunächst genetisch so modifiziert werden, dass sie die Tumore angreifen, und dann zurück in die Körper der Patienten verbracht werden. CRISPR steht für „Clustered Regulary Interspaced Short Palindromic Repeats“. Cas9 ist der Name eines Enzyms („CRISPR associated protein number nine“), das in der Lage ist, das Erbgut zu zerschneiden. 2011/2012 entdeckten und entschlüsselten die französische Mikrobiologin Emmanuelle Charpentier und die US- amerikanische Biochemikerin Jennifer Doudna den Komplex in Bakterien, die sich mit ihm gegen Viren zur Wehr setzen.

Mit der CRISPR-Cas-9-Technologie können Forscher inzwischen molekulare Genscheren so programmieren, dass sie nahezu jeden beliebigen Ort der DNA-Sequenz eines Genoms ansteuern und dort einen Schnitt setzen können. Schadhaft mutierte oder auch nur unliebsame Gene können so – wie bei einem Textverarbeitungsprogramm –herausgeschnitten und durch gesunde oder auch nur für besser befundene ersetzt werden. Und das nicht nur in einfachen Körperzellen, sondern auch in Keimzellen. Auf diese Weise modifizierte Lebewesen gäben dann sämtliche Veränderungen auch an die nächste Generation weiter.

Wie das Blatt ausdrücklich betont, gehe es darum zwar weder bei den geplanten Versuchen von June, noch bei ähnlichen, die Forscher um den Onkologen Lu You Ende Oktober des vergangenen Jahres an der Sichuan Universität in Chengdu begonnen hatten. Allerdings gehe es den Forschern offenbar auch keineswegs „nur“, um den Kampf gegen Krebs, sondern auch um ein biopolitisches Wettrüsten. „Ich denke, dies wird einen Sputnik 2.0 auslösen, ein biomedizinisches Duell um den Fortschritt zwischen China und den Vereinigten Staaten, was sehr wichtig ist, da der Wettbewerb das Endprodukt in der Regel verbessert“, zitiert die Zeitung June unter Berufung auf ein Statement, das der Forscher kürzlich dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ gegeben habe.


"Tötung auf Verlangen" bei Demenz

Amsterdam (ALfA). In den Niederlanden erhalten Patienten mit fortgeschrittener Demenz bisher nur in den seltensten Fällen eine „Tötung auf Verlangen“. Viele Ärzte seien dazu nur bereit, wenn der Patient selbst noch sagen könne, dass er sterben wolle. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf die niederländische Zeitung „Volkskrant“ (Ausgabe vom 7.1.).

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hatte die niederländische Gesundheitsministerin Edith Schippers Ende 2015 die „Tötung auf Verlangen“ auch in Fällen von fortgeschrittener Demenz gestattet, unter der Vorrausetzung, dass die Patienten Entsprechendes in einer früher ausgestellten Patientenverfügung verfügt hätten. Trotzdem seien viele Ärzte unsicher, was erlaubt sei, schreibt KNA unter Berufung auf das Blatt. Der Grund: Auch bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Demenzerkrankung solle sichergestellt werden, dass der Patient unerträglich leide. Das aber sei bei Menschen mit starker Demenz oft unmöglich, wird Jacob Kohnstamm, Vorsitzender eines Gremiums zur Sterbehilfe-Überprüfung (RTE) zitiert.

Das RTE veröffentlichte heute zwei Fälle, in denen ein Arzt die „Tötung auf Verlangen“ bei fortgeschrittener Demenz allein aufgrund der Patientenverfügung vornahm.


Vatikan-Tagung zu Organhandel

Rom (ALfA). Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften wird am 7. und 8. Februar eine Konferenz zum Thema Organhandel und „Transplantations-Tourismus“ im Vatikan veranstalten. Das berichtet die katholische Internetnachrichtenagentur „Zenit.org“ unter Berufung auf ein Kommuniqué der Akademie. Die Phänomene des Organhandels und des Transplantations-Tourismus seinen Themen, die Papst Franziskus oft angeschnitten habe. So habe der Papst den Organhandel wiederholt als „neue Formen der Sklaverei des XXI. Jahrhunderts“ bezeichnet. Aus diesem Grund hätten die Organisatoren ihn auch eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Ziel der Veranstaltung sei es, eine „Erklärung“ zu verfassen, um die Aufmerksamkeit der Welt auf das „dringende“ Problem zu richten, sowie neue Richtlinien zu erarbeiten, um Organhandel und -tourismus einzudämmen.


Termine

13.-15.01. Akademie Bioethik
Zellhaufen? Mensch? Menschenrechte?
Gilt das Menschenrecht auf Leben schon vor der Geburt?

Veranstalter: Christdemokraten für das Leben (CDL), Jugend für das Leben (JfdL) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Veranstaltungsort: Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstraße 5, 50679 Köln
Tagungsbeitrag: 70,00 Euro (inkl. Übernachtung, Frühstück); 40,00 Euro (ohne Übernachtung, Frühstück)
Der Teilnehmerbeitrag kann auf Antrag bei CDL oder ALfA erlassen werden.

Anmeldung und/oder weitere Infos: kontakt@jugendfuerdasleben.de

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

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