Die Bundesdelegiertenversammlung der ALfA konnte am Ersatztermin (5. – 6. Juni) in Fulda stattfinden, ebenso wie die Fachtagung „Selbstbestimmt und bindungslos? Autonomie und Recht auf Leben“, zu der wir hochinteressante Referenten eingeladen hatten.

Den Anfang machte Prof. Tobias Hack mit einem Vortrag, in dem er der Frage nach ging, ob Autonomie ohne Bindung überhaupt möglich ist. Vom gegenwärtigen Autonomieverständnis schlug er den Bogen zur Bedeutung von Autonomie im Anschluss an Immanuel Kant und stellte schließlich die Frage, ob der Mensch als Beziehungswesen überhaupt vollständig autonom sein kann.

Am Samstag referierte Prof. Paul Cullen über Möglichkeiten, die Wirkung der Abtreibungspille umzukehren und dadurch auch dann noch Leben zu retten, wenn eine Mutter den ersten Schritt zur Tötung ihres Kindes getan hat, diesen jedoch sehr schnell bereut.

Martine Liminski schließlich berichtete über die enge vorgeburtliche Beziehung  zwischen Mutter und Kind, die schon in diesem frühen Stadium die Grundlage für die Bindung aneinander und die Bindungsfähigkeit eines Kindes überhaupt legt.