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Organspende: Montgomery für Widerspruchslösung

Berlin (ALfA). Geht es nach dem Willen von Frank-Ulrich Montgomery, dann sollen nach einem diagnostizierten Hirntod künftig jedem Bürger Organe entnommen werden können, der dem zuvor nicht ausdrücklich widersprochen hat. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) plädierte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) für die Einführung der sogenannten Widerspruchlösung. „Ich persönlich halte die Widerspruchlösung für richtig. Aus medizinischer Sicht, vor allem aber aus Sicht der vielen schwerkranken Patienten auf der Warteliste wäre eine solche Regelung der Idealfall“, zitiert die FAZ Montgommery.

Derzeit gilt in Deutschland die sogenannte erweiterte Zustimmungslösung. Danach dürfen nach einem diagnostizierten Hirntod Organe nur Patienten entnommen werden, die sich dazu zuvor bereit erklärt haben. Fehlt eine entsprechende Willensäußerung des Patienten, werden die Angehörigen um eine Entscheidung gebeten.

Die Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen ist umstritten. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht keinen Systemwechsel bei der Organspende vor. Stattdessen wollen die Koalitionäre organisatorische Verbesserungen in den Entnahmekrankenhäusern auf den Weg bringen, die dazu führen sollen, dass die Zahl der Organspenden wieder steigt. Nach zahlreichen Unregelmäßigkeiten und Manipulationen war im vergangenen Jahr die Zahl der Organspenden in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen.


Frankreich: Kommunisten wollen „Recht auf Abtreibung“ in die Verfassung aufnehmen

Paris (ALfA). Frankreichs Kommunisten wollen ein „Recht auf Abtreibung“ in der Verfassung des Landes festschreiben. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Dienstag im französischen Senat debattiert. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf die französische Zeitung „La Croix“. Wie die Zeitung schreibt, müsste eine Änderung der Verfassung zunächst von beiden Kammern des französischen Parlaments – der Nationalversammlung und dem Senat – beschlossen werden. Um in Kraft treten zu können, müsse die Änderung anschließend entweder durch ein Referendum oder von einer Zweidrittel-Mehrheit der Abgeordneten des Senats und der Nationalversammlung ratifiziert werden.

In Frankreich gilt seit dem Jahr 1975 eine Fristenregelung. Ende 2014 änderte die Nationalversammlung mit den Stimmen der regierenden Linken das Gesundheitsgesetz des Landes. Das erlaubte eine straffreie vorgeburtliche Kindstötung, wenn sich die Schwangere in einer „Notlage“ befände. Seit der Novelle des Gesundheitsgesetzes reicht es aus, dass die Schwangere „die Schwangerschaft nicht fortsetzen will“.


Südkorea: Verfassungsgericht prüft Abtreibungsgesetzgebung

Seoul (ALfA). In Südkorea hat die katholische Bischofskonferenz des Landes dem dortigen Verfassungsgericht mehr als eine Million Unterschriften übergegeben, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger gegen eine Liberalisierung der Abtreibungsgesetzgebung des Landes aussprechen. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur (KNA). Dem Bericht zufolge will das Oberste Gerichtes des Landes am 24. April eine Überprüfung der geltenden Abtreibungsgesetzgebung vornehmen. Der Grund: Im Jahr 2017 hatten 230.000 Abtreibungsbefürworter in einer Petition die Legalisierung vorgeburtlicher Kindstötungen gefordert.

In Südkorea sind Abtreibungen grundsätzlich verboten. Ausnahmen sieht das Gesetz nur vor, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet oder diese zuvor vergewaltigt wurde.


Argentinien: Parlament muss Fristenregelung debattieren

Buenos Aires (ALfA). In Argentinien haben 71 Parlamentarier einen Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht, der, wenn er eine Mehrheit fände, der Einführung einer Fristenregelung gleichkäme. Das berichtet der „Deutschlandfunk“. Derzeit sind Abtreibungen in Argentinien nur erlaubt, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet oder diese zuvor Opfer einer Vergewaltigung wurde. Dagegen würde der von den Abgeordneten eingebrachte Gesetzentwurf vorgeburtliche Kindstötungen binnen der ersten 14 Wochen generell straffrei stellen. Staatliche und private Kliniken sollen zudem gesetzlich verpflichtet werden, die Abtreibungen kostenlos durchzuführen.


Hawaii erlaubt den ärztlich assistierten Suizid

Honolulu (ALfA). Der Gouverneur von Hawaii, David Ige, hat am Donnerstag ein Gesetz unterzeichnet, das es Ärzten erlaubt, Patienten, die an einer tödlichen Erkrankung leiden, Medikamente zu verschreiben, die diese in die Lage versetzen, sich selbst das Leben zu nehmen. Das berichtet der Internet-Nachrichtendienst der britischen „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC). Anfang März hatten beide Kammern des hawaiianischen Parlaments das Gesetz jeweils mehrheitlich beschlossen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, ist Hawaii nach Kalifornien, Colorado, Oregon, Vermont und Washington State der sechste Bundesstaat der USA, der damit den ärztlich assistierten Suizid legalisiert hat. Dem Bericht zufolge scheiterten ähnliche Gesetzesvorlagen in den US-Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, Wisconsin und New Hamsphire. Der US-Bundesstaat Utah habe sogar einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe stellt.

 


Termine

14.04.2018
Eröffnung der „Woche für das Leben“
Tagung des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)
(Weitere Informationen über Email-Verteiler / Newsletter)

19.04.2018
Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!
Veranstaltung anlässlich der „Woche für das Leben“
Ort: Kreiskrankenhaus Schleiz: Berthold-Schmidt-Straße 7, 07907 Schleiz

Programm:

19.30 Uhr: Begrüßung: Dr. med. S. Hummel, Frauenklinik KKH Schleiz

19.40 Uhr: Vorgeburtliche Therapie versus vorgeburtliche Selektion
Referent: Prof. Dr. med. Holm Schneider, Universitätskinderklinik Erlangen
20.40 Uhr: Evangelische Ethik
Referentin: Pastorin Antje-Sonja Neumann, Klinikseelsorgerin KKH Schleiz
20.50 Uhr: Motivation, Segen, Aussendung
Referent: Pfarrer Peter Spalteholz, Katholische Kirche, Schleiz und Bad Lobenstein

 

27.-28.04.2018
„Gewissenlos in die bioethische Zukunft?“

Ordentliche Bundesdelegiertenversammlung der ALfA in Fulda
Tagung gemeinsam mit den „Ärzten für das Leben“
Hierzu sind Delegierte und alle weiteren ALfA-Mitglieder als Gäste herzlich willkommen!

Mehr Informationen unter: www.alfa-ev.de/aktuelles/termine/

 

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen:
Katholikentag Münster, 09.-13.05.2018

 

Vorgemerkt:
1.-3.06.2018
„Akademie Bioethik“ der „Jugend für das Leben“ in Köln
Du interessierst Dich für Bioethik oder möchtest Dich auf diesem Gebiet weiterbilden? Dann bist Du bei der „Akademie Bioethik“, welche in diesem Jahr das Thema „Reproduktionsmedizin“ behandelt, genau richtig. Auf dem Wochenend-Seminar der „Jugend für das Leben“, welches in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und den 'Christdemokraten für das Leben' (CDL) in Köln veranstaltet wird, hast Du die Gelegenheit, Dich diesem Thema zusammen mit hochkarätigen Referenten aus Ethik, Medizin und Politik zu nähern.

Mehr Informationen in Kürze

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen in Kürze

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

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