Newsletter im Web
Aktion Lebensrecht
für Alle
e.V.

Lebenshilfe warnt vor Pränatest als Regelleistung der Kassen

Berlin (ALfA). Die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat vor der Aufnahme des umstrittenen Pränatests in den Regelleistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen gewarnt. Der nichtinvasive Bluttest sei unzuverlässig und führe zudem dazu, dass ein Leben mit Down-Syndrom (Trisomie 21) als nicht lebenswert eingestuft werde, erklärte Schmidt in einer Pressemitteilung der Lebenshilfe in Berlin.

Zuvor hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Studien zu den diagnostischen Eigenschaften des Test ausgewertet und hypothetische Szenarien zu einer möglichen Integration in die Schwangerenvorsorge skizziert.

Nach Ansicht des Instituts sind „die Tests mit über 99 Prozent ähnlich sensitiv und spezifisch wie die invasiven Methoden“. Würden schwangeren Frauen mit erhöhtem Risiko für eine fetale Trisomie 21 eine nicht-invasive Pränataldiagnostik angeboten, ließe sich vermutlich ein Teil der Fehlgeburten vermeiden, die eine invasive Diagnostik auslösen könne, schreibt das Institut auf seiner Homepage.

Schmidt kritisiert dagegen: „Der Bericht zeigt die Schwierigkeiten des Bluttest: Danach ist das positive Testergebnis bei bis zu 18 Prozent der Frauen falsch – sie erwarten gar kein Kind mit Down-Syndrom.“


Kammerpräsident: Ärzte sind Sterbebegleiter, keine Sterbehelfer

Münster (ALfA).Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat die Weisung des Bundesgesundheitsministeriums begrüßt, derzufolge staatliche Stellen keine Betäubungsmittel abgeben dürfen, die sich zur Selbsttötung eignen. Kammerpräsident Theodor Windhorst erklärte am Freitag in Münster: „Die Begleitung sterbenskranker Menschen ist eine urärztliche Aufgabe. Es kann und darf nicht sein, dass staatliche Behörden schwerstkranken und unheilbaren Patienten einen Schierlingsbecher verschreiben oder das Rezept zur Selbsttötung ausstellen. Sterben ist kein Verwaltungsakt.“

Ärzte trügen große Verantwortung bei der Sterbebegleitung. In der Stunde der Not lasse kein Arzt seinen Patienten allein. „Jede Ärztin, jeder Arzt ist ein Sterbebegleiter, aber kein Sterbehelfer“, betonte Windhorst. Die Sterbebegleitung durch den Arzt mit der Möglichkeit der besonderen Therapie der Palliativsedierung nach den Grundsätzen zur Sterbebegleitung der Bundesärztekammer könne dem Patienten ein würdiges Sterben ermöglichen. Die Umsetzung aber „jeglicher Begehrlichkeit des Patienten nach dem Tod, also des Sterbens auf Verlangen, ist für den Arzt ethisch und gesetzlich nicht vertretbar“.


Ministerium: Behörde darf keine Betäubungsmittel ausgeben

Berlin/Bonn (ALfA). Das Bundesgesundheitsministerium hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn aufgefordert, Patienten keine tödliche Dosis eines Betäubungsmittels zu verschaffen. Das berichtet das Online-Portal des „Deutschen Ärzteblatts“. Es könne nicht Aufgabe des Staates sein, Selbsttötungshandlungen durch die behördliche Erlaubnis zum Erwerb eines Suizidmittels aktiv zu unterstützen, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die ihm nachgeordnete Bundesbehörde.

Wie im ALfA-Newsletter bereits berichtet, hatte das Bundesverwaltungsgericht im März des vergangenen Jahres entschieden, der Staat dürfen in extremen Einzelfällen Patienten den Zugang zu einem Betäubungsmittel nicht verwehren. Voraussetzung für eine solche Notlage sei, dass eine andere zumutbare Möglichkeit zur Verwirklichung des Sterbewunsches nicht zur Verfügung stehe. Seitdem waren beim BfArM 108 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt worden. Ein vom BfArM daraufhin beim früheren Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio in Auftrag gegebenes Gutachten kam Anfang des Jahres zu dem Ergebnis, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verfassungsrechtlich nicht haltbar sei.


Spanien will Euthanasie legalisieren

Madrid (ALfA). Spanien will die bislang verbotene Beihilfe zum Suizid und offenbar auch die ebenfalls verbotene Tötung auf Verlangen legalisieren und gesetzlich regeln. Das berichten spanische Zeitungen. Demnach stimmten mit Ausnahme der konservativen PP alle im Parlament vertretenen Parteien für eine entsprechende Gesetzesinitiative der neuen sozialistischen Minderheitsregierung. Ihr zufolge soll Patienten, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, ein Anrecht auf Beihilfe zur Selbsttötung eingeräumt und die Kosten dafür von den Krankenkassen übernommen werden. Wie die Vorschläge für die gesetzliche Regelung der Tötung auf Verlangen aussehen werden, ist dagegen noch unklar. Die Gesetzesinitiative soll nun in kommenden Wochen ausgearbeitet und ein entsprechender Gesetzentwurf dem Parlament zu Abstimmung vorgelegt werden.

Derzeit verbietet Artikel 143 des spanischen Strafgesetzbuches die Euthanasie. Beihilfe zur Selbsttötung kann mit Haftstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Ärzte, die Patienten auf deren Verlangen hin töten, müssen mit Haftstrafen von bis zu sechs Jahren rechnen.


Belgien will Abtreibung aus Strafgesetzbuch streichen

Brüssel (ALfA). Im Streit über die weitere Liberalisierung vorgeburtlicher Kindstötungen haben sich die Abgeordneten des Belgischen Parlaments auf einen Kompromiss verständigt. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ unter Berufung auf belgische Medienberichte. Demnach soll der Schwangerschaftsabbruch als Tatbestand aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und in einem eigenen Gesetz geregelt werden. Entfallen soll auch die bisherige Formulierung, derzufolge sich schwangere Frauen in einer „Notzustand“ befinden müssten, um ihre ungeborenen Kinder straffrei abtreiben zu können.

Forderungen, die Frist für eine straffreie Abtreibung von 12 auf 18 Wochen auszudehnen sowie die gesetzlich vorgeschriebene Bedenkzeit von sechs auf zwei Tag zu verkürzen, fanden hingegen keine Mehrheit.

In Belgien werden vorgeburtliche Kindstötungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche als legal betrachtet. Abtreibungswillige Schwangere müssen zwischen der Feststellung der Schwangerschaft und der Durchführung einer Abtreibung eine einwöchige Bedenkzeit einhalten.

Wie das Online-Portal weiter berichtet, erklärte die Belgische Bischofskonferenz, die Streichung des Abtreibungsparagrafen aus dem Strafgesetzbuch besitze eine „große symbolische Bedeutung“ und werde das gesellschaftliche Urteil über Abtreibung grundlegend verändern, mit „äußerst ernsten Konsequenzen“.


USA: Schwangerenberatungsstellen müssen nicht für Abtreibung werben

Washington (ALfA). Beratungszentren für Schwangere in Not müssen nicht auf die Möglichkeit staatlich finanzierter Abtreibungen aufmerksam machen. Wie das „domradio“ meldet, entschied das der US-Supreme Court mit einer Mehrheit von fünf zu vier Stimmen. Damit verwarf der Oberste Gerichtshof der USA ein Gesetz des Bundesstaats Kalifornien, das Betreiber von Krisenzentren für Schwangere verpflichtet, in Aushängen auf die Möglichkeit staatlich bezahlter Abtreibungen aufmerksam zu machen. Nach Ansicht der Richter sei dies ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit von christlichen Einrichtungen, die Abtreibungen ablehnten.

Wie das „domradio“ weiter berichtet, begrüßte die US-amerikanische Bischofskonferenz die Entscheidung als „wichtigen Sieg für die Meinungsfreiheit von Pro-Life-Organisationen“. Diese könnten nun auch weiterhin eine „lebensbejahende Unterstützung“ für Schwangere anbieten, ohne „kostenlos Werbung für den gewaltsamen Akt der Abtreibung“ machen zu müssen, betonte der in der Konferenz der Bischöfe für Pro-Life-Fragen zuständige Kardinal Timothy Dolan.

Der US-Bundesstaat Kalifornien hatte argumentiert, einige der Zentren legten es darauf an, die Beratungen so lange hinauszuzögern, dass Frauen am Ende keine Wahl mehr hätten, als das ungeborene Kind auszutragen. Die im Gesetz verankerte Hinweispflicht sei nicht mehr als eine neutrale Auskunft.


Termine

Messen und Veranstaltungen mit ALfA-Ständen
Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda, 20.-22.07.2018
ALfA-Jugend-Stand
 

3.-19.08.2018
Pro-Life-Tour der „Jugend für das Leben“
Bist Du bereit für den besten Sommer Deines Lebens? Wenn ja, dann gehe mit zusammen hunderten von Jugendlichen auf die Pro-Life-Tour 2018. Diesen Sommer erwartet uns eine echte Premiere. Die „Jugend für das Leben Deutschland“ und die „Jugend für das Leben Österreich“ veranstalten zum ersten Mal zusammen die Pro-Life-Tour und bringen die legendäre Veranstaltung damit auch nach Deutschland. Wir werden gemeinsam von München nach Salzburg wandern um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Dieses Recht hat er in jeder Phase seines Lebens, ob geboren oder ungeboren, ob mit Behinderung oder ohne, ob krank oder gesund. Gleichzeitig fordern wir mehr Unterstützung für Mütter und bessere Hilfsangebote für Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Auf unserer zweiwöchigen Tour erwarten Dich viele Info-Veranstaltungen, Vorträge, kreative Protestaktionen und natürlich eine super Zeit in einer tollen Gemeinschaft. Die Tage zwischen dem 2. und 19. August werden nicht nur die besten und abenteuerlichsten, sondern auch die sinnvollsten Wochen Deines Sommers werden. Egal ob Du zwei Wochen oder nur zwei Tage mitkommst – sei dabei und werde Teil einer Bewegung, die Abtreibung Geschichte machen wird!
Start: München, 03. August 2018
Ziel: Salzburg, 19. August 2018

Mehr Informationen unter jugend.alfa-ev.de/ueber-uns/termine/

Freitag, 21.09.2018
Fachtagung Bundesverband Lebensrecht in Berlin
Beginn: 14.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Samstag, 22.09.2018
Marsch für das Leben in Berlin
Beginn: 13.00 Uhr
Weitere Infos in Kürze unter <span style="color: purple; text-decoration: underline;">www.bundesverband-lebensrecht.de</span>

Vorankündigung
Freitag, 16.11.2018 bis Sonntag 18.11.2018
Gewaltfreie Kommunikation im Kontext der Schwangerenberatung
Fortbildung für Beraterinnen und Berater
Ort: Haus Nazareth, 49196 Bad Laer (bei Osnabrück)
Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.
Referentin: Sandra Sinder, seit 10 Jahren Konfliktberaterin bei der ALfA, Systemischer Coach (ECA und DVNLP-zertifiziert), Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation
Anmeldung und weitere Information unter: monika.friederich@alfa-ev.de

Erläuterungen zum Seminar:
Für eine Frau im Schwangerschaftskonflikt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass wir es schaffen, eine empathische Beziehung, die auf Wertschätzung beruht und Vertrauen ermöglicht, aufzubauen. Doch wie gelingt uns das am besten? Manchmal sind wir unsicher, ob wir die richtigen Worte finden, haben möglicherweise Sorge, etwas falsch zu machen oder etwas Falsches zu sagen und fühlen uns in Anbetracht vielleicht begrenzter Handlungsmöglichkeiten nicht wohl. Es gibt eine Art Grammatik der hilfreichen Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, mit der man als Beraterin noch besser werden und seine Möglichkeiten des Zugangs zu den Frauen noch erweitern kann.
In diesem Seminar beleuchten wir, welche Haltungen, Worte und Ziele hier besonders hilfreich sind und erkennen Stolpersteine, die wir möglichst umgehen. Wir vertiefen das Hinhören oder „Dahinterhören“, das unser Zuhören noch erweitert, und berücksichtigen dabei, dass auch wir etwas brauchen, um für Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich zu sein.

ALfA e.V.Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. - Geschäftsstelle
Ottmarsgäßchen 8 | D-86152 Augsburg

ALfA e.V.info@alfa-ev.de

ALfA e.V.0821-512031

Spenden
ALfA e.V.

Vom Newsletter abmelden